Archiv für die Kategorie ‘auch Sport, irgendwie’

Gelsenkirchen

Sonntag, 08. September 2013

Das freie Länderspielwochenende war schon als frei weggeplant, als bei Facebook über das Privatspiel Schalke Amateure – BSG Chemie Leipzig geschrieben wurde.
Reine Szeneveranstaltung, in der Glückauf-Kampfbahn, von Chemie mehrere hundert Leute angekündigt.
Kurz darauf hatte sich auch eine Autobesatzung aus Braunschweig gefunden, sich auf den Weg nach Gelsenkirchen zu machen. Der Fahrer lockte gar mit einer Kiste Bier, was zwar gar nicht nötig gewesen wäre, aber dennoch dankbar angenommen wurde.
Sonntag früh ging es also auf die Bahn, die Wettervorhersage versprach nichts gutes, aber das Wetter kann man sich ja schön trinken.
Eine halbe Stunde vor Kick-Off waren wir am Hornbach neben dem Stadion und wollten nun rechtzeitig zum vermuteten Pyro-Intro ins Stadion, als uns recht deutlich klar gemacht wurde, dass wir keine Schalker seien und uns verpissen sollen. Tja, hätten wir heute morgen mal auf die Körperpflege verzichtet, wir wären wohl rein gekommen.
Spaß beiseite – letzendlich völlig korrekt, hätten wir wohl nicht anders gehandhabt. Und wir waren auch nicht die Einzigen, die „enttarnt“ wurde.
So hat es diesmal also uns getroffen und wir standen etwas ratlos rum, ehe der Entschluss gefasst wurde, nicht noch andere Wege ins Stadion zu probieren, sondern stattdessen den Oberligakracher SpVgg Erkenschwick vs. TuS Ennepetal zu besuchen. Keiner von uns fünf war bislang im Stimbergstadion, für mich besonders reizvoll, fällt damit doch endlich mal wieder ein alter Zweitligaground.
Zuvor machten wir aber noch einen kurzen Abstecher zum ollen Parkstadion, absolut erschreckend was da passiert ist. Ich hatte echt Tränen in den Augen – immerhin habe ich hier vor knapp 25 Jahren mein erstes Auswärtsspiel des BTSV besucht. Endstand 5:1 für die Eintracht.

Parkstadion, Gelsenkirchen 2013

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Trainingslager in Fügen, Österreich

Freitag, 19. Juli 2013

Endlich ging es mal wieder ins Trainingslager, nachdem bereits letztes Jahr – leider ohne mich – Österreich das Ziel war, reiste man auch heuer ins beschauliche Zillertal, genauer nach Fügen.

Wegen der lästigen Pflicht des Geldverdienens war nur ein langes Wochenende für mich drin – was sich aber auch anbot, da Samstags und Sonntags je ein Testspiel auf der Agenda standen. Und mit dem Athletic Club Bilbao ein richtiger Kracher, Rizespor immerhin Aufsteiger in die türkische Süper Lig.

So ergab es sich also, dass mit Basti, Matze und Willi drei Mitreisende gefunden wurden und man sich auf eine Reise von Freitag bis Sonntag, Mietwagen und Unterkunft in einer Pension verständigte.

Die Unterkunft wurde von der Vorhut bereits ausbaldowert, 40€ für zwei Nächte waren sehr annehmbar, also alles bestens.

Freitag früh ging es also zunächst nach Salzgitter, wo das Mietfahrzeug – eine schnittige Peugeot-Limousine – auf uns wartete, in dem ich es mir mit Willi und einer Kühltasche zum ausgerufenen Rückbanksaufing bequem machte.

Klappte soweit auch recht gut, von vorne rechts wurden wir tatkräftig von Basti unterstützt. Nur doof, dass einer der Mitreisenden beim Pinkelstopp seine Brieftasche verlor. Noch doofer, dass das erst beim darauffolgenden Stopp bemerkt wurde. Wir waren recht flott unterwegs (Ziel war eine Ankunft in der Mittagszeit), somit also weit vom Verlustort entfernt. Immerhin konnte Basti klären, dass das Ding gefunden worden, selbst sämtliches Geld noch vorhanden war. Also in den sauren Apfel gebissen und 150km wieder zurück, schnell die Brieftasche geschnappt und weiter gen Österreich.
Nun kamen wir aber leider in den Münchner Feierabendverkehr, so dass sich unsere Ankunftszeit immer weiter verzögerte, was vor allem den Fahrer sichtlich mitnahm, hatte dieser doch schon seit geraumer Zeit diesen stechenden Bierdurst.

Wie dem auch sei, irgendwann waren wir vor Ort, trafen auch direkt auf die Abordnung und steuerten zunächst die Pension an, wo aber nur schnell die Klamotten abgelegt wurden, ehe es in den Ort zum Feiern ging.

Die größte Bar im Ort war bereits in den vergangenen Tagen von Braunschweigern besetzt worden, so dass sich das Einkehren dort wie Nach-Hause-Kommen anfühlte. Zu Essen gab es auch Leckeres, ebenso war das lokale Hefeweizen sehr trinkbar.

Nichtsdestotrotz musste von meiner Seite bald der Müdigkeit Tribut gezollt werden. Aber morgen war ja auch noch ein Tag.

Und dieser wurde nach dem Abstieg ins Örtchen zunächst mal in der örtlichen Bäckerei begonnen, ehe es im Supermarkt zwei Flaschen Wasser und eine Dose Radler gab und Basti und ich uns schon mal in Richtung Sportplatz auf den Weg machten, um das Vormittagstraining zu besuchen.

Vor Ort warteten bereits eine kleine Zahl Braunschweiger, was dann auch zur Folge hatte, dass das Wasser schnell im Auto verstaut wurde und stattdessen die letzten kalten Biere des Vortags aus der Kühltasche befreit wurden.

So langsam trudelte das Funktionsteam und die Spieler (Bussi im neuen Seat, der Rest mit dem Mountainbike) ein, es waren brutale Temperaturen, die man nur im Schatten aushielt. Außerdem wissen wir als Sportler natürlich, dass viel Trinken ganz wichtig ist!

Mittlerweile waren locker über 50 Trainingskiebitze vor Ort – das hab ich so bei einem Trainingslager auch noch nicht erlebt.

Kommen wir zurück zum „viel Trinken“ – die Kantine (Stadionkneipe) hatte ebenfalls geöffnet, so wurden hier einige Weißbier und dann auch Schnäpsle genossen und das Training verfolgt. Selbst als das Training bereits vorbei war, kurbelten wir noch kräftig die örtliche Wirtschaft an.

Irgendwann ging es dann aber doch mal zurück in den Ort und in die bereits vom Vorabend bekannte Kneipe. Da es abends ja zum Testspiel nach Kufstein gehen sollte, musste noch ein wenig feste Nahrung aufgenommen werden (und ein kleines Nickerchen war auch noch drin).

Für das Testspiel gibts einen eigenen Bericht, nach der Rückkehr wurde nur noch ein einziges Bierchen getrunken, ehe mich das Bett rief, welches ich auch erst am folgenden Nachmittag verlassen sollte. War doch ein recht anstrengender Tag gewesen…

Irgendwann kämpfte ich mich an diesem letzten Reisetag zu Fuß wieder in den Ort, Hunger und Durst waren riesengroß, aber diesmal wurde abstinent nur Johannisbeerschorle genossen.

Anschließend ging es wieder zum Sportplatz, wo heute das zweite Testspiel stattfinden sollte – auch wieder mit eigenem Bericht.

Nach dem Kick ging es direkt nach Hause, was dank Bastis Fahrkünsten in Rekordzeit von fünf Stunden bewältigt wurde und man tatsächlich noch ein paar Stunden Schlaf bekam, ehe Montag wieder die Arbeit rief.

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American Football: BS Lions – Berlin Adler 23:20

Samstag, 11. August 2007
BS Lions Eintrachtstadion,
Braunschweig
Berlin Adler

Oh, was habe ich mir im Vorfeld anhören müssen, als ich erzählt hatte, dass ich zu den Lions gehen wolle. Nun, ich war noch nie beim American Football und wer weiß, wie lange es dieses Team noch in Braunschweig gibt, wenn man sich den „Erfolg“ von diesem Amisport in Deutschland anguckt.

Also gings aus Bavenstedt zum glorreichen Eintrachtstadion, wo direkt ein Parkplatz gefunden wurde, eine Dreiviertelstunde vor Kick-Off, dass soll man mir mal bei einem Eintrachtspiel nachmachen. Überhaupt hörte man zwar die Lautsprecher, aber ansonsten sah es rund ums Stadion nicht nach einer Sportveranstaltung aus.

Nun denn, also mal acht Euro für einen Stehplatz bezahlt, neben dem Wechselgeld noch so ne komische Münze mit einem dicken Mann auf der Rückseite (nein, kein Helmut-Kohl-2-Mark-Stück) bekommen, bei dem sich dann rausstellte, dass man dafür ne Cola bekommen konnte – besten Dank auch.

Ebenfalls konnte ich feststellen, dass das Preisniveau für Essen und Trinken generell mehr oder weniger deutlich unter dem der Eintrachtspiele liegt, merkwürdig. Und die Krakauer gabs auch im Brötchen und nicht mit Toast. Aber das nur am Rande.

Lions-Maskotte begeht sich an Kind!Nachdem man sich mal das Getümmel auf der Rampe angeschaut hatte und dabei Augenzeuge werden musste, wie diese Maskotte ein wehrloses Kind missbrauchte, ging es dann mal so langsam in den Neuner – da war ich ja schon ewig nicht mehr und heute hatte ich ihn fast für mich allein.

Klar, was so ein richtige Footballfan ist, der sitzt natürlich, sieht man ja auch besser (keine Ironie!). Aber was da für ein Volk in unserem Wohnzimmer rumrannte, aua.
Den Vogel schoss eine reichlich unhübsche Dame gesetzeren Alters ab, die sich in ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Football is SEX“ gepresst hatte. Ja, schönen Dank auch, da lass ich mich dann aber doch lieber vom Quarterback fisten.

Was auch noch auffiel: Lärm! Lärm ohne Ende, Anlage auf voll, Kackmusik und dümmliches Dazwischengesabbel. Auf der Laufbahn fünf Trupps Hupfdohlen, ja, da lacht das Päderastenherz. Popcorn und Donuts eignen sich ja auch besser zum Mädels mitschnacken als Bratwurst und Pils.

Ansonsten wurde natürlich alles geboten, was so zu einem ordentlichen Megaevent gehört: Bühne auf der Rampe, Maskotten, Fallschirmspringer (die den Ball bringen), T-Shirt-Kanone, Cheerleader, Animation und so weiter und so fort…

Endlich war es dann 19h00, the show was about to begin, mir war gar nicht klar, dass da gefühlte 100 Spieler pro Team auf den Platz stürmen, sah echt nach einer fetten pitch invasion aus. Zumal die Lions auch noch Pyro zündeten. Naja, bissl Rauch und Feuerwerk (gabs dann später bei den Touchdowns noch paar mal).

Skandal! Pyro im Eintrachtstadion! Wir werden alle sterben!

Zum Sportlichen: gar nicht soooo langweilig, wie ich befürchtet hatte. OK, Nettospielzeit sind zwölf Minuten pro Quarter, die ständigen Unterbrechungen dauern meist ewig, so dass das erste Viertel dann auch schonmal deutlich über 30 Minuten lang war.
Wär aber durchaus problemlos zu ertragen, wenn nicht jede, wirklich jede Unterbrechung mit ohrenbetäubender Musik untermalt werden müsste. Ey, Lionsfans, macht man das in Amerika so? Also muss man das hier auch so machen, was?
Für mich als Neuling war es ganz nett, dass auch quasi das ganze Spiel vom Stadionsprecher kommentiert wurde, wenn man da jetzt öfter hingehen würde (hab ich nicht vor!), dann nervt das aber wahrscheinlich auch so richtig.

Insgesamt hab ich mir eins der spannenderen Spiele ausgesucht, die Berliner (unterstützt von so gut 100 Schlachernbummlern, die in Sachen Support den Heimfans auch völlig die Show stehlen konnten) legten ordentlich vor und führten nach dem ersten Viertel mit 3:0 und konnten dann sogar noch mit 10:0 in Führung gehen, ehe sich die Lions besannen, dass man ja heute Meister werden könnte.

Amüsant, dass dieser Rückstand in der Pause (da stands dann 13:6 für Berlin) für einiges an Umut sorgte und sogar einige Leute das Stadion verließen. Was für Vorzeigefans, Respekt.

Auch im dritten Viertel musste man sich doch fragen, was eigentlich passieren muss, dass der geneigte Lionsfan durchdreht, die Schiedsrichter waren meiner bescheidenen Meinung jedenfalls grottenschlecht und der Wide Receiver von Berlin beim Touchdown aber sowas von nicht mehr im Feld.
Die Spieler gingen daraufhin auch ordentlich steil, was die ein oder andere Strafe nach sich zog, auf den Rängen jedoch Friede-Freude-Eierkuchen.

Die Lions konnten das Spiel letztendlich noch drehen und in den letzten fünf Nettominuten war dann auch sowas wie Stimmung zu verzeichnen (Nein, sinnloses Getrommel, Getröte und Geklatsche ist KEINE Stimmung! Und schon doppelt nicht, wenn es nicht mal darum geht, die gegnerische Offence zu stören). Als ob die Musik aus den Boxen nicht schon ätzend genug gewesen wäre.

Das Spiel wurde dann tatsächlich noch gewonnen und die Lions dadurch vorzeitig Nordmeister, herzlichen Glückwunsch dazu.

Wäre das Publikum nicht so dermaßen schlecht, und würde man sich mal auf den Sport konzentrieren, statt auf Event und Party, dann könnte ich mir durchaus vorstellen, mir das mal wieder anzutun, aber wird wohl nicht mehr allzulang dauern, dass man dieses Vergnügen auf der Roten Wiese hat, mal sehen, wo dann die ganzen Superfans mit ihren tollen Mützen und T-Shirts sind.

Für mich gings direkt nach Spielende nach Hause, irgendwelche Feierlichkeiten – so sie stattgefunden haben sollten, wollte ich mir wirklich nicht mehr antun.
Und auch die beiden Maskotten – woher kam denn plötzlich Benjamin Blümchen? – machten sich auf den Nachhauseweg, wo sie von einem arbeitslosen Großwildjäger überrascht wurden und nun als Teppich vor irgendeinem Kamin ihr Dasein fristen.

Tschüß, Ihr Drecks-Maskotten! Verpisst Euch!

SCORING: 23:20 (0:3, 6:10, 7:7, 10:0)

ZUSCHAUER: 5.509, knapp hundert aus Berlin

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Baseball: Braunschweig 89ers – Ratingen Goose-Necks 2:1

Sonntag, 17. Juni 2007
Braunschweig Subway 89ers Ballpark SV Lindenberg,
Braunschweig
Ratingen Goose-Necks

Oh, mann, eine Schnapsidee jagt die nächste – hoffentlich geht bald mal die Saison wieder los. Oder wenigstens Testspiele…

Für heute hatte ich mir überlegt, mal eine für mich neue Sportart zu supporten: in die 2. Bundesliga Baseball sollte es gehen, wo die umbenannte Mannschaft der Subway 89ers (vormals: Knochenbrecher Braunschweig) heute gegen Ratingen ihre Spiele austrug.

Plural, da die Begegnungen als sogenannte „double header“ ausgetragen werden, also Hin- und Rückspiel finden direkt nacheinander bei einem der beiden Teams statt, um unnötigen Reisestress zu vermeiden.

Ballpark SV Lindenberg, Braunschweig

Für schlanke fünf Euro bekam man Zutritt zum Ballpark – man muss fairerweise aber sagen, dass es dafür Verzehrgutscheine für vier Euro und eine sehr feine Eintrittskarte gab.

Der Regen war grad im Begriff, aufzuhören und es hatten sich rund 100 Leute versammelt, um sich den Amisport reinzupfeifen.

Pünktlich zum Anpfiff (oder was man dafür so sagt) kam dann auch noch der Rocky, Robin sollte später ebenfalls noch quasi direkt aus dem Koma in den verhassten Nachbarort kommen.

Ballpark SV Lindenberg, Braunschweig

Das Spiel: Laaaaaaaangweilig… ich mein, OK, meine Baseballkenntnisse beschränken sich auf „Die Bären sind los“ und „Indianer von Cleveland“, aber jeweils 0:0 in sämtlichen Innings des ersten Spiels (welches die Braunschweiger dann doch noch mit 2:1 in der Verlängerung für sich entscheiden konnten) war dann doch zu viel für uns, so dass wir uns die zweite Partie mal fein schenkten.

War mal eine Erfahrung, wird nicht bereut, aber nochmal muss ich da nicht hin.

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Wasserball: SpVg Laatzen – BTSV 7:8

Samstag, 16. Juni 2007
SpVg Laatzen Sportleistungszentrum,
Hannover
BTSV

Nachdem ja am letzten Sonntag schon erfolgreich die Wasserballer des BTSV in Braunschweig supportet wurden, war heute das zweite Spiel in den als best-of-three ausgespielten Playoffs zum Aufstieg in die Erste Liga unser Ziel.

Per PKW wurde das Sportleistungszentrum am Maschsee in Kacktown problemlos erreicht und nach einem kurzen Abchecken, ob man hier überhaupt richtig ist, wurde auf den Rest gewartet, der zum größten Teil mit dem Wochenendticket anreiste und leider ein paar Minuten zu spät eintraf.

Egal, so ging es also geschlossen beim Spielstand von 3:1 für die Guten in die Halle und in einer Ecke fand man dann auch ein Plätzchen, von dem man mit gut 30 Mann supporten konnte.

Ganz egal, wann und wo...

Unsere Jungs im Wasser schien das erstmal zu verwirren – der Gastgeber aus Laatzen kam zum Ausgleich zum 4:4 und dann zum 5:5.

Tooor

Schließlich wurde im letzten Viertel aber nochmal aufgedreht und die entscheidenen Tore geschafft, die ein drittes Spiel nötig machen.

Platzsturm...

Der Support heute sehr fein, ich denke es hat allen Spaß gemacht – auch die Spieler haben sich freundlichst bedankt, obwohl der ein oder andere Platzsturm (vulgo: Arschbombe ins Becken) nach den Toren für Mecker vom Unparteiischen gesorgt hatte.

SCOUTING: 7:8

ZUSCHAUER: knapp 100 werden das wohl gewesen sein, davon 31x BTSV

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Non-League-Rotz: TSV Salzgitter – SG BaCraHeLo 0:0 (4:3 n.E.)

Freitag, 15. Juni 2007
TSV Salzgitter TSV -Sportplatz,
Salzgitter-Lesse
SG BaCraHeLo

Tja, wie verzweifelt muss man eigentlich sein, wenn man am Freitag abend nix besseres zu tun hat, als sich so einen Hafer reinzuziehen?

Nun ja, genaugenommen hatte ich tatsächlich nichts Besseres zu tun – und ich konnte sogar noch drei Gleichgesinnte finden, so dass zumindestens unabhängig vom sportlichen Geschehen Kurzweil garantiert war.

Also ging es nach Lesse (in der Nähe von Barbecke, in der Nähe von SZ-Lebenstedt), wo heute abend das Pokalfinale der Leistungsklasse Salzgitter zwischen dem TSV Salzgitter und dem Aufsteiger in die Kreisliga, der SG BaCraHeLo ausgetragen werden sollte.

TSV-Sportplatz, Salzgitter-Lesse

Die SG BaCraHeLo ist – man errät es kaum – eine Spielgemeinschaft. Deren vier Vereine haben auch Pate für den etwas merkwürdigen Namen gestanden: TV Gut-Heil Barum, SV Cramme, Victoria Heerten und Stern Lobmachtersen (letzterer verlässt die SG nach dieser Saison, heute also das historisch letzte Spiel dieser Spielgemeinschaft *Tränen-der-Rührung-wegwisch*), vielleicht gehts ja als SG BaCraHe weiter?.

Öhm, ja, also es gab Wurst fürn Euro, Pilsetten von Wolters und ne bunte Tüte wurde auch noch ergattert – dazu gabs Fußball.

Dann hats irgendwann geregnet und dann kam ein Regenbogen und dabei wurde immer noch Fußball gespielt.

Leider nicht wirklich toll – naja, was hatte man auch erwartet.

Erwähnenswert vielleicht noch, dass die Trikots der Salzgitteraner alle mit „Gallier“ als Namen beflockt waren, leider hatte der Dickste keine blau-weiß-gestreifte Hose und auch nicht den Namen Obelix…

Ansonsten wuchs einem Dorfasi noch die erteilte Ehre, Ordner sein zu dürfen wohl über den Kopf. Erst belegte er einen Besucher des Sportplatzes, dann stellte er sein Bierglas quasi auf die Seitenlinie. Nachdem er vom Chef aufgefordert worden war, das Glas da wegzunehmen, schmiss unser kleiner Choleriker seine Ordnerbinde erbost beiseite. Naja, ihr merkt schon: sportlich wars echt ein übler Kick.

Der dann natürlich auch mit einem 0:0 endete – Numero 15 für diese Saison…

Gehaltener Elfmeter

Das Elfmeterschießen konnte dann der TSV für sich entscheiden, den entscheidenen Treffer erzielte dabei deren Keeper.

ZUSCHAUER: naja, 100 vielleicht, wobei auch nicht immer klar war, wer wegen Fubbes gekommen war oder zur Hochzeit nebenan gehörte oder aber Tischtennis spielen wollte.

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Wasserball: BTSV – SpVg Laatzen 6:8

Samstag, 09. Juni 2007
BTSV Sportbad Heidberg,
Braunschweig
SpVg Laatzen

Dieser zweite Höhepunkt sollte das erste Halbfinalspiel um den Aufstieg in die Bundesliga unserer Wasserballer sein.

Pünktlich um 18h00 wurde die Schwimmhalle betreten und sofort konnte das 1:0 für den BTSV bejubelt werden.

Eintracht Braunschweig Wasserball

16 aktive Fans hatten sich zu dieser Veranstaltung hinreißen lassen – bereut hat es niemand (obwohl die feuchte Hitze in der Halle schon schwer zu ertragen war).

Eintracht Braunschweig Wasserball

Der Bademeister war ebenfalls sehr zufrieden, da wir den Getränkeverkauf doch ordentlich ankurbeln konnten.

Eintracht Braunschweig Wasserball

Nach dem 2:0 kamen die Vorstadt-Hannoveraner dann aber leider besser ins Spiel, dennoch ging das erste Viertel mit 3:2 an den BTSV.

In der Folge konnte sich der Favorit aus Laatzen aber immer besser in Szene setzen und das 2. Viertel für sich entscheiden.

Nach dem Seitenwechsel gabs dann noch ein Unentschieden, leider konnten unsere Wasserratten im letzten Viertel das Spiel nicht mehr drehen, um den Grundstein für eine kleine Sensation zu legen.

Trotzdem wurde fast komplett durchgesungen („ganz egal, wann und wo…“), wofür sich unsere Jungs dann auch artig bedankten.

Eintracht Braunschweig Wasserball

Am kommenden Samstag findet dann das Rückspiel in Hannover statt, sollte der BTSV da gewinnen, wird es das Entscheidungsspiel gleich einen Tag später ebenfalls auswärts geben.

SCOUTING: 6:8 (3:2, 1:3, 1:1, 1:2)

ZUSCHAUER: 50, davon knapp 20 aktive Braunschweiger

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