DFB-Pokal: BTSV – SC Freiburg 0:2 (0:1)

Eintracht Braunschweig Eintrachtstadion,
Braunschweig
SC Freiburg

Berlin, Berlin, wir scheißen auf Berlin! Das war einer der Gassenhauer vom Spiel gegen die olle Tante Hertha und leider auch das Motto für heute.

Nachdem in der ersten Pokalrunde der VfB Lübeck noch locker-flockig in seine Schranken gewiesen wurde, war ich schon bei der Auslosung nur mäßig erfreut. Zum einen mag ich Freiburg nicht besonders, Freiburg hat einfach das Stigma der Unattraktivität. Zum anderen sind die aber auch stark genug, um für ein Pokalaus zu sorgen – wie wir ja bereits 2005, wenn auch auswärts, erleben mussten.

Wie dem auch sei, das Stadion war an diesem Dienstag abend nicht ganz ausverkauft, aber gut 20.000 ist schon OK. Der Gästeblock war auch deutlich besser gefüllt, als erwartet (und konnte auch durchaus einige atmosphärische Akzente setzen).

Während in der Südkurve noch ein riesiges Spruchband („Eintracht ist mein Verein und er wird’s immer sein“) samt schön geschlossener Schalparade präsentiert wurde, zappelte auf der Gegenseite schon das Netz. Keine 60 Sekunden brauchten die Freiburger, um das 1:0 zu erzielen.

Damit war natürlich auch die Taktik von Lieberknecht über die Wupper, der BTSV tat sich verdammt schwer, gegen wirklich sackstarke Breisgauer in Tritt zu kommen – die erste Chance für Blau-Gelb in der 22. Minute.

In der zweiten Hälfte hatte der Trainer das Team etwas besser aufgestellt, einige Konter waren durchaus gefährlich und man konnte wieder Hoffnung schöpfen. Aber auch Freiburg kam etliche Male gefährlich vors Braunschweiger Tor, das heute mal wieder Marian Petkovic hüten durfte.

Ausgerechnet in der magischen 67. Minute dann der nächste Rückschlag, Correia wurde umgesenst und verletzte sich dabei so schwer, dass er wohl einige Wochen, wenn nicht gar Monate ausfällt.

Das in der 84. Minute dann auch noch das 0:2 für die Südbadener fiel, war natürlich die Cocktailkirsche auf dem Kackehaufen. Im Stadion hab ich da ein klares Abseits gesehen, jetzt, nach Studium der Fernsehbilder, bin ich mir nicht mehr sicher, war auf jeden Fall eine knappe Kiste.

Da aber Schiri Brych schon vorher einige Male merkwürdig entschieden hatte, war er bereits zur Pause unser aller Liebling.

Was aber natürlich gar nicht geht: die dämlichen Schwarzwälder Zellhaufen erdreisteten sich, vor der Heimkurve zu jubeln. Die Schwaben sollen Euch holen!

Nach dem Spiel noch eine kurze Analyse bei einem Bier, bevor es für mich nach Hause ging.

Das war es also mit Pokal, muss der europäische Fußball halt noch eine Saison länger ohne uns auskommen.

BTSV: Marian Petkovic – Steffen Bohl, Ermin Bicakcic, Marcel Correia (Deniz Dogan, 71′), Ken Reichel – Marc Pfitzner (Mirko Boland, 71′), Damir Vrancic, Norman Theuerkauf – Dennis Kruppke, Gianluca Korte (Domi Kumbela, 81′) – Orhan Ademi. TRAINER: Torsten Lieberknecht

SC FREIBURG: Oliver Baumann – Vegar Eggen Hedenstad, Pavel Krmas, Fallou Diagne, Mensur Mujdza – Cedrick Makiadi (Johannes Flum, 75′), Julian Schuster – Jonathan Schmid, Max Kruse, Daniel Caligiuri – Sebastian Freis (Karim Guedé, 82′). TRAINER: Christian Streich

SCHIRI: Dr. Felix Brych (München)

TORE: 0:1 Daniel Caligiuri (1′), 0:2 Johannes Flum (84′)

ZUSCHAUER: 20.167, rund 200 Gäste

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