UEFA-Cup: Hamburger SV – FC Basel 1:1 (0:0)

Hamburger SV Volksparkstadion,
Hamburg
FC Basel

Der große FC Basel trat im letzten Spiel der Hauptrunde beim eigentlichen HSV an – also quasi mal ein Heimspiel für mich und eine leichte Entscheidung, den Weg nach Hamburg anzutreten.

Die Fahrt verlief problemlos und mit deutlich zu dickem Zeitpuffer, was man dann beim Frieren vor dem Stadion bitter bereute. Die Eingangskontrollen waren zunächst mal etwas genauer und die Eingange brav nach Geschlechtern getrennt, diese Entscheidung wurde dann aber wohl revidiert, so dass man schließlich ziemlich unbehelligt ins Volksparkstadion gelangen konnte und sich auf den Oberrang schummelte, um näher am Geschehen zu sein.

Volksparkstadion, Hamburg

Erwartungsgemäß waren wir natürlich nicht die einzigen Braunschweiger, so an die hundert (ganz, ganz grobe Schätzung) werden das wohl gewesen sein. Netterweise blieben uns aber die allerschlimmsten Trottel erspart, so dass man sich vor den Basler Freunden nicht in Grund und Boden schämen musste.

Beide Teams hatten ja durch die vorangegangenen Spiele die KO-Runde bereits erreicht, so dass es nur noch darum ging, ob man als Gruppensieger einen vermeintlich einfachen Gegner oder als Zweiter einen Absteiger aus der Pilzeliga zugelost bekommen würde.

Der HSV war zu Beginn die klar bessere Mannschaft, konnte jedoch aus seinen Chancen nicht genug machen, zumal auch Franco Costanzo heute geradezu über sich herauswuchs und einige hundertprozentige Chancen von der Linie kratzen konnte.

Nach dem Seitenwechsel dezimierte sich der FC Basel noch unnötig, Zanni kassierte wegen wiederholten Foulspiels die Ampelkarte.

Erstaunlicherweise folgte nun aber die stärkste Phase des Basler Spiels und wir konnten uns in der 58. Spielminute jubelnd in den Armen liegen – 1:0 für die Guten! Ok, einigermaßen überraschend war das dann schon, aber egal, und ausserdem sind unverdiente Siege eh immer die schönsten.

1:0 für den FC Basel

Soweit kam es dann aber doch nicht, da Olic noch für die Hanseaten ausgleichen konnte, was dann auch den Endstand der Partie und den zweiten Gruppenplatz für den FC Basel bedeutete.

Anzumerken war noch die durchaus gefällige Stimmung im Gästesektor und die dafür erbärmliche Stimmung in den Heimblöcken – nur beim Pöbeln wurde es da mal laut. Sicherlich auch ein Grund dafür war, dass die aktiven HSV’ler wohl Probleme im eigenen Block hatten, was dann irgendwann zum Abhängen des ‚Poptown‘-Banners und dem kollektiven Verlassen des Stadions führte.

Die Rückfahrt verlief genauso ereignislos wie die Hinfahrt, jedenfalls nachdem man dem Staumoloch Volkspark entwichen war. Nur ein paar Tankstellenstopps bremsten unseren Weg.

Der FC Basel trifft nun im 1/16-Finale auf Sporting Lissabon – sehr reizvoll!

HAMBURGER SV: Frank Rost – Jerome Boateng, Bastian Reinhardt, Joris Mathijsen, Thimothee Atouba – Nigel de Jong , Vincent Kompany (Romeo Castelen, 72′) – Piotr Trochowski (Paolo Guerrero, 62′), Rafael van der Vaart, David Jarolim – Ivica Olic. TRAINER: Huub Stevens

FC BASEL: Franco Costanzo – Ronny Hodel, Daniel Majstorovic, Fran├žois Marque, Reto Zanni – Papa Malick Ba – Carlitos (Felipe Caicedo, 81′), Benjamin Huggel, Ivan Ergic, David Degen (Michel Morganella, 51′) – Eduardo (Eren Derdiyok, 85′). TRAINER: Christian Gross

SCHIRI: Nicolai Vollquartz (Dänemark)

TORE: 0:1 Ivan Ergic (58′), 1:1 Ivica Olic (73′)

ZUSCHAUER: 48.917, ich schätze mal knapp 4.000 Basler und 100 Braunschweiger

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