Archiv für die Kategorie ‘Frankreich’

Ligue 2: FC Metz – Racing Strasbourg 4:1 (1:0)

Freitag, 08. Dezember 2006
FC Metz Stade Saint-Symphorien,
Metz, Frankreich
Racing Strasbourg

Zunächst mal gings am heutigen Freitag nach Ludwigshafen, um sich dort mit Herrn und Frau Waldhof-Timo zu treffen, was auf einem leicht skurrilen Parkplatz in der Nähe des Bahnhofs auch gelang und gen Frankreich durchgestartet wurde.

Die Fahrt verlief größtenteils ereignis- wie problemlos, lediglich die Detailansteuerung in Metz warf kleinere Probleme auf, die aber nach einer Ehrenrunde durch die City auch problemlos gemeistert wurde.

Am Stadion wollte man uns leider nicht direkt parken lassen – die erste von zwei Hürden in Person von Parkwächtern war schon genommen, der zweite ließ sich jedoch nicht erweichen, so dass ein wenig abseits mit Streetparking vorlieb genommen werden musste. In Deutschland hätte ich mich so nicht hingestellt, aber noch während wir überlegten, ob das wohl so gehen würde, zeigten uns unsere Nachbarn, dass es noch verkehrsbehindernder geht.

Am Stadion dann in meinen quasi perfekten Schulfranzösisch Tickets geordert und im Stadion erstmal ein Baguette genossen.

Unsere Plätze waren auf der Hintertorseite im Oberrang, was zwar einen sehr guten Blick aufs Spielfeld versprach, jedoch leider der Gästeblock (auf der gleichen Tribüne, andere Seite), sowie der eine der zwei Heimblocks (im Unterrang) kaum zu sehen waren.
Außerdem nervte eine schwarzafrikanische Trommelcombo, die – völlig unabhängig vom Spielgeschehen – die gesamte Spieldauer Gas gab, so dass man sein eigenes Wort und vor allem leider auch den Support nicht hören konnte.

Das Spiel begann auf Metzseite mit je einer Choreo auf beiden Hintertortribünen, die Gäste haben auch irgendeine Folie hochgezogen, dazu gabs Schwenker und Pyro.

Gut 20.000 Zuschauer waren bei der heutigen Partie der beiden Erstligaabsteiger im Stadion, eine sehr gute Zahl. Aber war ja nicht nur sportlich das Spitzenspiel (Metz ist Erster, Strasbourg Dritter), sondern auch ein echtes Derby Lothringen gegen Elsass.

Sportlich begann die Partie auf gutem Niveau, da hatte ich mit weniger gerechnet, besonders der FC Metz zeigte deutlich, wer Herr im Haus ist.

Trotzdem dauerte es bis zur zwanzigsten Minute bis zum ersten Tor – der Straßburger Deroff fälschte einen Schuss ab, der unhaltbar in die Maschen geht. Dies sollte auch der Halbzeitstand sein.

Wir verließen den Oberrang, um die zweite Hälfte von unten zu sehen, was leider auch nur wenig mehr Sicht bot und die Trommler immer noch laut genug waren, um einen Großteil des Support zu schlucken.

In der zweiten Hälfte dann zunächst mal eine rote Karte für den unglücklichen Eigentorschützen, Strasbourg nun also nur noch mit neun Feldspielern.

In der 68. Minute dann das 2:0 per Elfmeter und direkt im Gegenzug erneut Elfmeter, den Racing zum Anschlusstreffer versenken konnte – da half auch der Pyroeinsatz vom Metzblock direkt hinterm Tor nix.

Der FC Metz war davon aber überhaupt nicht geschockt und konnte durch einen Doppelschlag von Cardy noch zwei Tore nachlegen.

Nach Spielende ging’s für uns zum Auto und erneut mit kleineren Irrungen auf die Autobahn gen Heimat, die auch problemlos erreicht werden konnte.

TORE: 1:0 Yves Deroff (20′, Eigentor), 2:0 Babacar Gueye (68′, Elfmeter), 2:1 Renaud Cohade (70′, Elfmeter), 3:1 und 4:1 Julien Cardy (74′, 84′)

ZUSCHAUER: 20.014, leider konnte ich den Gästeblock kaum einsehen, daher keine Zahl hierfür

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UEFA-Cup: AS Nancy Lorraine – Wisła Kraków 2:1 (1:1)

Donnerstag, 02. November 2006
AS Nancy Lorraine Stade Marcel-Picot,
Nancy, Frankreich
Wisła Kraków

Klar, theoretisch wäre ich wohl lieber in Blackburn bei unseren Basler Freunden gewesen, aber Wisła ist ja auch nicht schlecht, also wurde für diese Tour geplant und gehofft, dass eine Mitfahrgelegenheit gefunden wurde, da die Zugfahrt mit rund 70 Euro zu Buche geschlagen hätte.

Und tatsächlich, über Umwege bekam ich einen Lift – vielen Dank nochmal! Mein Dresdendynamischer Namensvetter, den der Job nach Heilbronn verschlagen hatte, war zwar schon in Nancy, aber Krakau konnte ihn dann noch mal zur Bestätigung bewegen.

So ging es also gegen 16h00 los und man erreichte Nancy ziemlich problemlos, obschon ein großes Stück Landstraße in Frankreich zu bewältigen war.

Am Stadion dann der erste Schock: die Kassenhäuschen hatten dicht – mit einem Soldout war heute nun wirklich nicht zu rechnen gewesen, auch wenn nur gut 20.000 in das Stade Marcel-Picot passen.

Ein Zettel wies uns dann aber zur Fanboutique, und siehe da, da waren die Schalter offen, also auf Englisch versucht Tickets für die Hintertorseite gegenüber des Gästeblocks (zwecks guter Sicht auf ebendiesen) zu ergattern – und der zweite Schock: „no tickets for today!“.

OK, sie meinte nur für den von uns favorisierten Block, also Zähne zusammengebissen und mal locker 25 Euro pro Person für die Gegengerade abgedrückt, man hat’s ja…

Also erstmal ins Stadion und sich über den ordentlich gefüllten Fanblock der Polen gefreut.

Noch eine gute halbe Stunde war totzuschlagen und da es trotz Eiseskälte nix Warmes zu trinken gab (dank Zahlkartenpflicht), zitterte man so vor sich hin.

Zu Beginn war das Stadion dann auch ganz ordentlich voll und die Franzosen boten eine unspektakuläre Doppelhaltershow auf der einen und eine auch nicht vom Hocker reißende Pappen-Choreo auf der anderen Seite.

Direkt neben den Pappen machte Kraków es besser, erst gabs Unmengen an Schwenkern, die dann noch durch einige Bengalos beim Einmarsch der Akteure ergänzt wurden. Sehr fein! Dazu gabs noch ein ‚Protestultra.pl‘-Banner – der Hintergrund wird noch recherchiert.

Das Spiel begann und leider konnte man ziemlich schnell sehen, dass es ein rechter Grottenkick werden würde, bei dem Nancy schwach, Krakau aber noch zwei Klassen schwächer war.

Besonders der Keeper der Polen – offenbar die Nummer 2 im Tor – konnte durch häufige Unsicherheit unrühmlich auf sich aufmerksam machen, so dass es nur eine Frage der Zeit war, wann Nanzig in Führung gehen würde, was dann auch in der 9. Minute passierte, als Kim das 1:0 für AS Nancy erzielen konnte (oder war es doch Berenguer, die offiziellen Seiten sind sich uneins, egal).

Nach einer Viertelstunde dann gar das vermeintliche 2:0 per Fernschuss – welches aber aus für mich nicht ersichtlichen Gründen nicht gegeben wurde.

In der 30. Minute konnte dann Krakau völlig überraschen und mit der ersten (und wie wir leidvoll merken mussten, einzigen) Chance des Spiels den Ausgleich erzielen, was auch die Stimmung im Gästesektor wieder auf Vordermann brachte, die vorher doch ein klein wenig eingeschlafen war.

Die Heimseite übrigens nicht so schlecht, wie erwartet, teilweise schon einigermaßen laut und auch recht konstant in ihren Supportbemühungen. Gab auch ein paar nette Wechselgesänge mit dem zweiten Fanblock, der gegenüber (und genau neben den Polen) untergebracht war.

Nach der durchfrorenen Halbzeitpause schien Krakau für ein paar Momente besser ins Spiel gekommen zu sein, ein krasser Abwehrfehler in der Heimhälfte beendete aber diese Bemühungen und Krakau sah sich in einer 1-gegen-3-Kontersitutation, die die Franzosen unglaublicherweise nicht zur erneuten Führung nutzen konnten.

Danach stürmte dann aber nur noch Nancy, hatte in der 53. Minute noch eine Hammermöglichkeit und waren dann auch eine Minute später in der Lage, das Leder im Krakauer Kasten unterzubringen – erneut nach einem schlimmen Fehler in der polnischen Abwehr.

Zu allem Überfluss gabs in der 66. Minute noch die Ampelkarte für den bereits gelbverwarnten Norbert Varga, so dass Wisła die verbleibenden 25 Minuten nur noch mit neun Feldspielern agieren konnte.

Der Gast entsprechend geschockt, hier darf dann aber Nancy der Vorwurf gemacht werden, dass sie das nicht ausnutzen konnten.

Kurz vor Schluss gings zwar noch mal zornig hin und her, Zählbares gabs aber nicht und für uns gings direkt mit dem Pfiff aus dem Stadion und zum Auto, dessen Heizung heute abend besonders gehuldigt wurde.

Zügig gings zurück in die Zivilisation, zu zügig, meinten unsere baguettefressenden Freunde und ließen es gleich zweimal blitzen – Fotzen!

AS NANCY LORRAINE: Gennaro Bracigliano – Michaël Chrétien, Pape Diakhaté, Damian Macaluso, Frédéric Biancalani (David Sauget, 72′) – Pascal Berenguer, Emmanuel Duchemin, Landry N’Guemo – Monsef Zerka, Kim (Issiar Dia, 63′), Tosin Dosunmu (André Luiz, 80′). TRAINER: Pablo Correa

WISŁA KRAKÓW: Emilian Dohan – Marcin Baszczyński, Dariusz Dudka, Cléber Guedes de Lima, Michael Thwaite (Branko Radovanovic, 88′) – Jakub Błaszczykowski, Norbert Varga, Radosław Sobolewski, Mauro Cantoro (Jean ‚Paulista‘ Rodrigues, 64′), Marek Zieńczuk (Piotr Brożek, 59′) – Paweł Brożek. TRAINER: Dragomir Okuka

SCHIRI: Pavel Kralovec (Tschechien)

TORE: 1:0 Kim (9′), 1:1 Paweł Brożek (30′), 2:1 Pascal Berenguer (54′)

ZUSCHAUER: 17.509, gut 1.000 Polen (würd ich mal so schätzen)

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UEFA-Cup: Racing Strasbourg – FC Basel 2:2 (1:2)

Donnerstag, 16. März 2006
RC Strasbourg Stade de la Meinau,
Strasbourg, Frankreich
FC Basel

Auch zu diesem Spiel wurde mit der Bahn angereist – von Karlsruhe ja ein Katzensprung.

Am Hauptbahnhof in Strasbourg konnte man noch die Vorbereitung der Staatsmacht für die Ankunft des Hauptmobs der Basler begutachten, ehe der Zug auch schon eintraf und man sich in die Menge mischte und per Straßenbahn zum Stade de la Meinau gefahren wurde.

Dort verdrückte ich mich erstmal aus dem Mob, was auch erstaunlich problemlos gelang, um auf den Rest der Braunschweiger Kollegen zu treffen, die mich auch direkt am McDonald’s fanden.

Gemeinsam ging es dann zum Gästeeingang und kurz darauf auch in den Gästeblock (mit einem netten fünf Meter hohen Zaun) – vielen Dank an dieser Stelle an die Freunde aus Basel, die uns mit Tickets für dieses Spiel versorgt hatten!

Das Stadion sollte heute nur zu einem Bruchteil gefüllt werden, die desolate sportliche Situation des RC Strasbourg im Allgemeinen, die 2:0-Vorlage im Hinspiel der Basler im Speziellen und sicherlich auch die frühe Anstoßzeit von 18h00 bewirkte, dass sich nur gut 8.000 Zuschauer im Stadion einfanden, darunter gut ein Viertel aus Basel, unterstützt von Braunschweigern und Mannheimern. Der Heimblock, in dem die Ultra Boys 90 das Sagen haben, war grade einmal zur Hälfte gefüllt.

Zu Spielbeginn gab es von Baslerseite eine Choreographie im gesamten Gästesektor, bestehend aus weißen Pappen und einer Folie mit dem Baslerstab. Die Stimmung bereits phantastisch, unsere schweizer Freunde legten heute einen geilen Support hin!

Die gute Stimmung wurde kurz nach Spielbeginn noch untermauert, da bereits in der 3. Minute Eduardo zum 1:0 für die Eidgenossen traf und damit die Hoffnung auf ein Weiterkommen der Franzosen enorm schwächte.

Zwar traf in der 10. Minute Carlier für die Elsässer aus einer deutlichen Abseitsposition zum 1:1, jedoch tat das weder dem Spiel noch der Stimmung auf den Rängen des FC Basel Abbruch, auch wenn die Straßburger nun ihre Chancen witterten.

In der 26. Minute machte erneut Eduardo alles klar, nach einem Pass von Delgado schoss er das 2:1, damit würde der RCS noch vier Tore erzielen müssen, um weiter zu kommen.

Der Schock bei den Elsässern saß tief, der FCB konzentrierte sich nun mehr auf die Defensive, so dass das Spiel bis zur Pause ohne weitere Höhepunkte auskam – aber auch dies beeinträchtigte die Stimmung im Gästeblock nicht.

Auch in der zweiten Hälfte (die übrigens wieder mit einer Choreographie der Basler eingeläutet wurde) änderte sich nicht viel, Basel ließ den Ball laufen, ohne sich jedoch übermäßig anzustrengen, die Straßburger versuchten halbherzig, das Spiel zu drehen, konnten aber auch nicht viel Zählbares vorweisen, bis Kanté rund zehn Minuten vor Ende eine Ecke zum 2:2-Ausgleich verwandeln konnte.

Die Elsässer versuchten in den verbleibenden Minuten zwar noch zornig weitere Treffer zu erzielen, kamen jedoch nicht ernsthaft gegen die abgeklärte Defensive des FC Basel an.

Nach Abpfiff natürlich großer Jubel im Gästesektor, wie schon zu Spielbeginn und zu den Toren wurden einige Fackeln gezündet und ordentlich gefeiert (ob es allerdings besonders schlau ist, zum Anpfiff der 2. Hälfte Leuchtspur in den Anstoßkreis zu schießen, wo sich der RCS auf den Anstoß bereitmachte, ist sicherlich mindestens diskutabel – bei einem Treffer hätte ich mich nicht gewundert, wenn die UEFA Basel vom Wettbewerb ausgeschlossen hätte).

Pyromanie

Nach einer kurzen Blocksperre ging es aus dem Stadion, wo sich auf dem Parkplatz unsere Wege trennten, für mich ging es mit der Straßenbahn wieder zum Bahnhof und von dort per Nahverkehrszug zurück in die badische Zivilisation.

Der FC Basel hat mit einer souveränen Leistung in den beiden Achtelfinalspielen, das erste Mal seit 32 Jahren ein UEFA-Cup-Viertelfinale erreicht und wird als nächstes auf den Middlesbrough FC treffen, ehe es im Halbfinale gegebenenfalls gegen den Sieger des rumänischen Derbies Steaua vs. Rapid Bukarest geht.

RC STRASBOURG: Nicolas Puydebois – Yves Deroff, Habib Bellaid, Cédric Kanté, Ahmed ‚Abou‘ Moslem – Pascal Johansen, Ricardo Faty, Pontus Farnerud, Arthur Boka – Rudy Carlier, Alexander Farnerud. TRAINER: Jacky Duguépéroux

FC BASEL: Patrick Zuberbühler – Reto Zanni, Boris Smiljanic, Daniel Majstorovic, Bruno Berner (Scott Chipperfield, 79′) – Papa Malick Ba – David Degen, Mladen Petric, Matias Emilio Delgado (Ivan Ergic, 66′), Mile Sterjovski – Eduardo Adelino Da Silva (Baykal Kulaksizoglu, 86′). TRAINER: Christian Gross

SCHIRI: Benquerença (Portugal)

TORE: 0:1, 1:2 Eduardo Adelino Da Silva (3′, 26′), 1:1 Rudy Carlier (10′), Cédric Kanté 2:2 (78′)

ZUSCHAUER: erbärmliche 8.115, aber immerhin gut 2.000 Basler mit Unterstützung aus Mannheim und Braunschweig

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Coupe de France: FR Haguenau – SO Romorantin 1:2 (1:0)

Sonntag, 09. Januar 2005
FR Haguenau Parc des sports,
Haguenau
SO Romoratin

Zwanzig Minuten vor Zwölf wurde ich unsanft von einer SMS von Tobber geweckt, da wir gestern noch keinen festen Termin für die heutige Abreise ins Elsaß ausgemacht hatten – gerade noch Zeit für ein Mindestmaß an Körperpflege, eh ich die bewährte Coupe de France-Truppe wieder am Bahnhof abholte.

Die Fahrt nach Haguenau dauerte nur ungefähr eine Stunde, dort waren aber schon eine Menge Leute auf den Beinen um den Auftritt des Drittligisten Romoratin gegen den in der Division d’honneur (6. Liga) ansässigen Heimverein bewundern zu können.

Im 8. Spiel der Vorrunde konnte man immerhin einen Zweitligisten ausschalten, so dass heute erneut eine Überraschung erwartet wurde.

Der Parc des Sports verfügt über eine kleine überdachte Tribüne als einzigem Ausbau, aber immerhin sprach man am Eingang deutsch. Erneut 8€ sollten für den Besuch dieses Grützspiels den Besitzer wechseln…

Das Spiel war ausgesprochen öde, ein Elfmeter in der 20. Minute für den Gastgeber wurde viel umjubelt, das war aber auch schon alles an nennenswerten Aktionen.

In der zweiten Hälfte konnte der Gast in der 75. Minute ausgleichen und man hatte sich schon damit abgefunden, daß es Verlängerung bei Affenkälte geben würde (auch die Website von L’Equipe war der Ansicht, der kicker ist es im Matchkalender immer noch), als es in der Nachspielzeit einen Elfer für Romoratin gab, der auch verwandelt wurde.

Somit wurde uns eine weitere halbe Stunde fußballerische Magerkost erspart, jedoch hat sich damit auch der letzte Club in der Nähe aus dem Pokal verabschiedet.

FR HAGUENAU: Schaeffer, Frumholz, Specht, Renckert, Recher, Offner, Froeliger, Gutfreund, Muller, Marchal, Pleimelding

SO ROMORANTIN: Ardeois, Baudouin, Durpès, Acar, Deslais, Dudoit, Tall (Graechen), Kheyari (Llorente), Collet, Elouaari (Fabien), Komenan N’Guessan

TORE: 1:0 Marchal (20′, Elfmeter), 1:1 Komenan N’Guessan (75′), 1:2 Dudoit (90’+4′, Elfmeter)

ZUSCHAUER: 2.716, keine Gästefans

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Coupe de France: FC Sochaux – SC Bastia 1:0 (1:0)

Samstag, 08. Januar 2005
FC Sochaux Stade Auguste-Bonal,
Sochaux
SC Bastia

Von Geispolsheim ging es also direkt nach Sochaux-Montbéilard, wo dem Werksclub FC Sochaux ein Besuch abgestattet werden sollte.

Bis auf die letzten Kilometer war die Autobahn umsonst, dann wollten die Verbrecher aber doch noch 2,40€ von uns haben…

Am Stadion dank meiner fast fehlenden Französischkenntnisse die Anweisungen des Einweisers so missverstanden, dass direkt am Stadion zwischen lauter Wagen mit Behindertenausweis geparkt wurde.

An den Kassen hatten sich zu diesem Zeitpunkt einigermaßen lange Schlangen gebildet, es war kurz vor Kick-off. Für 3€ gabs ne ermäßigte Karte für die Hintertortribüne und ab ging es ins Stadion.

Das Stade Auguste-Bonal ist ein sehr schöner 20.000er all seater. Dunkelblaue Sitzschalen auf zwei Etagen und eine nette Dachkonstruktion auf Holzbalken lassen den Ground in meiner Hitliste einen der vorderen Plätze einnehmen.

Das Spiel hatte gerade angefangen und man merkte schnell, dass zum Abschluss des heutigen Tages noch mal netter Fußball angetischt werden würde. Beide Teams waren engagiert, Sochaux allerdings doch stärker.

Uns gegenüber befand sich der Heimblock, von wo durchaus ansprechender Support abgeliefert wurde, inkl. Bengalos, die für einige Kurzweil sorgen sollte: es wurden das ganze Spiel über Fackeln gezündet, sofort begab sich ein Order in den Block sicherte sich das Teil und löschte es außerhalb. Es wurden aber keine Bullen geholt oder Leute aus dem Block gezogen – sehr angenehme Atmosphäre.

An Gesängen gefiel mir natürlich besonders die französische Version von „Zwischen Harz und Heideland“, der Wechselgesang ging durch das ganze Stadion.

Dank meiner phantastischen Französischkenntnisse hab ich mir mal erlaubt, den Text für meine werten Leser zu übersetzen:

Zwischen Frosch- und Schneckenfraß,
Da gibts ’nen Club, der macht uns Spaß,
In den Farben blau und gelb,
Den schönsten Farben dieser Welt,
Ein blauer Löwe auf dem Bauch,
Jeder Depp weiß es jetzt auch,
Das macht jeden Pimmel hart:
FC SOCHAUX MÖMPELGARD

Kurz vor Schluß der ersten Halbzeit dann das 1:0 für den Heimverein: ein Direktschuß wurde auf der Linie abgewehrt und dann vom Abwehrspieler beim Versuch, den Ball rauszuschlagen „Tor des Monats“-reif unter die Latte geballert.

In der Halbzeit wurde das Stadion ein wenig erkundet und die Gästefans gezählt: ganze vierzehn haben den Weg aus Korsika auf sich genommen, aber das muss man sich mal vorstellen: ein Auswärtskick (beim AC Ajaccio) auf der Insel, der Rest grundsätzlich scheissweit weg.
Als Deutscher kann man sich das nur schwer vorstellen.

Zu hören war das Grüppchen nicht, immerhin gabs eine Zaunfahne und ein paar korsische Flaggen mit dem Sarazenenkopf.

Auch in der zweiten Hälfte war das Spiel durchaus ansehnlich, auch wenn es zu keinen weiteren Toren reichte.

So ging es also nach dem Abpfiff schnell zum Auto und zurück nach Karlsruhe, wo man so gegen 1h nachts auch ankam.

FC SOCHAUX: Richert, Mathieu, Tall, Diawara, Daf, Pitau, Lonfat, Oruma, Isabey, Santos, Ilan

SC BASTIA: Penneteau, Vanney, Yahia, Song, Chimbonda, Rocchi, Hadji, Matingou (Piocelle), Sidibé (Ben Saada), André, Née (Vairelles)

TOR: 1:0 Rocchi (44′, Eigentor)

ZUSCHAUER: 6.916, davon 14 aus Bastia

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Coupe de France: AS Gambsheim – Toulouse FC 0:3 (0:1)

Samstag, 08. Januar 2005
AS Gambsheim Complexe Sportif,
Geispolsheim
Toulouse FC

Von Schiltingheim ging es die paar Kilometer nach Geispolsheim zum zweiten Kick des Tages. In den dortigen Complexe Sportif wurde das Match des Sechstligisten Gambsheim (Ligue Honneur) verlegt.

Offenbar waren wir nicht die einzigen, die die Idee zum Doppler hatten, denn schon nach der Autobahn stauten sich die Wagen. Schnell einen Parkplatz am Straßenrand gebucht und ab zum Spiel.

Dort kaufte ich mir erstmal für läppische 8 Euro ein Schokobrötchen, immerhin war dann der Eintritt umsonst (natürlich war es umgekehrt, aber so wäre es ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis gewesen).

Der Sportplatz hat zwar eine überdachte Tribüne zu bieten, das war es aber auch schon, der Rest des Sportplatzes hat keinen Ausbau wurde aber mit Bauzäunen abgesperrt – lächerlich.

Angesagt hatte sich heute der Erstligist Toulouse FC, der mit sage und schreibe fünf Personen angereist waren.

Das Spiel war unglaublich öde, auch das 1:0 in der ersten Halbzeit konnte daran nichts ändern, so dass wir ohne schlechtes Gewissen direkt mit dem Pausenpfiff nach Sochaux aufbrachen und somit zwei weitere Tore verpaßten.

TOULOUSE FC: Revault, Aubey, Ebondo, Arribagé, Congré, Cardy, Giresse, Emana, Taider, Suarez (Bedimo), Akpa Akpro (Psaume)

TORE: 0:1 Arribage (24′), 0:2 Emana (74′), 0:3 Taider (87′)

ZUSCHAUER: 3.000, davon fünf Gästefans

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Coupe de France: SC Schiltigheim – Stade de Reims 0:2 (0:1)

Samstag, 08. Januar 2005
SC Schiltigheim Stade de l’Aar,
Schiltigheim
Stade de Reims

Viel zu spät (dank den dämlichen Handwerkern) pickte ich Steffen und Tobber erneut am Bahnhof auf und es ging in den Straßburger Nachbarort Schiltigheim, wo wir kurz vor der Halbzeit beim Stand von 1:0 für die Gäste aus Reims ankamen.

Das Stade de l’Aar verfügt über eine kleine Tribüne mit netter Dachkonstruktion und ein paar Betonstufen auf der Gegenseite, wo wir auf Hopperkollegen von Young Boys Bern trafen.

Zusammen konnte man noch die letzten Oberkörperfreiaktionen der Gästefans sehen und eine langweilige zweite Halbzeit des Pokalspiels, bei dem Reims den Siegtreffer zum 2:0 erzielen konnte, nachdem zuvor der Viertligist Schiltigheim einen Elfmeter vergeigt hatte.

Stade de Reims (zur Zeit 14. der zweiten Liga) konnte damit also ziemlich unspektakulär das Ticket für die Runde der letzten 32 lösen.

SC SCHILTIGHEIM: Michel, Gemehl (Riehl), Colling, Demuth, Arnould, Gar. Ayvaz, Hoffmann, Dafi, Gal. Ayvaz (Senouci), Lemarchand, Bader (Siasia)

STADE DE REIMS: Legrand, Stéphanopoli, Houche, Arnaud, Delmotte, Leroy, Boutal, Didot, Diané (Walter), Blayac (Petitjean), Dossevi (Bocart)

TORE: 1:0 Blayac (23′), 2:0 A. Diane (54′)

ZUSCHAUER: 2.090, ca. 30 aus Reims

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