OL BaWü: FC 08 Villingen – Heidenheimer SB 3:0 (1:0)

FC 08 Villingen Friedengrundstadion,
Villingen-Schwenningen
Heidenheimer SB

Am Samstag gings per Bahn in die Doppelstadt Villingen-Schwenningen am Schwarzwaldrand – ich war da ja schon vor ca. zwei Jahren mal, damals stand ich leider vor verschlossenen Stadiontoren – scheiß Schnee…

Heute hatte ich mehr Glück, problemlose Zugfahrt, problemloser Fußweg zum Ground und frühzeitig vor Ort, so dass ich noch die Ankunft der Gästefans mitbekam – ein Bus hatte sich auf den Weg gemacht. Wie sich später zeigen sollte, waren aber nur ungefähr die Hälfte der Mitreisenden am Support beteiligt.

Das Stadion im Friedengrund ist eins der Schmuckkästchen der Liga, einer Sitzplatztribüne liegt eine schöne Stehplatztribüne gegenüber, dazu ist eine Hintertorseite noch mit Stufen ausgestattet. 15.000 Zuschauer fasst der Ground, für die Oberliga natürlich gnadenlos überdimensioniert. Hinter der Stehtribüne liegt übrigens noch ein Kunstrasenplatz, der ebenfalls über eine kleine Tribüne verfügt (da spielte heute die B-Jugend gegen Reutlingen, quasi als Vorspiel). Direkt nebenan liegt dann auch noch der Platz des DJK Villingen, der jedoch über keinen Ausbau verfügt.

Nach einer Stadionrunde und einer Portion Pommes (nicht zu empfehlen) gings dann auch langsam gen Kick-Off-Time. Das Spiel begann mit einer Gedenkminute für die verstorbene Ehrenpräsidentin vom FC 08.

Der Gast aus Heidenheim ist ja die Überraschungsmannschaft der Oberliga, grad vor zwei Jahren aufgestiegen, konnte sie sich schon letzte Saison an der Spitze etablieren und gehört diese Saison zu den absoluten Spitzenteams. Villingen dagegen eher verloren im Mittelfeld (wobei auch das durchaus als Erfolg gewertet werden kann, da man den Nimbus einer Fahrstuhlmannschaft zwischen Verbands- und Oberliga innehat).

Die Partie begann recht unterhaltsam und ausgegelichen, beide Fanlager waren ordentlich und durchgängig am Supporten, wobei man ebenfalls beiden den Rat geben kann, mal weniger Trommeln einzusetzen – bringt ja nix, wenn das ständige Getrommel den eigenen Support übertönt.

Die Gästefans zündeten nach ner Viertelstunde erstmal fein Rauch, der sich über den Platz ausbreitete – schien aber keinen wirklich zu stören, gab jedenfalls keine Durchsage, von wegen „liebe Gästefans, das Abbrennen von Feuerwerkskörpern ist verboten…“. Sowieso war alles in Villingen sehr entspannt, sowohl Heim- als auch Gästeanhang bevölkerten die Stehtribüne, eine Fantrennung gabs nicht, Ordner waren keine vor Ort und die einzigen beiden Cops standen untätig-entspannt in der gegenüberliegenden Ecke. Und passiert ist nix weiter – so geht’s doch auch, muß ja nicht immer ne Hundertschaft zum Fußball kommen.

Villingen kam immer besser ins Spiel und hatte in der 25. Minute die erste Großchance, als ein Schuss an den Pfosten ging.

Nach ca. einer halben Stunde folgerichtig das 1:0 durch einen abgefälschten Schuss, was auch dem Spielverlauf entsprach – auch wenn die Heidenheimer im Gegenzug fast ausgeglichen hätten.

Kurz nach Anpfiff dann das vorentscheidende 2:0, wieder durch Sari, was den Gast auch zu schocken schien, denn Villingen blieb die klar stärkere Mannschaft und hätte zehn Minuten später beinahe das 3:0 erzielt: erneut wäre es Sari gewsen, er verzog aber vorm Tor.

In der 62. Minute hatte Heidenheim nochmal eine Großchance auf den Anschluss, konnte jedoch die Kugel nicht im Tor der 08er unterbringen – obwohl in dem Getümmel vorm Gehäuse sicherlich vier oder fünf Versuche zu verzeichnen waren, ehe Villingen endgültig klären konnte.

Zehn Minuten später machte der Gastgeber dann mit einem Konter zum 3:0 alles klar, was die Gäste zum Abbrennen einer weiteren Ladung Rauchpulver veranlasste, die diesmal über den Nebenplatz des DJK abzog und noch nach dem Abpfiff fünfzehn Minuten später in der Luft hing…

Gegen Spielende entwickelten sich noch zahlreiche Möglichkeiten auf beiden Seiten, die aber nicht mehr zu Toren führten, so dass Villingen das Spiel klar für sich entscheiden konnte, was vom Heimanhang mit einem Bengalo gefeiert wurde.

Für mich gings schnellen Schrittes zurück Richtung Bahnhof, wo man noch einen Offenbacher Hopperkollegen traf, mit dem bis Offenburg die Fahrt verlabert wurde.

TORE: 1:0 und 2:0 Adem Sari (30′, 48′), 3:0 Rodrigo Stasiak (73′)

ZUSCHAUER: 1.100, ca. 50 Gäste (wovon aber auch nur 20 den Mund aufgemacht haben)

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