Archiv für die Kategorie ‘NO-Nord-alt’

OL NO-Nord: Lichterfelder FC – FV Motor Eberswalde 6:1 (2:1)

Freitag, 06. April 2007
Lichterfelde FC Stadion Lichterfelde,
Berlin
Motor Eberswalde

Karfreitag – ein herrlicher Tag, um ein Fußballspiel zu besuchen! Also gings morgens ab Braunschweig in Bastis A3 gen Hauptstadt, mit an Bord die drei großen R (Rocky, Robin und der eine Rülpser).

Stadion Lichterfelde, Berlin

Die Hinfahrt verlief ereignislos, so dass Steglitz bzw. Lichterfelde frühzeitig erreicht wurde. Nach einigen Irrungen, was den Eintritt betraf, durfte man dann doch das Stadion betreten, welches über eine etwas skurrile Haupttribüne verfügt (grüne Sitzschalen in einer gewölbten Tribüne, leider mit fiesen Stützen im Sichtfeld, darunter dann noch ein paar unüberdachte Sitzbänke und ansonsten Stehplätze satt).

Tribüne im Stadion Lichterfelde

Nach einem kurzen Besuch des Sport-Casinos wurde dann auch schon angepfiffen, unter den 166 zahlenden Gästen (paar mehr waren da, da auf den Nebenplätzen irgendein Jugendturnier stattfand) waren auch so rund 20 Gäste, die gut geflaggt hatten und als Intro auch mal die Schwenker bewegten und ein Spruchband („Motor anwerfen“) präsentierten, ansonsten aber sehr unauffällig waren – die große Pauke wurde jedenfalls nicht bemüht, um dem grünen Ballett auf dem Rasen mal Beine zu machen.

Tribüne im Stadion Lichterfelde

Das Spiel begann dafür aber mit einem Paukenschlag: durch ein krassen Abwehrfehler konnte Motor Eberswalde (Tabellenletzter) überraschend in der ersten Minute in Führung gehen.
Eine ähnlich desolate Abwehrleistung gabs dann gut zehn Minuten später auf der Gegenseite, was dann auch folgerichtig den Ausgleich für den LFC bedeutete.

Das Spiel blieb auf unterem Niveau mit einer Menge an individuellen Fehlern, so dass es bis zur 40. Minute dauerte, ehe die Lichterfelder mit 2:1 in Führung gehen konnten.

Der Away-Ultra-Mob warf dann eine Minirauchbombe (die Dinger, die man Silvester kaufen kann…), was leider nicht für ein Foto von mir reichte, aber immerhin ein paar empörte Blicke auf der Tribüne auslöste.

Nach einer Stunde stand es dann 3:1, ehe es eine knappe Viertelstunde vor Schluß für den FVM noch richtig bitter wurde und die Motoristen nochmal locker drei weitere Buden kassierten.

Wir suchten nach Abfiff das Weite, meinereiner verschlief den grösseren Teil der Rückfahrt und so endete auch dieser (Fußball-) Tag erfolgreich

TORE: 0:1 Christian Schlegel (1′), 1:1, 4:1 und 5:1 Ilkan Senkaya (13′, 77′ und 81′), 2:1 und 3:1 Christian Preiß (40′, 59′), 6:1 Serkan Türkkal (83′)

ZUSCHAUER: 166, darunter vielleicht so 20 Gäste

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OL Nordost-Nord: BFC Preußen Berlin – FC Schönberg 95 3:2 (0:1)

Samstag, 02. Dezember 2006
BFC Preußen Berlin Preußenstadion,
Berlin
FC Schönberg 95

…nämlich das Oberligaspiel Preußen Berlin gegen den FC Schönberg 95 im altehrwürdigen Preußenstadion.

Nachdem uns Effi und Marek vorm Stadion rausgeschmissen hatten und der Eintritt bezahlt worden war, musste ich bei meiner Photorunde feststellen, dass dieses Spiel nicht wirklich viele Zuschauer begeistern konnte – handgezählt kam ich auf knapp einhundert, die offizielle Zahl der zahlenden Zuschauer wurde später mit ganzen 69 beziffert… so wenig Zuschauer hatte ich – abgesehen von Spielen unserer dritten Mannschaft oder der Jugend – noch nie!

Das Preußenstadion verfügt über eine kleine Sitzplatztribüne mit Holzbänken vorm Vereinsheim (dem Preußencasino), links und rechts davon sind Steinstufen, die sich auch durch die Kurve und bis auf die Gegengerade ziehen.

Bei schönem – aber kalten – Fußballwetter gabs auf dem Rasen zunächst mal wenig zu sehen, ein ganz übles Gebolze wurde uns da geboten!

Immerhin konnte der Gast optische Vorteile für sich verzeichnen und ging daher auch verdient mit 1:0 in Führung, was auch den Pausenstand dieses Grottenkicks bedeutete.

Nach dem Seitenwechsel ging es zunächst ebenso erbärmlich weiter, jedoch wurde dem neutralen Zuschauer etwas zum Schmunzeln geboten: ein Schönberger Verteidiger verlängerte einen langen Ball aus der Preußenhälfte geschickt mit dem Kopf, so dass sich die Pille in einem wundervollen Bogen und scheinbar in Zeitlupe ins eigene Tor senkte. Bravo!

Dennoch waren die Mecklenburger aus der Nähe von Lübeck immer noch die klar bessere Mannschaft. Fünf Minuten nach dem Ausgleich wusste sich ein Preußenverteidiger nur noch mit einer Notbremse im Strafraum zu helfen – und erwies dem Berliner Traditionsclub damit einen Bärendienst: Elfmeter und gelb-rote Karte.

Der Elfmeter wurde klar verwandelt und da Schönberg nun ja in Überzahl war, dachte man, dass dies wohl die Entscheidung gewesen sein müsste – jedoch weit gefehlt.
Preußen riss sich jetzt den Arsch auf, wohingegen die Schönberger nur noch am Schwalben waren und sich ständig theatralisch schreiend auf dem Boden wälzten.

Die Preußen wurden für ihren Einsatz belohnt und kamen in der 72. Minute zum Ausgleich und konnten kurz vor Ende sogar noch den Siegtreffer erzielen.

Für uns ging es nach dem Kick mit einem kurzen Dönerstopp per S-Bahn in die City, da wir mit Effi und Marek um 16h00 am neuen Hauptbahnhof verabredet waren.
Marek wurde herzlich verabschiedet und in den nächsten Zug Richtung Stettin gesetzt, während wir uns auf den Weg nach Braunschweig machten.

Dort noch schnell ein Bierchen bevor es für mich mit der Bahn noch auf die letzten Kilometer nach Goslar ging, wo ich um 21h00 erschöpft und müde eintraf und die phantastische Reise, die am Mittwoch morgen in Karlsruhe begann und mich über die Stationen Hahn-Kattowitz-Krakau-Warschau-Stettin-Berlin-Braunschweig führte, endete.

TORE: 0:1 und 1:2 Hendrik Völzke (23′, 64′ Foulelfmeter), 1:1 Stefan Malchow (59′, Eigentor), 2:2 Markus Luczak (72′), 3:2 Momar Nije (89′)

ZUSCHAUER: ganze 69 Zahlende… vier Personen gesetzten Alters mit Gästeschal

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OL NO-Süd: Hallescher FC – Sachsen Leipzig 2:2 (1:1)

Samstag, 25. März 2006
Hallescher FC Kurt-Wabbel-Stadion,
Halle
Sachsen Leipzig

Eine feine Autobesatzung sammelte mich morgens in Goslar auf und es ging zu fünft nach Halle.

Dort kam man dann bei unangenehmem Regen leider auch viel zu früh an, was der Entscheidungsfindung zugunsten „Hauptribüne überdacht“ aber sehr zuträglich war – sind wir echt schon solche Sissies?

Ein wenig noch vorm Ground rumgelungert, immer beschützt durch einen Helikopter der Polizei, dann durften wir endlich das Stadion betreten und enterten auch ziemlich flink die kleine Haupttribüne. Ich will gar nicht wissen, wem wir da die Stammplätze weggenommen haben, har, har… Aber sehr beengt geht es zu in Sachsen-Anhalt – die Beinfreiheit lässt doch sehr zu wünschen übrig und ich war heilfroh, dass sich mein Sitznachbar bereits in der 70. Minute aus dem Staub machte – hatte wohl Angst vor dem Abreisestau.

Bis kurz vor Beginn waren Heim- und Gästekurve noch erschreckend leer, im Heimblock konnte man die Vorbereitungen für die Choreo beobachten, bei den Gästen verliefen sich zu dem Zeitpunkt vielleicht 80 Leute… da mittlerweile aber sogar schon zwei Hubschrauber in der Luft waren, konnte man davon ausgehen, dass da noch was kommen würde – und so war es dann auch:
Während sich der Heimblock sukzessive einigermaßen gefüllt hatte, blieb der Gästeblock immer noch leer – bis man zunächst ein paar Wannen und dann aber eine sehr ordentliche Menge von jungen Menschen in orangenen T-Shirts (eine Aktion der Sachsen: „Chemie zur Sau machen“) die Straße zum Stadion entlangrennen (!) sah.

Zu Beginn gab es von Halle eine große Überziehfahne, die wegen der Geometrie des Blocks ihre Wirkung nicht richtig entfalten konnte und ein großes Spruchband „Fussball leben statt nach Strafen streben“, vom Gast nix (naja, ordentlich Remmidemmi, ein wenig Rauch, ein wenig Leuchtspur…), außer sehr spektakulär anzusehendem Gewusel in Orange im Block.

Das Spiel begann auch direkt freundlich für den Gast aus Sachsen, es waren kaum fünf Minuten gespielt, als Garbuschewski mit einem Freistoß das 1:0 für die Leutzscher erzielte.

Das Spiel ging weiter munter hin und her, ich war froh, neutraler Zuschauer zu sein, da von beiden Teams ein Fehler nach dem anderen kam und zudem ein recht rustikaler Fußball gespielt wurde.

Nach knapp 20 Minuten konnte Petrick für den HFC ausgleichen, was dann bis zur Pause auch der letzte Höhepunkt eines zerfahrenen Spiels blieb.

Zum Einlaufen der sächsischen Chemiker gab es auch im Fanblock eine sehenswerte Aktion zu sehen: am Zaun symbolisierte ein Transparent ein aufgeschlagenes (Märchen-) Buch, dazu gab es einen großen Doppelhalter und ein Spruchband – als man schon dachte, das wäre es, kam noch eine große Überziehfahne mit einem Drachen und einem Halle-Wappen – dank Pyrounterstüzung stieß der Drache grünen Rauch aus und rote Bengalen symbolisierten das verbrennende Halle-Wappen. Sehr ordentlich!

Halle konnte dagegen nur ein paar weniger spannende Doppelhalter präsentieren und blieb auch den größten Teil der zweiten Halbzeit völlig still, so dass ich meine Mitfahrer schon nach einem etwaigen Supportboykott fragte.

Spielerisch war es immer noch Kraut und Rüben, mit leichten Vorteilen für die Leipziger, die aber bis zur 74. Minute warten mussten, eh ihnen das 2:1 gelingen sollte.

Mit einer der letzten Aktionen, der Gästeanhang in Orange saß schon zum Feiern auf dem Zaun, erzielte Halle den nicht unverdienten aber dennoch sehr glücklichen Ausgleich durch einen Freistoß, womit dem Gast weitere zwei Punkte für den geplanten Aufsiteg in die Regionalliga fehlen.

Nachdem das Spiel abgepfiffen wurde und das Heimteam sich zum Feiern in die Kurve begab, begannen die Leipziger mit einer Pitch Invasion, standen jedoch zunächst völlig unentschlossen in ihrer Kurve ehe man sich den Zaunfahnen im Heimblock näherte – Zeit genug für die Polizei entsprechend zu reagieren.

Vor der Haupttribüne noch eine unschöne Szene, Adebowale Ogunbure wurde von den Leuten von „Gate A“ übel bepöbelt, ließ sich dann aber zu einem provozierenden Hitlergruß hinreißen, woraufhin es zu einem Handgemenge vor der Tribüne und wohl auch im Spielertunnel kam.

Abschließend kann man sagen, dass es auf dem Platz ein zwar gerechtes, für SaLei jedoch sehr unglückliches Unentschieden gab – auf den Rängen war das Ergebnis deutlicher: hier hatten die Sachsen eindeutig die Nase vorn, sowohl was die Choreographie und Pyroeinsatz betraf, aber auch Gesänge, Bewegung im Block und Ausdauer des Supports.

Für uns ging es recht zügig gen Westdeutschland, eine Dönerpause in Aschersleben wurde noch eingelegt, bevor man mich am frühen Abend in Goslar aus dem Wagen warf.

TORE: 0:1 Ronny Garbuschewski (5′), 1:1 Michel Petrick (19′), 1:2 Maximilian Watzka (74′), 2:2 Tobias Friedrich (92′)

ZUSCHAUER: 3.045, davon etwa die Hälfte aus Leipzig

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OL NO-Nord: BFC Dynamo Berlin – Energie Cottbus (A) 0:1 (0:1)

Freitag, 25. März 2005
BFC Dynamo Berlin Sportforum Hohenschönhausen,
Berlin
Energie Cottbus

Bereits am Abend vorher verabredete ich mich mit Uli in Berlin zu den Spielen BFC-Cottbus Amas und Hertha-Vålerenga. Philip konnte ich leider nicht zu beiden Kicks überreden, er zog es vor, direkt mit einigen weiteren Kollegen der Braunschweiger Ultras zum Spiel der Dynamos anzureisen.

Bei bestem Wetter verlief die Anreise unspektakulär, so dass ich gegen zwölf Uli in Friedenau abholen konnte.

Durch authentische DDR-Gebiete ging es zum Sportforum Hohenschönhausen.

Der BFC hat ja grad erreicht, dass auch die Meisterschaften im Osten anerkannt werden und daher nun – wie die Bayern – drei Sterne auf der Brust tragen darf.
Am Abend vorher war jedenfalls wohl fett Party angesagt und heute sollte das erste Spiel mit den Sternen stattfinden.

Es hatten sich auch schon einige Zuschauer an den Kassen versammelt, so dass man doch einige Minuten warten musste, bevor man sein heissbegehrtes Ticket in der Hand halten konnte.

Aus Cottbus waren etwa 50 Supporters mitgereist, die auch zunächst die einzigen waren, die Stimmung machten. Da hatte ich mir vom BFC doch erheblich mehr versprochen.

Immerhin gab es eine deutliche Sprache, meckern können sie gut. Der schönste Spruch galt aber dem Gästetrainer, als er einen Schritt aus der Coachingzone machte: „Geh zurück in Deine Zone!“ – ich hab herzlich gelacht.

Ansonsten gab es noch einen netten Gesang „Schiri, wir wissen, wo Du Kaffee trinkst! Im Café King, im Café King!“ – hat hier ja auch einen schönen lokalen Bezug.

Das Spiel war ausgesprochen schwach, aber mit Labern verging die Zeit wie im Flug, nur unterbrochen durch das Tor der Buskotzer zum 1:0 in der 38. Minute.

Kurz vor Schluss ging es für Uli und mich aus dem Stadion, wir wollten ja noch ein Spiel im Westen sehen…

ZUSCHAUER: 1.150, davon 50 aus Cottbus.

TORE: 0:1 (Thorsten Mattuschka, 38′)

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