Testkick: BTSV – Chemnitzer FC 3:1 (2:1)

Eintracht Braunschweig GutsMuths-Stadion,
Quedlinburg
Chemnitzer FC

Nach erfolgreich absolviertem Trainingslager in der Türkei, in der sich unsere Elf zu einem „guten bis sehr guten Regionalligateam“ (Zitat Möhlmann) entwickelt hatte, war ich gespannt, wie der erste Test auf deutschem Boden aussehen würde.

Der Ground in Quedlinburg wurde einigermaßen schnell gefunden, ein Parkplatz ebenso, wobei man schon über allerlei junge Herren mit Kurzhaarschnitt schmunzeln konnte.

GutsMuths-Stadion, Quedlinburg

Nachdem man mich am Eingang beschissen hatte – ermäßigte Karten gabs heute nicht – wurde das GutsMuths-Stadion erstmal in Augenschein genommen. Der dort heimische QSV kann in der Landesliga Sachsen-Anhalt auf sein Stadion mit mehreren Stufen ringsum, sogar ein paar Sitzbänken, dazu einer manuellen Anzeigetafel und als besonderem Schmankerl eine Tafel für die aktuellen Ansetzungen und Spielstände, stolz sein. Besonders neidisch waren wir Braunschweiger Gäste natürlich auf die Pappeln.

Die offizielle Zuschauerzahl wurde überall mit 500 angegeben, was ich für deutlich übertrieben halte, trotz des Sonnenscheins machten sich meiner Schätzung nach nur gut 300 auf den Weg zum Kick. Aus Braunschweig waren wohl rund 50 Leute da, aus Sachsen würd ich jetzt mal paar mehr schätzen.

Das Spiel war ziemlich erbärmlich, aber ich schiebe das mal auf die Taktik, dem guten Herrn Demuth, mittlerweile Trainer bei unserem ersten Punktspielgegner Babelsberg und ebenfalls bei diesem Spiel anwesend, keine allzutiefen Einblicke in unseren guten bis sehr guten Leistungsstand zu geben.

Die Sachsen konnten bereits in der 10. Minute für Aufregung sorgen, als der Schiedsrichter ihnen einen Elfmeter zusprach – Horn konnte hier noch halten, musste aber eine knappe Viertelstunde später hinter sich greifen, als dann doch das 0:1 für die Babyblauen fiel. Außerdem hatten die Chemnitzer noch unseren Washausen vom Platz getrampelt, für ihn durfte Gundelach ran.

Unsere Skandalnudel Kumbela konnte aber nur einige Minuten später seinerseits einen Elfer verwandeln und Schembri gelang kurz vor Pausenpfiff das 2:1 für den Westdeutschen Meister von 1967.

Der Ostdeutsche Meister des gleichen Jahres konnte ab der Pause vor allem durch seinen humorigen Anhang gefallen, der partout darauf aus war, Stress zu machen. „Scheeeeß Wässsi-Schweine! Maacht Ööööich grooode!“. Passiert ist aber nix Nennenswertes. Aber der Dialekt dieser Minderbemittelter war schon witzig – ham ja sonst nüscht, die kleenen Sachsen.

Während beide Teams in der ersten Hälfte gleich schwach waren, wurde der FC Karl-Marx-Stadt in Hälfte Zwo noch schwächer, so dass der BTSV nun keine Mühe mehr hatte, das Spiel über die Runden zu bekommen und durch Märtyrer Hauk noch das 3:1 erzielen zu können.

Nach Abpfiff ging es zügig wieder in den goldenen Westen und in die schönste Stadt der Welt.

BTSV: Adrian Horn – Ramazan Yildirim (Ken Reichel, 46′), Fabian Bröcker, Matthias Henn (Valentin Nastase, 46′), Jan Washausen (Sebastian Gundelach, 11′) – Dennis Kruppke, Christian Lenze, Dennis Brinkmann (Kosta Rodrigues, 46′), Tim Danneberg (Marc Pfitzner, 46′) – Andre Schembri (Benjamin Fuchs, 46′), Dominick Kumbela (Stefan Hauk, 69′). TRAINER: Benno Möhlmann

TORE: 0:1 Felix Bachmannn (24′), 1:1 Dominick Kumbela (Foulelfmeter, 30′), 2:1 Andre Schembri (45′), 3:1 Stefan Hauk (85′)

ZUSCHAUER: naja, mal großzügig geschätzt 350

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