Archiv für die Kategorie ‘Baden-Württemberg-alt’

OL BaWü: SV Waldhof Mannheim – VfR Mannheim 6:0 (2:0)

Mittwoch, 03. Oktober 2007
Waldhof Mannheim Carl-Benz-Stadion,
Mannheim
VfR Mannheim

Die Fahrt von Würges nach Mannheim verlief problemlos, so dass ich gegen 18h00 mein Auto am Stadion parken konnte und das CBS entern konnte, wo ich mit einer Kollegin von Foros verabredet war.

Ansonsten natürlich auch wunderbar, die Mannheimer Freunde mal wieder zu sehen, das letzte Derby war auch mein letztes Spiel vom Waldhof… fast ein halbes Jahr her! Enttäuschend allerdings, dass ich (mit Effi, der geschäftlich ebenfalls vor Ort war) der einzige Braunschweiger war.

Zu Beginn (wegen des Andrangs wurde eine Viertelstunde später begonnen) gab es eine Choreo nach bekanntem Muster mit der Stadtsilhouette, Bildern nach zu urteilen: sehr schön! Ich stand allerdings unter der Blockfahne und hab mir im wahrsten Sinn die Finger schmutzig gemacht. Mal sehen, ob ich mir beim Kurpfalzonkel wieder ein Bild klauen kann :)

Gästefans waren auch erstaunlich viele da, die dieses Mal auch in den Gästeblock durften, der auch ganz ordentlich beflaggt war.

Das Spiel begann mit klaren Vorteilen für den SV Waldhof – nochmal wollte man sich wohl nicht im heimischen Stadion vom verhassten Stadtrivalen schlagen lassen.

Nach einer halben Stunde fiel dann auch das 1:0 durch einen Elfmeter, nachdem vorher ein Abwehrspieler der Rasensportler die Hand zu Hilfe genommen hatte. Warum es dafür aber nur Gelb gab? Keine Ahnung!

Direkt im Anschluss das beruhigende 2:0, mit dem es dann auch in die Pause ging, die mit Labern mal locker auf dreißig Minuten gestreckt wurde, so dass der Doppelschlag des gerade eingewechselten Daniel Reule nur akustisch wahrgenommen wurde (und mir gesagt wurde, dass eine Tor sei tatsächlich von Anti-Fussballer Dennis Weiland erzielt worden – eine klassische Ente!).

Carl-Benz-Stadion, Mannheim

Zwei Tore bekam ich aber trotzdem noch zu sehen – die Gäste hatten ihre Fahnen bereits eingepackt und waren zu einem großen Teil schon auf dem Heimweg – und eins schöner als das andere.

Nach Abpfiff gabs natürlich noch großen Jubel und vor allem noch eine sehr ordentliche Pyroshow. Warum kann man sowas nur nicht öfter sehen?

Pyro Waldhof Mannheim

Nachdem die Adminkollegin noch schnell zum Bahnhof gefahren worden war (man ist ja Ritter), ging es auf schnellstem Weg gen Karlsruhe.

SV WALDHOF MANNHEIM: Daniel Tsiflidis – Marco Laping, Echendu Adiele, Janis Crone, René Schwall – Kevin Wittke, Christof Babatz, Thomas Ollhoff, Dennis Weiland (Stephan Maas, 81′) – Emin Ismaili (Christoph Schilling, 70′), Ermin Melunovic (Daniel Reule, 54′). TRAINER: Alexander Conrad

TORE: 1:0 Christof Babatz (30′, Elfmeter), 2:0 Emin Ismaili (32′), 3:0 und 4:0 Daniel Reule (57′, 60′), 5:0 Janis Crone (85′), 6:0 Christoph Schilling (87′)

ZUSCHAUER: offiziell 5.099 (geschätzt mal locker 1000 mehr!), ca. 250 Gäste

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OL BaWü: SV Waldhof Mannheim – VfR Mannheim 0:1 (0:0)

Samstag, 05. Mai 2007
Waldhof Mannheim Carl-Benz-Stadion,
Mannheim
VfR Mannheim

Das 185. Stadtderby stand auf dem Programm und zudem sollte es zum 100. Geburtstag des Waldhof eine fette Party geben. Klar, dass sich da auch in Braunschweig viele nicht lang bitten lassen mussten, um unsere Mannheimer Freunde zu unterstützen.

Morgens gings für mich nach Braunschweig, wo Fanclubkollege Lexi eingeladen und dann gemeinsam gen Süden gedüst wurde.

Eine kleine ungeplante Pause musste eingelegt werden, als sich der rechte Scheinwerfer während der Fahrt entschloss, einfach mal kurz zu platzen. Naja, kurz die Scherben entsorgt, Licht ging noch, also erstmal ignoriert und weiter.

Unser Ziel war Karlsruhe, wo auch genächtigt werden sollte, also musste noch Mannheim erreicht werden, was per Bahn auch einigermaßen problemlos gelang – schwerer war es dann schon, zum Stadion zu gelangen, da erstmal ewig keine Strassenbahn fahren wollte.

Am Ground war schon einigermassen der Bär los und man stürzte sich in das Partyvergnügen.

Zu Spielbeginn um 20 Uhr 07 (!) präsentierte der Waldhof eine sehr feine Choreo, Fotos gibts davon erstmal keine (da ich drunter stand…), vielleicht klau ich irgendwo n Bild :-)

100 Jahre Waldhof, (C) by Kurpfalzonkel

Update: Klauen war gar nicht nötig, der gute Kurpfalzonkel hat mir freundlicherweise ein Bild zur Verfügung gestellt. Besten Dank dafür und an meine Leser der Hinweis, dass die Seite www.kurpfalzonkel.de ebenfalls sehr lesenswert ist!

Da heute der Schwerpunkt auf Party lag und das Spiel eh grotte war, kam man irgendwie beim ersten Mal Bierholen nicht mehr von der Bude weg, so dass zum Spiel nichts weiter aus meiner Sicht berichtet werden kann.

Nur so viel: Quasi-Absteiger VfR konnte das Spiel durch einen Freistoßtreffer für sich entscheiden, insgesamt war das Spiel auf superniedrigem Niveau und der Keeper der Rasenspieler verletzte sich bei einem Zusammenprall in der ersten Hälfte so krass, dass zeitweise Lebensgefahr bestand.

Carl-Benz-Stadion, Mannheim

Nach dem Spiel ist vor der Bühne, wo noch ordentlich gerockt wurde, bis man sich irgendwann entschloss, sich Richtung Bett zu bewegen. Schlauerweise ca. 10 Minuten zu spät. Hieß: per Taxe zum Bahnhof, da die letzte RB verpaßt, also Teuerticket nach KA. Ganz schön teurer Abend!

SV WALDHOF MANNHEIM: Christopher Gäng – René Schwall, Christian Katins, Michael Bodnar, Christian Schilling (Ergün Pakel, 66′), Patrick Geissinger – Patrick Marschlich, Christian Dausel, Dominik Groß, Kevin Wittke (Sascha Ropic, 55′) – Sebastian Göbig (Hüseyin Renkli, 80′). TRAINER: Steffen Menze

TORE: 0:1 Artur Krettek (70′)

ZUSCHAUER: 7.062, die Heimseite wurde durch grössere Abordnungen aus Frankfurt und Braunschweig unterstützt, Gästefans war nur sehr spärlich da.

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OL BaWü: 1. FC Pforzheim – SC Freiburg II abgebrochen

Samstag, 28. April 2007
1. FC Pforzheim Stadion Brötzinger Tal,
Pforzheim
SC Freiburg

…welches man ebenfalls pünktlich erreichte und wo man nach einer kleinen Stadionrunde in der Sonne auf den Anpfiff wartete, der um 15h30 umrahmt von einem kleinen Intro der Heimfans erfolgte.

Man war grad noch beim Wurst essen, als auch schon das 1:0 für die kleinen Breisgauer fiel, die heute insgesamt besser in Tritt kamen.

Übrigens tatsächlich ein paar Gästefans dabei, die auch die eine oder andere Zaunfahne präsentierten. Stimmung jedoch bei ziemlich genau Null, wenn man mal vom Mädchengekeife absieht.

Eh ich es vergesse, wie erwähnt handelt es sich beim Stadion im Brötzinger Tal wohl um einen „Last Chance-Ground“ – sehr schade, wie ich finde. Das Stadion wird an zwei Seiten von einer Mauer umrahmt, in der sich auch die kultigen Eingänge finden, eine Tribüne mit zwei Aufgängen, davor ein paar Stehplätze, wie auch auf den anderen drei Seiten, werden geboten. Dazu noch eine nette – fast schon bayerisch anmutende (was die Größe anbelangt) Stadionkneipe.

Stadion Brötzinger Tal

Nun denn, das Spiel plätscherte so vor sich hin, grosse Fussballkunst wurde heute nicht geboten. Dafür wurde voll Inbrunst über diverse Einheimische gelästert, die bei den lokalen Versandhändlern Klingel bzw. Bader offenbar einige Schnäppchen gemacht hatten. Aber Mode ist ja auch immer Geschmackssache.

Intro FC Pforzheim

Ausserdem wurde noch ein Lackel vom FC ausgelacht, der sich vor unseren Nasen warm machte und später noch seinen grossen Auftritt haben sollte: in der 60. Minute wurde der Herr Iaia (seines Zeichens Torschützenkönig vom 1. FC und ein Mann mit außerordentlich abstoßender Haarfrisur) nämlich eingewechselt und konnte sich gleich durch eine kleine Rauferei im Freiburger Strafraum auszeichnen, die er dann noch mit einem Hüftcheck gegen einen Abwehrspieler toppte, die der Schiri nicht gesehen hat, sonst hätte es wohl da schon Rot gegeben.

In der 80. Minute dann aber erneut eine rüde Attacke gegen einen Freiburger von ihm, diesmal hatte es der Schiri gesehen und es hieß: Arrivederci!

Dies wollte sich unser kleiner Heißsporn aber nicht gefallen lassen und schubste den Herrn Referee erstmal um. Plumps.

Von den Rängen gabs dann wohl ein paar böse Worte – wie man der Presse entnehmen konnte nicht etwa gegen den Schiri, sondern wohl gegen eben den Spieler, der auch in der Vergangenheit desöfteren durch Kapriolen aufgefallen sein muss.

Naja, dem Unparteiischen wurde das jedenfalls zu bunt und er brach das Spiel ab, der erste Spielabbruch für mich seit dem legendären Spiel bei den HSV Amateuren irgendwann Mitte/Ende der 90er… Fabrizio Iaia konnte sich übrigens noch am gleichen Abend seine Papiere holen.

Nachdem klar war, dass hier wohl nix mehr passieren würde, machten wir uns gen Nordwesten zur Oberliga Südwest auf – denn es sollte noch ein drittes Spiel am heutigen Tag geben.

TORE: 0:1 Marcel Klefenc (9′)

ZUSCHAUER: ca. 500, darunter wohl so 10 Gästefans

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OL BaWü: FC 08 Villingen – Heidenheimer SB 3:0 (1:0)

Samstag, 25. November 2006
FC 08 Villingen Friedengrundstadion,
Villingen-Schwenningen
Heidenheimer SB

Am Samstag gings per Bahn in die Doppelstadt Villingen-Schwenningen am Schwarzwaldrand – ich war da ja schon vor ca. zwei Jahren mal, damals stand ich leider vor verschlossenen Stadiontoren – scheiß Schnee…

Heute hatte ich mehr Glück, problemlose Zugfahrt, problemloser Fußweg zum Ground und frühzeitig vor Ort, so dass ich noch die Ankunft der Gästefans mitbekam – ein Bus hatte sich auf den Weg gemacht. Wie sich später zeigen sollte, waren aber nur ungefähr die Hälfte der Mitreisenden am Support beteiligt.

Das Stadion im Friedengrund ist eins der Schmuckkästchen der Liga, einer Sitzplatztribüne liegt eine schöne Stehplatztribüne gegenüber, dazu ist eine Hintertorseite noch mit Stufen ausgestattet. 15.000 Zuschauer fasst der Ground, für die Oberliga natürlich gnadenlos überdimensioniert. Hinter der Stehtribüne liegt übrigens noch ein Kunstrasenplatz, der ebenfalls über eine kleine Tribüne verfügt (da spielte heute die B-Jugend gegen Reutlingen, quasi als Vorspiel). Direkt nebenan liegt dann auch noch der Platz des DJK Villingen, der jedoch über keinen Ausbau verfügt.

Nach einer Stadionrunde und einer Portion Pommes (nicht zu empfehlen) gings dann auch langsam gen Kick-Off-Time. Das Spiel begann mit einer Gedenkminute für die verstorbene Ehrenpräsidentin vom FC 08.

Der Gast aus Heidenheim ist ja die Überraschungsmannschaft der Oberliga, grad vor zwei Jahren aufgestiegen, konnte sie sich schon letzte Saison an der Spitze etablieren und gehört diese Saison zu den absoluten Spitzenteams. Villingen dagegen eher verloren im Mittelfeld (wobei auch das durchaus als Erfolg gewertet werden kann, da man den Nimbus einer Fahrstuhlmannschaft zwischen Verbands- und Oberliga innehat).

Die Partie begann recht unterhaltsam und ausgegelichen, beide Fanlager waren ordentlich und durchgängig am Supporten, wobei man ebenfalls beiden den Rat geben kann, mal weniger Trommeln einzusetzen – bringt ja nix, wenn das ständige Getrommel den eigenen Support übertönt.

Die Gästefans zündeten nach ner Viertelstunde erstmal fein Rauch, der sich über den Platz ausbreitete – schien aber keinen wirklich zu stören, gab jedenfalls keine Durchsage, von wegen „liebe Gästefans, das Abbrennen von Feuerwerkskörpern ist verboten…“. Sowieso war alles in Villingen sehr entspannt, sowohl Heim- als auch Gästeanhang bevölkerten die Stehtribüne, eine Fantrennung gabs nicht, Ordner waren keine vor Ort und die einzigen beiden Cops standen untätig-entspannt in der gegenüberliegenden Ecke. Und passiert ist nix weiter – so geht’s doch auch, muß ja nicht immer ne Hundertschaft zum Fußball kommen.

Villingen kam immer besser ins Spiel und hatte in der 25. Minute die erste Großchance, als ein Schuss an den Pfosten ging.

Nach ca. einer halben Stunde folgerichtig das 1:0 durch einen abgefälschten Schuss, was auch dem Spielverlauf entsprach – auch wenn die Heidenheimer im Gegenzug fast ausgeglichen hätten.

Kurz nach Anpfiff dann das vorentscheidende 2:0, wieder durch Sari, was den Gast auch zu schocken schien, denn Villingen blieb die klar stärkere Mannschaft und hätte zehn Minuten später beinahe das 3:0 erzielt: erneut wäre es Sari gewsen, er verzog aber vorm Tor.

In der 62. Minute hatte Heidenheim nochmal eine Großchance auf den Anschluss, konnte jedoch die Kugel nicht im Tor der 08er unterbringen – obwohl in dem Getümmel vorm Gehäuse sicherlich vier oder fünf Versuche zu verzeichnen waren, ehe Villingen endgültig klären konnte.

Zehn Minuten später machte der Gastgeber dann mit einem Konter zum 3:0 alles klar, was die Gäste zum Abbrennen einer weiteren Ladung Rauchpulver veranlasste, die diesmal über den Nebenplatz des DJK abzog und noch nach dem Abpfiff fünfzehn Minuten später in der Luft hing…

Gegen Spielende entwickelten sich noch zahlreiche Möglichkeiten auf beiden Seiten, die aber nicht mehr zu Toren führten, so dass Villingen das Spiel klar für sich entscheiden konnte, was vom Heimanhang mit einem Bengalo gefeiert wurde.

Für mich gings schnellen Schrittes zurück Richtung Bahnhof, wo man noch einen Offenbacher Hopperkollegen traf, mit dem bis Offenburg die Fahrt verlabert wurde.

TORE: 1:0 und 2:0 Adem Sari (30′, 48′), 3:0 Rodrigo Stasiak (73′)

ZUSCHAUER: 1.100, ca. 50 Gäste (wovon aber auch nur 20 den Mund aufgemacht haben)

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OL BaWü: VfR Mannheim – SV Waldhof Mannheim 0:0

Samstag, 04. November 2006
VfR Mannheim Rhein-Neckar-Stadion,
Mannheim
Waldhof Mannheim

Die Nacht war viel zu kurz, besonders da Ingo unbedingt morgens Alarm machen musste… So gings nach allgemeinem Duschen zum Frühstücken (welches bei 75% der Anwesenden aus Schnitzel bzw. Seelachs bestand) in eine Kneipe und dann zeitig nach Mannheim, wo heute unsere Freunde vom Waldhof im 126. Stadtderby gegen den VfR unterstützt werden sollten.

Im Raum der Ultras Mannheim wurden die ersten Bekannten getroffen, ehe es noch in eine Kneipe am Stadion ging, um die Zeit bis zum Kick-Off zu verbringen.

Das Rhein-Neckar-Stadion heute ordentlich gefüllt, natürlich mit einer klaren Waldhöfer Überzahl.

Die Fans des SVW konnten heute mit einer schönen Choreographie Akzente setzen: ein Spruchband samt Blockfahne, dazu Schwenker in zwei unterschiedlichen Blautönen und Schwarz an den Seiten.

Die Stimmung ansonsten sicherlich super für die Oberliga, jedoch nicht wirklich derby-würdig – auf der Heimseite natürlich quasi nicht vorhanden.

Das Spiel unter aller Sau, ein paar gute Szenen gabs aber doch von beiden Seiten – die beste direkt vor der Pause, als Sascha Ropic das vermeintliche 1:0 für den Waldhof köpft, welches jedoch wegen angeblichem Abseits aberkannt wurde.

So bliebs beim torlosen Unentschieden – meinem 6. in dieser Saison…

Nach dem Kick gings zurück zum Ultrasraum, wo gemeinsam gefeiert wurde, auch wenn den Mannheimern danach nicht so ganz der Sinn stand.

WALDHOF MANNHEIM: Christopher Gäng – Christian Dausel, Daniel Bogdanovic, Bernd Eigner, Victor Oppong (Evans Wise, 79′) – Ken Asaeda, Christian Schilling, Patrick Marschlich (Hakan Atik, 46′), Michael Bodnar – Sascha Ropic (Sebastian Göbig, 70′), Georgi Donkov. TRAINER: Steffen Menze

TORE: gabs keine…

ZUSCHAUER: 3.600, Verhältnis Waldhof-VfR würd ich auf mindestens 2:1 schätzen, dazu noch ein paar Basler, Frankfurter und Braunschweiger.

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OL BaWü: SSV Ulm – Waldhof Mannheim 4:2 (2:1)

Freitag, 01. September 2006
SSV Ulm Donaustadion,
Ulm
Waldhof Mannheim

Statt mich gesund zu pflegen wurde heute die Gelegenheit ergriffen, endlich mal wieder unsere Waldhöfer Freunde zu unterstützen – außerdem musste ich mal wieder nach Ulm, das letzte (und einzige) Mal war 1993 oder so, das war noch vor dem Aufstieg und vor dem Sensationspokallos gegen den BVB. Damals gabs die neue Gegentribüne noch nicht und auch sonst war einiges anders.

Ulm wurde trotz diverser neuralgischer Punkte mit nur einem Ministau gut erreicht – allein das ist schon ein kleines Wunder an einem Freitag nachmittag (und sollte nicht allen Anhängern des SVW so ergehen).
Nachdem das Auto geparkt wurde, musste das Stadion umrundet werden, ich stand zwar quasi hinter dem Gästeblock, aber da gabs keinen Weg, also einmal ganz rum, aber war ja egal, das Wetter war phantastisch und Zeit hatte ich mehr als genug.

Vor dem Gästeeingang dann direkt Björn über den Weg gelaufen, mit dem erstmal ein wenig über Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges geklönt wurde.

Das Stadion betrat ich dann auch recht zeitig, denn a) ich wollte mich mal setzen (hatte wohl leichtes Fieber), b) musste ich kacken und c) hatte ich Hunger – aber alles schön der Reihe nach, gell!

So nach und nach trudelten die Waldhöfer ein und man traf noch den ein oder anderen Bekannten, ansonsten wurde in der Sonne gedöst und Heißluftballons am azurblauen Himmel hinterhergeguckt – schön.

Die Ulmer Spatzen, die eigentlich in der gegenüberliegenden Kurve ihren Platz hatten, sind mittlerweile in den daran angrenzenden Block der Gegengerade gewechselt, was ihnen Vorteile bringt, was die Akustik angeht (Dach!), aber sie der Sicht der Gäste etwas entzieht. Schade, denn es gab eine kleine Choreographie, die aber quasi nicht zu erkennen war.

Der Waldhof heute übrigens in blau-gelb, diese Ausweichfarbkombination wurden wegen der Freundschaft zu Eintracht Braunschweig gewählt. Dafür großen Respekt an dieser Stelle! Überhaupt scheint in den letzten Jahren die Vereinsführung in Mannheim wieder mehr auf die Fans zu hören – naja, jetzt sehen die Herren oben, wer auch nach Jahren in der Oberliga treu ist. Hoffentlich bleibt das so, wenn der SVW mal wieder Erfolge hat (und hoffentlich höherklassig spielt!).

Auf Waldhöfer Seite zum Intro nix, was unter anderem aber auch daran lag, dass der Bus der Ultras mit den Materialien noch unterwegs war.
Dieser kam dann aber nach ca. zehn Minuten auch an und nachdem alle im Block waren, verbesserte sich die Stimmung zusehends, es wurde gesungen, der Block beflaggt, Fahnen geschwenkt und getrommelt.

Waldhofsupport

Auch auf dem Spielfeld war der Waldhof zu diesem Zeitpunkt spielbestimmend, was im 1:0 durch Ken Asaeda in der 15. Minute gipfelte, leider konnte Ulm schon fünf Minuten später ausgleichen und noch vor dem Pausentee mit 2:1 in Führung gehen (durch einen vom guten alten Bernd Eigner verursachten Strafstoß).

Nach der Pause gabs dann leider per Doppelschlag (in der 51. und 52. Minute) die Vorentscheidung: 4:1 für den SSV Ulm.

Rauch im Waldhofblock

Immerhin konnten die Waldhöfer ihrerseits noch durch einen Foulelfmeter auf 4:2 rankommen, was aber leider nur noch Ergebniskorrektur war.

Kurz vor Schluss bekam noch ein Ulmer Rot für ein mieses Foul an der Mittellinie, was aber leider auch nichts mehr am Ergebnis änderte.

Waldhof war heute größtenteils gleichwertig mit dem SSV und hätte mit ein wenig mehr Glück in der Defensive einen Punkt holen müssen.

Nach dem Spiel sollte es ja nun wieder zum Auto gehen, leider war der Fußweg in diese Richtung durch eine Polizeikette versperrt. Also wartete ich, darauf, dass diese aufgelöst wird.
Nach etwa 20 Minuten war es dann auch soweit, jedoch ließ man mich immer noch nicht durch, sondern zwang mich, in die entgegengesetzte Richtung zu gehen. Mehrere Versuche, zu erklären, dass ich weder Mannheimer bin, noch in diese Richtung will, wurden unter Gewaltandrohung unterbunden. Nach einem ziemlichen Umweg durch unbeleuchtete Ulmer Wohnstraßen fand ich dann doch einen Weg und kam – natürlich unbewacht – noch durch die abwandernden Spatzen, ist natürlich nix passiert, wieso auch (und wer hat schon Angst vor Spatzen?)? Also an dieser Stelle noch mal vielen Dank an die Beamten vor Ort, ich glaube ihr habt ganz kleine Schwänzchen und müsst daher mit so einer Scheiße was kompensieren.

Für mich ging es ohne weitere Vorkommnisse nach Haus, ein schöner Tag – bis auf das Ergebnis, mal wieder die Waldhöfer Freunde gesehen und sich nett unterhalten.

WALDHOF MANNHEIM: Christopher Gäng – Victor Oppong, Bernd Eigner, Daniel Bogdanovic, Michael Bodnar – Christian Dausel, Christian Schilling, Ken Asaeda, Evans Wise – Hakan Atik (Sebastian Göbig, 46′), Georgi Donkov (Sascha Ropic, 59′; Fisnik Myftari, 85′). TRAINER: Steffen Menze

TORE: 0:1 Ken Asaeda (15′), 1:1 Thorsten Rinke (21′), 2:1 Vladimit Manislavic (41′, Foulelfmeter), 3:1 Miguel Coulibaly (51′), 4:1 Gerold Skowranek (52′), 4:2 Michael Bodnar (79′, Foulelfmeter)

ZUSCHAUER: 3.000, darunter ca. 350 Waldhöfer (…und ein Braunschweiger)

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OL BaWü: SpVgg 07 Ludwigsburg – SSV Reutlingen 0:3 (0:0)

Mittwoch, 27. April 2005
SpVgg 07 Ludwigsburg Ludwig-Jahn-Stadion,
Ludwigsburg
SSV Reutlingen

Nachdem dieses Spiel neulich ja kurzfristig abgesagt worden war und ich den Weg umsonst gemacht hatte, folgte heute der zweite Versuch, den SSV Reutlingen in der Barockstadt zu sehen.

Diesmal hatte ich mehr Glück, das Spiel fand statt und vor allem nicht nur auf dem Kunstrasenplatz Fuchshof, sondern im Ludwig-Jahn-Stadion.

Eine gute halbe Stunde vor Kick-Off war ich am Ground und konnte schon eine stattliche Anzahl Polizeibeamte bewundern. Wie üblich eine Runde durchs Stadion, welches mir für ein Leichtathletikstadion gut gefällt: eine gedeckte Sitztribüne, ansonsten ringsrum Steinstufen. 18.000 Zuschauer fasst der Ground, besonders sticht der außergewöhnliche Sprecherturm hervor, der an einen Flughafen-Tower erinnert.

Nach dem üblichen Fotoshooting, einer Wurst und zwei Bier sollte das Spiel auch langsam beginnen.

Auf der Mitte Gegengerade hatten sich knapp 20 Heimfans postiert, die mit Zaunfahnen, großen Schwenkern und auch akustisch auf sich aufmerksam machen konnten.

Zu diesem Zeitpunkt kam von den ca. 30 Gästen im mit Bauzäunen eingefriedeten Awaysektor nichts, gar nichts, nullkommanix.

Erst als nach zwanzig Minuten die Stimme Reutlingens das Stadion erreichte (wie überraschend: ein Stau im Feierabendverkehr auf der A8…) wurde dort gesungen.
Man sang, dass man die Ulmer in den Arsch ficken will. Nun, neulich haben die Reutlinger an gleicher Stelle aber eher ihren Pöter ängstlich zusammengekniffen.

Insgesamt mögen am Ende gut 60 Gäste unter den insgesamt offiziell 300 Zuschauern gewesen sein.

Das Spiel war recht lahm für ein Oberligaspiel, Reutlingen hängt in der Verfolgertruppe hinter den KSC Amas, 07 Ludwigsburg dagegen auf dem letzten Tabellenrang mit nur noch geringer Hoffnung auf den Klassenerhalt.

So ging es dann auch torlos in die Pause und ich machte mir schon Sorgen, dass das heute mal wieder eine torlose Begegnung werden könnte.

In der 58. Minute wurde ich dann aber durch das 1:0 für den Gast aus Reutlingen erlöst. Kurz später das 2:0, in dessen Folge im Gästeblock die Polizei ein paar Jungs vom Zaun wegbefehlen musste, die es gewagt hatten, daran zu rütteln.

Offenbar gab der Bauzaun wohl nach, so dass sich nun die Staatsmacht zwischen Bande und Fans postierte und auch nach dem Spiel das abklatschen der Mannschaft untersagte. Völlig albern, ich denke mal, man wollte diesmal Stärke demonstrieren, nachdem vor sechs Wochen die Polizei ja völlig überfordert gewesen ist.

TORE: 0:1 Oliver Otto (58′), 0:2 Andreas Rill (66′), 0:3 Giuseppe Greco (76′)

ZUSCHAUER: 300, ca. 60 aus Reutlingen

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