BL2: VfL Bochum – BTSV 4:0 (2:0)

VfL Bochum Ruhrstadion,
Bochum
Eintracht Braunschweig

Tja, McDonald’s-Ticket gilt nicht am Sonntag, WET-Tour ist kaum machbar, also blieb nur das gute alte Teuerticket, um nach Bochum zu kommen, was schon scheiße genug war.

So gings also Sonntag vormittag per ICE mit Umstieg ins Ruhrgebiet, wo am Bahnhof angekommen auch direkt die ersten tapferen Mitstreiter getroffen wurden und es per Tram zum Ruhrstadion ging, immer noch eins meiner Lieblingsstadien dieser Liga.

Da die Stehplatzkarten alle schon im Vorverkauf weggegangen waren, wurde Henner instruiert mir ’ne Sitzplatzkarte mitzukaufen, was auch tadellos geklappt hat. Dem Rest der mit uns zusammen eingetroffenen Allesfahrern wollte man jedoch zunächst keine Karten für die Hintertortribüne verkaufen, weil angeblich erstmal der andere Sitzplatzblock wegverkauft werden müsse. Die sind doch nicht mehr ganz dicht in Bochum. Naja, nach ein paar Diskussionen klappte das dann auch und wir beeilten uns vor der Ankunft des Sonderzugs im Block zu sein, was zum Glück auch klappte.

Dort gab es direkt eine kleine Diskussion mit einem Beamten der Polizei vor Ort, der meinte sinnloserweise mit seinen dreckigen Stiefeln über die Sitzschalen zu latschen – steht man als Fan mal auf dem Sitz wird Stadionverbot angedroht, aber in einem völlig leeren Block drauf rumlatschen, das ist erlaubt – naja, sinnlos sich darüber aufzuregen.

Nach und nach trudelten dann wirklich alle ein, niemand ließ sich dieses Spiel entgehen, zum Glück wurde die Hintertortribüne dann aber doch nicht voll, so dass man freie Platzwahl hatte – unsere eigentlichen Plätze wären nämlich genau neben denen vom U16-Fanclub gewesen und das muss ja auch nicht sein.

Zu Beginn sehr ordentliche Stimmung vom Heimmob, Grönemeyer muss man ja nicht mögen, aber als Vereinshymnensänger taugt er schon.

Westkurve Bochum

Auf unserer Seite war der Support ebenfalls durchaus OK und sollte sich noch steigern, dazu später mehr.

Das wir hier sportlich was zu holen haben würden, damit rechneten nur die größten Optimisten, trotzdem war das, was uns heute von den Jungs auf dem Rasen geboten wurde, unterste Schublade.

Bochum spielte von Beginn an der Favoritenrolle gerecht werdend und es dauerte grad fünf Minuten als Edu mit einem Hammerschuss an die Latte einen ersten Akzent setzte.

Drei Minuten später war es dann auch soweit, 1:0 für Bochum und fast direkt danach die Chance zum Nachlegen für Edu, der kurz darauf wegen einer selten dämlichen Schwalbe erstmal fein Gelb sah – wäre der Schiedsrichter konsequent gewesen, dann hätte Edu früher zum Duschen gemusst – denn trotz der Verwarnung konnte er seine Fallsucht nicht ablegen.

Von der Eintracht kam viel zu wenig, stattdessen erarbeite sich die Heimelf Chancen im Minutentakt, so dass man sich nicht hätte beschweren können, hätte es nach 20 Minuten schon 3:0 gestanden.

Nach einer knappen halben Stunde war es dann soweit, das 2:0 für den VfL – und ausgerechnet durch Edu.

Bis zur Pause änderte sich nichts vom Spiel, so dass es aus Braunschweiger Sicht ein einziges Zittern war – völlig undenkbar, daß die Eintracht hier noch was würde reißen können.

In der Pause musste man sich dann das sinnlose Gehampel von den Stadionettes, den Bochumer Cheerleadern, angucken, was wohl auch ein Grund für das von den Bochumern zum Wiedereinlaufen der Mannschaften gezeigte Spruchband „Gegen den modernen Fußball“ gewesen sein dürfte.

Gegen den modernen Fussball

Die Stimmung auf beiden Seiten sehr gut, trotz der Niederlage bekam der BTSV einen guten Tifo gebacken, was mich besonders auf Grund der großen Anzahl Sonderzugfahrer positiv überraschte.

Dessen ungeachtet hatte sich auf dem Rasen nicht verändert, die Eintracht stand völlig neben sich am heutigen Tag.

In der 61. Minute dann eine Schlüsselszene, Stucki patzt total, Misimovic ist erneut zur Stelle und es steht 3:0.

Nur gut sechs Minuten später ein weiterer Boch von Stuckmann und 4:0, ganz schlimm.

Kurz später dann auch noch Elfmeter gegen die Eintracht, Edu läuft an, schießt – und Stucki hält – das bringt zwar für das Ergebnis kaum etwas aber für sein Selbstvertrauen hoffentlich eine Menge, nach den zwei vorangegangenen Kapitalfehlern.

Die Bochumer ließen es jetzt ruhig angehen, die Stimmung im Bochumer Block war erstaunlicherweise fast verstummt – im Gegensatz zu den Gästeblöcken, wo immer noch bedingungslos supportet wurde und auch mehrfach Rauch die Feuerwehr auf den Plan rief.

Ironischerweise gibt es ja im Ruhrstadion Bandenwerbung vom Feuerwerkshersteller WECO – da muss man doch nicht so ein Aufheben wegen ein paar Gramm Rauchpulver machen…

Nach dem Kick ging es zurück zum Bahnhof, wo man noch die Abfahrt der Wochenendticketfraktion sowie die Bereitstellung des Sonderzuges beobachten konnte, ehe es selbst im Intercity nach Baden zurück ging wo man mit einiger Verspätung gegen 23h00 erschöpft, müde und niedergeschlagen auch ankam.

Heute wurde Eines auch dem Letzten klar: der Klassenerhalt ist noch nicht geschafft!

VFL BOCHUM: Peter Skov-Jensen – David Pallas (Søren Colding), Marcel Maltritz, Heiko Butscher, Philipp Bönig – Tomasz Zdebel – Daniel Imhof, Dennis Grote – Zvjezdan Misimovic (Dariusz Wosz, 70′) – Tommy Bechmann (Joris van Hout, 70′), Eduardo „Edu“ Goncalves. TRAINER: Marcel Koller

BTSV: Thorsten Stuckmann – Torsten Sümnich, Torsten Lieberknecht, Marco Grimm, Jan Tauer – Benjamin Siegert, Patrick Bick, Lars Fuchs (Daniel Graf, 70′) – Martin Hauswald (Torsten Jülich, 46′) – Jürgen Rische (Dustin Heun, 57′), Ahmed Kuru. TRAINER: Michael Krüger

SCHIRI: Ralf Brombacher (Kandern)

TORE: 1:0, 3:0 Zvjezdan Misimovic (9′, 61′), 2:0 Eduardo „Edu“ Goncalves (28′), 4:0 Tomasz Zdebel (68′)

ZUSCHAUER: 20.189, darunter beachtliche 2.500 Braunschweiger

2 Antworten zu “BL2: VfL Bochum – BTSV 4:0 (2:0)”

  1. julian fraude sagt:

    geiles bild wa

  2. Adi c. sagt:

    Ja geiles bild