RL Süd: Karlsruher SC II – VfB Stuttgart II 3:2 (2:1)

Karlsruher SC Wildparkstadion Platz 2,
Karlsruhe
VfB Stuttgart

Bei schönstem Frühlingswetter ging es heute mal zu Fuß zum Fußball, um der Komplettierung der Regionalliga Süd einen Schritt näher zu kommen, es musste ja noch der undankbare Platz 2 des Wildparkstadions besucht werden, ein Ground, den ich lange vor mir her geschoben habe.

Nun war heute schönes Wetter, ich hatte keine anderweitigen Pläne, also ging es pünktlich zu dem vermeintlichen Hassderby der Zweitvertretungen vom KSC und dem VfB Stuattgart.

Da die VfB-Profis zeitgleich spielten, war von vornherein kein wirklich hitziges Aufeinandertreffen der Fans zu erwarten, nichts desto trotz hoffte ich doch auf eine ordentliche Pöbelei.

Das „Stadion“ hinter der Nordkurve des Wildparks ist eigentlich ganz idyllisch, schöner alter Baumbestand, jedoch nicht wirklich regionalligatauglich. Die Gerade besteht aus ein paar Stufen ohne Wellenbrecher und Zaun, überragt von einem schönen Sprecherturm, die eine Hintertorgerade wird durch Bäume dominiert und kann nicht genutzt werden, gegenüber stehen die Zuschauer (heute unter anderem ein kleiner Haufen Phönix Sons) direkt an der Absperrung oder dahinter an der einzigen Bier- und Wurstbude (beides übrigens zu empfehlen, Weizen 0,5l für 2,80€ – da kann man nicht meckern und geschmeckt hat es auch). Auf der Gegengeraden finden sich schließlich vier oder fünf flache Betonstufen. Die eine Hälfte der Gegengerade kann ebenfalls nicht betreten werden während die andere Hälfte komplett eingezäunt ist – eine ganz schlimme Frechheit von Gästekäfig.

Die zunächst beachtlichen drei Awayfans vom VfB – immerhin mit zwei Zaunfahnen – wurden von der lächerlichen Zahl von nur 18 Ordnern und drei Polizeibeamten bewacht, dazu noch Sanitäter und auch im Nebenblock noch ein paar Ordner. Naja, jeder macht sich so gut zum Kasper, wie es geht. Immerhin kamen später noch mal vier und dann noch mal zwei Gäste, die jedoch alle für sich in dem großen Käfig standen.

Ich finde, dieses Bild spricht Bände – Regionalliga Süd-Tristesse pur:

Das Spiel begann direkt mit einem Sturmlauf der kleinen Schwaben, der Karlsruher Keeper hatte jedoch keine Probleme, den strammen Distanzschuss zu fangen.

In der achten Spielminute dann erneut Stuttgart mit einer guten Szene, lediglich der Pfosten war für Daniel Bierofka (von den Profis heute im Kader der Zwoten) im Weg.

Im direkten Gegenzug dann ein schneller Konter, und das 1:0 für den KSC, ein sehenswerter Treffer!

Das Spiel entwicklelte sich zu einer durchaus ansehnlichen Regionalligapartie und es ging munter hin und her. Leider ohne jegliche Unterstützung, geschweige denn Gepöbel von den Zuschauern – da war ich doch etwas überrascht und – ja, ich gebe es zu – auch enttäuscht.

In der 17. Minute ein krasser Fehler der Stuttgarter Abwehr, Erich Strobel ließ sich nicht zweimal bitten und schob zum 2:0 für den kleinen KSC ein.

Nur kurz später konnte Stuttgart dann mit einem Heber über den KSC-Keeper ebenfalls punkten, hier sah nun die Karlsruher Abwehr nicht wirklich gut aus.

Fast hätte es noch den Ausgleich gegeben, Bierofka traf jedoch ein zweites Mal nur den Pfosten.

Nach der Pause kam für die Stuttgarter der Ersatzkeeper in die Mannschaft, da sich die nominelle Nummer Eins im Spiel offenbar schwerer verletzt hatte, als vorher angenommen.

Direkt nach Anpfiff wieder Bierofka und wieder an den Pfosten, diesmal sprang der Ball jedoch meiner Ansicht nach vom Innenpfosten hinter die Torlinie, wo er vom Keeper gefangen werden konnte – der Schiri sah das anders, folglich blieb es beim 2:1 für den KSC.

Ohne groß nennenswerte weitere Aktionen plätscherte das Spiel vor sich hin, war aber durchaus nett anzuschauen.

Leider von den Zuschauern weiter keinerlei Emotion, lediglich einer der drei Stuttgarter krähte ein paar Mal „Karlsruher Arschlöcher“ in sein Megafon, was ihm Szenenapplaus einbrachte.

Nach einer Stunde Spielzeit hätte dann der Ausgleich fallen müssen, eine hundertprozentige Chance, der Keeper war bereits überwunden, jedoch erstaunlicherweise knapp am Tor vorbei.

Eine knappe Viertelstunde später war es dann aber nach einem Standard so weit: der Ausgleich für Stuttgart.

Zwei Minuten später die zweite krasse Fehlentscheidung des Schiris, diesmal zu Ungunsten der Karlsruher, als ein Stuttgarter im 16er klar mit der Hand zum Ball ging, der Unparteiische jedoch weiterspielen ließ.

Die Spielzeit war schon fast um, als der Stuttgarter Keeper nach einem Abwehrfehler einen Karlsruher Angreifer fällt – klare Sache: Strafstoß, der auch sicher zum 3:2 für den KSC verwandelt wurde.

Die ersten Minuten wurde das Spiel übrigens noch von Spielern der Reutlinger B-Jugend verfolgt, die direkt im Anschluss an dieses Spiel auf einem weiteren Nebenplatz gegen den KSC-Nachwuchs spielten – ich entschloss mich jedoch auf diesen Groundpunkt zu verzichten und nach zehn Minuten das Weite zu suchen. Man muss sich ja auch nicht jeden Scheiß angucken. Stattdessen ging es durch den Wild- und Schlosspark wieder per pedes nach Hause.

TORE: 1:0 Kristof Müller (8′), 2:0 Erich Strobel (17′), 2:1 Bernd Nehring (19′), 2:2 Sreto Ristic (74′), 3:2 Sascha Traut (91′, Elfmeter)

ZUSCHAUER: ganze 610, darunter abgezählte sieben Stuttgarter…

2 Antworten zu “RL Süd: Karlsruher SC II – VfB Stuttgart II 3:2 (2:1)”

  1. ksc hurensöhne sagt:

    am 4.spieltag knallts!!!
    dann werden deine 4 freunde sich freuen ihr arschficker

  2. Christian sagt:

    SCHEI? VFB SC Freiburg 4-life^^