OL NO-Süd: Hallescher FC – Sachsen Leipzig 2:2 (1:1)

Hallescher FC Kurt-Wabbel-Stadion,
Halle
Sachsen Leipzig

Eine feine Autobesatzung sammelte mich morgens in Goslar auf und es ging zu fünft nach Halle.

Dort kam man dann bei unangenehmem Regen leider auch viel zu früh an, was der Entscheidungsfindung zugunsten “Hauptribüne überdacht” aber sehr zuträglich war – sind wir echt schon solche Sissies?

Ein wenig noch vorm Ground rumgelungert, immer beschützt durch einen Helikopter der Polizei, dann durften wir endlich das Stadion betreten und enterten auch ziemlich flink die kleine Haupttribüne. Ich will gar nicht wissen, wem wir da die Stammplätze weggenommen haben, har, har… Aber sehr beengt geht es zu in Sachsen-Anhalt – die Beinfreiheit lässt doch sehr zu wünschen übrig und ich war heilfroh, dass sich mein Sitznachbar bereits in der 70. Minute aus dem Staub machte – hatte wohl Angst vor dem Abreisestau.

Bis kurz vor Beginn waren Heim- und Gästekurve noch erschreckend leer, im Heimblock konnte man die Vorbereitungen für die Choreo beobachten, bei den Gästen verliefen sich zu dem Zeitpunkt vielleicht 80 Leute… da mittlerweile aber sogar schon zwei Hubschrauber in der Luft waren, konnte man davon ausgehen, dass da noch was kommen würde – und so war es dann auch:
Während sich der Heimblock sukzessive einigermaßen gefüllt hatte, blieb der Gästeblock immer noch leer – bis man zunächst ein paar Wannen und dann aber eine sehr ordentliche Menge von jungen Menschen in orangenen T-Shirts (eine Aktion der Sachsen: “Chemie zur Sau machen”) die Straße zum Stadion entlangrennen (!) sah.

Zu Beginn gab es von Halle eine große Ãœberziehfahne, die wegen der Geometrie des Blocks ihre Wirkung nicht richtig entfalten konnte und ein großes Spruchband “Fussball leben statt nach Strafen streben”, vom Gast nix (naja, ordentlich Remmidemmi, ein wenig Rauch, ein wenig Leuchtspur…), außer sehr spektakulär anzusehendem Gewusel in Orange im Block.

Das Spiel begann auch direkt freundlich für den Gast aus Sachsen, es waren kaum fünf Minuten gespielt, als Garbuschewski mit einem Freistoß das 1:0 für die Leutzscher erzielte.

Das Spiel ging weiter munter hin und her, ich war froh, neutraler Zuschauer zu sein, da von beiden Teams ein Fehler nach dem anderen kam und zudem ein recht rustikaler Fußball gespielt wurde.

Nach knapp 20 Minuten konnte Petrick für den HFC ausgleichen, was dann bis zur Pause auch der letzte Höhepunkt eines zerfahrenen Spiels blieb.

Zum Einlaufen der sächsischen Chemiker gab es auch im Fanblock eine sehenswerte Aktion zu sehen: am Zaun symbolisierte ein Transparent ein aufgeschlagenes (Märchen-) Buch, dazu gab es einen großen Doppelhalter und ein Spruchband – als man schon dachte, das wäre es, kam noch eine große Ãœberziehfahne mit einem Drachen und einem Halle-Wappen – dank Pyrounterstüzung stieß der Drache grünen Rauch aus und rote Bengalen symbolisierten das verbrennende Halle-Wappen. Sehr ordentlich!

Halle konnte dagegen nur ein paar weniger spannende Doppelhalter präsentieren und blieb auch den größten Teil der zweiten Halbzeit völlig still, so dass ich meine Mitfahrer schon nach einem etwaigen Supportboykott fragte.

Spielerisch war es immer noch Kraut und Rüben, mit leichten Vorteilen für die Leipziger, die aber bis zur 74. Minute warten mussten, eh ihnen das 2:1 gelingen sollte.

Mit einer der letzten Aktionen, der Gästeanhang in Orange saß schon zum Feiern auf dem Zaun, erzielte Halle den nicht unverdienten aber dennoch sehr glücklichen Ausgleich durch einen Freistoß, womit dem Gast weitere zwei Punkte für den geplanten Aufsiteg in die Regionalliga fehlen.

Nachdem das Spiel abgepfiffen wurde und das Heimteam sich zum Feiern in die Kurve begab, begannen die Leipziger mit einer Pitch Invasion, standen jedoch zunächst völlig unentschlossen in ihrer Kurve ehe man sich den Zaunfahnen im Heimblock näherte – Zeit genug für die Polizei entsprechend zu reagieren.

Vor der Haupttribüne noch eine unschöne Szene, Adebowale Ogunbure wurde von den Leuten von “Gate A” übel bepöbelt, ließ sich dann aber zu einem provozierenden Hitlergruß hinreißen, woraufhin es zu einem Handgemenge vor der Tribüne und wohl auch im Spielertunnel kam.

Abschließend kann man sagen, dass es auf dem Platz ein zwar gerechtes, für SaLei jedoch sehr unglückliches Unentschieden gab – auf den Rängen war das Ergebnis deutlicher: hier hatten die Sachsen eindeutig die Nase vorn, sowohl was die Choreographie und Pyroeinsatz betraf, aber auch Gesänge, Bewegung im Block und Ausdauer des Supports.

Für uns ging es recht zügig gen Westdeutschland, eine Dönerpause in Aschersleben wurde noch eingelegt, bevor man mich am frühen Abend in Goslar aus dem Wagen warf.

TORE: 0:1 Ronny Garbuschewski (5′), 1:1 Michel Petrick (19′), 1:2 Maximilian Watzka (74′), 2:2 Tobias Friedrich (92′)

ZUSCHAUER: 3.045, davon etwa die Hälfte aus Leipzig

5 Antworten zu “OL NO-Süd: Hallescher FC – Sachsen Leipzig 2:2 (1:1)”

  1. claudia sagt:

    leutZzZ
    wer auf halecher fc steht der is einfach nur scheiße weilsch
    die ma far net leiden kann
    aso baba leute

  2. Andre F. (wessi) sagt:

    An alle Sachsen Leipzig Fans wir steigen schon
    noch auf keine sorge also
    bleibt treu zu Sachsen Leipzig.
    Wir sind cool !!!!!!

  3. Hallenser sagt:

    Ihr steigt schon noch auf – das ich nicht lache. Wir haben aber etwas dagegen, deshalb haben wir 3 Punkte mitgenommen – hahahah
    Forever HFC CHEMIE

  4. Vanessa sagt:

    ich finde der Haleche Fc ist geil , weil da ein absuluter un geiler spieler ist ” ehmaliger Fc Erzgebirge Aue Spieler ist ” .

    scheis Dynamo , scheis Bayern

  5. Rainer sagt:

    @ claudia wenn man keine ahung hat einfach mal fresse halten und besorg dir erstmal ne tüte Deutsch, bevor du wieder reden schwingst.