Archiv für die Kategorie ‘DFB-Pokal’

DFB-Pokal: Arminia Bielefeld – BTSV 2:1 (1:0)

Sonntag, 04. August 2013
Arminia Bielefeld Alm,
Bielefeld
Eintracht Braunschweig

Zum ersten Pflichtkick der Saison hatte uns der DFB nach Bielefeld gelost – meiner Meinung nach eins der beschissensten Lose, die überhaupt möglich gewesen wären. Immerhin darf die Arminia als Aufsteiger als eine der stärksten Team aus dem Amateuretopf gelten, dann sind sie bereits im Spielbetrieb und so wahnsinnig attraktiv ist Bielefeld nun auch nicht. Aber hilft ja nix, wir sind Bundesliga also müssen wir die weghauen.

Leider gab es zu diesem Spiel keinen Ballerbus, so dass sich Sektion Gifhorn allein auf den Weg machte und Sektion BS immerhin mit zwei PKW am Start war. Davon eins mit mir am Lenkrad.
Letztere PKW trafen sich dann auch auf dem letzten Parkplatz vor Bielefeld, die „Family“ hatte zum kleinen Grillerchen geladen.

Grillen an der Autobahn

Irgendwie verquatschte man da die Zeit, so dass dann doch irgendwie die Zeit drängte und ich mich nicht ganz legal zu diversen anderen Autos (vor allem Einheimische) auf einen Bürgersteig stellte – die nächste Party des Ordnungsamts Bielefeld freut sich über eine 20€-Spende.

Kurz vor dem Anpfiff waren wir im Block – dank der Freitreppe kam man problemlos in den ausverkauften Block, war oben aber reif fürs Sauerstoffzelt.

Leider hatten wir den ersten Auftritt von einigen Althools aus Scheißhannover verpasst, die im Nachbarblock rumposten. War wohl alles halb so wild, nur reagierte die Staatsmacht wohl wieder mal dämlich und deckte den Gästeblock mit Pfeffer ein.

Zum Intro gabs von Bielefeld eine schöne Choreo: das Vereinswappen eingerahmt von vielen Fahnen und Pappen.

Alm, Bielefeld

Das Spiel, nun, da decken wir mal den Mantel des Schweigens drüber… Bielefeld sackstark, der BTSV oft sehr fahrig. Daher folgerichtig das 1:0 in der 36. Minute.

Obwohl bis dahin noch nicht viel Zwingendes geschehen war, war ich noch guter Dinge, dass wir das Spiel noch drehen, speziell nachdem wir auch den Ausgleich schafften.

Das Gegenteil trat aber ein, Bielefeld traf noch zum 2:1 – per Handelfmeter.

Und zum Überfluss gabs für Dogan noch Rot wegen einer Tätlichkeit.

Naja, als Bundesligist ist der DFB-Pokal ja nun nicht mehr der einzige Weg nach Europa, es ist also noch alles drin .

ARMINIA BIELEFELD: Stefan Ortega – Marcel Appiah, Thomas Hübener, Manuel Hornig, Marc Lorenz – Tom Schütz, Philipp Riese – Sebastian Hille (Oliver Petersch, 72′), Tim Jerat (Francky Sembolo, 84′), Patrick Schönfeld (Felix Burmeister, 93′) – Fabian Klos. TRAINER: Stefan Krämer

BTSV: Marjan Petkovic – Omar Elabdellaoui, Ermin Bicakcic, Deniz Dogan, Ken Reichel – Kevin Kratz, Marco Caligiuri – Jan Hochscheidt, Timo Perthel – Torsten Oehrl, Dennis Kruppke. TRAINER: Torsten Lieberknecht

SCHIRI: Dr. Felix Brych (München)

TORE: 1:0 Sebastian Hille (36′), 1:1 Timo Perthel (66′), 2:1 Tim Jerat (72′, Handelfmeter)

ZUSCHAUER: 19.091, gut 3.000 Braunschweiger

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DFB-Pokal: BTSV – SC Freiburg 0:2 (0:1)

Dienstag, 30. Oktober 2012
Eintracht Braunschweig Eintrachtstadion,
Braunschweig
SC Freiburg

Berlin, Berlin, wir scheißen auf Berlin! Das war einer der Gassenhauer vom Spiel gegen die olle Tante Hertha und leider auch das Motto für heute.

Nachdem in der ersten Pokalrunde der VfB Lübeck noch locker-flockig in seine Schranken gewiesen wurde, war ich schon bei der Auslosung nur mäßig erfreut. Zum einen mag ich Freiburg nicht besonders, Freiburg hat einfach das Stigma der Unattraktivität. Zum anderen sind die aber auch stark genug, um für ein Pokalaus zu sorgen – wie wir ja bereits 2005, wenn auch auswärts, erleben mussten.

Wie dem auch sei, das Stadion war an diesem Dienstag abend nicht ganz ausverkauft, aber gut 20.000 ist schon OK. Der Gästeblock war auch deutlich besser gefüllt, als erwartet (und konnte auch durchaus einige atmosphärische Akzente setzen).

Während in der Südkurve noch ein riesiges Spruchband („Eintracht ist mein Verein und er wird’s immer sein“) samt schön geschlossener Schalparade präsentiert wurde, zappelte auf der Gegenseite schon das Netz. Keine 60 Sekunden brauchten die Freiburger, um das 1:0 zu erzielen.

Damit war natürlich auch die Taktik von Lieberknecht über die Wupper, der BTSV tat sich verdammt schwer, gegen wirklich sackstarke Breisgauer in Tritt zu kommen – die erste Chance für Blau-Gelb in der 22. Minute.

In der zweiten Hälfte hatte der Trainer das Team etwas besser aufgestellt, einige Konter waren durchaus gefährlich und man konnte wieder Hoffnung schöpfen. Aber auch Freiburg kam etliche Male gefährlich vors Braunschweiger Tor, das heute mal wieder Marian Petkovic hüten durfte.

Ausgerechnet in der magischen 67. Minute dann der nächste Rückschlag, Correia wurde umgesenst und verletzte sich dabei so schwer, dass er wohl einige Wochen, wenn nicht gar Monate ausfällt.

Das in der 84. Minute dann auch noch das 0:2 für die Südbadener fiel, war natürlich die Cocktailkirsche auf dem Kackehaufen. Im Stadion hab ich da ein klares Abseits gesehen, jetzt, nach Studium der Fernsehbilder, bin ich mir nicht mehr sicher, war auf jeden Fall eine knappe Kiste.

Da aber Schiri Brych schon vorher einige Male merkwürdig entschieden hatte, war er bereits zur Pause unser aller Liebling.

Was aber natürlich gar nicht geht: die dämlichen Schwarzwälder Zellhaufen erdreisteten sich, vor der Heimkurve zu jubeln. Die Schwaben sollen Euch holen!

Nach dem Spiel noch eine kurze Analyse bei einem Bier, bevor es für mich nach Hause ging.

Das war es also mit Pokal, muss der europäische Fußball halt noch eine Saison länger ohne uns auskommen.

BTSV: Marian Petkovic – Steffen Bohl, Ermin Bicakcic, Marcel Correia (Deniz Dogan, 71′), Ken Reichel – Marc Pfitzner (Mirko Boland, 71′), Damir Vrancic, Norman Theuerkauf – Dennis Kruppke, Gianluca Korte (Domi Kumbela, 81′) – Orhan Ademi. TRAINER: Torsten Lieberknecht

SC FREIBURG: Oliver Baumann – Vegar Eggen Hedenstad, Pavel Krmas, Fallou Diagne, Mensur Mujdza – Cedrick Makiadi (Johannes Flum, 75′), Julian Schuster – Jonathan Schmid, Max Kruse, Daniel Caligiuri – Sebastian Freis (Karim Guedé, 82′). TRAINER: Christian Streich

SCHIRI: Dr. Felix Brych (München)

TORE: 0:1 Daniel Caligiuri (1′), 0:2 Johannes Flum (84′)

ZUSCHAUER: 20.167, rund 200 Gäste

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DFB-Pokal: VfB Lübeck – BTSV 0:3 (0:1)

Freitag, 17. August 2012
VfB Lübeck Stadion an der Lohmühle,
Lübeck
Eintracht Braunschweig

Mittags wurde der Arbeitsplatz geräumt und der Weg zum Autodealer absolviert, kurz noch Bier gekauft und ab dafür, wir starteten nur mit kleiner Sechs-Mann-Besatzung, da der Rest in Gifhorn eingesammelt wurde, wo auch die Kühltasche mit Eis aufgefüllt wurde, um trotz hochsommerlicher Temperaturen kühles Wolters genießen zu können.

Mit dem Abstecher über Gifhorn war auch die Routenplanung grob vorprogrammiert, über die B4 sollte es gen Lüneburg gehen. Fahrer und Co-Pilot wählten jedoch einige so geniale wie obskure Abkürzungen, um einige Baustellen zu umgehen. Eigentlich kamen wir gut voran. Trotzdem wurde der Verkehrsfunk und die Meldungen anderer Lübeckfahrer argwöhnisch verfolgt, war doch mit massiven Staus zu rechnen. Und richtig, die eigentliche Route über die A1 war dicht, also wählten wir ab Lüneburg den Weg durch die Walachai via Lauenburg und Mölln und konnten so das Stadion an der Lohmühle (welches mittlerweile ja auf den strunzdummen Namen PokerStars.de-Stadion hört) einigermaßen zeitig erreichen: Nicht zeitig genug allerdings, um auf den ausgewiesenen Gästeparkplatz zu gelangen, wie uns ein Schutzmann klarmachte. Also wurde das benachbarte Gewerbegebiet angesteuert und dort auch tatsächlich ein Plätzchen für den Ballerbus gefunden.

Am Stadioneingang ging es nur schleppend voran, was beinahe dafür gesorgt hätte, dass ich die Choreographie der Heimseite verpasst hätte – eine schöne Blockfahne mit einem großen „Wir hassen Eintracht Braunschweig“. Sehr schön, hoffentlich hört jetzt dieses eklige Angebierdere bei den Lübeckern auf. Nebenbei bemerkt, handelte es sich bei dem Spruch um ein Zitat eines Lübecker Schlachtrufs, also nichts, worüber sich das Kopfzerbrechen lohnen würde.

Neben dem neuen Stadionnamen gab es eine weitere Neuerung: der Gästeblock befindet sich nun auf den alten Stehrängen, Heim und Gast haben also die Seiten getauscht. Den Sinn verstehe ich nicht, aber egal. Ganz schlimm allerdings, dass es auch dort nur Dixies gab – zwar welche der saubereren Art, aber dennoch: das geht gar nicht.

Stadion an der Lohmühle, Lübeck

Beim VfB sitzt ja unser guter alte Ramazan Yildirim auf der Bank, dem ich auch alles Gute wünsche. Außer heute natürlich.

Das Spiel begann und es war geradezu unwirklich: wie viele Spiele habe ich schon in Lübeck gesehen? Gefühlt hunderte (nachgeschaut: zehn). Und selten sah der BTSV gut aus. Nicht so heute: Lübeck bekam aber auch gar keine Schnitte, die mittlerweile zwei Ligen Unterschied waren überdeutlich. Also Tiefenentspannung – gerade auch durch das frühe Tor von Kratz.

Bis zur magischen 67. Minute blieb es dabei, dann folgte der Doppelschlag zum 3:0 und kurz darauf gab es für den Lübecker Marheineke noch den roten Karton nach einem Frustfoul.

Der BTSV also mal wieder in der zweiten Pokalrunde, bei der wir den SC Freiburg begrüßen dürfen. Einer der langweiligsten Vereine, die es gibt.

Erwähnenswert war noch eine kleine Pyroeinlage auf unserer Seite, bei der auch mal wieder Rauch gezündet wurde. Und die Aktion mit den Aufklebern: nur einen Tag nach unserem Auftritt sollten nämlich die doofen Wolfsburger in Lübeck gastieren, um dort das Spiel gegen den FC Schönberg auszutragen. Um unseren lieben Nachbarn ihr Dasein im Gästeblock ein wenig heimelig zu gestalten wurde dieser mit Stickern verziert, die einige Partyszenen der Wölfis zeigten. Tja, das Internet ist schon ein Fluch, wenn jeder die Kotzbilder von der letzten Fete sehen kann…

Lübeck Null, Eintracht Drei

Nach dem Kick gab es eine kleine Blocksperre, um die Fantrennung zu gewährleisten, was wie üblich gründlich in die Hose ging. Egal, am Bus wurden die noch immer kühlen Wolters genossen und der Rückweg – erneut über Gifhorn – absolviert.

VFB LÜBECK: Jonas Toboll – Kevin Schulz, Sven Theißen, Moritz Marheineke, Dominic Hartmann – Kevin Samide (Mamadou Diabang, 46′), Ndeim Hasanbegovic, Salih Altin (Kevin Kluk, 73′), Vasilis Vallianos (Oualid Mokhtari, 63′), Ermir Zekiri, Markus Steinwarth. TRAINER: Ramazan Yildirim

BTSV: Marjan Petkovic – Marcel Correia, Ermin Bicakcic, Deniz Dogan, Ken Reichel – Norman Theuerkauf – Raffael Korte (Randy Edwini-Bonsu, 68′), Dennis Kruppke (Gianluca Korte, 80′), Kevin Kratz, Mirko Boland – Domi Kumbela (Orhan Ademi, 75′). TRAINER: Torsten Lieberknecht

SCHIRI: Deniz Aytekin (Altenberg)

TORE: 0:1 und 0:3 Kevin Kratz (13′, 68′), 0:2 Mirko Boland (67′)

ZUSCHAUER: 6.411, 2.500 aus Braunschweig

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DFB-Pokal: BTSV – FC Bayern München 0:3 (0:2)

Montag, 01. August 2011
Eintracht Braunschweig Eintrachtstadion,
Braunschweig
FC Bayern München

Bereits bei der Auslosung zu diesem Kick am Pfingstsamstag war klar, dass dies natürlich das Spiel des Jahres werden würde. Sorgen um ein Ticket brauchte ich mir nicht zu machen, schön aber, dass diese Auslosung den Dauerkartenverkauf nochmal ordentlich angekurbelt hat.

Letztendlich hatte jeder, der sich in irgendeiner Form beim BTSV engagiert ein Ticket (Danke an den Verein, dass es für die Fanclubs noch ein Kartenkontingent gab), im Internet wurde zwar trotzdem gemeckert, aber diesmal war eben klar, dass diese „ich bin sonst immer da“-Fans eben nicht immer da sind, kein Mitglied sind, in keinem Fanclub sind und auch sonst keine Kontakte zur Szene pflegen.

Wie dem auch sei, entspannt wurde dem Spiel entgegengefiebert (Oxymoron olé), die ersten zwei Pflichtspiele machten genauso Hoffnung, wie die letzten Auftritte der Bayern in dem tollen Horch-Pokal. Natürlich trennen den BTSV und den FCB Welten, aber ich hoffte doch insgeheim, dass die uns ein klein wenig unterschätzen. In dem Zusammenhang fand ich es auch gar nicht toll, dass die Stars Robben und Ribery verletzt ausfielen.

Nun ja, Jupp Heynckes hatte seine Elf leider perfekt eingestellt, um den BTSV zu knacken, dazu gleich mehr.

Am Montag wurde gegen 18h00 the next support generation abgeholt, Papa Henner zog es unverständlicherweise vor, den Buga-Ground Koblenz zu haken. Bereits zu diesem Zeitpunkt war der Platz vorm Stadioneingang brechend voll, wobei die Tore erst halb sieben geöffnet werden sollten. Auch die Rheingoldstraße war fest in Fanhand, die Kartenmafia ließ sich dort nicht blicken (schade eigentlich), war aber an den Ausfallstraßen und den Straßenbahnhaltestellen präsent – möge Euch der Blitz beim Scheißen treffen, ja, auch Dich Linke!

Beim Koppelmann an der „Getränkesäule“ (Tanke…) wurde ich noch das letzte Fanclub-Ticket los, Lexi war auch schon startklar, so dass vorm Salon Inge (Damen, Herren, Kinder UND Teenager) schon mal ein paar Wolters getrunken wurden. Die Zeit zog sich wie Kaugummi und man musste Sorge haben, bei diesem Spiel schon vor Kick-Off voll zu sein. Ging dann aber doch noch.

Kurz vor acht wurde das Stadion betreten, wo einem sofort der unerträgliche Zustand auffiel, dass sich Bayernfans in den Heimblöcken rumtrieben. Da krieg‘ ich Tourette!

Der Zehner war heute leider auch von reichlich Dummvolk bevölkert, was einem mit fortschreitener Zeit immer mehr auf den Wecker gehen würde.

Kurz vor Beginn dann Aufregung: unser Thilo wollte – wie zuletzt ja öfter – mit seiner Fahne zum Mittelkreis, wurde dabei aber von zwei Ordnern aufgehalten – soweit, so gut, nur gingen die beiden Orangejacken deutlich rustikaler als angebracht zu Werke, Thilo machte eine gute Figur, die Szene ließ sich nicht bitten und kam zu Hilfe, was wiederum mehr Ordner und schließlich auch die Cops auf den Plan brachte. Nach nur einer Minute war der Spuk vorbei, die Stimmung netterweise eindeutig pro Thilo/Szene, contra Ordner/Polizei. Unschön, dass am nächsten Tag nicht nur die Klatschpresse von Randale schrieb, sondern sich auch unser lokales Käseblatt zu solch einer Aussage hinreissen ließ – wer Thilo nicht kennt, der sollte seine Presseakreditierung fürs Eintracht-Stadion nochmal überdenken.

Das Spiel begann also und tatsächlich war das gar nicht so scheiße! Ich hatte ja nach der vorsichtigen Euphorie der Vortage dann heute doch ’n bissl Schiss in der Buxe.

Leider gabs grad zu dem Zeitpunkt, als sich der BTSV an den übermächtigen FCB gewöhnt zu haben schien einen Elfer für die Bayern, Reichel versuchte, Müller den Ball vom Fuß zu spitzeln, traf dabei aber wohl nicht richtig und eher des Stürmers Bein. Auch nach der Videoanalyse bin ich mir nicht sicher, ob man das Pfeifen muss, Meckern ist aber auch nicht angesagt.

Wie dem auch sei, Gomez ließ sich nicht lange bitten und netzte zum 1:0 für den Rekordmeister ein.

Auf den Tribünen bis dahin übrigens gute Stimmung, im Gästeblock haben die korrekten Leute die Tickets ergattert, so dass man deren Tifo nicht nur optisch (großartige Hüpfeinlage vom kompletten 19er plus Teilen des 18ers), sondern auch akustisch vernehmen konnte. Die gesamte Südkurve hüpfte ebenfalls, sowas gabs in Braunschweig meines Wissens noch nicht.

Auf eine Choreographie wurde auf der guten Seite der Macht nicht zuletzt wegen zumindest fragwürdiger Stadionverbote gegen die Szene verzichtet, München Rot zeigte ebenso nix, paar Fahnen und Doppelhalter hatten aber immerhin den Weg in den Gästeblock geschafft.

Zurück zum Spiel, der große FC Bayern beherrschte das Spiel eigentlich nach Belieben, nach vorne brachten die Stars aber auch nix zu Stande, also eigentlich ganz entspannt und man bekam mit laufender Spielzeit auch wieder ein wenig Hoffnung, dass irgendwann vielleicht doch ein Konter klappen könnte und sich der Schalker Ex-Ultra gleich im ersten Pflichtspiel einen fängt. Grad als der BTSV erneut ebenbürtig erschien, wiederholten sich die Ereignisse der neunten Minute: Müller wird von Boland gefoult (diesmal meiner bescheidenen Meinung nach unstrittig), Schweinsteiger schießt, Tor, 0:2.

Die Stimmung mittlerweile nur noch so einigermaßen – sicherlich immer noch top, aber bei diesem Spiel hätte ich mir einfach viel mehr erhofft. Waren wohl doch zu viele Eventfans vor Ort. Auch der Zehner, wie erwähnt, heute leider ganz schwach! Die Süd hat allerdings alles gegeben, da gabs nix zu meckern!

Das wir ein 0:2 nicht mehr drehen würden, zeichnete sich schnell ab, viel zu abgeklärt spielten die Millionäre, viel zu viel Respekt zeigte der BTSV.

Das 0:3 von Müller war dann auch nicht mehr schlimm, wird sich halt wieder auf die Liga konzentriert – schade nur, dass ausgerechnet die Brut vom Maschsee ausnahmsweise mal die zweite Runde erreicht hatte und durch unsere Niederlage die Neuauflage des Derbies erneut ein Jahr verschoben werden musste.

Nach dem Spiel wurde vor der Haupttribüne noch ein wenig gefachsimpelt, ehe es mit der Bahn nach Hause gehen sollte – oh, Moment, da war ja was: a) Anstoß 20:30, b) Montag… also keine Chance mehr auf eine Bahn. Also dann eben Taxi… als ich endlich bei der Zentrale durchkam, wurde mir gesagt, dass alle Fahrer unterwegs seien und ich mindestens 40 Minuten warten müsse.

Tolle Wurst, also zu Fuß durch die Stadt, kurz vor zwei besoffen, heiser und platten Füßen zu Hause.

BTSV: Marjan Petkovic – Steffen Bohl (Benjamin Kessel, 73′), Matthias Henn, Marcel Correia, Ken Reichel – Norman Theuerkauf – Nico Zimmermann (Mathias Fetsch, 69′), Dennis Kruppke, Damir Vrancic (Marc Pfitzner, 61′), Mirko Boland – Dominick Kumbela. TRAINER: Torsten Lieberknecht

FC BAYERN MÜNCHEN: Manuel Neuer – Marcio Rafael Ferreira de Souza „Rafinha“, Jerome Boateng (Daniel van Buyten, 90+1′), Holger Badstuber, Philipp Lahm – Bastian Schweinsteiger, Luiz Gustavo Dias – Thomas Müller, Toni Kroos (Danijel Pranjic, 88′), David Alaba (Anatoliy Tymoshchuk, 81′) – Mario Gomez. TRAINER: Jupp Heynckes

SCHIRI: Felix Zwayer (Berlin)

TORE: 0:1 Mario Gomez (9′, Foulelfmeter), 0:2 Bastian Schweinsteiger (39′, Foulelfmeter), 0:3 Thomas Müller (83′)

ZUSCHAUER: 23.645 (ausverkauft)

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DFB-Pokal: VfL Wolfsburg – SC Freiburg 1:0 (0:0)

Dienstag, 24. Oktober 2006
VfL Wolfsburg Arena,
Wolfsburg
SC Freiburg

Die Auslosung zur zweiten DFB-Pokalrunde ließ einen bereits Purzelbäume schlagen – ein Aufeinandertreffen der beiden krassesten Fanszenen Deutschlands! Da musste ich dabei sein!

Also ging es bereits frühzeitig in die Stadt des KdF-Wagens, um die Kartensituation auf dem Schwarzmarkt abzuchecken – logisch, dass die Karten offiziell nach wenigen Minuten ’sold out‘ waren.

Ich hatte mir vorher eine Obergrenze von 300 Euro für ein Ticket gesetzt und so musste ich die ersten Kartenhyänen wegschicken und merkte, dass das heute schwer wird, ins Stadion zu gelangen.

Die Zeiger der Uhr näherten sich unbarmherzig der Anstoßzeit und ich schlich immer noch ums Stadion, auf der Suche nach einer billigen Karte. Leider auch keine Chance, einfach Ticketnapping zu betreiben, da die Cops alles gut überwachten – trotzdem kam es immer wieder zu heftigen Scharmützeln der beiden verfeindeten Firms von Wolfs- und Freiburg.

Zu Spielbeginn hörte man die ohrenbetäubende Stimmung aus der Arena, aber die Preise waren immer noch in astronomischen Höhen – ich wollte meinen Prinzipien, was den Kartenpreis angeht, unbedingt treu bleiben.

Das Spiel war – wie ich im Radio hören konnte – auf höchstem Niveau, allerdings noch torlos!

In der 60. Spielminute dann endlich mein Dealer – ich konnte den Typen noch auf 280 Euro für Stehplatz Gäste runterhandeln und rannte die Treppen zum Block hoch, um noch ein wenig die famose Atmosphäre einzusaugen.

Beide Intros hatte ich ja leider verpaßt, aber dennoch wurden ständig Bengalen und bunte Rauchtöpfe gezündet, Spruchbänder und kleinere Blockfahnen gezeigt, dazu die frenetischen Anfeuerungen der Wolfsbürger und auch die Schwarzwälder ließen sich heute nicht lange bitten, sondern spulten routiniert ihr ganzes Arsenal an Chants ab.

Durch die beiden Fanblöcke – die völlig aus den Nähten platzten – wurden auch die Fans der restlichen Blöcke angesteckt, so dass niemand mehr auf seinem Platz saß (außer Volker Finke) und jeder sein jeweiliges Team nach vorne schrie.

…OK… mal kurzen Reality Check…

Aus Langerweile und weil nix anderes zu machen war, überlegte ich mir am Montag, dass, wenn man schon kein Länderspiel mehr in WOB sehen kann, dann ein Spiel, wo nicht die ganze Kohle an meine Freunde vom VfL geht (sondern schiedlich-friedlich auch noch mit meinen anderen Spezis vom DFB und dem SC Freiburg geteilt werden), am wenigsten wehtut.

Außerdem ist der SC Freiburg der übernächste Gegner von meiner Eintracht und da kann man ja schonmal ein wenig spionieren, wie viel Angst man haben muss (wenn die Freiburger diese Leistung konservieren können: keine!).

Und letztendlich: vor genau 364 Tagen musste der BTSV beim SC Freiburg in der zweiten Hauptrunde des DFB-Pokal antreten – und ich war doch mal gespannt, wieviele Freiburger sich bei umgekehrten Vorraussetzungen auf den Weg machen würden.

Die Eckdaten: Abfahrt Goslar 18:16, Vollsperrung auf der A2 inkl. Auffahrt BS-Ost, Rückstau bis Riddagshausen, Anpfiff 19h30, Ankunft Parkplatz Arena um 20:30, am Stadion (dank gesperrter Brücke und unbeleuchteter Wege) 20:40…

…hier wollen wir dann die Erzählung wieder aufnehmen… im Radio war vorher schon Wörter wie „Grottenspiel“ und „fünftausend Zuschauer“ gefallen, außerdem die Info: 0:0.

Am erstbesten Eingang – ein Idiot in Neonjoppe.
Ich: „Moin! Krieg ich noch ne Karte?“
Er: „Ne, hat alles zu!“
Ich: „Kannste mich dann so reinlassen?“
Er: „Ne, is eh gleich aus!“
Ich: „Ey, ich bin extra für dieses Spiel angereist, stand aber im Stau, A2, Vollsperrung *blubber*“
Er: „Ne, kann ich echt nicht machen, hätteste früher los gemusst“
Ich: „…“

Nächster Versuch, Gästeeingang, mit mir am Start: drei SC-Fans aus Hamburg – nach einigen Rückfragen kam der Sicherheitschef, liess uns for gratis rein – na also, warum nicht gleich so…

Im Gästeblock drängelten sich ungefähr 60 Personen (die Info aus dem Fernsehen von sieben Gästefans muss ich also ins Reich der Phantasie weisen), darunter drei Experten mit Libanon-Trikots und Fahnen. Stimmung: keine.

Die Heimseite war da schon engagierter, aber naja, so richtig prall wars auch nicht, wobei aber auch die Leistung der 21 (Diarra hatte schon in der ersten Hälfte irgendwann für ne Notbremse Rot gesehen) Männer auf dem Rasen nicht grad zu Höchstleistungen auf den Rängen anspornte.

Das Spiel also richtig scheiße und um alles noch schlimmer zu machen erzielte Mike Hanke neun Minuten nach meiner Ankunft im Block das 1:0 – ich hatte ja auf Verlängerung und Elfmeterschießen gehofft, so wegen 90 Minuten Spiel gucken und so.

Naja, die Freiburger brachten nicht mehr viel zu Stande und auch der VfL machte nur das Minimum, so dass der Mann in Schwarz pünktlich abpfiff…

Für mich gings zurück zum Auto, noch schnell auf Wolfsburg gepisst und dann zurück zu den normalen Menschen.

VFL WOLFSBURG: Aufstellung spare ich mir mal…

SC FREIBURG: Aufstellung spare ich mir mal…

SCHIRI: Christian Schößling (Leipzig)

TORE: 1:0 Mike Hanke (69′)

ZUSCHAUER: 6.497, darunter ca. 60 Gäste

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DFB-Pokal: VfL Osnabrück – BTSV 3:1 (0:0)

Freitag, 08. September 2006
VfL Osnabrück Stadion Bremer Brücke,
Osnabrück
Eintracht Braunschweig

Was für ein scheiß Los – dieser Meinung war ich von Anfang an – ich mein, war ja klar, dass wir auswärts ranmüssen, warum dann mit Osnabrück ausgerechnet der Club gelost wird, bei dem wir in den letzten 15 Jahren wohl die meisten Spiele bestritten (und in der Regel verloren) haben und der zudem einer der vier schwersten im ganzen Amateurtopf war?

Viele in Braunschweig pellten sich natürlich ’n Ei auf dieses Los, endlich mal wieder „Kühe-Schweine-Osnabrück“ grölen. Ich wäre stattdessen erheblich lieber nach Pirmasens, Pfullendorf oder Darmstadt gereist (und das NICHT, weil ich in der Ecke wohne, von mir aus auch zum FC Bremerhaven!).

Aber was will man machen, man steckt ja nicht drin und fährt trotzdem überall hin, so saß ich also Freitag mittags im Auto und – oh Wunder – obwohl ich ein buntes Potpourri Deutschlands staugeplagtester Autobahnen zu befahren hatte, kam ich ohne nennenswerte Verzögerungen in Osnabrück an.

Vor der osnatel-Arena (ex-Piepenbrock-Stadion, ex-ex-Stadion an der Bremer Brücke) traf man natürlich gleich ein paar Gesinnungsgenossen, mit denen ein wenig gefachsimpelt werden konnte, ehe es für mich ins Stadion ging (nicht ohne vorher eine ausnahmsweise mal wirklich gründliche Kontrolle über mich ergehen lassen zu müssen).

Etwa 3.000 Braunschweiger sorgten für eine ordentlich Füllung des Gästeblocks und boten zu Beginn ein Transparent für Tradition und gegen Kommerz, dahinter wurden hübsch kleine Schwenker, äh, geschwenkt. Sah sehr schön aus.

Die Heimseite bot heute eine Choreographie aus geteilten Folien, die zusammen das VfL-Logo darstellten, dazu ein großes Spruchband, welches in Erinnerung rief, dass VfL für „Verein für Leibesübungen“ steht. Meiner Meinung nach mal was anderes, obschon viele die geteilten Bahnen nicht so ansehnlich fanden.

Die Stimmung bei uns war mal wieder stark verbesserungswürdig, unterm Dach ganz OK, auf der Geraden ziemlich mau.

Das Spiel selbst begann ziemlich zerfahren, wobei ich zu Beginn die Eintracht als stärker ansah, da die Abwehr gut stand und keinerlei Osnabrücker Möglichkeiten zuließ – leider aber selbst auch nur wenig Drang Richtung lila Tor entwickelte.

Nach einer Viertelstunde gabs immerhin sowas, wie die erste Chance für uns, brachte aber nichts ein und nun kam auch Osnabrück besser ins Spiel.

So ging es ein paar Mal hin und her, viel Kampf, wenig Technik, so kann man das ganz gut beschreiben. Und so gings auch torlos in die Pause.

Bevor die zweite Hälfte beginnen sollte, wurden sowohl auf Braunschweiger als auch auf Osnabrücker Seite Transparente gegen die unsäglichen Amateurtruppen in der Regionalliga präsentiert.

Im Braunschweiger Block gab es zudem noch beträchtliche Rauchentwicklung und seit langem mal wieder Bengalos zu sehen – was in den kommenden Tagen für große Unruhe im Verein und der Fanszene sorgen sollte, da das Spiel kurz unterbrochen wurde.

Rauch und Bengalos

Vor mir taten sich ein paar Dünnbrettbohrer damit hervor „Ultras raus“ zu skandieren, was mir echt die Adern schwellen ließ. Grundsätzlich ja halb so wild, wir leben ja in einem Staat, wo freie Meinungsäußerung herrscht, nur haben es diese Dummköpfe nicht ein einziges Mal während des gesamten Spiel für nötig gehalten, unsere Eintracht zu unterstützen, aber wenn es gegen die eigenen Fans geht, ja da ist man dann schnell dabei.

Kurz nachdem der Ball wieder rollte – vor dem Block war immer noch Unruhe – dann Elfmeter für Osna – SCHEISSE! Der Strafstoß wurde natürlich auch souverän verwandelt, also 1:0 für den VfL.

Leider waren sich unsere Verantwortlichen und auch einige Spieler später nicht zu schade, den Fans eine Mitschuld an diesem Elfmeter zu geben.

Eins war aber offensichtlich, dieses Tor schockte unsere Jungs auf dem Platz und es dauerte nur zehn Minuten, bis es den zweiten Strafstoß für Lila-Weiß gab, der ebenfalls verwandelt wurde.

Nachdem grad fünf Minuten später dann auch noch das 3:0 fiel, war der Drops natürlich gelutscht.

Der dritte Elfmeter des Spiels wurde dann für uns gegeben und von Kuru, der kurz zuvor eingewechselt wurde, auch sicher verwandelt. Hurra, das erste Tor in dieser gar nicht mehr sooo jungen Saison (aber natürlich auch nur ein Elfmeter- und kein herausgespieltes Tor).

Der Schiri hatte dann auch ein Einsehen und pfiff den Rotz ab, ich hatte keine Lust, unseren Spielern noch zuzuwinken und verließ daher mit Henner und Daniel, die ich nach Braunschweig mitnehmen wollte, das Stadion.

Richtung Brücke gabs eine Polizeikette und Pferde und alles, aber es war ungewöhnlich entspannt: „Sie wollen zum Auto, ja bitte, dann gehen Sie doch durch.“ – ein Lob an Team Green, so soll das sein (speziell wenn ich da an die Kasper neulich in Ulm denke).

Die auserwählte Autobahnauffahrt war gesperrt, so dass man erstmal ein Stück über Land eierte, dann daber doch irgendwo auf die Bahn kam. In Oeynhausen der obligatorische Pitstop beim örtlichen Bulettenbräter, der bereits komplett in blau-gelber Hand war und wo man das erste Mal das Gerücht hörte, Trainer Krüger sei zurückgetreten. Dies wurde leider durch einen Anruf bei informierter Stelle als Ente entlarvt, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Kaum auf der A2 dann eine feine Vollsperrung, bei der dann mal eine Stunde gar nichts passierte und ich nur hoffte, dass unsere Mannschaft da wenigstens auch drin stehen muss.

Das musste sie auch, denn nachdem ich Henner schließlich in Wenden rausgesetzt hatte und durch die Stadt zu Daniel gurkte, bog der Bus von der Hansestraße aus vor mir ein und wir spielten noch kurz mit dem Gedanken, die Jungs noch ein wenig für die gezeigte Leistung zu loben.

Nur meine Müdigkeit hielt mich davon ab, so dass ich Daniel noch absetzte und dann nach Goslar düste, wo ich gegen 2:00 Uhr morgens ins Bett fiel.

Vielleicht hat das Pokalaus ja auch was Gutes: so kann sich die Eintracht nun Voll und Ganz auf den Klassenerhalt konzentrieren – und dass der noch in weiter Ferne ist, das wissen wir wohl alle.

VFL OSNABRÜCK: Frederik Gößling – Marko Tredup, Dave de Jong, Dominique Ndjeng, Mathias Surmann – Joe Enochs, Thomas Cichon (Jan Schanda, 68′) – Daniel Chitsulo (Florian Heidenreich, 90′), Daniel Cartus, Bilal Aziz (Alexander Nouri, 83′) – Addy Menga. TRAINER: Claus-Dieter Wollitz

BTSV: Thorsten Stuckmann – Benjamin Siegert, Markus Husterer, Marco Grimm (Samuel Koejoe, 71′), Kosta Rodrigues – Daniel Graf, Torsten Lieberknecht (Francis Banecki, 61′), Dennis Brinkmann, Dennis Weiland – Jürgen Rische (Ahmed Kuru, 80′), Bekim Kastrati. TRAINER: Michael Krüger

SCHIRI: Dr. Jochen Drees (Mainz)

TORE: 1:0 Thomas Cichon (54′, Elfmeter), 2:0 Bilal Aziz (64′, Elfmeter), 3:0 Addy Menga (70′), 3:1 Ahmet Kuru (84′, Elfmeter)

ZUSCHAUER: 14.000, darunter geschätzte 2.000 Braunschweiger

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DFB-Pokal: 1. FC Kaiserslautern – FSV Mainz 05 4:5 n.E. (1:0, 1:1, 1:1)

Dienstag, 20. Dezember 2005
1. FC Kaiserslautern Fritz-Walter-Stadion,
Kaiserslautern
FSV Mainz 05

Mit Kollege Björn sollte es eigentlich per Bahn nach Lautern gehen, glücklicherweise wurde dieses Vorhaben noch rechtzeitig wegen mäßiger Zugverbindungen aufgegeben, so das wir also per PKW anreisten.

Nachdem der Wagen auf einem Park+Ride-Platz abgestellt und die restliche Strecke zum Betze per Bus zurückgelegt worden war, hieß für mich nach mehr als zehn Jahren also rauf auf den Berch.

Die von RoBri besorgten Karten waren dann auch direkt unter dem Dach, so dass sich meine Hochgebirgserfahrung auch mal beim Fußball auszahlen konnte.

Leider wirkte sich dies aber auf meinen Plan des großzügigen Alkoholkonsums negativ aus, naja, man muss ja auch nicht immer beim Fußball saufen.

Die Stimmung war auf beiden Seiten ziemlich gut, wobei bei den Mainzern leider aufblasbare Trikots in himmelblau von einem Sponsor einen ziemlichen Erfolg hatten. Warum die nicht alle zu Spielbeginn aufgeblasen aufs Feld flogen wird wohl das Geheimnis der Rheinhessen bleiben.

Das Spiel fand ebenfalls auf ziemlich hohem Niveau statt, bis kurz vor Ende der ersten Hälfte war der FCK das klar bessere Team, dem die Mainzer nicht viel entgegenzusetzen hatten. So gingen die Pfälzer nach ca. einer halben Stunde auch mit 1:0 in Führung.

Dies war wohl die Initialzündung für die Karnevalisti, die nun immer besser ins Spiel kamen und noch vor der Pause ein paar gute Szenen hatten.

Nach dem Seitenwechsel war es weiterhin die Klopp-Truppe, die das Spiel machte und durch da Silva auch den verdienten Ausgleich erzielen konnte.

Herrausragender Mann heute auf dem Feld der Schiri, der dem Spiel wirklich nicht gut tat – zum Glück sind mir beide Teams herzlich egal, ich wäre sonst wahrscheinlich durchgedreht.

Nach 90 Minuten (und je einem nicht gegebenen Elfmeter für beide Teams) ging es also in die Verlängerung, die aber auch keine weiteren Tore brachte, so dass es mal wieder Elfmeterschießen hieß.

Ich hatte ja in der letzten Saison bereits das Vergnügen gehabt, dem vergeigten Elfmeterschießen der Mainzer in Karlsruhe beizuwohnen, so dass ich ihnen nun wünschte, ihnen dieses Mal mehr Glück zu bringen.

Trotz zwei zu Anfang versemmelter Elfer kamen sie nochmal ran und waren am Ende die Glücklicheren – auch weil der Schiri ein verwandeltes Elfmetertor der Lauterer nicht anerkannte.

Für uns hieß es nun den Abstieg wagen und das Auto wiederfinden, was auch problemlos gelang.

1. FC KAISERSLAUTERN: Jürgen Macho – Ingo Hertzsch, Torsten Pletsch, Fabian Schönheim, Axel Bellinghausen – Hervé Nzelo Lembi (Stefan Blank, 111′), Marco Engelhardt – Mihail Mikic (Daniel Halfar, 84′), Ervin Skela, Halil Altintop – Boubacar Sanogo (Ferydoon Zandi, 110′). TRAINER: Wolfgang Wolf

FSV MAINZ 05: Dimo Wache – Christian Demirtas, Manuel Friedrich, Nikolce Noveski, Marco Rose – Otto Addo (Fabian Gerber, 72′), Milorad Pekovic (Christof Babatz, 118′), Antonio Da Silva – Mohamed Zidan, Michael Thurk (Petr Ruman, 90′) – Benjamin Auer. TRAINER: Jürgen Klopp

SCHIRI: Michael Weiner (Hasede)

TORE: 1:0 Marco Engelhardt (29′), 1:1 Antonio Da Silva (62′).
Elfmeterschießen: 1:0 Stefan Blank, Christof Babatz verschießt, 2:0 Ingo Hertzsch, Jürgen Macho hält den Elfmeter von Christian Demirtas, Ferydoon Zandis Schuß springt von der Latte, 2:1 Antonio da Silva, Dimo Wache hält gegen Halil Altintop, 2:2 Faban Gerber, 3:2 Marco Engelhardt, 3:3 Mohamed Zidan, Daniel Halfar verschießt, 3:4 Petr Ruman

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