RL Nord: BTSV – Borussia Dortmund II 2:0 (0:0)

Eintracht Braunschweig Eintrachtstadion,
Braunschweig
Borussia Dortmund

Nach der schönen Abschlusstour mit der Zwoten nach Heeslingen war ich am Morgen des alles entscheidenden Spiels dann doch ziemlich nervös.

Nicht nur, dass wir zunächst mal selber einen Sieg einfahren mussten – leider ja keine Selbstverständlichkeit -, nein, auch die Fernduelle mit Rot-Weiss Essen (zu Hause gegen Lübeck), 1. FC Magdeburg (in Wuppertal) und Kickers Emden (bei der Reserve von Wolfsburg) mussten mehr oder weniger zu unseren Gunsten entschieden werden – was natürlich die Chancen auf den Klassenerhalt (manche sagten auch Aufstieg in die Dritte Liga dazu) noch zu erhalten.

Da das Fernsehen fast flächendeckend in den Dritten Programmen übertragen wollte (natürlich bis auf den NDR, wo stattdessen – man kann es erahnen – Reiten gezeigt wurde), wurde der Anpfiff auf 13h30 festgelegt, so dass ich mich schon halb zwölf zu Fuß auf ins Stadion machte.

Nervosität aller Orten, dafür aber eine ordentliche Kulisse, über 20.000 Braunschweiger wollten heute das Unmögliche möglich machen – und auch die Gäste waren in guter Zahl dabei (besonders, wenn man bedenkt, dass es sich dabei nur um eine sonst ungeliebte Zweitvertretung handelte).

Das Spiel war leider zunächst recht ausgeglichen, je länger es dauerte, desto unruhiger wurde ich, das 0:0 zur Pause dann auch wenig beruhigend, wenigstens war auf den anderen Plätzen ebenfalls noch nichts Entscheidendes passiert – man konnte also weiter Daumen drücken.

Nach knapp einer Stunde Spielzeit dann ein Foul an Kumbela im Strafraum, Elfmeter… ich war so durch den Wind, dass ich mich erstmal in die hinterste Ecke des Blocks verkroch, Hingucken ging nicht! Aber alles lief top, 1:0 für den BTSV.

Auf den anderen Plätzen immer noch nix.

In der 82. Minute dann die Entscheidung wenigstens unseres Spiels – Kumbela trifft zum 2:0, den Sieg sollte uns nun keiner mehr nehmen.

Doch was war in Essen, Wuppertal und Wolfsburg los? Diverse Gerüchte kursierten, zwar kristallisierte sich eine Tendenz heraus, aber glauben wollte ich das nicht. Daher auch erstmal nur Hoffen und Bangen nach Abpfiff in Braunschweig.

Dann endlich die anderen Ergebnisse, Magdeburg konnte nur 2:1 gewinnen und damit nicht unseren Vorsprung aufholen, und Essen verlor zu Hause gegen Lübeck. Damit war das Spiel in Wolfsburg egal.

Der Jubel grenzenlos, wir hatten es also tatsächlich geschafft, nach weit über einem Jahr, das wir konstant auf einem Abstiegsplatz gestanden hatten, gelang am letzten Spieltag der Sprung über die magische Grenze auf Platz 10 und damit der Klassenerhalt.

Klassenerhalt oder Aufstieg? BTSV - Borussia Dortmund II

Ich vergoss erstmal die eine oder andere Freudenträne, ehe der Sieg in kleinerer Runde gefeiert wurde.

Eins ist klar – irgendwann bringt mich der BTSV noch mal ins Grab, mein Herz wird echt zu schwach für so eine Scheiße!

BTSV: Adrian Horn – Ramazan Yildirim, Valentin Nastase, Dennis Brinkmann, Sebastian Gundelach (Jan Washausen, 71′) – Christian Lenze (Lars Fuchs, 64′) – Tim Danneberg, Kosta Rodrigues, Benjamin Fuchs (Torsten Oehrl, 46′) – Dominik Kumbela, Dennis Kruppke. TRAINER: Torsten Lieberknecht

BORUSSIA DORTMUND II: Marcel Höttecke (Christian Beer, 34′) – Nico Hillenbrand, Franck Patrick Njambe, Uwe Hünemeier, Marcel Schmelzer – Christian Eggert, Marcel Großkreutz, Sebastian Tyrala, Michael Oscislawski (Sahr Senesie, 46′) – Lars Ricken – Sebastian Hille (Christopher Nöthe, 68′). TRAINER: Theo Schneider

SCHIRI: Peter Sippel (München)

TORE: 1:0 Valentin Nastase (Foulelfmeter, 59′), 2:0 Dominik Kumbela (82′)

ZUSCHAUER: 21.850, rund 300 Dortmunder

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