NFV-Pokal: TSV Havelse – BTSV II 4:0 (0:0)

TSV Havelse Wilhelm-Langrehr-Stadion,
Garbsen-Havelse
Eintracht Braunschweig

Heute mittag gings vor die Tore von Scheißhannover, um auf dem Dorfe Havelse im Engelbert-Nelle-Gedächtnis-Pokal-Viertelfinale gegen den örtlichen TSV und den NFV anzutreten.

Bereits auf dem Parkplatz vor dem Wilhelm-Langrehr-Stadion wunderte man sich zum einen über den großzügigen Aufmarsch von Ordnungshütern und außerdem über die herumlungernden Sechsundneunziger.

So nach und nach trudelten dann auch der Havelser Stimmungsmob und natürlich auch die Abordnung aus dem Freistaat Braunschweig ein. Letztere durften sich noch hübsch von den netten Beamten erkennungsdienstlich behandeln lassen.

An der Bierbude wurde erstmal ein wenig gefachsimpelt (vor allem über das desolate Spiel in Essen) ehe es einen Teil von uns auf die Hintertortribüne zog, während rund 30 Braunschweiger es vorzogen, auf der überdachten Gegengeraden Platz zu nehmen. Eine Wiedervereinung scheiterte zunächst (und das am Tag der deutschen Einheit!), da dem Hintertorpöbel zum größten Teil der Durchgang verwehrt blieb.
Die Freunde und Helfer kamen dann aber zum Stehplatz-überdacht-Mob und baten freundlich zweimal darum, doch bitte in den Gästeblock zu gehen und wiesen uns dann auch nett den Weg. Der Bund der Vertriebenen machte sich also auf den Weg in den Osten – verkehrte Welt in Garbsen!

An der Anzeigentafel stand übrigens – bis zum Spielbeginn – das Ergebnis 4:0 für den heimischen TSV. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, zum Beispiel, dass der NFV seine Finger da im Spiel haben könnte.
Nebenbei bemerkt wusste man in Havelse auch schon den Gegner für das Halbfinale, obwohl dieses Viertelfinale ebenfalls erst heute nachmittag ausgetragen wurde (der SV Wilhelmshaven gewann – wie verkündet – gegen Güldenstern Stade). Merkwürdig! …würde Jeder sagen, der die unlauteren Machenschaften des NFV nicht bereits seit vielen Jahren ertragen muss.

Die erste Hälfte begann mit leichten Feldvorteilen des BTSV, die aber nicht genutzt werden konnten, ein strammer Freistoß von Dimitrijevic unter die Latte in der 44. Minute sowie zuvor ein Alleingang von Hauk, der aber am Keeper der Havelser scheiterte, waren die einzigen Höhepunkte. Auf der Gegenseite konnte uns einmal Lauenstein vor Schlimmeren bewahren, sorgte aber ansonsten mal wieder für ein unruhiges EKG.

In der zweiten Hälfte dann gleich erstmal zwei Tore für die Falschen und keine wirkliche Gefahr mehr durch den BTSV. Da schienen einige Spieler wohl bei der Ersten mittrainiert zu haben.

Nach einer gelb-roten Karte für einen Garbsener keimte kurz nochmal Hoffnung auf, aber grad als man sich an das ja bereits zuvor festgelegte Ergebnis erinnerte fiel das 3:0 per direkt verwandeltem Freistoß.

Nun musste natürlich auch das 4:0 noch irgendwie fallen, gar nicht so einfach, wenn man nur noch mit neun Feldspieler agiert und langsam müde wird. Doch der glückliche Zufall wollte es, daß auch der TSV einen Schuss unter die Latte semmelte – anders als bei der entsprechenden Szene vom BTSV gab es hierfür natürlich ein Tor. Bravo! Hollywood hätte das Spiel nicht besser inszenieren können.

Kurz war man sich noch unsicher, was wohl passiert, falls Havelse jetzt noch das fünfte Tor macht – wahrscheinlich hätte der Schiedsrichter dieses dann nicht geben dürfen.

Für große Freude sorgte dann die Ankündigung einer Blocksperre, immer sehr sinnvoll bei solchen Spielen.
Die Havelser waren am Feiern und wir standen rum, großartig.

Aber wieder waren es die Hannoveraner Hirnakrobaten, die doch noch für Erheiterung sorgten: mit dem tollen Transpi (Mama wird sicherlich gerne ihr Bettlaken dafür hergegeben haben) mit dem noch tolleren Spruch „Ihr seid blau, ihr seid gelb, ihr seid die dümmsten Fans der Welt“ sind dann die Klassenbesten der Havelser Sonderschule aufs Feld und vor unseren Block gerannt – und wurden prompt von Ordnern an uns vorbei abgeführt.


…ja, aber hinter den sieben Bergen, bei den Scheißhannoveranern, da gibts welche, die sind noch tausendmal dümmer als wir!

Endlich durfte man dann das Stadion verlassen, wurde von einigen Hannoveranern noch böse angeguckt und fuhr dann auf schnellstem Wege wieder in die Zivilisation.

BTSV II: Nico Lauenstein – Marc Pfitzner, Marco Dimitrijevic, Ludwig Siegismund, Adil Boukantar – Edgar Bernhardt, Mirko Burgdorf, Muhammed Basar, Hasim Gökden – Stefan Hauk, Sebastian Bönig (André Brömel, 64′). TRAINER: Uwe Hain

TORE: 1:0, 2:0 René Ney (52′, 62′), 3:0 Hannes Winzer (83′), 4:0 Danijel Njitraj (88′)

ZUSCHAUER: knapp 1000 (geschätzt), darunter 150 Braunschweiger

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