Archiv für die Kategorie ‘Pokal’

U19-Conti-Cup Viertelfinale: BTSV – Hannover 96 0:3 (0:1)

Mittwoch, 02. Oktober 2013
Eintracht Braunschweig Rheingoldarena,
Braunschweig
Scheißhannover

Nach der Arbeit ging es direktemeng zum Stadion, wo zunächst mal ein Torsten-Lieberknecht-Gutfinden-Flashmob vor sehr beachtlichen 400 Leuten stattfand.

Das war aber nicht der eigentliche Zweck meines Besuchs, der galt unserer A-Jugend, die heute gegen die Brut aus Scheiß-Hannover im Pokal ran durfte.

Dank der „Nebenveranstaltung“ blieben viele einfach mal zum Spiel, was der Jugend eine Wahnsinns-Zuschauerzahl bescherte. Ich sach mal, 200 waren das locker.

Die Rheingoldarena wurde ja regionalligafein gemacht, was bedeutet, dass wir nun einen 2,20m-Zaun vor der Nase haben. Gar nicht schön. Gucken kann man – wenn überhaupt – nur noch von der obersten Stufe. Dafür haben unsere werten Gäste jetzt ein paar Stufen (und zwar höhere als die Heimfans) und alle weiteren für die vierte Liga nötigen Annehmlichkeiten.

Das Spiel lange Zeit recht unspektakulär. Bei einem Foul wusste einer der Gäste zu gefallen, indem in unsere Richtung gestikuliert wurde, damit also auch ein wenig Emotionen im Spiel. Passiert ist aber nichts.

Das 0:1 war unschön, unschöner dann aber das Zeitspiel der roten Mistviecher. Leider vom Schiri nicht geahndet.

Auch nach dem 0:2 hatte man Hoffnung, dass noch was geht, bis dann das 0:3 durch Elfmeter den Endstand bedeutete.

BTSV U19: Hendrik Hilpert – Joao Pedro, Umed Zandi, Gunnar Niemann, Mohammed Baghdadi, Brian Behrens, Eros Dacaj (Mats Neumann, 60′), Dominik Wagenmann (Julius Düker, 49′), Sulhattin Capli (Niklas Albrecht, 84′), Yasin Ilter (Kaan Öztürk, 51′), Luca Rohrmann. TRAINER: Sascha Eickel

TORE: 0:1 Valmir Sulejmani (29′), 0:2 Benjamin Petrick (49′), 0:3 Tim Dierßen (81′, Foulelfmeter)

ZUSCHAUER: 200 Zuschauer, 50 Mann im Gästeblock, wobei nicht abschließend geklärt werden konnte, ob es sich dabei um dreckige Rote oder doch eher sonnenhungrige Braunschweiger handelte

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DFB-Pokal: Arminia Bielefeld – BTSV 2:1 (1:0)

Sonntag, 04. August 2013
Arminia Bielefeld Alm,
Bielefeld
Eintracht Braunschweig

Zum ersten Pflichtkick der Saison hatte uns der DFB nach Bielefeld gelost – meiner Meinung nach eins der beschissensten Lose, die überhaupt möglich gewesen wären. Immerhin darf die Arminia als Aufsteiger als eine der stärksten Team aus dem Amateuretopf gelten, dann sind sie bereits im Spielbetrieb und so wahnsinnig attraktiv ist Bielefeld nun auch nicht. Aber hilft ja nix, wir sind Bundesliga also müssen wir die weghauen.

Leider gab es zu diesem Spiel keinen Ballerbus, so dass sich Sektion Gifhorn allein auf den Weg machte und Sektion BS immerhin mit zwei PKW am Start war. Davon eins mit mir am Lenkrad.
Letztere PKW trafen sich dann auch auf dem letzten Parkplatz vor Bielefeld, die „Family“ hatte zum kleinen Grillerchen geladen.

Grillen an der Autobahn

Irgendwie verquatschte man da die Zeit, so dass dann doch irgendwie die Zeit drängte und ich mich nicht ganz legal zu diversen anderen Autos (vor allem Einheimische) auf einen Bürgersteig stellte – die nächste Party des Ordnungsamts Bielefeld freut sich über eine 20€-Spende.

Kurz vor dem Anpfiff waren wir im Block – dank der Freitreppe kam man problemlos in den ausverkauften Block, war oben aber reif fürs Sauerstoffzelt.

Leider hatten wir den ersten Auftritt von einigen Althools aus Scheißhannover verpasst, die im Nachbarblock rumposten. War wohl alles halb so wild, nur reagierte die Staatsmacht wohl wieder mal dämlich und deckte den Gästeblock mit Pfeffer ein.

Zum Intro gabs von Bielefeld eine schöne Choreo: das Vereinswappen eingerahmt von vielen Fahnen und Pappen.

Alm, Bielefeld

Das Spiel, nun, da decken wir mal den Mantel des Schweigens drüber… Bielefeld sackstark, der BTSV oft sehr fahrig. Daher folgerichtig das 1:0 in der 36. Minute.

Obwohl bis dahin noch nicht viel Zwingendes geschehen war, war ich noch guter Dinge, dass wir das Spiel noch drehen, speziell nachdem wir auch den Ausgleich schafften.

Das Gegenteil trat aber ein, Bielefeld traf noch zum 2:1 – per Handelfmeter.

Und zum Überfluss gabs für Dogan noch Rot wegen einer Tätlichkeit.

Naja, als Bundesligist ist der DFB-Pokal ja nun nicht mehr der einzige Weg nach Europa, es ist also noch alles drin .

ARMINIA BIELEFELD: Stefan Ortega – Marcel Appiah, Thomas Hübener, Manuel Hornig, Marc Lorenz – Tom Schütz, Philipp Riese – Sebastian Hille (Oliver Petersch, 72′), Tim Jerat (Francky Sembolo, 84′), Patrick Schönfeld (Felix Burmeister, 93′) – Fabian Klos. TRAINER: Stefan Krämer

BTSV: Marjan Petkovic – Omar Elabdellaoui, Ermin Bicakcic, Deniz Dogan, Ken Reichel – Kevin Kratz, Marco Caligiuri – Jan Hochscheidt, Timo Perthel – Torsten Oehrl, Dennis Kruppke. TRAINER: Torsten Lieberknecht

SCHIRI: Dr. Felix Brych (München)

TORE: 1:0 Sebastian Hille (36′), 1:1 Timo Perthel (66′), 2:1 Tim Jerat (72′, Handelfmeter)

ZUSCHAUER: 19.091, gut 3.000 Braunschweiger

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Wolters-Cup: SSV Didderse – BTSV II 0:7 (0:2)

Mittwoch, 17. Juli 2013
SV Didderse Sportplatz,
Schwülper-Rothemühle
Eintracht Braunschweig

…was kam war erneut ein deutlicher Sieg. Der von (Ex-) Fußballgott Marco Dehne trainierte SSV Didderse – letzte Saison nur im unteren Mittelfeld der Bezirksklasse gelandet – konnte nicht wirklich etwas gegen den BTSV ausrichten, der das Spiel eher als Trainingsspiel angehen ließ – jedenfalls würde das die mitunter hakeligen Spielzüge erklären.

Wie dem auch sei – heute waren Robin und Holgi Gast meines PKW – unschön, verspürte ich doch einen ordentlichen Bierdurst. Nun denn, sollte halt nicht sein.

Drei Tore gab es durch Elfmeter, davon zwei direkt vor unserer Nase, die ich persönlich durchaus auch als pfeifenswert empfand – sah der Kapitän aus Didderse aber anders…

BTSV II: Aufstellung konnte ich bislang nicht auftreiben. TRAINER: Henning Bürger

TORE: 0:1 Markus Unger (12′, Elfer). 0:2, 0:4, 0:5, 0:7 Nils Göwecke (43′, Elfer, 60′, 65′, 87′), 0:3 Omar Castro (53′), 0:6 Pascal Gos (75′, Elfer)

ZUSCHAUER: 150

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Wolters-Cup: TSC Vahdet Braunschweig – BTSV II 0:6 (0:1)

Montag, 15. Juli 2013
TSC Vahdet Braunschweig Sportplatz,
Schwülper-Rothemühle
Eintracht Braunschweig

Mit Robin und Rocky ging es am heutigen Montag die paar Kilometer nach Rothemühle, wo der traditionsreiche Wolters-Cup auch dieses Jahr ausgetragen wurde. Gegner unserer Zweiten war Landesliga-Aufsteiger Vahdet (türkisch für Eintracht).

Nachdem das Auto geparkt und der Eintritt gelöst wurde, konnte man sich schnell um das Wesentliche kümmern – wir waren ja schließlich beim Wolters-Pokal.

Das Spiel wurde jedoch auch verfolgt und was man da sah war schon OK, ein klares 6:0 für unser Team.

Auf dem Nebenplatz deklassierte derweil der MTV Gifhorn unseren nächsten Gegner Didderse. Man durfte jedenfalls gespannt sein, was kommen würde…

BTSV II: Marcel Engelhardt (Benjamin Later, 46′) – Marcel Schreyer, Maurice Fiolka, Christopher Nachtwey, Gino Lago-Bentron, Yannick Rolff, Pascal Gos, Timo Richter, Niclas Erlbeck, Markus Unger, Marcel Bär. TRAINER: Henning Bürger

TORE: 0:1, 0:6 Pascal Gos (24′, 86′), 0:2 Christopher Griebsch (52′), 0:3 Marvin Ibekwe (72′), 0:4, 0:5 Markus Unger (74′, 83′)

ZUSCHAUER: 350

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U17, Pokal Halbfinale: BTSV – Hannover 96 0:1 (0:0)

Mittwoch, 24. April 2013
Eintracht Braunschweig Sportpark im Kennel,
Braunschweig
Scheißhannover

Relativ kurzfristig fiel die Entscheidung, heute mal im Kennel nach dem Rechten zu gucken. Dort hat der BTSV ja gerade sein Nachwuchsleistungszentrum eröffnet und heute stand das Halbfinale im Pokal gegen den Nachwuchs von 96 auf dem Programm.

Sportpark Kennel, Braunschweig

Bei schönem Wetter hatten sich wohl so 80 Leute eingefunden, darunter aber auch viel Verwandschaft der Akteure auf dem Platz, außerdem lief auf dem Nebenplatz ebenfalls noch ein Jugendspiel.

Sportpark Kennel, Braunschweig

Das Spiel gegen die Hannoveraner verlief ordentlich, den Klassenunterschied konnte man nicht sehen.

Sportlich schade, dass es kurz nach der Halbzeit durch einen Freistoßtreffer zum 0:1 kam, quasi im Gegenzug hätte die Eintracht ausgleichen können, der Schiri versagte dem Tor in Wembley-Manier aber die Anerkennung.

Durch massives Zeitspiel der Roten gab es noch einige Minuten Nachspielzeit, in der aber leider auch kein Treffer für den BTSV fallen sollte, somit also das Pokalaus. Ausgerechnet gegen die…

Wie hatte Goldi so schön formuliert, nächste Saison wird es das Aufeinandertreffen wohl häufiger geben (alleine in Ligaspielen sieht es nicht schlecht für acht Derbies im Bereich Profis, U23, A- und B-Jugend aus).

BTSV U17: Josef Seifert – Erik Henschel, Sascha Podleska, Dominik Zellmer – Dogan Kaaraslan, Luca Rohrmann, Eros Dacaj, Gunnar Niemann, Mohammed Baghdadi – Niklas Albrecht, Sulhattin Capli. TRAINER: Benjamin Duda

TORE: 0:1 Tim Dierßen (49′)

ZUSCHAUER: 80, inkl. Angehöriger…

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DFB-Pokal: BTSV – SC Freiburg 0:2 (0:1)

Dienstag, 30. Oktober 2012
Eintracht Braunschweig Eintrachtstadion,
Braunschweig
SC Freiburg

Berlin, Berlin, wir scheißen auf Berlin! Das war einer der Gassenhauer vom Spiel gegen die olle Tante Hertha und leider auch das Motto für heute.

Nachdem in der ersten Pokalrunde der VfB Lübeck noch locker-flockig in seine Schranken gewiesen wurde, war ich schon bei der Auslosung nur mäßig erfreut. Zum einen mag ich Freiburg nicht besonders, Freiburg hat einfach das Stigma der Unattraktivität. Zum anderen sind die aber auch stark genug, um für ein Pokalaus zu sorgen – wie wir ja bereits 2005, wenn auch auswärts, erleben mussten.

Wie dem auch sei, das Stadion war an diesem Dienstag abend nicht ganz ausverkauft, aber gut 20.000 ist schon OK. Der Gästeblock war auch deutlich besser gefüllt, als erwartet (und konnte auch durchaus einige atmosphärische Akzente setzen).

Während in der Südkurve noch ein riesiges Spruchband („Eintracht ist mein Verein und er wird’s immer sein“) samt schön geschlossener Schalparade präsentiert wurde, zappelte auf der Gegenseite schon das Netz. Keine 60 Sekunden brauchten die Freiburger, um das 1:0 zu erzielen.

Damit war natürlich auch die Taktik von Lieberknecht über die Wupper, der BTSV tat sich verdammt schwer, gegen wirklich sackstarke Breisgauer in Tritt zu kommen – die erste Chance für Blau-Gelb in der 22. Minute.

In der zweiten Hälfte hatte der Trainer das Team etwas besser aufgestellt, einige Konter waren durchaus gefährlich und man konnte wieder Hoffnung schöpfen. Aber auch Freiburg kam etliche Male gefährlich vors Braunschweiger Tor, das heute mal wieder Marian Petkovic hüten durfte.

Ausgerechnet in der magischen 67. Minute dann der nächste Rückschlag, Correia wurde umgesenst und verletzte sich dabei so schwer, dass er wohl einige Wochen, wenn nicht gar Monate ausfällt.

Das in der 84. Minute dann auch noch das 0:2 für die Südbadener fiel, war natürlich die Cocktailkirsche auf dem Kackehaufen. Im Stadion hab ich da ein klares Abseits gesehen, jetzt, nach Studium der Fernsehbilder, bin ich mir nicht mehr sicher, war auf jeden Fall eine knappe Kiste.

Da aber Schiri Brych schon vorher einige Male merkwürdig entschieden hatte, war er bereits zur Pause unser aller Liebling.

Was aber natürlich gar nicht geht: die dämlichen Schwarzwälder Zellhaufen erdreisteten sich, vor der Heimkurve zu jubeln. Die Schwaben sollen Euch holen!

Nach dem Spiel noch eine kurze Analyse bei einem Bier, bevor es für mich nach Hause ging.

Das war es also mit Pokal, muss der europäische Fußball halt noch eine Saison länger ohne uns auskommen.

BTSV: Marian Petkovic – Steffen Bohl, Ermin Bicakcic, Marcel Correia (Deniz Dogan, 71′), Ken Reichel – Marc Pfitzner (Mirko Boland, 71′), Damir Vrancic, Norman Theuerkauf – Dennis Kruppke, Gianluca Korte (Domi Kumbela, 81′) – Orhan Ademi. TRAINER: Torsten Lieberknecht

SC FREIBURG: Oliver Baumann – Vegar Eggen Hedenstad, Pavel Krmas, Fallou Diagne, Mensur Mujdza – Cedrick Makiadi (Johannes Flum, 75′), Julian Schuster – Jonathan Schmid, Max Kruse, Daniel Caligiuri – Sebastian Freis (Karim Guedé, 82′). TRAINER: Christian Streich

SCHIRI: Dr. Felix Brych (München)

TORE: 0:1 Daniel Caligiuri (1′), 0:2 Johannes Flum (84′)

ZUSCHAUER: 20.167, rund 200 Gäste

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Europa League: Videoton FC Székesfehérvár – FC Basel 2:1 (2:0)

Donnerstag, 25. Oktober 2012
Videoton FC Székesfehérvár Sóstói Stadion,
Székesfehérvár, UNGARN
FC Basel

Die Auslosung zur Gruppenphase brachte drei interessante Gegner für den FC Basel – Sporting Lissabon, KRC Genk und eben den Videoton FC. Nachdem die Tour nach Portugal schon nicht realisierbar war, sah es auch für Ungarn lange Zeit nicht gut aus, bis zwei Wochen vor Start eine E-Mails ins Haus flatterte, in der ein Platz im 8er-Bus angeboten wurde. Großartig!
Zur Geisterstunde zwischen Mittwoch und Donnerstag ging es also los – endlich mal wieder die Freunde aus Basel unterstützen.
Warnung!Die Fahrt ging einigermaßen flott von statten: eine kurze Rast in Plötzetal, Tschechien und die Slowakei waren schnell durchquert, morgens kurz vor neun waren wir in Ungarn. Innerhalb weniger Stunden das dritte Mal Geld in eine Vignette investiert und sich frisch gemacht für die letzten Kilometer bis Stuhlweißenburg – heute besser bekannt als Székesfehérvár. Bei einer kurzen Pinkelpause überholte uns der Tross der Basler Szene, an deren Polizeibegleitung wir uns sogleich dran hängten und bald darauf einen Rastplatz in Stadionnähe erreichten. Nach kurzer Begrüßung trennten sich unsere Wege, während Basel in die City zog, ging es für uns ins gebuchte Hostel und in den angrenzenden Supermarkt.
Auch für ein kleines Mittagsschläfchen war noch Zeit, bevor auch wir in die Stadt zogen.
Auf einem Platz im historischen Zentrum war der Treffpunkt, was auch der örtlichen Szene nicht verborgen geblieben war. Man hat sie kaum gesehen, aber aus den Gassen ringsum war die aggresive Stimmung gut zu vernehmen. Die Polizei schien reichlich planlos zu sein, teilweise gab es wahren Slapstick zu bewundern: erst lief eine Gruppe in die Gasse rechts, dann kam eine Gruppe aus der Gasse links angewetzt. Hatte was von Comicfilm.
Irgendwann war es den Cops wohl auch zu doof und drängte uns in eine der Gassen, die nun durch die Polizei vorne und hinten abgesperrt wurde. Nachvollziehbar aber nervig, vor allem für die, die nun noch mal pinkeln mussten…
Nach einiger Zeit setzen wir uns in Marsch, immer angetrieben von den Cops im Nacken, was reichlich ätzend war, speziell wenn einem von hinten in die Hacken gelatscht wurde, man sich den Schuh aber nicht wieder korrekt anziehen durfte.

Basel

Über merkwürduge Wege wurde schließlich das Stadion erreicht, dessen Gästesektor sich idyllisch neben einem Friedhof befindet. Sieht man auch nicht alltäglich.
Das Sóstói-Stadion bietet knapp 15.000 Plätze, wovon die meisten unüberdacht sind. Auch sonst feinstes Osteuropa-Feeling, obwohl der Ground vor nicht allzulanger Zeit modernisiert wurde, um den Anforderungen der UEFA zu genügen.

Der Eingang blieb uns zunächst verwehrt, so dass man erstmal zuschauen konnte, wie sich die Ordner auf der Rampe in Position brachten.

Basel

Als die Orangejacken fertig waren, konnten auch wir das Stadion betreten – die Kontrollen gehörten zum Lustigsten, was ich je erlebt habe: man geht die Rampe hoch und wird von einem Ordner abgetatscht, läuft dann weiter und unterzieht sich dem gleichen Prozedere, bis man schließlich die Ordnerkette hinter sich gelassen hat. Ich wurde auf dem Weg drei Mal kontrolliert, andere gar acht Mal. Den Sinn dahinter verstehe wer will… Am Eingang dann die elektronische Kartenkontrolle und nochmal abtasten, dann war man drin – ansonsten war der Ground aber noch menschenleer.

Sóstói Stadion, Székesfehérvár

Heutiger Gegner der Schweizer Freunde war – wie erwähnt – der Videoton FC, der 1985 im Europapokal für Furore sorgte, als erst im Finale Real Madrid eine Nummer zu groß für die Magyaren war. Als Zweiter der Liga qualifizierte sich der Club für die Europa League.
So langsam wurde es dunkel, die Flutlichtmasten hell und der Ground voller – kurz vor Beginn war der Ground dann tatsächlich einigermaßen gut gefüllt, in der Kurve gegenüber die aktive Szene um die Red-Blue Devils, heute unterstüzt von Red Kaos… Haben guten Alarm gemacht die Jungs, sehr schön mitanzusehen und -hören.

Videoton FC Székesfehérvár

Basel ebenfalls mit guter Leistung auf den Rängen, wobei es – und das war für mich neu – auch mal kürzere Ruhephasen gab. Insgesamt waren wohl so rund 300 Basler vor Ort, um ihren Club zu unterstützen, der heute ohne Alex Frei auskommen musste – dieser war kurzfristig von der UEFA gesperrt worden, weil er beim Spiel in Lissabon bei der Dopingkontrolle nicht schnell genug pissen konnte… Sachen gibts… Fick Dich UEFA!
Das Spiel begann pünktlich um 19h00, und kaum 90 Sekunden später stand es 1:0 für die Ungarn. Schär konnte eine scharfe Flanke nicht abwehren, sondern fälschte diese für Yann Sommer nicht haltbar ins eigene Tor. Der FCB ließ sich davon aber nicht einschüchtern und konnte sich die deutlich höheren Spielanteile erarbeiten – was sich auch an der Anzahl der Ecken abzeichnete: 1:15 sollte diese Quote am Ende heißen, dumm nur, dass ausgerechnet die erste Ecke für Videoton zum 2:0 führte und erst die 15. Ecke den Anschlusstreffer für Basel bedeutete – in der 91. Minute.

Videoton FC Székesfehérvár

Das Spiel ging also verloren, was sich in der Tabelle nicht gerade positiv ausmacht, das wird ganz schwer für Basel.
Für uns ging es zunächst mit den Freunden aus dem Block und auf die Straße, wo wir uns verabschiedeten, da sich unsere Wege trennten. Der Plan, zu Fuß zu unserem Hostel zu gelangen quittierte der Cop mit einem „That’s no good idea. Taxi!“ – also irgendwann gabs auch zwei Taxen für uns, die uns die nicht mal zweitausend Meter zur Unterkunft brachten.
Noch schnell eingekauft und ein paar Bier getrunken, ehe es in die Horizontale ging. Schließlich war ich als Fahrer für die erste Etappe der Rückreise eingeplant.
Diese startete pünktlich um 6h00 morgens, da diverse Termine eine zeitige Rückkehr in Braunschweig erforderten. Bis kurz hinter die deutsche Grenze hatte ich das Lenkrad in der Hand, danach konnte ich es mir mit einem Halben als Co-Pilot gemütlich machen, bis wir gegen 17h00 die schönste Stadt der Welt wieder erreicht hatten. Kurz nach Hause, warm angezogen und weiter ging es zur Zwoten in die Rheingoldarena…

VIDEOTON FC: Mladen Bozovic – Álvaro Brachi, Marco Caneira, Paulo Vinicius, Roland Szolnoki – Renato Cardoso Porto Neto, Nicola Mitrovic – Walter Fernández Balufo (Sándor Torghelle, 86′), György Sándor (Balázs Tóth, 73′), Ádám Gyurcsó (Filipe Oliveira, 79′) – Nemanja Nikolic. TRAINER: Paulo Sousa

FC BASEL: Yann Sommer – Markus Steinhöfer, Fabian Schär, Aleksandar Dragovic, Joo Ho Park (Kay Voser, 46′) – Adilson Tavares Varela Cabral – David Degen (Fabian Frei, 72′), Marcelo Diaz, Valentin Stocker, Mohamed Salah (Kwang Ryong Pak, 57′) – Marco Streller. TRAINER: Murat Yakin

SCHIRI: Miroslav Zelinka (Tschechien)

TORE: 1:0 Fabian Schär (2′, Eigentor), 2:0 Marco Caneira (32′), 2:1 Fabian Schär (91′)

ZUSCHAUER: 8.201, ca. 300 aus Basel, 8x BTSV

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