BL2: VfL Bochum – BTSV 0:1 (0:0)

VfL Bochum Ruhrstadion,
Bochum
Eintracht Braunschweig

Heute war ein großer Tag! Erstmal für Hauke, der seinen Papa das erste Mal auswärts begleiten durfte – und dann noch im Ballerbus, der uns sicher nach Bochum brachte. Bis auf kleine Irrungen in der Parkplatznavigation, die aber staatsmachtinduziert waren, gab es keine Probleme. So fanden wir uns auf dem Parkplatz hinter dem Starlight Express-Gebäude wieder, um Freunde zu ärmeln und Biere zu trinken, ehe der kleine Marsch zum Ruhrstadion erfolgte.

War man zuletzt ja gewohnt am Eingang in Bochum übel schikaniert zu werden, war diesmal alles extrem entspannt, die Ordner gar zu einem Scherz aufgelegt. Warum nicht immer so?

Der Stehplatzgästeblock war innerhalb kürzester Zeit ausverkauft gewesen, meine Karte aus dem Auswärtsdauerkartenkontingent gab ich Hauke, um mich mit seinem Papa auf die Sitzplätze zu begeben, wobei Sitzen heute nicht angesagt war, was aber nur zum Teil an den abartig dreckigen Sitzschalen lag.

Ruhrstadion, Bochum

Der Bochumer Anhang zeigte heute eine Zaunfahne gegen Rassismus, dazu gab es ein wenig Konfetti und der Block auf der Gegengeraden hatte ein paar Schwenker im Gepäck, ansonsten waren die Heimblöcke erschreckend still und unemotional. Um nicht zu sagen langweilig.

Auf unserer Seite die Stimmung sehr fein, das war wirklich großes Tennis! Was man von der Braunschweiger Leistung auf dem Rasen freilich nicht immer behaupten konnte.

Zum Spiel nur soviel: der Schiri war durchaus souverän – bislang hatte der uns noch nie gepfiffen, aber der darf gerne wiederkommen. Und eine Sache, die mich nervt: es probiert vom BTSV kaum mal einer aufs Tor zu schießen – es wird immer Kumbela gesucht, statt selbst den vermeintlich günstigeren Abschluss zu suchen.

Als ich mich schon mit einem Punkt angefreundet hatte, setzte sich Elabdellaoui auf der rechten Seite grandios durch, flankte nach innen, wo – natürlich – Domi unbedrängt einnicken konnte. Wahnsinn. Echt mal, mir fehlen immer noch die Worte!

Ruhrstadion, Bochum

Nach dem Abpfiff wurde noch eine ganze Zeit im Block gefeiert, ehe es zurück zum Bus ging, wo ebenfalls noch gefeiert wurde, bevor der Rückweg nach Braunschweig angetreten wurde, der größtenteils schlafend verbracht wurde.

In Hämelerwald wurde noch der Trommler aufgegabelt, der sich dem Vernehmen nach wohl mit seiner Fahrerin in die Haare bekommen hatte, was zu einem Rauswurf im roten Gebiet führte. Wir lassen aber Keinen zurück, war dann halt mal ein wenig enger im Ballerbus.

Was für ein geiler Tag. Wir werden nächste Saison sowas von Bundesliga spielen!

VFL BOCHUM: Andreas Luthe – Carsten Rothenbach, Marcel Maltritz, Hólmar Örn Eyjólfsson, Michael Lumb – Christoph Dabrowski (Michael Delura, 87′), Leon Goretzka – Marc Rzatkowski, Yusuke Tasaka (Alexander Iashvili, 84′) – Zlatko Dedic (Faton Toski, 70′), Kevin Scheidhauer. TRAINER: Karsten Neitzel

BTSV: Daniel Davari – Benjamin Kessel, Ermin Bicakcic, Deniz Dogan, Steffen Bohl – Norman Theuerkauf – Omar Elabdellaoui, Damir Vrancic (Orhan Ademi, 79′), Kevin Kratz (Mirko Boland, 55′), Gianluca Korte (Oliver Petersch, 55′) – Domi Kumbela. TRAINER: Torsten Lieberknecht

SCHIRI: Sascha Stegemann (Niederkassel)

TORE: 0:1 Domi Kumbela (85′)

ZUSCHAUER: 12.371, zweitausend Braunschweiger, oder so (Robin, wo bleiben die genauen Zahlen!?)

3 Antworten zu “BL2: VfL Bochum – BTSV 0:1 (0:0)”

  1. Rauti sagt:

    ich hab geheult gestern…aber mit dem „Domi suchen“ haste recht…Vrancic hätte das Ding in Hälfte 1 entscheiden können, Kandidaten wie Exslager oder Brinkmann aber ja auch schon gegen uns gezeigt, dass ein „Abziehen“ aus zweiter Reihe durchaus zum Erfolg führen kann…

  2. hop sagt:

    Hallo,

    netter Blog. Interessant finde ich folgendes Zitat: „ansonsten waren die Heimblöcke erschreckend still und unemotional. Um nicht zu sagen langweilig. Auf unserer Seite die Stimmung sehr fein, das war wirklich großes Tennis!“

    Stand auf der anderen Seite und kann ähnliches begaupten, nur mit verteilten Rollen: Der Support der VfL-Fans war in der 2. Hälfte sehr laut und emotional, während man von Gästefans kaum etwas gehört hat. Ist wohl eine Sache des Standpunktes (im doppelten Sinne).

    Dennoch: Glück auf und viel Erfolg in der 1. Liga

  3. Jan sagt:

    Unbedingt eine Sache des Standpunkts – ich mag Bochum sehr und wünsche Euch alles Gute für den Klassenerhalt.