OL Hessen: FSV Frankfurt – Eintracht Frankfurt II 3:3 (1:2)

FSV Frankfurt Stadion Bornheimer Hang,
Frankfurt
SG Eintracht Frankfurt

Endlich sollte mal wieder ein alter Zweitligaground angetischt werden, den ich lange vor mir her geschoben hatte und der nun vor dem bevorstehenden Umbaumaßnahmen noch im Originalzustand (stimmt leider so auch nicht, aber viel ist bislang noch nicht geschehen) besucht werden wollte.

Als Spiel hatte ich mir das Frankfurter Derby rausgesucht, besser kann man den Bornheimer Hang (oder „Frankfurter-Volksbank“-Stadion) wohl kaum machen (es sei denn, es kommt mal zum Derby mit der Ersten der SGE…).

Angereist wurde mit der Bahn – ein Tchibo-Ticket sollte noch vor dem Verfallen gerettet werden -, so dass man ausgeruht ca. eine Stunde vor Spielbeginn ankam und sich über die große Anzahl von SGE-Fans vor den Stadiontoren und den Hubschrauber auf einem der Nebenplätze wunderte.
Die Erklärung war leider eine Tragische: ein Besucher des Spiels hatte einen Herzinfarkt erlitten und verstarb noch im Stadion, weswegen dann auch vor dem Kick auf Musik und dummes Gesabbel verzichtet wurde (wieso muss dazu erst jemand sterben?).

Bornheimer Hang, Frankfurt

Bei der obligatorischen Fotorunde konnte auch schon beobachtet werden, dass bis auf eine Handvoll Kutten die meisten Gästefans noch vor dem Stadion verharrten. Das massenhafte Entern der Kurve sah dann kurz vor Anstoß auch sehr gelungen aus.

Intro der SGE-Fans

Nach dem Beflaggen des Zauns gings auch schon bald los und die SGE-Fans boten ein sehr gelungenes Intro aus schwarz-rot-weißen Kassenrollen (plus Doppelhaltern und großen Schwenkern).
Auf der Heimseite war leider nur ein Minimob von höchstens 50 Mann unterm Dach der Tribüne hinter der ‚Senseless Crew‘-Fahne, die sich trotz des akustischen Standortvorteils kaum mal in Szene setzen konnten.
Die Gäste hingegen (natürlich auch in ca. zwanzigfacher Überzahl) konnten dafür mit einer Menge schöner Gesänge glänzen.

Fußball wurde auch gespielt – und hier bot sich dem Zuschauer ein etwas unerwartetes Bild, war der FSV doch bislang unbesiegt (und steht somit logischerweise an der Tabellenspitze und als einziger Lizenzanwärter natürlich sowieso schon mit mehr als einem Bein in der Regionalliga) und fast allen Ligakonkurrenten haushoch überlegen. Davon war heute nicht viel zu sehen.

Im Gegenteil – die „kleine“ SGE hatte von Beginn an zahlreiche gute Möglichkeiten, so dass es nach einem krassen Abwehrschnitzer bereits in der elften Minute 1:0 für den Gast aus dem nahen Riederwald hieß.

FSV - SGE U23

Auch beim 2:0 konnte man mutmaßen, dass in den letzten Wochen in Bornheim vermehrt der Aufstieg gefeiert wurde.

Aus Adlersicht unglücklich, konnte der FSV dann aber kurz vor Pausenpfiff noch den Anschlusstreffer erzielen.

Die zweite Hälfte begann auf den Rängen mit gelbem und rotem Rauch (und einem Strobobengalo) sehr eindrucksvoll.

FSV - SGE U23

FSV - SGE U23

Später gabs dann noch eine kleine Luftballoneinlage in schwarz und weiß – auch sehr gelungen!

Sportlich gings ebenfalls ähnlich wie in der ersten Hälfte weiter: die U23 der Adler stürmte und der FSV sah nicht wie der klare Ligaüberflieger aus.

In der 54. Minute dann das zweite Tor durch Höfler (Jochen, falls Du n Job suchst, in Braunschweig wär wohl Platz für jemanden wie Dich!), der FSV brauchte bis ungefähr zur 70. Minute, um überhaupt ins Spiel zu finden.

Dann konnte Brendel allerdings nach einer Ecke zum 2:3 einköpfen, was das Spiel nun doch noch mal unerwartet spannend werden ließ.

Als bereits alle mit der ersten Niederlage des FSV abgeschlossen hatten, konnte dann im Getümmel doch noch der sehr glückliche Ausgleich erzielt werden, was auf Heimseite natürlich mittelschwere Jubelszenen hervorrief.

Für mich gings auf schnellstem Weg zurück zum Hauptbahnhof und per ICE via Hildesheim zurück in die Interimsheimat.

TORE: 0:1 und 1:3 Jochen Höfler (11′, 54′), 0:2 Faton Toski (39′), 1:2 Matthias Hagner (44′), 2:3 Thomas Brendel, 3:3 Andre Laurito (94′)

ZUSCHAUER: 1.874, davon mindestens die Hälfte im Gästesektor

Eine Antwort zu “OL Hessen: FSV Frankfurt – Eintracht Frankfurt II 3:3 (1:2)”

  1. chich sagt:

    verdammt… was sind das für geile bilder? deswegen also die paar hundert kilometer zu nem kick in der eigentlich langweiligen ol-hessen.
    naja, wie’s ausschaut muss ich mal den riederwald auf meine prioritätenliste setzen.