Archiv für Mai 2005

Kreisliga Hannover: OSV Hannover - TSV Limmer 0:4 (0:1)

Sonntag, 29. Mai 2005

Von Langenhagen ging es ins altehrwürdige Oststadtstadion, wo der OSV Hannover schon Zweitligageschichte schreiben konnte (in den Spielzeiten 1979/80 und 1980/81). Mittlerweile spielt man in der Kreisliga Hannover-Stadt gegen Gegner wie die Studententruppe SG Blaues Wunder oder den TSV Limmer - der heute der Gegner sein sollte - und zwar immerhin zum Spitzenspiel, ging es doch beim Spiel durchaus noch um die Chance zum Aufstieg.

Wir erreichten den Ground ein paar Minuten nach Anpfiff und mußten erstmal um das gesamte Stadion laufen, da die eigentlichen Tore zur Hauptstrasse geschlossen waren.

Das Oststadtstadion ist ein reines Fußballstadion mit einem kleinen Wall inkl. gammeligen Stufen auf der Gegengeraden und dem Prunkstück: einer alten Holztribüne. Ein Leckerbissen, wenn man alte Stadien mag (Beeilung: die Gerüchte, daß die Tribpne abgerissen werden soll, verdichten sich!).

Das Spiel selbst war auch gar nicht so schlecht, in der Oberliga Hessen (z.B.) hab ich schon schwächere Kicks gesehen.

Nach ca. 20 Minuten der erste Aufreger: der Schiri (klar schwächster Mann auf dem Platz) entscheidet auf Elfmeter für den Gast - der Schütze verschießt jedoch links neben den Kasten.

Knappe zehn Minuten später dann aber ein abgefälschter und dadurch nicht zu haltener Ball: 1:0 für Limmer, was auch der Pausenstand bei schönstem Wetter sein sollte.

In der zweiten Halbzeit kam es nach zehn Minuten durch einen Doppelschlag innerhalb von 120 Sekunden zur Vorentscheidung, so daß auch das 4:0 in der 78. Minute keinen großen Unterschied mehr machte.

Das Spiel konnte aber dennoch noch für Kurzweil sorgen, da in der 85. Minute ein Spieler des oststädtischen Sportvereins gelb-rot sah - eine Tatsache, die bei der nächsten vermeintlichen Fehlentscheidung dazu führt, das der gesamte OSV im übertragenen Sinne rot sah.
Der Trainer, Betreuer, was weiß ich wurde auf die Tribüne verbannt, die Spieler gingen aufeinander und gegen den Schiedsrichter los - ganz großes Tennis jedenfalls, dessen Folge war, daß noch ein weiterer Spieler des OSV rot sah (diesmal nicht im übertragenen Sinne).

Nach dem Abpfiff hieß es Abschied nehmen, Rocky und Uni fuhren wieder gen Osten, für mich ging es zum Hauptbahnhof und mit dem IC nach Karlsruhe, wo ich auch um kurz nach 23 Uhr eintraf.

ZUSCHAUER: immerhin 150, keine Stimmung…

A-Jugend RL Nord: SC Langenhagen - BTSV 3:4 (0:0)

Sonntag, 29. Mai 2005

Am Sonntag ging es früh wieder nach Braunschweig, wo ich mit Uni und Rocky verabredet war, um nach Hannover zu fahren.

Am Bahnhof traf man auch direkt auf den Herrn Unrau, unser Fahrer trudelte dann gegen halb zwölf ein.

Gemeinsam ging es zunächst nach Langenhagen, wo unsere A-Jugend gegen den SCL antreten sollte.

Das Spiel im Walter-Bettges-Stadion war durchaus sehenswert, eine starke Eintracht gegen den eigentlichen Favoriten.
Allerdings ging es für beide Teams um nichts mehr, der SC Langenhagen hatte die Relegation als uneinholbarer Zweiter bereits geschafft (gegen Sachsen Leipzig oder Union Berlin geht’s für sie um den Aufstieg in die A-Junioren-Bundesliga).

Das Stadion besteht aus einer kleinen Tribüne mit Klappsitzen, klein aber fein.

In der ersten Halbzeit sah mein ein gleichwertiges Spiel, jedoch fehlten die Tore, was sich in der zweiten Hälfte ändern sollte.

Ein Spieler von Langenhagen sah nach eine guten Stunde Spielzeit Gelb-Rot, was ihm gar nicht paßte - seinen Unmut konnte man nicht zuletzt daran erkennen, daß er einen Wassereimer an der Mittellinie umtrat (der konnte doch nix dafür).

In der 66. Minute kam es zum Doppelschlag: der ehemalige Helmsteder Niklas Noeske erzielte innerhalb von einer Minute zwei Tore - und man dachte, das war es jetzt wohl.

Doch weit gefehlt - ein ebensolcher Doppelschlag durch Langenhagen nur vier Minuten später und das Spiel war wieder remis.

In der 73. Minute dann die erneute Führung für den BTSV, die aber ebenfalls kurz darauf ausgeglichen werden konnte, bevor ein Elfmetergeschenk in der 88. Minute den Sieg brachte.

Wir machten uns schnell auf den Weg, denn wir wollten noch zu einem weiteren Spiel im Moloch Hannover.

TORE: 0:1, 0:2, 3:4 Niklas Noeske (66′, 67′, 88′), 1:2, 2:2, 3:3 SCL (71′, 72′, 84′), 2:3 Erkan Ogurtan (73′)

RL Nord: SC 07 Paderborn - BTSV 1:3 (0:2)

Samstag, 28. Mai 2005

Ja, was tut man nicht alles - morgens um 5h00 klingelte der Wecker und um 6h00 saß man schon mit einem Becher Kaffee und einem belegten Brötchen im ICE gen Norden.

Um diese Uhrzeit war der Zug natürlich phantastisch leer - so macht Zugfahren Spaß.

In Kassel hieß es Umsteigen in den ICE über die Nester Warburg und Altenbeken nach Paderborn, wo ich um 10h00 morgens und damit natürlich viel zu früh in den hellen Sonnenschein trat.

Also erstmal Sonnenbrille auf, ein erstes Pils getrunken und dann ein wenig rumgeidlet, ehe ich einen Bus nach Schloß Neuhaus nahm.

In Schloß Neuhaus (dem Vorort, wo das Stadion des SCP steht, der ja bekanntlich auch erst aus dem Zusammenschluß mit den TuS Neuhaus entstand) dann einen weiteren Bus - leider in die falsche Richtung.

Immerhin kam ich am Möbel Finke vorbei (auf dem Acker daneben soll ja das neue Stadion gebaut werden, die Paragon-Arena - ich glaub ich muß erstmal kotzen).
Sehr schön: Möbel Finke hatte häßliche Sonnenschirme ausgestellt, nett in blau und gelb - ein gutes Omen.

Irgendwann bemerkte ich meinen Fehler, stieg aus dem Bus aus und erstand an einer nahen Tankstelle erstmal Frischbier bevor es dann per pedes zum Stadion ging.

Eine ganz schön weite Strecke, dazu mittlerweile lecker Mittagshitze - ich sagte mir, dass ist es wert, sehen wir es als Pilgerwanderung an.

Gegen 12h00 war ich dann schließlich am Stadion angekommen, jedoch mußte ich zunächst meine Kollegen finden, die gerade auf dem Parkplatz angekommen waren.

Dieser Parkplatz war elendig weit entfernt, entgegenkommen konnten die Jungs aber auch nicht, da die Staatsmacht dort bereits eine Kartenkontrolle durchführte und ich Henners Ticket noch im Rucksack hatte - also weiter zu Fuß und wieder zurück, wo man dann nochmal schlauerweise um das komplette Stadion gehen mußte, da es keinen Tribüneneingang für Gäste gibt und dort dann mit den gesamten Paderbornern - ob Fanblock oder Tribüne einen Eingang nutzen konnte - topp Idee…

Die Paderborner waren heiß auf den Aufstieg - heute ein Sieg und sie wären durchgewesen - niemand von dem arroganten Ostwestfalen-Pack hatte einen Zweifel, so daß schon kräftig gefeiert wurde, der Stadionsprecher immer wieder auf den Aufstieg hinwies und hinter der Haupttribüne schon die für den Autocorso geschmückten Autos standen.

Ein absolutes Highlight natürlich auch Lindenstraßen-Nazi und Dschungel-Versager Willi Herren. Keine Ahnung, was der in Paderborn verloren hat, wahrscheinlich war er nur für teuer Geld bebucht wurden, um in dem Friedhof Stimmung zu machen - und das ging schief. Spätestens als sein “Geh doch nach Hause, Du alte Scheiße” in Richtung Braunschweiger kam hatte er 6.000 Feinde mehr.

Endlich begann das Spiel. Und zwar gar nicht mal so schlecht - in den vergangenen Wochen war man ja vom BTSV nicht grad mit tollem Fußball verwöhnt worden - fast wäre gar der Aufstieg noch verspielt worden.

Zunächst waren beide Teams gleichwertig - Paderborn versuchte zu stürmen, Braunschweig war endlich mal nicht der Favorit und kam so zu einigen Kontern, wovon der sicherlich schönste in der 15. Minute von Kuru verwandelt werden konnte, nachdem er nicht nur einen Abwehrspieler sondern auch den Keeper der Paderborner stehen lassen konnte.

Der Jubel auf den Rängen war natürlich unbeschreiblich, die Paderborner um uns rum machten ein böses Gesicht, aber was sollten sie schon machen.

Mit einiger Verzögerung, da es ein paar Meinungsverschiedenheiten zwischen feiernden Fans und ein paar Ordnern gab, ging es weiter - und zwar in blau-gelb.

Eine knappe Viertelstunde später dann das 2:0 - wieder nach einem Konter, wieder durch Kuru (per Kopf aus knapp 10m), dessen Bewacher heute einen schwarzen Tag hatte.

Paderborn war nun völlig von der Rolle, spielte nervös und überhart, bekam aber nichts auf die Reihe, was der Eintracht ernsthaft hätte gefährlich werden können.

Mit etlichen Minuten Verzögerung ging es endlich in die wohlverdiente Pause.

Nach dem Wiederanpfiff kamen die Ostwestfalen besser ins Spiel - da hat ihnen in der Pause wohl jemand den Arsch aufgerissen.

Ich fahr ja lang genug zur Eintracht, so daß ich mir nun Sorgen machte, daß wir das Spiel noch vergeigen könnten - obwohl der BTSV weiter engagiert und konzentriert zu Werke ging.

Nach einer Stunde Spielzeit dann mal wieder ein Elfmeter für Paderborn - man kann gegen die ja sagen, was man will, aber fallen - das können sie… Löbe kann das Ding jedenfalls verwerten, Spielstand also nur noch 2:1 aus unserer Sicht. Und die Anspannung stieg ins unermessliche.

Netterweise ließen sich die Anhänger des BTSV nicht beeindrucken und peitschten die Blau-Gelben weiter nach vorne - hat man ja leider nicht so oft, wenn so viele “das-erste-mal-auswärts-dabei”-Fans im Block stehen.

Auch ein strammer Lattentreffer konnte die Eintracht nicht schocken, es wurden weiter Chancen erarbeitet und Paderborn rannte hilflos gegen eine unschlagbare Eintracht an.

In der 78. Minute dann eine große Rarität: ein Tor für den BTSV aus einer Standardsituation: ein Schuß von Patsche wird grad noch so zur Ecke geklärt, welche von Bick getreten wird. Kopfball Graf - drin!

Das wars, das war jedem klar - in den verbleibenen Minuten würde es der geschockte SCP nicht mehr schaffen hier noch zwei (oder gar mehr Tore) zu erzielen.

Trotzdem zogen sich die letzten Minuten wie Kaugummi, bis endlich der Apfiff ertönte und wahre Jubelarien in Blau-Gelb stattfanden.

Die meisten Paderborner hatten das Stadion schon hängenden Kopfes verlassen, während Mannschaft, Betreuer und Fans ausgelassen feierten - wir waren wieder Spitzenreiter, hatten Paderborn ein Bein gestellt - und die Ausgangslage für das letzte Spiel gegen die Bielefeld Amas sah rosig aus.

Irgendwann ging es zurück Richtung Parkplatz - eine riesige blau-gelbe Karawane bevölkerte den ca. einen Kilometer langen Fußweg, ein paar sprangen gar noch in die Pader - eine willkommene Abkühlung.

Auf der Autobahn dann auch hauptsächlich PKW mit irgendwas Blau-Gelbem geschmückt, ein Autokorso Richtung Osten.

Der erste Rasthof war Herford, ebenfalls fest in Braunschweiger Hand. Die Kühltheke war beinahe leer, so daß man sich noch schnell die letzten Herforder-Büchsen nahm (und eine davon in der Schlange vor der Kasse schon leeren konnte), ehe es die letzten Kilometer bis Braunschweig ging.

Dort warf mich Henner am Bahnhof raus, für mich ging es heute noch nach Goslar, wo ein phantastischer Tag ein Ende fand.

SC PADERBORN 07: Stephan Loboué - Markus Bollmann, Miodrag Latinovic (Benjamin Schüßler, 74′), Stephan Maaß - Markus Krösche, Daniel Cartus, Michael Lorenz, Guido Spork (Alessandro Da Silva, 37′), Sebastian Schachten - Alexander Löbe, Radovan Vujanovic (René Müller, 46′). TRAINER: Pavel Dotchev

BTSV: Thorsten Stuckmann - Benjamin Siegert, Martin Amedick, Marco Grimm, Kosta Rodrigues - Daniel Graf, Torsten Jülich, Nermin Celikovic (Denni Patschinsky, 75′), Lars Fuchs (Patrick Bick, 67′) - Jürgen Rische, Ahmet Kuru (Torsten Lieberknecht, 75′). TRAINER: Michael Krüger

SCHIRI: Marc Seemann (Essen)

TORE: 0:1, 0:2 Ahmet Kuru (15′, 27′), 1:2 Alexander Löbe (60′, Foulelfmeter), 1:3 Daniel Graf (77′)

ZUSCHAUER: 10.222, gut 6.000 Braunschweiger im ausverkauften Löns-Stadion

Kreisliga Karlsruhe: FV Daxlanden - FVgg Weingarten 1:2 (0:0)

Donnerstag, 26. Mai 2005

Der heutige Feiertag wurde erstmal ganz faul zum Schlafen genutzt, so daß weitere Touren zu Fußballspielen eh ausfielen.

Aber auch im Raum Karlsruhe hätte es einige Alternativen gegeben (beim Verbandsligakick Ketsch-Pforzheim hätte ich beispielsweise einem 3:8 beiwohnen können…), aber meine Wahl fiel auf den Kreisligakracher zwischen dem FV Daxlanden und der Fußballvereinigung Weingarten im August-Klinger-Stadion.

Bei lecker 36°C im Schatten war an ein tolles Spiel natürlich nicht zu denken (zumal auf dem Platz auch kein Schatten zu finden war).
Auch die Zuschauer verbrachten die Zeit hauptsächlich damit, irgendwie lindernde Kühlung zu bekommen.

Ich selbst machte erstmal meine übliche Stadionrunde: das August-Klinger-Stadion weiß durchaus zu gefallen.
Auf der Geraden gibt es flache Betonstufen, dazu noch einen Biergarten der Stadionkneipe, auf der gegenüberliegenden Gerade sind ebenfalls Stufen, die mittlerweile von der Natur jedoch größtenteils zurückerobert wurden.
Die Kurven bestehen aus grasbewachsenen Wällen - alles in allem also ein beinahe regionalligataugliches Stadion.

Das Spiel in der ersten Hälfte plätscherte so vor sich hin, echte Aktionen gab es keine.

In der zweiten Halbzeit dann in der 48. Minute das 0:1 für den Gast aus Weingarten, welches zehn Minuten später egalisert werden konnte.

Außer einer kuriosen Situation, bei der der Ball über den Torhüter gelupft wurde, am Pfosten abprallte und dann vom Keeper von der Linie gekratzt wurde.

Zehn Minuten vor Schluß mußte ich mich dann auf den Weg machen, um noch die Straßenbahn zu bekommen - so daß ich das 2:1 für die Gäste leider verpaßt habe.

TORE: 0:1 (48′), 1:1 (58′), 1:2 (?’)

ZUSCHAUER: naja, sagen wir mal so gute 100 (immerhin!), davon auch ein paar Gäste.

Motoball EM: Rußland-Belarus und Deutschland-Ukraine

Mittwoch, 25. Mai 2005

Heutige ging es endlich los: die Motoball-Europameisterschaft startete in Deutschland.

So ging es mit Kollege Björn nach der Arbeit nach Mörsch im Süden von Karlsruhe, wo im Erwin-Schöffel-Stadion heute die Eröffnungsfeier sowie drei Spiele stattfinden sollten.

Das erste Spiel verpaßten wir (ein klares 8:0 von Frankreich gegen Litauen), kamen aber pünktlich zur Partie Rußland gegen den amtierenden Europameister Weißrußland an.

Das Spiel war sehr ausgeglichen, Rußland konnte sich am Ende mit Glück 2:1 gegen den Titelverteidiger durchsetzen. Das Spiel war vor allem von Rangeleien und verbalen Auseinandersetzungen geprägt.

Nach diesem Match begann dann die Eröffnungsfeier.

Keine Karten für die Fußball-WM 2006 bekommen? Hier fand man passenden Ersatz - eine Sängerin, ein Model, Vorstellung der Mannschaften, Luftballons - was will man mehr?

Björn und ich vertrieben uns die Zeit mit allerhand Schabernack und dummen Sprüchen, so wurde jede Person, die in irgendeiner Weise vorgestellt wurde, mit Hatto Müller in Verbindung gebracht, dem Motoball-Original des MSC Taifun Mörsch, den wir beide in unser Herz geschlossen haben.

Für die EM wurde im Stadion des MSC Taifun eine überdachte Sitztribüne sowie noch einige zusätzliche Stahlrohrstehtribünen errichtet, insgesamt werden wohl gut 2.500 Zuschauer das Spiel der deutschen Equipe gegen die Ukraine besucht haben.

Dieses Spiel war deutlich einseitiger, die Deutschen waren die klar dominierende Mannschaft, kamen jedoch lange Zeit nicht richtig zum Zuge.

Ende des zweiten Viertels erzielte Holger Schmitt endlich das langersehnte 1:0, welches jedoch kurz nach der Pause und Seitenwechsel wieder egalisiert wurde.

Erneut war es jedoch Holger Schmitt der mit einem Frustschuß aus 10 Metern die Zuschauer zu Beginn des letzten Viertels erlöste.

Somit steht Deutschland - die mindestens ins Finale kommen wollen recht gut für die nächsten Spiele da.

Niedersachsenliga Ost: Rotenburger SV - BTSV II 2:1 (1:0)

Sonntag, 22. Mai 2005

Die Zeichen standen auf Aufstieg - Heeslingen hatte sein Heimspiel gegen Osterholz verloren, so daß der Eintracht nun ein Punkt in ROW reichen würde.

Aus diesem Grund entschloß ich mich zu der (Tor-) Tour nach Rotenburg - mittags ging es per Bahn von Goslar via Landeshauptstadt und Verden/Aller (in diesem Nest konnte man einen einstündigen Aufenthalt genießen) nach Rotenburg an der Wümme.

In Verden kamen dann auch die Zugfahrer aus Braunschweig dazu, so daß wir ein etwa 30 Mann starker Mob waren, die zum Ahestadion in Rotenburg marschierten, wo bereits diverse Autobesatzungen warteten.

Uns wurden Plätze auf der “Gegengeraden” zugewiesen (welche über zwei oder drei Stufen verfügt, die Haupttribüne - immerhin überdacht - scheint auch eher einfach ausgestattet zu sein.

Sofort fiel das hohe Polizeiaufgebot auf, hoffentlich haben die Jungs in ihren Schutzanzügen ordentlich geschwitzt…

Das Spiel war recht schwach, die Stimmung auf den Rängen ebenso - kein Vergleich mit Celle, obwohl die Equipe größtenteis identisch war.

Sehr skurril das 1:0 - der Rotenburger Hestermann schoß vom Mittelkreis über den zu weit aus dem Tor gekommenen Manni Spoelder. Ziemlich peinliche Bude für die unsrigen.

Die Eintracht drängte auf den Ausgleich, kam jedoch nicht so richtig zum Abschluß.

Nach der Pause war es einmal mehr Stefan Hauk-Torfabrik, der den Gleichstand für die Löwen erzielen konnte.

Leider hatte dieser Spielstand nur kurz Gültigkeit, da Koopmann zum 2:1 abstauben konnte.

Nun folgte ein Sturmlauf auf das Tor der Rotenburger - was fehlte, waren zählbare Erfolge, so daß es schließlich bei der dummen Niederlage blieb - der BTSV hat immer noch alle Chancen zum Aufstieg, aber heute wäre es besonders schön gewesen… (zumal ich beim nächsten Spiel nicht dabei sein kann…).

Dominik Jansen kassierte in der 70. Minute noch eine denkbar dämliche rote Karte für ein Revanchefoul und wird somit wohl nicht mehr im blau-gelben Dress auflaufen (ich kenne nicht viele, die das bedauern würden).

Nach dem Kick mußte erstmal eine gute Stunde in ROW totgeschlagen werden, was in einem schottischen Spezialitätenrestaurant auch gut gelang, bevor man sich mit ein paar Halben für die Rückfahrt eindeckte.

In Bremen in den ICE gestiegen und sieben Stunden später, morgens um 4h00 in Karlsruhe angekommen - tja, was tut man nicht alles für die Eintracht.

ROTENBURGER SV: Andreas Galts - Alexander Baden - Klaas Rathjen, Darius Sztorc - Sebastian Harth, André Koopmann (Idris Akkurt, 92′), Nils Hestermann (Deniz Kadah, 80′), Florian Mende, Jan-Philipp Hestermann - Waldemar Ott, Adam Posilek. TRAINER: Andreas Becker

BTSV II: Jan Spoelder - Maik Littmann, Marco Dimitrjevic, Renè Wegner (Iskender Dogan, 82′), Samir Naja (Adil Boukantar, 72′) - Stephan Pientak, Mirko Burgdorf, Sebastian Backer, Hasim Gökden (Marc Arnold, 65′) - Dominik Jansen, Stefan Hauk. TRAINER: Uwe Hain

TORE: 1:0 Nils Hestermann (17′), 1:1 Stefan Hauk (49′), 2:1 André Koopmann (60′)

ZUSCHAUER: 300, davon ca. 100 aus Braunschweig

LL Braunschweig: Goslarer SC 08 - SVG Einbeck 4:0 (0:0)

Samstag, 21. Mai 2005

Nachdem ich die Nachmittagsspiele der Regionalliga via Internetticker verfolgt hatte und damit klar war, daß die Eintracht wieder alle Chancen hat ging es relativ spontan zum Osterfeldstadion in Goslar, da Goslar seine sehr gute Ausgangslage in Sachen Verbandsligaaufstieg gegen die Einbecker Spielvereinigung verteidigen wollte.

Einbeck kann als Angstgegner vom GSC charakterisiert werden - bislang war gegen die SVG nichts zu holen gewesen - immerhin konnte man im Hinspiel ein Unentschieden erreichen.

Leider waren nur etwa 100 Zuschauer anwesend, Gäste waren nicht zu erspähen. Das Osterfeldstadion besitzt nur ein paar Stufen (in der Mitte mit Sitzbänken) auf der Haupttribüne als einzigen Ausbau. Der Charme kommt von dem Kastanienbestand, der heute auch als netter Schattenspender herhalten konnte.

Das Spiel war eine klare Sache aus Sicht des GSC - Einbeck konnte nicht wirklich mithalten, da konnte der SpVg-Trainer noch so wie Rumpelstielzchen rumhüpfen.

Trotzdem mußte man bis zur zweiten Hälfte warten, ehe der GSC durch Basel mit 1:0 in Führung gehen konnte.

Einbeck reagierte mit einem kurzen Aufbäumen, kassierte jedoch schließlich das vorentscheidene 2:0.

Nach dem Doppelschlag zum 3:0 (ein direkt verwandelter Freistoß aus ca. 20 Metern) und 4:0 war es nur noch der Trainer der Einbecker, der Leistung (wenn auch nur akustisch) brachte: “Jetzt haben wir schon wieder vier Stück eingeschenkt bekommen!”.

Für mich ging es nach dem Kick schnell wieder nach Hause, mit dem festen Glauben, daß Goslar sich in den kommenden drei Spielen den Aufstieg nicht mehr nehmen lassen wird.

TORE: 1:0 Basel (50′), 2:0, 3:0 Nr. 10 Uwe Hohmann (63′, 73′), 4:0 Nr. 8 Andreas (74′)

ZUSCHAUER: ca. 100 geschätzt