Archiv für August 2006

Testkick: HSC Leu 06 - BTSV 0:17 (0:6)

Donnerstag, 31. August 2006
HSC Leu 06 BZA Heidberg,
Braunschweig
Eintracht Braunschweig

Statt direkt von Goslar nach Karlsruhe zu fahren, entschloß ich mich - wenn ich schonmal im Norden bin - auch noch das heutige Testspiel meiner Eintracht bei der Nummer 2 in Braunschweig, dem HSC Leu zu besuchen.

Anlaß war der 100. Geburtstag des Traditionsvereins, der von 1969 bis 1973 immerhin in der zweithöchsten Spielklasse vertreten war.

Leider gibt es das alte Leu-Stadion an der Humboldtstraße schon lange nicht mehr, so daß - einhergehend mit dem sportlichen Abstieg - der Weg in den Braunschweiger Stadtteil Heidberg vollzogen wurde. Heute spielt der HSC in der Bezirksliga (also siebtklassig).

Meine Erkältung vom Vortag, einhergehend mit einem richtig ekligen Husten, muß Auslöser für den von mir gesuchten Parkplatz gewesen sein, irgendwie hatte ich gedacht, der Sportplatz ist da gleich um die Ecke, naja, ein paar Meter zu Fuß haben noch keinen geschadet.

Am Sportplatz traf man dann auch gleich die ersten Gleichgesinnten, während man das Vorspiel betrachtete: Leu-Damen gegen Eintracht-Damen, ziemlich gruselig (das Spiel, ich rede nur vom Spiel). Unsere Mädels verloren gefühlt 80:0, aber viel sah man eh nicht.

Endlich rückte der Zeitpunkt des Anpfiffs näher, jedoch ließ es sich unser guter Oberbürgermeister nicht nehmen noch einige (EINIGE!) warme Worte zu sagen und auch der Leu-Präsident durfte noch ans Mikro (und erwähnte u.a., daß ja viele der Spieler auch große Eintrachtfans sind und regelmäßig ins Stadion gehen - ja da muß man sich doch fragen, wieso nicht ALLE? Skandalös!).

Endlich gings dann auch irgendwann mal los und nach anfänglichem Abtasten fielen dann auch bald Tore - war für mich ziemlich nebensächlich, so daß ich neben dem Unterhalten und Kranksein nur mit einem Auge beim Spiel war.

Wie dem auch sei, es war soweit ein netter Abend mit vielen Toren und einem (nein, zwei!) sympathischen Vereinen.

Die Rückfahrt war dafür natürlich dreimal Scheiße und ich war heilfroh, im Badischen angekommen zu sein.

BTSV: Alex Kunze - Kosta Rodrigues, Torsten Jülich, Francis Banecki, Benjamin Siegert - Torsten Lieberknecht - Lars Fuchs (Jan Tauer, 77′), Martin Hauswald - Dennis Weiland (Marco Grimm, 67) - Tobias Schweinsteiger, Jürgen Rische (Ahmet Kuru, 67′). TRAINER: Michael Krüger

TORE: 1:0, 2:0 Jürgen Rische (4′, 14′), 3:0, 9:0 Dennis Weiland (17′, 63′), 4:0 Martin Hauswald (19′), 5:0, 7:0 Tobias Schweinsteiger (20′, 37′), 6:0, 10:0, 13:0 Lars Fuchs (37′, 67′, 76′), 8:0, 12:0, 16:0 Francis Banecki (58′, 74′, 88′), 11:0, 14:0 Ahmet Kuru (71′, 79′), 15:0 Jan Tauer (87′), 17:0 Benjamin Siegert (90′)

ZUSCHAUER: 700, da dürfte der blamable Saisonstart wohl eine vierstellige Zuschauerzahl verhindert haben.

NFV-Pokal: SV Südharz - BTSV II 1:2 (0:2)

Mittwoch, 30. August 2006
SV Südharz Sportplatz Wiedaer Str.,
Walkenried
Eintracht Braunschweig

Wie ja bereits beim Spiel in Hildesheim orakelt, wurde uns als Gegner für die dritte Runde natürlich der allseits beliebte SV Südharz “gelost”. An dieser Stelle nochmal ganz herzlichen Dank an den NFV!

So ging es also mal wieder über den Harz nach Walkenried, wobei ich den Fehler machte, nicht mit einem quasi Wintereinbruch im Harz zu rechnen - zwar hatte ich eine Regenjacke dabei, aber nur ein dünnes T-Shirt an, das Thermometer zeigte unbarmherzige 10° Celsius an.

Viel zu früh (also etwa 20 Minuten) kam ich am Sportplatz an, zahlte brav meinen Eintritt und wartete, was passiert - und das war erstmal nicht viel, bis endlich der Rest des B-Platz-Pöbels eintraf.

Pünktlich zu Spielbeginn begann es zu schütten und der Versuch eine simple Bratwurst käuflich zu erwerben wurde zu einer echten Herausforderung, da der Grillmeister völlig überfordert war - so dauerte es nur etwa 15 Minuten, bis ich den Prengel auf meiner Pappe hatte. Naja, aber lecker war sie schon, kann man nix sagen.

Das Spiel begann netterweise recht einseitig und mit Braunschweiger Vorteilen (während es die letzten Jahre für den BTSV sportlich ja eher aufwärts ging, krepelt der SV Südharz in der Fünftklassigkeit - meiner Ansicht nach immer noch eine Klasse zu hoch, aber mich fragt ja eh keiner).

Stefan Hauk konnte nach 10 Minuten das beruhigende 1:0 erzielen, Mirko Burgdorf erhöhte nach rund einer halben Stunde auf 2:0 - so konnte es weitergehen.

In der zweiten Hälfte - es regnete immer noch Bindfäden, war noch kälter geworden und war mittlerweile so stockfinster, daß auch das alberne Flutlicht nicht für auch nur annähernd reguläre Bedingungen sorgen konnte - war ebenfalls der BTSV die spielbestimmende Mannschaft, auch wenn man es jetzt etwas ruhiger angehen ließ.

Der Schiri erinnerte sich offenbar auch plötzlich an seine geheime Dienstanweisung vom NFV (”BTSV eliminieren!”).

Durch einen (natürlich unberechtigten) Elfmeter kamen die Harzer nochmal ran, und hatten jetzt Blut geleckt. Auch der Walkenrieder Rentnerpöbel meldete sich jetzt öfter mal zu Wort, wurde aber selbstredend umgehend (verbal) in seine (sehr begrenzten) Schranken verwiesen.

Wenigstens gabs noch ne Ampelkarte für die Südharzer, also war der Schiri doch nicht nur einseitig schlecht, sondern pfiff gegen beide Teams.

Kurz vor Ende mußte er noch lautstark gehindert werden, dem SV Südharz für eine Schwalbe einen weiteren Strafstoß anzuerkennen. Gab dann Abschlag für die Guten.

Keeper Lauenstein verursachte in dieser Phase ein ums andere Mal Herzrhytmusstörungen, da er statt die Bälle zu fangen oder wenigstens wegzufausten, sie beidhändig den Angreifern vor die Füße klatschte - im Volleyball wären das respektable Schmetterbälle gewesen!

Vielleicht war das mit dem Regen sogar ganz gut, denn es war wirklich so, daß der Ausgleich wahrscheinlicher erschien als ein 3:1 für Blau-Gelb. Vielleicht wurde es dem Schiri auch nur zu naß, daß er nur mit kurzer Nachspielzeit abpfiff.

Das siegreiche Team mußte noch zum Feiern rangerufen werden. Ja, Jungs, uns is auch kalt, aber so einfach abhauen, das macht man doch nicht! Direkt im Anschluß gings auf schnellstem Weg nach Hause, wo ich direkt ins Bett fiel, was aber auch nix brachte. Stattdessen wurde die in Walkenried geholte Erkältung fein zehn Tage lang gepflegt.

Scheiß Verlierer, wenn Ihr nicht gewinnen könnt, dann macht Ihr unschuldige Gästefans krank! Nie wieder Südharz! Oder halt bis nächstes Jahr im NFV-Pokal…

BTSV II: Nico Lauenstein – Maik Littmann, Marco Dimitrijevic, Ludwig Siegismund, Adil Boukantar – Edgar Bernhardt, Muhammed Basar, Mirko Burgdorf, Marc Pfitzner (André Brömel, 84′) - Hasim Gökden (Patrick Wötzel, 66′), Stefan Hauk (Luc Ndjock, 85′). TRAINER: Uwe Hain

TORE: 0:1 Stefan Hauk, 0:2 Mirko Burgdorf, 1:2 Daniel Wieglieb (65′, Elfmeter)

ZUSCHAUER: 150, darunter rund 20 Braunschweiger Gäste

BL2: BTSV - TuS Koblenz 0:2 (0:0)

Sonntag, 27. August 2006
Eintracht Braunschweig Eintrachtstadion,
Braunschweig
TuS Koblenz

Mal wieder per Bahn nach Braunschweig angereist und heute frühzeitig das Stadion geentert. Irgendwie hatte ich heute ein schlechtes Gefühl, so vom Feeling…

Um 14h00 gings los und was man auf dem Rasen sah, konnte nicht wirklich überzeugen, in den ersten Minuten wirkt der BTSV zwar leicht überlegen, ist aber bei weitem nicht zwingend genug.

Mit fortschreitender Zeit kommt die TuS immer besser ins Spiel, was in einem Lattentreffer von Langen gipfelte. Erst kurz vor der Pause scheinen einige Braunschweiger aufzuwachen - bringen tut es aber trotzdem nichts.

Nach Wiederanpfiff, ich war noch gar nicht wieder im Block, mußte ich durchs Marathontor das 1:0 für Koblenz mitansehen - ich blieb gleich unten bei den anderen Frustrierten.

Kurz vor Schluß dann gar das 2:0, durch Rahn, der grad eine Minute im Spiel war (auch das 1:0 erzielte ein Spieler, der noch keine fünf Minuten auf dem Platz stand).

Ja, schönen Dank auch, drei Spiele, zwei Punkte, null Tore (und das waren erst die vermeintlich schwachen Gegner).

Reichlich angefressen ging es noch auf ein Bier in die Kneipe und dann per Bahn nach Hause.

BTSV: Thorsten Stuckmann - Markus Husterer, Marco Grimm, Jan Tauer - Dennis Brinkmann (Torsten Lieberknecht, 65′) - Daniel Graf, Lars Fuchs (Samuel Koejoe, 54′) - Dennis Weiland (Jürgen Rische, 69′), Ahmed Kuru, Bekim Kastrati. TRAINER: Michael Krüger

TUS KOBLENZ: Michael Gurski - Brenny Evers, Joshua Grenier, Anthony Tiéku, Frank Wiblishauser - Rüdiger Ziehl, Goran Sukalo (Martin Forkel, 83′) - Evangelos Nessos, Anel Dzaka, Phillip Langen (Johannes Rahn, 89′) - Salif Keita (Kenan Sahin, 45′). TRAINER: Milan Sasic

SCHIRI: Stefan Lupp (Zossen)

TORE: 0:1 Kenan Sahin (49′), 0:2 Johannes Rahn (90′)

ZUSCHAUER: 16.800, darunter etwa 200 Gäste

UEFA-Cup: FC Vaduz - FC Basel 2:1 (0:0)

Donnerstag, 24. August 2006
FC Vaduz Stadion Rheinpark,
Vaduz, Liechtenstein
FC Basel

Die Auslosung der 2. Qualifikationsrunde für den UEFA-Cup meinte es gut mit mir, denn ich hatte weder Zeit noch Geld für eine weite Tour, hoffte aber auf die Chance auf einen neuen Länderpunkt, so daß die Entscheidung, nach Liechtenstein zu fahren, schnell gefallen war.

Der FC Vaduz ist als liechtensteiner Pokalsieger quasi immer für die Qualirunde gesetzt, da er einfach der klar dominierende Verein im Fürstentum ist. Im Ligabetrieb spielt man in der schweizer Challenge League, also zweitklassig.

Das Hinspiel konnte der FC Basel sehr knapp mit 1:0 für sich entscheiden, so daß man mit gemischten Gefühlen die Reise ins Ländle zwischen Schweiz und Österreich antrat.

Mit Steffen konnte ich noch einen Mitfahrer begeistern, da aus Braunschweig niemand recht Lust auf die Tour verspürte.

So ging es mittags in Karlsruhe los und wie schon gegen St. Gallen vor ein paar Wochen wurde der Weg über Bregenz eingeschlagen, diesmal jedoch in eine österreichische Vignette investiert, um die Gurkerei auf Landstraßen in Grenzen zu halten.

Am Mautschalter dann schonmal große Erheiterung, da vor mir zwei Experten waren, die nach nur Bregenz wollten, aber die Ausfahrt verpaßt hatten, tja, dumm gelaufen, für die paar Meter auf der Autobahn waren sie dann gleich je gut 7 Euro ärmer.

Wir kamen viel zu früh in Vaduz an, was durchaus geplant war (Sightseeing, allez!), aber da das Wetter recht bescheiden war und Vaduz als 5000 Einwohner-Kaff weniger als erwartet zu bieten hatte, so nicht kalkuliert.

Kreisel am Stadion in Vaduz
Kreisel am Stadion, sehr schön!

Nun denn, also erstmal das Auto strategisch günstig am Stadion geparkt und die paar Meter in die City gelatscht (der Regen hatte übrigens fast aufgehört, sehr begrüßt), die Hauptstraße runter, schnell festgestellt, daß es das wohl schon war, also zurück, Abstecher über die Fußgängerzone und da das auch nicht wirklich schocken konnte, zurück zum Stadion, wo wir pünktlich zum einsetzenden Wolkenbruch ankamen und unter dem Dach eines Fahrradständers Schutz fanden…

Als ein Audi A3 mit Bielefelder Kennzeichen zum Stadion fuhr, dachte ich erst, daß dies Delron Buckley (der grad frisch zum FC Basel gewechselt war) sei, aber es stellte sich raus, daß auch beim FC Vaduz ein Ex-Arminie spielt, nämlich Christian Wieczorek. Wow!

Irgendwann trudelten dann auch die Basler Kollegen ein, so daß man seine Zeit wenigstens mit Unsinn labern vertreiben konnte, ehe das Stadion seine Pforten öffnete und die Gegentribüne betreten werden konnte (nicht, ohne vorher nun doch klitschnaß zu regnen, da der Stadioneingang skandalöserweise nicht überdacht ist).

Das Rheinparkstadion verfügt über vier getrennte Tribünen mit einer Gesamtkapazität von 6.127 Sitzplätzen - klingt wenig, ist wenig, aber wenn man bedenkt, daß Liechtenstein grad 35.000 Einwohner hat und Vaduz grad 5.000 - dann ist das doch ganz beachtlich (zumal die beiden Hintertortribünen auch zum Stehen genutzt werden können, was die Kapazität auf fast 8.000 pusht).

Die eine Hintertortribüne ist jedoch noch gar nicht fertiggestellt und auf der anderen befand sich der eigentlich Gästesektor, der dank der Fanpasspflicht so gut wie gar nicht genutzt wurde (es mögen gut 50 Basler dort gesessen haben), da der Großteil der FCB-Fans sich Karten für die “neutrale” Gegentribüne besorgt hatten.

Auf der Heimtribüne hatten die Vaduzer “Rheinwölfe” eine Choreographie aus weißen und roten Pappen vorbereitet, die beim Hochhalten ein weißes Herz auf rotem Grund ergeben sollte - hat leider nur sehr mäßig geklappt.

Schnell noch eine Cervelat gegessen (wobei bemerkenswerterweise die Serviette an der Wurstpappe mittels einer Wäscheklammer festgeklemmt war!) und dann konnte es schon losgehen.

Stimmung bei den Gästen schlecht, beim Heimpublikum kaum vorhanden, kennt man vielleicht nicht im Fürstentum, oder es gehört sich nicht, was weiß ich. Auf Basler Seite im späteren Verlauf jedenfalls ordentliches Asigepöbel gegen den Fürsten, sehr schön.

Ach ja, der Ball rollte ja auch immer noch - nun ja.

Der FC Basel begann recht überlegen (gehört sich ja auch so, quasi in einem Spiel Erst- gegen Zweitligist!) und kam in der Anfangsphase zu ein paar guten, wenn auch nicht zwingenden Torchancen.

Nach etwa einer halben Stunde hatte Vaduz jeden Respekt vor dem großen FCB abgelegt und kam immer besser ins Spiel, wohingegen Basel immer schwächer zu werden schien.

Zu Beginn der zweiten Hälfte gabs bei Basel ein paar Bengalen, aber nicht nur die Mannschaft, auch die Fans scheinen ihrer Normalform hinterherzulaufen.

Kurz nachdem die beiden Mannschaften aus der unverdienten Pause zurück auf den Rasen kamen dann das Unfassbare: Basels neuer Torwart patzt und der Ball ist in den Maschen - 1:0 für Vaduz und somit der Wettbewerb ausgeglichen.

Zum Glück ließ das die Basler aufwachen, die nun wieder besser fighteten (wenn auch kein Klassenunterschied zu erkennen war) und in der 56. Minute nach einem Pfostenabpraller den Ausgleich erzielen konnte.

Nun aber wieder Vaduz, die dieser Treffer nicht wirklich zu schockieren schien, der Ex-Bielefelder Christian Wieczorek hatte die Möglichkeit, traf aber nur die Latte, nur kurz später dann aber doch das 2:1 für das Fürstentum.

Durch die Auswärtstorregel wäre nun Basel zwar immer noch weiter, aber ein weiterer Treffer für Vaduz und die Schande wäre perfekt.

So zitterte man sich über die letzten Minuten und wußte nach der letzten vergebenen Chance von Vaduz in der 92. Minute nach dem Abpfiff nicht, ob man sich freuen oder fürchten soll.

ne Pitch Invasion liegt in der Luft!
Das dachten die mitgereisten Basler wohl auch und waren bereits nach dem 2:1 von ihren Plätzen an den Spielfeldrand gezogen, bei einem 3:1 hätte es wohl unschöne Szenen gegeben. So blieb alles friedlich, aber wirklich fröhlich waren in dem Moment die wenigsten über das Weiterkommen.

Für uns ging es nach kurzer Verabschiedung zurück nach Österreich und schließlich nach Karlsruhe.

FC VADUZ: Gabriel Wüthrich - Marco Ritzberger, Thomas Reinmann, Javier Lopez, Diren Akdemir - Michele Maggetti - Christian Wieczorek (Odirlei De Souza Gaspar, 76′), Bruno Sutter (Henrique Cornelio Bem, 79′), Yoann Langlet - Omar Pape Faye (Benjamin Fischer, 74′) - Juan Manuel Sara. TRAINER: Maurizio Jacobacci

FC BASEL: Franco Costanzo - Reto Zanni, Daniel Majstorovic, Koji Nakata, Bruno Berner - Zdravko Kuzmanovic (Ivan Rakitic, 73′), Papa Malick Ba, Ivan Ergic, Scott Chipperfield; Mile Sterjovski (Franz Burgmeier, 58′), Mladen Petric. TRAINER: Christian Gross

SCHIRI: Mark Clattenburg (England)

TORE: 1:0 Juan Manuel Sara (49′), 1:1 Zdravko Kuzmanovic (56′), 2:1 Marco Ritzberger (63′)

ZUSCHAUER: 3.660, darunter rund 400 Basler, vier Mannheimer und ein Braunschweiger

OL Nord: BTSV II - Holstein Kiel II 1:1 (1:1)

Sonntag, 20. August 2006
Eintracht Braunschweig Rheingoldarena,
Braunschweig
Holstein Kiel

Pünktlich wurde der Wagen neben dem Kinderland-Zelt geparkt und man lief direkt Doris und Daniel in die Arme, die noch auf Henner wartete, der mir ne Stunde vorher noch gesagt hatte, er würde nicht kommen.
Naja, Qualität überzeugt halt.

Nachdem auch die Hürde der Ordner überwunden wurde (nicht einfach, die sind heiß!) wurde direkt der übliche Stammplatz eingenommen und der Dinge geharrt, die da kommen sollten.

Zunächst einmal war das Regen, der unaufhörlich herniederprasselt, auch wenn ich jetzt, äh, Herbert Zimmermann hier nachmache… ich schweife ab, es war also sehr naß.

BTSV II - Kiel II

Es war mal wieder ein herrlicher Nachmittag auf dem B-Platz, auch wenn das Spiel arm an Höhepunkten war.

Die Kieler gingen nach einer knappen halben Stunde gar in Führung, was jedoch postwendend ausgeglichen wurde.

Bei Holstein war übrigens (neben drei anderen aus deren Ersten) der gute alte Sven Boy mit auf dem Platz, konnte auch ein paar gute Szenen für sich verbuchen, besonders schön natürlich kurz vor Schluß bei einem Freistoß vorm Braunschweiger Tor, wo er mehrfach die Ausführung antäuschte und sich darüber beschwerte, daß sich Spieler aus der Mauer lösen - der Schiri griff durch gab ihm Gelb für Zeitspiel und weil der gute Sven schon gelb hatte, gleich die Rote hinterher. Auf Wiedersehen, Sven!

Auf Braunschweiger Seite noch erwähnenswert, die Leihgabe aus der Ersten, Dustin Heun, der auch genau gar nichts zustande bekam und im Publikum schon ein “Dustin Heun, die Dritte wird sich freu’n” zu vernehmen war.

Das Unentschieden blieb der Endstand, für mich gings retour nach Goslar nach einem schönen Fußballtag.

BTSV II: Nico Lauenstein – Maik Littmann, Marco Dimitrijevic, Ludwig Siegismund (Hasim Gökden, 40′), Adil Boukantar – Marc Pfitzner, Mirko Burgdorf, Muhammed Basar, Edgar Bernhardt – Stefan Hauk, Dustin Heun (André Brömel, 80′). TRAINER: Uwe Hain

TORE: 0:1 Matthias Hummel (28′), 1:1 Edgar Bernhardt (29′)

ZUSCHAUER: ca. 250, darunter immerhin vier Kieler

Kreispokal: BTSV III - SC Rot-Weiß Volkmarode 0:2 (0:0)

Sonntag, 20. August 2006
Eintracht Braunschweig Kälberwiese,
Braunschweig
SC RW Volkmarode

BTSV-Doublefeature war heute angesagt und dazu gleich mit einem besonderen Schmankerl - der historisch allererste Auftritt unserer neugegründeten Dritten!

Plan war eigentlich, dies mit Biertrinken zu verbinden, ergo mit dem Zug anzureisen - jedoch hatte ich am Vorabend ebenfalls einen wichtigen Trinktermin, so daß der Wecker ignoriert und dann kurzfristig entschieden wurde, mit dem Auto nach Braunschweig zu fahren, wo ich auch pünktlich zum Anpfiff an der Sportanlage Kälberwiese eintraf.

Mit mir wollten noch geschätzte sechzig andere Zuschauer dem Spektakel beiwohnen, darunter acht der berüchtigten B-Platz-Pöbler.

BTSV III

Das Spiel war erstaunlicherweise auf höherem Niveau als erwartet und man schloß die Dritte direkt in sein Herz.

Dennoch mußte dem zwei Klassen höher (also 9. Liga) spielenden Verein Tribut zollen und verlor den Kick mit 2:0.

Nichtsdestotrotz - ein Spektakel, welches nach Wiederholung schreit!

Nach dem Kick gings ins Bier-und-Wurst-Kontor, wo bei einigen Bieren (die anderen), Apfelschorlen (ich) und lecker Essen über den BTSV gefachsimpelt wurde, ehe das zweite Spiel des heutigen Tages in der Rheingoldarena angesteuert wurde.

BL2: FC Carl Zeiss Jena - BTSV 0:0

Freitag, 18. August 2006
FC Carl Zeiss Jena Ernst-Abbe-Sportfeld,
Jena
Eintracht Braunschweig

Das erste Auswärtsspiel in dieser Saison stand an und es sollte gleich nach Jena gehen, zuletzt war ich 1993 im Ernst-Abbe-Sportfeld, wo unser damaliger Abstieg quasi besiegelt wurde. Das sollte heute bitte besser laufen.

Zunächst aber mußte die Entscheidung gefällt werden, wie komm ich hin - ich entschied mich gegen die Autobahnvariante und dafür, über den Harz zu fahren, dauert etwa genausolang ist aber hundert Kilometer kürzer.

Also rüber über den Harz und via Erfurt nach Jena, hat alles recht gut geklappt, nur der Anfahrtstau in Jena hat nochmal genervt.
Nachdem der Wagen aber geparkt war konnte man sich auf den Weg zum Gästeblock machen - warum man da gefühlt halb Jena umrunden muß, wissen wohl auch nur die Vereinsoffiziellen vor Ort.

Im Stadion erstmal eine der berühmten Würste, nun ja, die meisten fanden sie gut, ich eher nicht.

Irgendwie hatte ich für das erste Zweitligaheimspiel nach zig Jahren von Jena mehr erwartet, erstmal war das Stadion überraschenderweise nicht ausverkauft und ne Choreo wäre auch ganz schön gewesen.

Gut 800 Braunschweiger hatten sich heute auf den Weg gemacht, die Stimmung blieb leider größtensteils sehr verhalten.

Das Spiel war heute auch eher zum Abgewöhnen, zwar schon eine Nuance besser als gegen Paderborn, aber immer noch, naja…

Kurz nach Anpfiff schon der erste Wachrüttler für die Eintracht: ein saftiger Lattentreffer nach einem direkten Freistoß - das wär fast der Rückstand gewesen.

Ansonsten bot die erste Hälfte keinerlei weiteren Höhepunkte, der Löwensturm viel zu harmlos, der von den anderen Blau-Gelben biß sich an unserer gut stehenden Abwehr die Zähne aus.

Nach der Pause ein kleiner Rauchpilz bei uns im Block, ansonsten nichts weiter (von den üblichen Fähnchen mal abgesehen). Ich hoffe doch, daß die Stimmung in den nächsten Spielen vor allem auswärts wieder ein Niveau erreicht, mit dem man sich wenigstens nicht zu schämen braucht, das heute war wirklich meisten erbärmlich.

Nur als der Jenaer Pöbel auf der Tribüne uns ein “In Europa kennt Euch keine Sau” entgegenschmetterte, wurde es mal ordentlich laut - tja, liebe Thüringer, vielleicht das nächste Mal die Geschichte der Gegner auch mal vor 1989 betrachten.

Auch in der zweiten Hälfte war das Spiel auf höherem Niveau als der Grottenkick gegen Paderborn, was fehlte waren immer noch Tormöglichkeiten. Immerhin hatte Kastrati mal eine und der Fuchser ebenso. Mit fortschreitender Spielzug kam der BTSV immer besser ins Spiel, scheiterte jedoch ein ums andere Mal beim Abschluß, so daß auch das zweite Spiel in dieser Saison mit einem torlosen Remis endete.

Per pedes gings zurück zum Auto, wo man sich fragte, was wohl passiert wäre, wenn das Spiel anders ausgegangen wäre oder wie das wohl ist, wenn Haßgegner Erfurt hier mal spielt - keinerlei Fantrennung und ein paar sportlich gekleidete Jugendliche guckten auch ganz schön böse.

Nachdem der Abfahrtsstau (auch hier verdient Jena nur die Note 6) überstanden war, ging es auf die Autobahn nach Erfurt und dort auf die Landstraße - eine dämliche Idee von mir, da irgendwo nämlich ein Bahnübergang gesperrt war und die Umleitung dann irgendwo in der Walachai aufhörte - doof, wenn man sich in die Zone wagt und weder Navi noch Karte hat.

So irrte ich eine gute Stunde und hangelte mich von Kaff zu Kaff, ohne auch nur einen Ort auf den gelegentlichen Wegweisern zu kennen (außer Erfurt, 50km, aber da kam ich ja grad her), bis ich endlich wieder halbwegs bekannte Gefilde erreichte und schließlich auch den goldenen Westen wiederfand. Der Umweg betrug nur schlappe 50 Kilometer, kostete mich aber deutlich über eine Stunde.

Entsprechend zügig ging es dann auch über den Harz, was einem Reh beinahe noch zum Verhängnis geworden wäre. Noch mal Glück gehabt, Bambi!

FC CARL ZEISS JENA: Christian Person - Alexander Maul, Holger Hasse, Krzysztof Kowalik - Sven Günther, Torsten Ziegner - Kevin Schlitte, Tobias Werner - Christian Fröhlich (Ronny Thielemann, 83′) - Sebastian Helbig (Marc Zimmermann, 86′), Fiete Sykora (Patrick de Napoli, 61′). TRAINER: Heiko Weber

BTSV: Thorsten Stuckmann - Benjamin Siegert, Markus Husterer, Marco Grimm, Jan Tauer - Dennis Brinkmann, Daniel Graf, Lars Fuchs, Dennis Weiland (Torsten Lieberknecht, 87′) - Samuel Koejoe (Ahmed Kuru, 63′), Bekim Kastrati (Jürgen Rische, 90′). TRAINER: Michael Krüger

SCHIRI: Christian Dingert (Thallichtenberg)

TORE: heute mal nicht…

ZUSCHAUER: enttäuschende 8.516, darunter etwa 800 Braunschweiger