Archiv für Juli 2004

Trainingslager: BTSV - VfL Bochum 1:1 (0:0)

Sonntag, 11. Juli 2004

Die Braunschweiger Eintracht war mal wieder zu einem Trainingslager im Hotel Klosterpforte in Marienfelde vor den Toren Güterslohs abgestiegen.
Eigentlich war ich ja schon halb nach Karlsruhe gezogen, jedoch wollte es der Zufall, daß ich just an diesem Wochenende nochmal in Gütersloh weilen sollte.
Am Freitag abend war ich für unglaubliche zwei Minuten Training angereist - zuerst mutmaßte man, daß unsere Spieler Angst vor dem heraufziehenden Regenwolken haben, erfuhr dann aber vom Presseknecht Holger Neddermeier, daß heute einfach früher mit dem Training begonnen wurde.
Nun denn, am Samstag ging es dann erneut zum Training und hier traf man dann sogleich auf die üblichen Allesfahrer - und mußte erstmal weiteren Portugalgeschichten lauschen. Die Tatsache, daß ich mit dem Auto unterwegs war hatte den unschönen Beigeschmack, daß nach wenigen Bieren (ein Faß war gesponsert worden) Schluß sein mußte. Außerdem traf man Uni und Basti, die sich kurzfristig als Übernachtungsgäste angesagt hatten.
In großer Gruppe ging es in meine Wohnung, wo ich endlich ein wenig Gas geben konnte, eh der aus dem Vorjahr lieb gewonnene Grieche in der Nachbarschaft zur Aufnahme fester (und noch mehr flüssiger) Nahrung aufgesucht wurde.
Der Abend wurde dann mit Uni labernd auf dem Sofa beendet…

Sonntag ging es zum Frühtraining - nicht so einfach, so früh hochzukommen… Natürlich wurde sofort mit Sekt und Bier nachgelegt und die Sonne genossen. Mittags ging es zunächst in die Unterkunft der Herren Mecke, Metzner etc., wo weiter dem Bier zugesprochen wurde, bevor wir uns aufmachten, nach Harsewinkel zu düsen, wo um 18h00 der Testspielknaller des BTSV gegen den Bundesligisten VfL Bochum anstand.
Viel zu früh suchte man sich in dem Kaff erstmal eine Kneipe, mußte auf der Suche nach etwas essbarem dann noch mehrfach die Örtlichkeit wechseln.
Endlich ging es zum Ground des TSG Harsewinkel (Landesliga), dem Moddenbach-Stadion (eine kleine überdachte Stehtribüne, nicht nennenswert) und zum Spiel - nach einem Foul an Kuru verwandelte Lalle Fuchs den fälligen Strafstoß zum 1:0 bevor die Pottler zum 1:1 ausgleichen konnten.
Basti fuhr mich nach dem Spiel netterweise noch nach Hause, wo das Bett zum Ausnüchtern einlud…

BTSV: Thorsten Stuckmann, Marco Grimm (Martin Amedick), Jan Tauer (Torsten Jülich), René Wegner (Markus Küpper). Nermin Celikovic (Samir Naja), Kosta Rodrigues (Stephan Pientak), Torsten Lieberknecht, Benjamin Siegert (Lars Fuchs), Torsten Sümnich, Denni Patschinsky (Ahmet Kuru), Jürgen Rische (Dominik Jansen)

VfL Bochum: Van Duijnhoven - Bemben, Kalla, Knavs, Bönig (Edu, Meichelbeck, Knavs, Colding) - Preuß, Tapalovic, Maltritz, Wosz - Bechmann, Diabang (Misimovic, Tekkan)

Tore: 1:0 Lars Fuchs, 1:1 Zvjedzdan Misimovic

Zuschauer: 500

Testkick: Kreisauswahl Wolfenbüttel - BTSV 0:22 (0:14)

Samstag, 03. Juli 2004

Mitten im Umzugsstreß konnte ich es mir doch nicht nehmen lassen, das Spiel einer Kreisauswahl gegen die glorreiche Eintracht im Dörfchen Hedeper zu besuchen.
Deutlich zu spät losgefahren raste ich durch den Wolkenbruch und kam erst mit einer fünfzehnminütigen Verspätung am Sportplatz des MTV Hedeper an, wo die Blau-Gelben das Toreschiessen schon begonnen hatten.
Interessanter als das Spiel waren natürlich die Erzählungen der gerade aus Portugal heimgekehrten EM-Fahrer, so daß ich die Zeit mehr mit Labern, denn mit Fußballgucken verbracht habe.

Eintracht Braunschweig: Thorsten Stuckmann (Nico Lauenstein), Marco Grimm (René Wegner), Markus Küpper (Benjamin Siegert), Samir Naja (Martin Amedick), Torsten Jülich (Torsten Lieberknecht), Torsten Sümnich (Jan Tauer), Patrick Bick, Stephan Pientak, Lars Fuchs (Kosta Rodrigues), Dominik Jansen (Jürgen Rische), Ahmet Kuru (Denni Patschinsky)

Tore: Kuru (6), Pientak (4), Patschinsky (4), Rische (3), Bick (2), Jansen (2), Jülich (1)

Zuschauer: 887

Groundhopping Blog

Donnerstag, 01. Juli 2004

As I get older, the tyranny that football exerts over my life, and therefore over the lives of people around me, is less reasonable and less attractive. Family and friends know, after long years of wearying experience, that the fixture list always has the last word in any arrangement; they understand, or at least accept, that christenings or weddings or any gatherings, which in other families would take unquestioned precedence, can only be plotted after consultation. So football is regarded as a given disability that has to be worked around. If I were wheelchair-bound, nobody close to me would organise anything in a top-floor flat, so why would they plan anything for a winter Saturday afternoon?
(Nick Hornby, Fever Pitch)

Dieses Zitat von Nick Hornby hat in den vergangenen Jahren mehr und mehr Einfluß auf mein Leben.
Seit 1982 fahre ich nach Braunschweig zum Fußball, seit 1989 bin ich öfter als nicht auswärts mit dabei. Mittlerweile ist mir kein Spiel zu unwichtig, kein Weg zu weit und kein Trainingslager zu sinnlos, um nicht wenigstens zu versuchen, dabei zu sein.
Und ungefähr 1989 fing ich auch an, im zunächst kleinen Stil das zu betreiben, was als Groundhopping bezeichnet wird.
Ich habe keine aktuelle Statistik über meine Hoppingkarriere - es sind aber mittlerweile 14 Länderpunkte (der erste nach Deutschland war Island 1991 - wobei, nach ‘fair means’ gilt der wohl nicht, da ich zu dieser Zeit in Island im Urlaub war und nicht nur wegen des Spiels angereist war - aber das interessiert mich herzlich wenig. Dafür zähle ich den Länderpunkt DDR nicht mehr…) und geschätzte 300 Grounds, seit Juli 2004 habe ich in 46 Spielen 28 neue Grounds (ab Verbandsliga, plus vier non-league Grounds).

Dies ist also meine Art Zine, Tagebuch, Fotoalbum, Statistikzuhause…

Dieser Beitrag wurde am 22.12. geschrieben, aber ich datiere ihn zurück, um eine gewisse Ordnung in dieses Blog zu bekommen (geplant: wenigstens von den nennenswerte Spiele seit diesem Datum kurz berichten)