Archiv für die Kategorie ‘Dies und das’

Pläne bis zum Wochenende (-28.9.)

Montag, 22. September 2008

So, nach zehn Tagen ohne Internet (vielen Dank noch mal an dieser Stelle an Arcor, ihr seid echt das Letzte!), gehts jetzt langsam weiter.

Am vergangenen Wochenende wurden zwei Spiele besucht, Samstag stand der Auftritt vom Waldhof in Aschaffenburg auf dem Programm und gestern unser Punktgewinn bei Union Berlin.

In der aktuellen Woche gibts auch ein paar Schmankerl, die sogar den Seitentitel wieder mal ein wenig rechtferigen, Dienstag IFK Norrköping - Malmö FF, Mittwoch das Stockholm-Derby Djurgården - AIK. Am Wochenende dann wieder BTSV mit Heimspielen der Ersten gegen Wuppertal und der Zwoten gegen Northeim.

Test: Schladen-Auswahl - BTSV II 1:3 (0:1)

Freitag, 11. Juli 2008
Samtgemeinde Schladen Sportplatz “Am Eichberg”,
Gielde
Eintracht Braunschweig

Der deutsche Straßenverkehr hat einen neuen Stern am asphaltgrauen Firmament - das erste Mal ging es heute mit Herrn Koppelmann am Steuer zu einem Spiel unserer geliebten Zwoten. In Gielde war Sportwoche und der Gegner war eine Auswahl der Samtgemeinde Schladen - nicht wie zunächst angekündigt der TSV Gielde selbst.

Das Alkodilmobil holte mich zu Hause ab und mit ein paar Bieren wurde noch die Besatzung komplettiert ehe es an den Harzrand zum schönen Sportplatz “Am Eichberg” ging, wo man auch gleich nett empfangen und als Photograph des letzten Testspiels identifiziert wurde.

Am Eichberg, Gielde

Das Spiel wurde mit gebremsten Schaum halbwegs souverän gewonnen - immerhin konnte die Auswahl kurz nach der Pause sogar den Ausgleich erzielen.

Auf unserer Seite waren mit Burgdorf und Can leider gleich zwei Ausfälle zu verzeichnen - gute Besserung von dieser Seite!

BTSV: André Grandt - Andy Bresch, Christopher Pieper, Marco Dimitrijevic, Mohammed Badiki - Taner Can (Aisosa Osagie, 21′), Mirko Burgdorf (Ersen Ardic, 46′), Andreas Ladwig, Adil Boukantar - Stefan Hauk, Philipp Peters. TRAINER: Uwe Hain

TORE: 0:1 Taner Can (6′), 1:1 Stefan Schwarze (48′), 1:2 Adil Boukantar (70′), 1:3 Stefan Hauk (90′, Foulelfmeter)

ZUSCHAUER: 150, paar Braunschweiger

RL Nord: BTSV - SV Werder Bremen II 0:0

Freitag, 28. März 2008
Eintracht Braunschweig Eintrachtstadion,
Braunschweig
SV Werder Bremen

Nach dem witterungsbedingten Ausfall unseres Auftritts in Wuppertal waren beim heutigen Flutlichtspiel drei Punkte Pflicht, um nicht den Anschluß an die Nichtabstiegsplätze aufs Spiel zu setzen.

Das Eintrachtstadion sehr ordentlich gefüllt - bis auf die Nordkurve, wo sich nur lächerliche 50 Bremer verloren.

Werder spielte heute in Anthrazit, vom Mann im Schwarz kaum zu unterscheiden, offenbar hatte auch er öfter Probleme damit und pfiff mitunter merkwürdig.

Kann aber mal wieder nicht als Entschuldigung gelten, für das was uns heute hier geboten wurde.

Dabei ging es eigentlich gut los, der BTSV begann stark und hatte die Bremer gut im Griff, aber eben leider nur eine Viertelstunde lang. Danach dann eher die Hanseaten am Drücker und die Eintracht in der Defensive.
Nach 25 Minuten dann aber doch mal eine gute Aktion, ein strammer Schuß aus knapp 30 Metern, der aber knapp über die Latte gelenkt werden konnte.

Das blieb dann aber erstmal die letzte gute Szene des BTSV, dafür konnte Werder zweimal für einen beinahe Herzkasper sorgen, da Schüsse von den Grau-Grünen vom Innenpfosten abprallten.

In der zweiten Hälfte wurde auch lange nicht mehr gezeigt, als dramatische Fehlpässe des BTSV. Erst in der Schlußphase wurde die Eintracht ein wenig stärker, dafür standen die Bremer sehr sicher in der Abwehr.

Kurz vor Schluß noch eine hundertprozentige Chance, die aber von Danneberg vergeben wurde.

So wurde also ein Punkt geholt, der uns nicht weiterbringt, hoffen wir mal, dass uns die zwei Punkte aus diesem Spiel nicht am Ende fehlen (zusammen mit den ganzen anderen Punkten, die wir in dieser Saison schon dumm abgegeben haben).

BTSV: Adrian Horn - Jan Washausen, Valentin Nastase, Matthias Henn (Fabian Bröcker, 46′), Deniz Dogan - Tim Danneberg, Dennis Brinkmann, Christian Lenze (Andre Schembri, 62′) - Dennis Kruppke, Torsten Oehrl, Lars Fuchs (Dominik Kumbela, 77′). TRAINER: Benno Möhlmann

SV WERDER BREMEN: Sebastian Mielitz - Finn Holsing, Peter Niemeyer, Florian Mohr, Alperslan Erdem - Dominic Peitz, Sandro Stallbaum - Max Kruse, Kevin Artmann (Stefan Ronneburg, 77′) - Kevin Schindler, Marc Heider. TRAINER: Thomas Wolter

SCHIRI: Sascha Thielert (Buchholz in der Nordheide)

TORE: keine

ZUSCHAUER: 15.700, darunter nur 50 Bremer - hätten schon mehr sein können, in Anbetracht der Entfernung und der Tatsache, dass deren Erste kein Spiel hatte.

Fotos (na endlich…!)

Donnerstag, 28. Februar 2008

So, meine lieben Leser und -innen!
Endlich haben mal alle möglichen Konstellationen (Rechner mit Bildern, Rechner mit Bildbearbeitungssoftware, Speicherkarte, Zeit, Bock etc. pp.) gepasst und ich mich rangesetzt, um mein Geschreibsel mit dem ein oder anderen Bildchen aufzuhübschen.

Bilder sind neu dazugekommen für die Länderspiele in Dublin und Wien, die UEFA-Cup-Auftritte vom FC Basel in Zagreb und beim HSV, sowie für Kicks von meinem geliebten BTSV in Nordhorn, Lübeck, Düsseldorf, Emden, Lüneburg, Quedlinburg, Baunatal und Babelsberg.

Fotos…

Mittwoch, 30. Januar 2008

…kommen, aus diversen Gründen, einhergehend mit Faulheit, kommt es momentan zu “leichten” Verzögerungen bei der Veröffentlichung von Bildern zu meinen Berichten. Ich hoffe, ich finde wenigstens noch alle Bilder :)

RL Nord: Kickers Emden - BTSV 0:1 (0:0)

Freitag, 30. November 2007
Kickers Emden Kickers-Stadion,
Emden
Eintracht Braunschweig

Heute ging es in den hohen Nordwesten - Kickers Emden sollte nach ein paar Jahren, in denen man voreinander Ruhe hatte mal wieder beehrt werden. Mit im Ballerbus war der Treppe-fegen-Verweigerer Simon, der sich aber mit einer Kiste Bier rehabilitieren konnte.

Das Stadion in Emden - mittlerweile ja mit einigen Umbauten und einem strunzdummen neuen Namen versehen - wurde problemlos erreicht und der vor Matsch starrende Gästeblock ebenfalls problemlos betreten, wo man es sich bei unangenehmen Temperaturen und Nieselregel gemütlich machen konnte.

Kickers-Stadion, Emden

Sportlich war das mal wieder keine echte Offenbarung, immerhin konnte Gastgeber Emden nicht seiner Favoritenrolle gerecht werden. Nach einer guten halben Stunde dezimierte sich der Gastgeber durch wiederholtes Foulspiel - was aber den BTSV nun auch nicht direkt voran bringen konnte.

Nach der Pause kamen die Blau-Gelben besser aus der Kabine, wobei auch hier noch immer kaum echte Chancen herausgespielt werden konnten.

Bezeichnend dann auch, dass das Siegtor zwar nach einem schönen Freistoß erzielt wurde - jedoch ein Eigentor eines Ostfriesen war. Naja, uns kann es egal sein!

Die verbleibende Viertelstunde bedeutete für uns das große Zittern - aber schließlich hatte der Fußballgott dann doch ein Einsehen und das Spiel wurde abgepfiffen.
Der zweite Awaysieg dieser Saison, für manch einen der erste seit rund zwei Jahren!

Die Rückfahrt wurde vom Autor dieser Zeilen größtenteils schlafend zurückgelegt, gegen ein Uhr in der früh hatte uns Braunschweig zurück.

KICKERS EMDEN: Marcus Rickert - Andreas Nägelein, Bernd Gerd Rauw, Jasim Spahic (Stephan Bork, 85′), Giovanni Cannata - Rudolf Zedi, Thorsten Nehrbauer, Tom Moosmayer (Thomas Klasen, 80′), Nermin Celikovic (Marcel Reichwein, 80′) - Enrico Neitzel, Radovan Vujanovic. TRAINER: Stefan Emmerling

BTSV: Adrian Horn - Matthias Henn, Ramazan Yildirim, Deniz Dogan, Dennis Brinkmann - Marc Pfitzner (Lars Fuchs, 46′), Tim Danneberg, Jan Washausen, Kosta Rodrigues (Benjamin Fuchs, 77′) - Torsten Oehrl, Philipp Peters (Andre Schembri, 46′). TRAINER: Benno Möhlmann

SCHIRI: Patrick Ittrich (Hamburg)

TORE: 0:1 Jasim Spahic (77′, Eigentor)

ZUSCHAUER: 4.620, wohl so gut 300 aus der Löwenstadt

American Football: BS Lions - Berlin Adler 23:20

Samstag, 11. August 2007
BS Lions Eintrachtstadion,
Braunschweig
Berlin Adler

Oh, was habe ich mir im Vorfeld anhören müssen, als ich erzählt hatte, dass ich zu den Lions gehen wolle. Nun, ich war noch nie beim American Football und wer weiß, wie lange es dieses Team noch in Braunschweig gibt, wenn man sich den “Erfolg” von diesem Amisport in Deutschland anguckt.

Also gings aus Bavenstedt zum glorreichen Eintrachtstadion, wo direkt ein Parkplatz gefunden wurde, eine Dreiviertelstunde vor Kick-Off, dass soll man mir mal bei einem Eintrachtspiel nachmachen. Überhaupt hörte man zwar die Lautsprecher, aber ansonsten sah es rund ums Stadion nicht nach einer Sportveranstaltung aus.

Nun denn, also mal acht Euro für einen Stehplatz bezahlt, neben dem Wechselgeld noch so ne komische Münze mit einem dicken Mann auf der Rückseite (nein, kein Helmut-Kohl-2-Mark-Stück) bekommen, bei dem sich dann rausstellte, dass man dafür ne Cola bekommen konnte - besten Dank auch.

Ebenfalls konnte ich feststellen, dass das Preisniveau für Essen und Trinken generell mehr oder weniger deutlich unter dem der Eintrachtspiele liegt, merkwürdig. Und die Krakauer gabs auch im Brötchen und nicht mit Toast. Aber das nur am Rande.

Lions-Maskotte begeht sich an Kind!Nachdem man sich mal das Getümmel auf der Rampe angeschaut hatte und dabei Augenzeuge werden mußte, wie diese Maskotte ein wehrloses Kind missbrauchte ging es dann mal so langsam in den Neuner - da war ich ja schon ewig nicht mehr und heute hatte ich ihn fast für mich allein.

Klar, was so ein richtige Footballfan ist, der sitzt natürlich, sieht man ja auch besser (keine Ironie!). Aber was da für ein Volk in unserem Wohnzimmer rumrannte, aua.
Den Vogel schoß eine reichlich unhübsche Dame gesetzeren Alters ab, die sich in ein T-Shirt mit dem Aufdruck “Football is SEX” gepresst hatte. Ja, schönen Dank auch, da lass ich mich dann aber doch lieber vom Quarterback fisten.

Was auch noch auffiel, Lärm! Lärm ohne Ende, Anlage auf Voll, Kackmusik und dümmliches Dazwischengesabbel. Auf der Laufbahn fünf Trupps Hupfdohlen, ja, da lacht das Päderastenherz. Popcorn und Donuts eignen sich ja auch besser zum Mädels mitschnacken als Bratwurst und Pils.

Ansonsten wurde natürlich alles geboten, was so zu einem ordentlichen Megaevent gehört: Bühne auf der Rampe, Maskotten, Fallschirmspringer (die den Ball bringen), T-Shirt-Kanone, Cheerleader, Animation und so weiter und so fort…

Endlich war es dann 19h00, the show was about to begin, mir war gar nicht klar, dass da gefühlte 100 Spieler pro Team auf den Platz stürmen, sah echt nach einer fetten pitch invasion aus. Zumal die Lions auch noch Pyro zündeten. Naja, bissl Rauch und Feuerwerk (gabs dann später bei den Touchdowns noch paar mal).

Skandal! Pyro im Eintrachtstadion! Wir werden alle sterben!

Zum Sportlichen: gar nicht soooo langweilig, wie ich befürchtet hatte. OK, Nettospielzeit sind zwölf Minuten pro Quarter, die ständigen Unterbrechungen dauern meist ewig, so dass das erste Viertel dann auch schonmal deutlich über 30 Minuten lang war.
Wär aber durchaus problemlos zu ertragen, wenn nicht jede, wirklich jede Unterbrechung mit ohrenbetäubender Musik untermalt werden müßte. Ey, Lionsfans, macht man das in Amerika so? Also muss man das hier auch so machen, was?
Für mich als Neuling war es ganz nett, dass auch quasi das ganze Spiel vom Stadionsprecher kommentiert wurde, wenn man da jetzt öfter hingehen würde (hab ich nicht vor), dann nervt das aber wahrscheinlich auch so richtig.

Insgesamt hab ich mir eins der spannenderen Spiele ausgesucht, die Berliner (unterstützt von so gut 100 Schlachernbummlern, die in Sachen Support den Heimfans auch völlig die Show stehlen konnten), legten ordentlich vor und führten nach dem ersten Viertel mit 3:0 und konnten dann sogar noch mit 10:0 in Führung gehen, ehe sich die Lions besannen, dass man ja heute Meister werden kann.

Amüsant, dass dieser Rückstand in der Pause (da stands dann 13:6 für Berlin) für einiges an Umut sorgte und sogar einige Leute das Stadion verließen, was für Vorzeigefans, Respekt.

Auch im dritten Viertel musste man sich doch fragen, was eigentlich passieren muss, dass der geneigte Lionsfan durchdreht, die Schiedsrichter waren meiner bescheidenen Meinung jedenfalls grottenschlecht und der Wide Receiver von Berlin beim Touchdown aber sowas von nicht mehr im Feld.
Die Spieler gingen daraufhin auch ordentlich steil, was die ein oder andere Strafe nach sich zog, auf den Rängen Friede-Freude-Eierkuchen.

Die Lions konnten das Spiel letztendlich noch drehen und in den letzten fünf Nettominuten war dann auch sowas wie Stimmung zu verzeichnen (Nein, sinnlosen Getrommel, Getröte und Geklatsche ist KEINE Stimmung! Und schon doppelt nicht, wenn es nicht mal darum geht, die gegnerische Offence zu stören). Als ob die Musik aus den Boxen nicht schon ätzend genug gewesen wäre.

Das Spiel wurde dann tatsächlich noch gewonnen und die Lions dadurch vorzeitig Nordmeister, herzlichen Glückwunsch dazu.

Wäre das Publikum nicht so dermaßen schlecht, und würde man sich mal auf den Sport konzentrieren, statt auf Event und Party, dann könnte ich mir durchaus vorstellen, mir das mal wieder anzutun, aber wird wohl nicht mehr allzulang dauern, dass man dieses Vergnügen auf der Roten Wiese hat, mal sehen, wo dann die ganzen Superfans mit ihren tollen Mützen und T-Shirts sind.

Für mich gings direkt nach Spielende nach Hause, irgendwelche Feierlichkeiten - so sie stattgefunden haben, wollte ich mir wirklich nicht mehr antun.
Und auch die beiden Maskotten - woher kam denn plötzlich Benjamin Blümchen? - machten sich auf den Nachhauseweg, wo sie von einem arbeitslosen Großwildjäger überrascht wurden und nun als Teppich vor irgendeinem Kamin ihr Dasein fristen.

Tschüß, Ihr Drecks-Maskotten! Verpisst Euch!

SCORING: 23:20 (0:3, 6:10, 7:7, 10:0)

ZUSCHAUER: 5.509, knapp hundert aus Berlin