Archiv für November 2005

BL2: Erzgebirge Aue - BTSV 0:2 (0:0)

Freitag, 25. November 2005
Erzgebirge Aue Erzgebirgsstadion,
Aue
Eintracht Braunschweig

Dank der völlig desolaten Zugverbindung nach Aue, hatte ich mir frühzeitig für die Fahrt im Bus der Ultras entschieden.

So hieß es also Freitag früh zunächstmal mit dem Zug von Karlsruhe nach Braunschweig zu fahren, wo man am Bahnhof direkt auf den Randalestudenten traf, der das gleiche Ziel hatte, so daß die letzten Meter zum Treffpunkt per PKW zurückgelegt werden konnten.

Die Fahrt verlief ausgesprochen entspannt - ich bin ja kein großer Busfahrer, aber das war schon OK heute.

Der Wintereinbruch beschränkte sich zum Glück aufs Münsterland, so daß es im Erzgebirge zwar rattenkalt war, einem Fußballspiel ansonsten aber nichts im Wege stand und wir schon frühzeitig das Stadion erreichten.

Heute stand “bundesweiter Aktionstag gegen Repression beim Fußball” im Kalender, so wurde von Braunschweiger Seite ein Spruchband in den Block geschmuggelt - sämtliche Spruchbänder waren verboten worde (wahrscheinlich, um die Repressionen gleich noch mal praktisch zu belegen). Außerdem beteiligte sich unser kompletter Block kollektiv daran, die erste Viertelstunde des Spiels komplett zu schweigen. Trotz Provokationen von Seiten der Sachsen (die den Protest natürlich auch nicht mittrugen…) wurde dies komplett durchgezogen und die letzten zehn Sekunden als Countdown runtergezählt ehe die Hölle im Block losbrach und alle supporteten bis die Stimmbänder bluteten.

Heute gab es sicherlich einen der besten Supports in dieser Saison, was auch daran lag, daß nur rund 350 Braunschweiger den Weg nach Aue gefunden hatten.

Während Aue in den ersten Minuten die bessere Mannschaft war, konnte man merken, daß mit Einsetzen des Supports auch der Löwen auf dem Feld stärker wurden.

Nach der Pause gab es einge gute Chancen auf beiden Seiten, Benni Siegert hatte schließlich das Glück des Tüchtigen und konnte das 1:0 für den BTSV erzielen, was im Block natürlich für frenetischen Jubel sorgte.

Fünf Minuten vor Schluß wechselte Michael Krüger Lalle Fuchs ein, der direkt seinen ersten Ballkontakt im Gehäuse der Sachsen unterbringen konnte.

So hieß es also: zweiter Auswärtssieg in der zweiten Liga!

Die Rückfahrt verlief ähnlich unproblematisch, auch weil irgendwann die Äuglein zugemacht wurden.

Von Braunschweig genoß ich dann noch eine Mitfahrgelegenheit nach Bad Harzburg, so daß ich nicht noch ein paar Stunden auf dem Bahnhof (oder in der Röhre) rumasseln mußte, sondern von da per Taxi nach Goslar gelangte.

ERZGEBIRGE AUE: Tomasz Bobel - Tomasz Kos, Jörg Emmerich, René Trehkopf (Hendrik Liebers, 75′) - Florian Heller, Sven Günther, Richard Dostalek (Skerdilaid Curri, 74′), Christian Mikolajczak - Tomas Klinka, Andrzej Juskowiak, Ersin Demir (Sebastian Helbig, 54′). TRAINER: Gerd Schädlich

BTSV: Thorsten Stuckmann - Finn Holsing, Martin Amedick, Marco Grimm, Jan Tauer - Benjamin Siegert (Lars Fuchs, 84′), Torsten Lieberknecht (Torsten Jülich, 81′), Patrick Bick, Kosta Rodrigues - Daniel Graf, Jürgen Rische (Dustin Heun, 90′). TRAINER: Michael Krüger

SCHIRI: Wolfgang Walz (Pfedelbach)

TORE: 0:1 Benjamin Siegert (63′), 0:2 Lars Fuchs (85′)

ZUSCHAUER: 9.500, davon 350 Braunschweiger

BL2: BTSV - SV Wacker Burghausen 1:2 (1:1)

Freitag, 18. November 2005
Eintracht Braunschweig Eintrachtstadion,
Braunschweig
Wacker Burghausen

Mal wieder ging es an einem Freitag nach Braunschweig, wo der Gast heute Wacker Burghausen heißen sollte.

Bereits vor dem Spiel wurde ordentlich gebuttet, so daß man bereits recht fröhlich den Block betrat, wo es auch direkt konzentriert weiterging. Keine Ahnung, was heute los war, aber alle waren motiviert.

Der BTSV machte von Anfang an das Spiel, wobei der tiefe Rasen kein tolles Spiel zuließ.

Nach knapp 20 Minuten rutschte Gospodarek der Ball durch die Flossen - 1:0, so konnte es weitergehen! Sah sehr witzig aus: den Freistoß von Holsing hatte er eigentlich schon, kullerte dann aber doch noch mit Umweg über seinen des Keppers Hinterkopf ins Netz.

Die Freude währte leider nur kurz, da die Oberbayern keine fünf Minuten später nach einer Ecke ausgleichen konnten.

Nach der Pause wurde die Partie kampfbetont weitergeführt, leider jedoch ohne zählbare Erfolge für den BTSV.

In der 56. Minute dann der Schock: Burghausen ging durch ein schönes Tor mit 2:1 in Führung.

Das weitere Anrennen auf das Tor der Wackeraner blieb leider erfolglos, so daß es die erste Niederlage für den BTSV an der Hamburger Straße im Jahr 2005 gab.

Nach dem Spiel wurde noch ein wenig weitergetrunken, so daß letztendlich der letzte Zug verpaßt wurde und ich Obdach im Hotel ULBS fand - leider war man dort noch motiviert, so daß uns der Weg mit Henning und Bernie noch in den Marstall führte.

BTSV: Thorsten Stuckmann - Finn Holsing, Martin Amedick, Marco Grimm, Jan Tauer - Daniel Graf, Dennis Brinkmann (Martin Hauswald, 33′), Torsten Lieberknecht, Kosta Rodrigues (Michał Janicki, 71′) - Jürgen Rische, Ahmet Kuru (Benjamin Siegert, 58′). TRAINER: Michael Krüger

WACKER BURGHAUSEN: Uwe Gospodarek - Michael Wiesinger, Hrvoje Vukovic, Nico Herzig, Thomas Drescher - Sebastian Kneißl, Björn Hertl, Thorsten Burkhardt (Oliver Fink, 69′), Ronald Schmidt - Dragan Bogavac (Vlado Jeknic, 89′), Marek Krejci (Rafael Kazior, 89′). TRAINER: Markus Schupp

SCHIRI: Michael Kempter (Sauldorf)

TORE: 1:0 Finn Holsing (19′), 1:1 Nico Herzig (23′), 1:2 Marek Krejci (56′)

ZUSCHAUER: 17.300, darunter 30 Gäste aus Bayern

BL2: Alemannia Aachen - BTSV 2:1 (0:0)

Montag, 07. November 2005
Alemannia Aachen Tivoli,
Aachen
Eintracht Braunschweig

Mal wieder ein Auftritt des BTSV, der einen ganzen Tag Urlaub kostete - DSF-Montagabend-Spiele sind einfach das sinnloseste, was es gibt.

Mit einem Mietwagen ging es also aus dem Harz, wo ich ein langes Wochenende verbracht hatte, nach Aachen.

Rund 500 Braunschweiger waren heute abend hier (plus ein paar Mannheimer und Basler), womit der Gästeblock schon einigermaßen ordentlich gefüllt werden konnte.

Zum Intro gab es eine Aktion gegen das DSF, welche zusammen mit den Aachenern durchgeführt wurde (”Fuck DSF”).

Fuck DSF

Das Spiel verlief auf gutem Niveau mit klaren Vorteilen für die Alemannia, erst nach einer guten Viertelstunde konnte der BTSV den ersten gefährlichen Angriff durchführen, wobei Kuru eine 100%-Chance vergab.

In der Folge gab es einen munteren Schlagabtausch mit besten Chancen hüben wie drüben - schön anzusehen das ganze…

Von den Aachener Fans kam leider nicht allzuviel, keine Ahnung, was da los ist, normalerweise ist doch der Tivoli eher für gute Stimmung bekannt.

Tivoli, Aachen

Nach der Pause gab es nochmal einen netten Anti-DSF-Wechselgesang zusammen mit den Heimfans - den man hoffentlich auch im Fernsehen gehört hat.

Leider kam Aachen auch direkt nach dem Anstoß zum Torerfolg, Stucki konnte einen Fernschuß nur wegklatschen, so daß Ebbers zum 1:0 abstauben konnte.

Durch das Tor war Aachen beflügelt und die Eintracht gelähmt - jedenfalls fand das Spiel jetzt zum Großteil in der Braunschweiger Hälfte statt.

Wenn der BTSV vor dem gegnerischen Tor auftauchte, dann wurden die wütenden Angriffe alle vereitelt - bis zu einer phantastischen von Tauer getretenen Ecke, die Martin Amedick in die Maschen köpfen konnte.

Die Aachener warfen nun alles nach vorne und hatten leider auch Erfolg - kurz vor Ende das 2:1 ausgerechnet durch ein Eigentor von Amedick - ein Punkt wäre wohl verdient gewesen.

Negativ fiel noch ein Aachener Spieler auf, der uns mehrfach mit Gesten provozieren sollte - du Arschloch, das traust du dich auch nur, weil es da einen Fangzaun gibt…

Zusammen mit zwei Basler Kollegen ging es nach dem Kick zügig nach Karlsruhe, wo ich die beiden gegen 1h00 nachts am Bahnhof ablieferte.

ALEMANNIA AACHEN: Kristian Nicht - Mirko Casper, Alexander Klitzpera, Moses Sichone, Emil Noll - Reiner Plaßhenrich, Goran Sukalo (Cristian Fiel, 46′) - Jan Schlaudraff - Laurentiu Reghecampf, Marius Ebbers, Florian Bruns (Erwin Koen, 46′, Sergio Pinto, 70′). TRAINER: Dieter Hecking

BTSV: Thorsten Stuckmann - Finn Holsing, Martin Amedick, Marco Grimm, Jan Tauer - Dennis Brinkmann - Daniel Graf (Martin Hauswald, 84′), Patrick Bick, Kosta Rodrigues (Benjamin Siegert, 46′)- Ahmet Kuru (Michał Janicki, 65′), Jürgen Rische. TRAINER: Michael Krüger

SCHIRI: Dr. Helmut Fleischer (Sigmertshausen)

TORE: 1:0 Ebbers (46′), 1:1 Martin Amedick (73′), 2:1 Martin Amedick (86′, Eigentor…)

ZUSCHAUER: 17.011, ca. 500 Braunschweiger

OL Nord: BTSV II - Eintracht Nordhorn 1:3 (0:0)

Samstag, 05. November 2005
Eintracht Braunschweig Rheingoldarena,
Braunschweig
Eintracht Nordhorn

Heute stand mal wieder ein Besuch auf dem Stadionnebenplatz an, Gegner war die Eintracht aus Nordhorn. Immer wieder schön, mit der Zweiten gegen Teams zu spielen, die vor nicht allzu langer Zeit unserer Ersten noch Probleme bereitet haben.

Durch die Sperren vom Spiel in Büdelsdorf war ich nicht besonders euphorisch, zumal Nordhorn die Rückkehr in die Regionalliga anstrebt.

Dennoch begann unsere Zweite gar nicht so schlecht, so daß Nordhorn nicht wirklich gefährlich wirkte, leider konnte diese Leistung nicht über die ganze Spielzeit aufrecht erhalten werden.

So ging Nordhorn durch einen Doppelschlag ca. eine Viertelstunde vor Spielende mit 2:0 in Führung, ehe Burgdorf einigermaßen überraschend noch den Anschlußtreffer erzielen konnte.

Der BTSV hatte noch ein paar gute Möglichkeiten zum Ausgleich, besonders durch Standardsituationen hätte durchaus der Ausgleich fallen können. Leider ging auch Sümmes Kopfball fünf Minuten vor Schluß nur neben das Tor.

Ausgerechnet der doofe Goolkate schoß kurz vor dem Schlußpfiff das 3:1.

BTSV II: Nico Lauenstein – Maik Littmann (Hasim Gökden, 68′), Marko Dimitrijevic, René Wegner, Adil Boukantar – Muhammed Basar, Mirko Burgdorf, Sebastian Bönig (Ünal Alaoglu, 80′), Christopher Pieper (Iskender Dogan, 71′) – Torsten Sümnich, Marc Pfitzner. TRAINER: Uwe Hain

TORE: 0:1 Dennis Brode (72′), 0:2 Eray Bayraktar (77′), 1:2 Mirko Burgdorf (81′), 1:3 Gert Goolkate (90′)

ZUSCHAUER: 250, vielleicht 10 Nordhorner…