Trainingslager in Fügen, Österreich

Endlich ging es mal wieder ins Trainingslager, nachdem bereits letztes Jahr – leider ohne mich – Österreich das Ziel war, reiste man auch heuer ins beschauliche Zillertal, genauer nach Fügen.

Wegen der lästigen Pflicht des Geldverdienens war nur ein langes Wochenende für mich drin – was sich aber auch anbot, da Samstags und Sonntags je ein Testspiel auf der Agenda standen. Und mit dem Athletic Club Bilbao ein richtiger Kracher, Rizespor immerhin Aufsteiger in die türkische Süper Lig.

So ergab es sich also, dass mit Basti, Matze und Willi drei Mitreisende gefunden wurden und man sich auf eine Reise von Freitag bis Sonntag, Mietwagen und Unterkunft in einer Pension verständigte.

Die Unterkunft wurde von der Vorhut bereits ausbaldowert, 40€ für zwei Nächte waren sehr annehmbar, also alles bestens.

Freitag früh ging es also zunächst nach Salzgitter, wo das Mietfahrzeug – eine schnittige Peugeot-Limousine – auf uns wartete, in dem ich es mir mit Willi und einer Kühltasche zum ausgerufenen Rückbanksaufing bequem machte.

Klappte soweit auch recht gut, von vorne rechts wurden wir tatkräftig von Basti unterstützt. Nur doof, dass einer der Mitreisenden beim Pinkelstopp seine Brieftasche verlor. Noch doofer, dass das erst beim darauffolgenden Stopp bemerkt wurde. Wir waren recht flott unterwegs (Ziel war eine Ankunft in der Mittagszeit), somit also weit vom Verlustort entfernt. Immerhin konnte Basti klären, dass das Ding gefunden worden, selbst sämtliches Geld noch vorhanden war. Also in den sauren Apfel gebissen und 150km wieder zurück, schnell die Brieftasche geschnappt und weiter gen Österreich.
Nun kamen wir aber leider in den Münchner Feierabendverkehr, so dass sich unsere Ankunftszeit immer weiter verzögerte, was vor allem den Fahrer sichtlich mitnahm, hatte dieser doch schon seit geraumer Zeit diesen stechenden Bierdurst.

Wie dem auch sei, irgendwann waren wir vor Ort, trafen auch direkt auf die Abordnung und steuerten zunächst die Pension an, wo aber nur schnell die Klamotten abgelegt wurden, ehe es in den Ort zum Feiern ging.

Die größte Bar im Ort war bereits in den vergangenen Tagen von Braunschweigern besetzt worden, so dass sich das Einkehren dort wie Nach-Hause-Kommen anfühlte. Zu Essen gab es auch Leckeres, ebenso war das lokale Hefeweizen sehr trinkbar.

Nichtsdestotrotz musste von meiner Seite bald der Müdigkeit Tribut gezollt werden. Aber morgen war ja auch noch ein Tag.

Und dieser wurde nach dem Abstieg ins Örtchen zunächst mal in der örtlichen Bäckerei begonnen, ehe es im Supermarkt zwei Flaschen Wasser und eine Dose Radler gab und Basti und ich uns schon mal in Richtung Sportplatz auf den Weg machten, um das Vormittagstraining zu besuchen.

Vor Ort warteten bereits eine kleine Zahl Braunschweiger, was dann auch zur Folge hatte, dass das Wasser schnell im Auto verstaut wurde und stattdessen die letzten kalten Biere des Vortags aus der Kühltasche befreit wurden.

So langsam trudelte das Funktionsteam und die Spieler (Bussi im neuen Seat, der Rest mit dem Mountainbike) ein, es waren brutale Temperaturen, die man nur im Schatten aushielt. Außerdem wissen wir als Sportler natürlich, dass viel Trinken ganz wichtig ist!

Mittlerweile waren locker über 50 Trainingskiebitze vor Ort – das hab ich so bei einem Trainingslager auch noch nicht erlebt.

Kommen wir zurück zum „viel Trinken“ – die Kantine (Stadionkneipe) hatte ebenfalls geöffnet, so wurden hier einige Weißbier und dann auch Schnäpsle genossen und das Training verfolgt. Selbst als das Training bereits vorbei war, kurbelten wir noch kräftig die örtliche Wirtschaft an.

Irgendwann ging es dann aber doch mal zurück in den Ort und in die bereits vom Vorabend bekannte Kneipe. Da es abends ja zum Testspiel nach Kufstein gehen sollte, musste noch ein wenig feste Nahrung aufgenommen werden (und ein kleines Nickerchen war auch noch drin).

Für das Testspiel gibts einen eigenen Bericht, nach der Rückkehr wurde nur noch ein einziges Bierchen getrunken, ehe mich das Bett rief, welches ich auch erst am folgenden Nachmittag verlassen sollte. War doch ein recht anstrengender Tag gewesen…

Irgendwann kämpfte ich mich an diesem letzten Reisetag zu Fuß wieder in den Ort, Hunger und Durst waren riesengroß, aber diesmal wurde abstinent nur Johannisbeerschorle genossen.

Anschließend ging es wieder zum Sportplatz, wo heute das zweite Testspiel stattfinden sollte – auch wieder mit eigenem Bericht.

Nach dem Kick ging es direkt nach Hause, was dank Bastis Fahrkünsten in Rekordzeit von fünf Stunden bewältigt wurde und man tatsächlich noch ein paar Stunden Schlaf bekam, ehe Montag wieder die Arbeit rief.

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