OL BaWü: SSV Ulm – Waldhof Mannheim 4:2 (2:1)

SSV Ulm Donaustadion,
Ulm
Waldhof Mannheim

Statt mich gesund zu pflegen wurde heute die Gelegenheit ergriffen, endlich mal wieder unsere Waldhöfer Freunde zu unterstützen – außerdem musste ich mal wieder nach Ulm, das letzte (und einzige) Mal war 1993 oder so, das war noch vor dem Aufstieg und vor dem Sensationspokallos gegen den BVB. Damals gabs die neue Gegentribüne noch nicht und auch sonst war einiges anders.

Ulm wurde trotz diverser neuralgischer Punkte mit nur einem Ministau gut erreicht – allein das ist schon ein kleines Wunder an einem Freitag nachmittag (und sollte nicht allen Anhängern des SVW so ergehen).
Nachdem das Auto geparkt wurde, musste das Stadion umrundet werden, ich stand zwar quasi hinter dem Gästeblock, aber da gabs keinen Weg, also einmal ganz rum, aber war ja egal, das Wetter war phantastisch und Zeit hatte ich mehr als genug.

Vor dem Gästeeingang dann direkt Björn über den Weg gelaufen, mit dem erstmal ein wenig über Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges geklönt wurde.

Das Stadion betrat ich dann auch recht zeitig, denn a) ich wollte mich mal setzen (hatte wohl leichtes Fieber), b) musste ich kacken und c) hatte ich Hunger Рaber alles sch̦n der Reihe nach, gell!

So nach und nach trudelten die Waldhöfer ein und man traf noch den ein oder anderen Bekannten, ansonsten wurde in der Sonne gedöst und Heißluftballons am azurblauen Himmel hinterhergeguckt – schön.

Die Ulmer Spatzen, die eigentlich in der gegenüberliegenden Kurve ihren Platz hatten, sind mittlerweile in den daran angrenzenden Block der Gegengerade gewechselt, was ihnen Vorteile bringt, was die Akustik angeht (Dach!), aber sie der Sicht der Gäste etwas entzieht. Schade, denn es gab eine kleine Choreographie, die aber quasi nicht zu erkennen war.

Der Waldhof heute übrigens in blau-gelb, diese Ausweichfarbkombination wurden wegen der Freundschaft zu Eintracht Braunschweig gewählt. Dafür großen Respekt an dieser Stelle! Ãœberhaupt scheint in den letzten Jahren die Vereinsführung in Mannheim wieder mehr auf die Fans zu hören – naja, jetzt sehen die Herren oben, wer auch nach Jahren in der Oberliga treu ist. Hoffentlich bleibt das so, wenn der SVW mal wieder Erfolge hat (und hoffentlich höherklassig spielt!).

Auf Waldhöfer Seite zum Intro nix, was unter anderem aber auch daran lag, dass der Bus der Ultras mit den Materialien noch unterwegs war.
Dieser kam dann aber nach ca. zehn Minuten auch an und nachdem alle im Block waren, verbesserte sich die Stimmung zusehends, es wurde gesungen, der Block beflaggt, Fahnen geschwenkt und getrommelt.

Waldhofsupport

Auch auf dem Spielfeld war der Waldhof zu diesem Zeitpunkt spielbestimmend, was im 1:0 durch Ken Asaeda in der 15. Minute gipfelte, leider konnte Ulm schon fünf Minuten später ausgleichen und noch vor dem Pausentee mit 2:1 in Führung gehen (durch einen vom guten alten Bernd Eigner verursachten Strafstoß).

Nach der Pause gabs dann leider per Doppelschlag (in der 51. und 52. Minute) die Vorentscheidung: 4:1 für den SSV Ulm.

Rauch im Waldhofblock

Immerhin konnten die Waldhöfer ihrerseits noch durch einen Foulelfmeter auf 4:2 rankommen, was aber leider nur noch Ergebniskorrektur war.

Kurz vor Schluss bekam noch ein Ulmer Rot für ein mieses Foul an der Mittellinie, was aber leider auch nichts mehr am Ergebnis änderte.

Waldhof war heute größtenteils gleichwertig mit dem SSV und hätte mit ein wenig mehr Glück in der Defensive einen Punkt holen müssen.

Nach dem Spiel sollte es ja nun wieder zum Auto gehen, leider war der Fußweg in diese Richtung durch eine Polizeikette versperrt. Also wartete ich, darauf, dass diese aufgelöst wird.
Nach etwa 20 Minuten war es dann auch soweit, jedoch ließ man mich immer noch nicht durch, sondern zwang mich, in die entgegengesetzte Richtung zu gehen. Mehrere Versuche, zu erklären, dass ich weder Mannheimer bin, noch in diese Richtung will, wurden unter Gewaltandrohung unterbunden. Nach einem ziemlichen Umweg durch unbeleuchtete Ulmer Wohnstraßen fand ich dann doch einen Weg und kam – natürlich unbewacht – noch durch die abwandernden Spatzen, ist natürlich nix passiert, wieso auch (und wer hat schon Angst vor Spatzen?)? Also an dieser Stelle noch mal vielen Dank an die Beamten vor Ort, ich glaube ihr habt ganz kleine Schwänzchen und müsst daher mit so einer Scheiße was kompensieren.

Für mich ging es ohne weitere Vorkommnisse nach Haus, ein schöner Tag – bis auf das Ergebnis, mal wieder die Waldhöfer Freunde gesehen und sich nett unterhalten.

WALDHOF MANNHEIM: Christopher Gäng – Victor Oppong, Bernd Eigner, Daniel Bogdanovic, Michael Bodnar – Christian Dausel, Christian Schilling, Ken Asaeda, Evans Wise – Hakan Atik (Sebastian Göbig, 46′), Georgi Donkov (Sascha Ropic, 59′; Fisnik Myftari, 85′). TRAINER: Steffen Menze

TORE: 0:1 Ken Asaeda (15′), 1:1 Thorsten Rinke (21′), 2:1 Vladimit Manislavic (41′, Foulelfmeter), 3:1 Miguel Coulibaly (51′), 4:1 Gerold Skowranek (52′), 4:2 Michael Bodnar (79′, Foulelfmeter)

ZUSCHAUER: 3.000, darunter ca. 350 Waldhöfer (…und ein Braunschweiger)

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