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EM-Quali: Irland – DFB 0:0

Samstag, 13. Oktober 2007
Football Association of Ireland Croke Park,
Dublin, Irland
DFB

Freitag ging es am frühen Nachmittag mit Basti nach Bremen, von wo uns Ryan Air zunächst einmal nach London brachte, von wo es nach einem kleinen Aufenthalt dann auf die grüne Insel ging.

In Dublin hatten wir uns entgegen des vorherigen Plans, beide Nächte im Hotel „Airport“ zu nächtigen, dann doch dazu durchgerungen noch eine Übernachtung zu buchen, was sich dann auch als gut herrausstellte.

Die Bude war vom Feinsten und die Bar noch offen, also erstmal mit ein paar Guinness auf den BTSV angestoßen.

Am nächsten Morgen wurde man von den Mannheimer Kollegen aus dem Schlaf geklingelt, nach einem „Full Irish Breakfast“ – identisch mit einem englischen Frühstück – gings zum Flughafen, um neben dem Waldhof auch noch unsere Mitflieger für den Rückflug zu treffen.

Mit dem Bus gings in die City, wo sich ein Teil von uns der Kultur hingab, der Rest eigentlich auch – wer will denn verneinen, dass Bier Teil der irischen Kultur sei?

So saßen wir bis zum Nachmittag in einem entspannten Pub in der Nähe vom Vergnügungsviertel Temple Bar und tranken Bier. Bis auf einen Waldhöfer. Der hat grad mal eine Cola getrunken… Das hätte der Schwabe auch tun sollen, denn so ging es ihm schon im Pub nicht mehr wirklich gut. Waldhöfer vertragen halt nix…

Mit dem Umweg Busbahnhof, wo vergeblich versucht wurde, sein Gepäck abzugeben, ging es dann zum Stadion, wo man sich von einem Burgerbräter noch übers Ohr hauen ließ und dann den Croke Park betrat.

Laut Wikipedia handelt es sich hierbei mit einer Kapazität von 82.500 Zuschauern um das fünfgrößte Stadion Europas.

Croke Park, Dublin, Irland

Da dieses Stadion normalerweise den irischen Sportarten wie Gaelic Football oder Hurling vorbehalten ist, und nur ausnahmsweise während des Umbaus des Fußballstadions Lansdowne Road für den in Irland teilweise nicht so geliebten Soccer geöffnet wird, war klar, dass sich besonders die deutschen Hopper zu diesem Spiel einfinden würden.

Darüberhinaus waren natürlich auch viele Nationalmannschaftsallesfahrer und Neckermänner von der Partie, die teilweise genannte Zahl von zehntausend Deutschen glaube ich zwar nicht, aber 8.000 waren das locker – die Stimmung aber trotzdem scheiße.

Das Stadion verfügt über sehr mächtige Tribünen mit zwei Rängen (sowie noch zwei kleinen Zwischenrängen) auf drei Seiten und einer unüberdachten Tribüne auf der zweiten Hintertorseite (wo unter anderem die deutschen Gäste untergebracht waren).

Croke Park, Dublin, Irland

Das Spiel war eher unansehnlich, naja, eh Nebensache.

Nach dem Kick gings dann per pedes zurück in die Stadt und zunächst mal Richtung Temple Bar – wo aber alle Pubs brechend voll waren. Nach etlichem Herumirren haben wir dann aber doch eine nette Kneipe etwas Abseits gefunden, wo man sogar einen Sitzplatz ergattern konnte und die Musik nicht so abartig laut war, dass man nicht mehr reden kann. Nach Ladenschluss gings wieder zur Hauptstraße, wo man noch kurz die Leute abcheckte und schließlich mit einer Taxe zum Airport fuhr, wo man sich zu den Waldhöfer Dichtköppen gesellte.

Ich war grad im Begriff einzuschlafen – auf den kalten Fliesen – als per minutenlangem Feueralarmklingeln alle Airportsleeper geweckt wurden. Da sich niemand wirklich für den Alarm interessierte, gehe ich mal davon aus, dass es sich dabei um pure Schikane der kleinen Iren gehandelt hat.

Naja, irgendwann wurde dann eingecheckt und noch ein wenig im Abflugbereich gepooft und dann nach London geflogen, wo dieses Mal nur läppische fünf Stunden Zeit totgeschlagen werden wollten – zog sich sehr ordentlich, da konnte auch das erneute englische Frühstück nicht drüber hinwegtäuschen.

Endlich gings dann nach Bremen, der Flug wurde komplett verpennt, wo das Auto auf den Endspurt wartete. Am späten Nachmittag war man dann back in BS und ziemlich bald in der Heia.

IRLAND: Shay Given – Steve Finnan, Joey O’Brien, Richard Dunne, Stephen Kelly – Lee Carsley – Andrew Keogh (Aiden McGeady, 80′), Andy Reid, Kevin Kilbane (Daryl Murphy, 92′) – Kevin Doyle (Shane Long, 70′), Robbie Keane. TRAINER: Stephen Staunton

DFB: Jens Lehmann – Arne Friedrich, Per Mertesacker, Christoph Metzelder, Marcell Jansen – Bastian Schweinsteiger (Simon Rolfes, 18′), Torsten Frings – Clemens Fritz, Piotr Trochowski (Gonzalo Castro, 90′) – Kevin Kuranyi, Mario Gomez (Lukas Podolski, 64′). TRAINER: Joachim Löw

SCHIRI: Martin Hansson (Schweden)

TORE: keine

ZUSCHAUER: 67.495, 8.000 Deutsche würd ich mal tippen

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