RLN: BTSV – Rot-Weiß Erfurt 3:2 (2:1)

Eintracht Braunschweig Eintrachtstadion,
Braunschweig
Rot-Weiß Erfurt

Das erste Pflichtheimspiel in 2008 begann stürmisch – das Sturmtief „Emma“ kam in der Nacht über Braunschweig und laut DWD sollte die stürmische Emma auch den ganzen Tag über blasen (OK, genug der Herrenwitze).

Auf jeden Fall war das Wetter eher ungemütlich, was wohl auch einige potentielle Zuschauer abgeschreckt haben mag. Erfurter trotzten allerdings sehr zahlreich den Elementen – Respekt nach Thüringen.

Nachdem die neueröffnete Eintrachtklause kurz abgecheckt wurde (zu voll) und schonmal ein Ticket für das Spiel bei Union am nächsten Wochenende besorgt worden war, ging es hinter die Kurve, um noch dem ein oder anderen ein frohes neues Jahr zu wünschen. Nicht alle Bekannten waren ja in den letzten Monaten zu irgendwelchen sinnarmen Testkicks zu überreden gewesen.

Zwischen den Blöcken 8 und 9 gibts jetzt wieder einen Zaun, dem galt auch mein Interesse, ob dadurch wieder ein dringend nötiges Stimmungsplus erreicht werden kann. Um es kurz zu machen: ich fand die Stimmung heute deutlich besser als zuletzt und man sah sehr deutlich, dass Block 8 doch eher still war – und das obwohl von den aktiven Fans weniger die umstrittene „moderne Anfeuerung“ sondern eher traditioneller Support kam.
Bei uns im Zehner war die Stimmung ebenfalls ziemlich gut – hat auf jeden Fall Spaß gemacht!

Zu Spielbeginn gabs von den Jungs oben im Neuner eine kleine Choreo (kann man das so nennen?), bei der Papptafeln mit den Namen von Stadionverbotlern präsentiert wurden. Schon erschreckend, wie vielen Personen die Möglichkeit versagt wird, ihren geliebten Verein zu unterstützen.

Oben angesprochene Emma hatte durchaus Einfluß auf das Spiel, der Wind verlieh dem Ball öfters als nicht unberechenbare Flugbahnen, was auch direkt nach sechs Minuten zum 1:0 für den BTSV führte. Irgendwie landete eine Flanke von Benjamin Fuchs im Tor – uns sollte es recht sein!

Erfurt steckte leider nicht auf und konnte schon kurz darauf ausgleichen, was wiederum aber die Eintracht nicht weiter schockte.

Kurz vor der Pause gabs dann zwei nicht ganz durchsichtige Szenen, zunächst Mal gabs einen Elfmeter für uns, den Nastase auch verwandelte (in dieser Saison ja keinesfalls eine Selbstverständlichkeit). Gesehen hab ich kein Vergehen und der Schiri wohl auch nicht, sein Assistent erkannte aber wohl ein Handspiel. Will ich nicht drüber meckern, aber hätte es dann nicht auch einen roten Karton für Erfurt geben müssen?
Kurz darauf ging der Erfurter Schlußmann ziemlich rustikal in einen Zweikampf – meiner Meinung nach hätte man da auch durchaus einen Elfer pfeifen können. Nun denn, vielleicht auch eher unüblich, innerhalb von drei Minuten zwei Elfer auszusprechen.

Wie dem auch sei, es ging jedenfalls zufrieden in die Pause.

In der zweiten Hälfte ging es munter weiter – das Spiel war heute eins der Ansehnlicheren, wenn auch Torraumszenen eher Mangelware waren.

Erfurt bekam nach einem Foul von Nastase an Ex-Braunschweiger Hauswald (oder Hausi, wie er in Erfurt genannt wird) einen Elfmeter zugesprochen, den Bunjaku auch sicher verwandelte. Anschließend holte sich dieser Minusmensch noch eine gelbe Karte ab, da er Horn mit „eindeutigen Gesten“ bedachte. Was für ein mieser Asi!

Eine runde Viertelstunde später gabs dann aber noch den Siegtreffer für unseren BTSV – Lars Fuchs zirkelte einen Freistoß aufs Tor, eigentlich viel zu lasch geschossen, der Erfurter Keeper hatte den Ball auch eigentlich schon abgefangen, ließ ihn dann aber noch aus den Händen rutschen. Also eigentlich eher ein Eigentor von Orlishausen.

Nachdem sich Erfurt kurz danach auch noch ’ne Gelb-Rote abholte, geriet der vierte Eintrachtsieg in Folge auch nicht mehr in Gefahr.

Nach dem Abpfiff natürlich großer Jubel und nach einem Siegbier ging es noch kurz zu Simon aber auch nicht allzu spät nach Hause.

BTSV: Adrian Horn – Ramazan Yildirim, Valentin Nastase, Matthias Henn, Marc Pfitzner (Tim Danneberg, 66′) – Benjamin Fuchs, Dennis Brinkmann, Christian Lenze – Dennis Kruppke, Andre Schembri (Dominik Kumbela, 66′), Lars Fuchs. TRAINER: Benno Möhlmann

ROT-WEISS ERFURT: Dirk Orlishausen – Fabian Stenzel (Thiago Rockenbach da Silva, 81′), Patrick Kohlmann, Martin Pohl, Matthias Holst – Martin Hauswald, Samil Cinaz, Mathias Peßolat, Daniel Brückner (Kevin Hampf, 79′) – Joseph Laumann, Albert Bunjaku. TRAINER: Karsten Baumann

SCHIRI: Karl-Markus Schumacher (Oberhausen)

TORE: 1:0 Benjamin Fuchs (6′), 1:1, 2:2 Albert Bunjaku (12′, 59′, Foulelfmeter), 2:1 Valentin Nastase (42′, Handelfmeter), 3:2 Lars Fuchs (76′)

ZUSCHAUER: 16.000, 2.000 Thüringer

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