Archiv für die Kategorie ‘Niederlande’

U21 EM: Portugal – Belgien 0:0

Sonntag, 10. Juni 2007
Portugal Euroborg,
Groningen, Niederlande
Belgien

Kurz nach Anpfiff erreichten wir das Stadion Euroborg, eigentlich eher ein Einkaufszentrum mit Sportplatz – aber viel schlimmer als in Basel.

Euroborg, Groningen, Niederlande

Auf einem völlig leeren Parkplatz wurde der fahrbare Untersatz abgestellt und zum Stadion gesprintet – was direkt von einem Parkwächter vereitelt wurde, der uns darauf hinwies, dass dieser Parkplatz den zu erwartenden Massen an Behinderten vorbehalten sei.

Für Rocky hieß dies also, den Wagen zähneknirschend umzuparken, wir kümmerten uns derweil um die Tickets, die es genau auf der anderen Stadionseite gab. Immerhin gab’s für dieses Spiel „Buy one, get one free“, so dass wir für grad mal 5 Euro in den Genuss dieses Fußballleckerbissens kommen konnten.

...das UEFA-CasinoNachdem wir dann noch falsch zum passigen Eingang geschickt worden waren, wurde die (das?) Euroborg ungefähr zur 20. Spielminute beim Spielstand von 0:0 betreten. Wie man später mitbekam, hatten wir eine kleine Rangelei als bisher einzigen Höhepunkt verpasst – schade.

Das Spiel heute wollten grad noch 3.500 Zuschauer sehen, darunter eine kleine Handvoll Portugiesen (auch hier darf man von Expats ausgehen), sowie einer etwas größeren Handvoll Belgier. Während erstere immerhin ab und zu versuchten Stimmung zu machen, waren die Belgier mucksmäuschenstill.

Außerdem war erwartungsgemäß auch der ein oder andere Hopper vor Ort – einzig „Greven on Tour“ hing fernsehgerecht für EuroSport. Groningen lässt sich ja dem Vernehmen nach nicht besonders einfach mit einem Punktspiel haken, da man sich da wohl ziemlich mit Tickets und Fancards für Deutsche anstellt.

Das Spiel war ziemlich öde, beide Teams würde ich als etwa gleichstark bezeichnen, Höhepunkte gabs aber keine.

Euroborg, Groningen, Niederlande

Und leider auch keine Tore – somit also das 14. torlose Unentschieden in dieser Saison…

Nach Abpfiff gings zurück zum Auto – und da gabs dann als negativen Höhepunkt einen platten Reifen: ein fetter Eisendorn hatte sich in den Pneu gebohrt, also war erstmal Reifenwechsel angesagt – so kann man dem Abfahrtsstau natürlich auch entgehen. Auf jeden Fall wären die angedrohten 50 Euro fürs Falschparken (auf dem geterrten Behindertenparkplatz) billiger gewesen.

Auf dem schnellsten Weg gings anschließend ins heimische Braunschweig, wo man gegen halb drei auch müde und erschöpft eintraf.

ZUSCHAUER: 3.500, 100 Portugiesen, 400 Belgier (ist nur ne ganz grobe Schätzung)

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U21 EM: Niederlande – Israel 1:0 (1:0)

Sonntag, 10. Juni 2007
Niederlande Abe Lenstra Stadion,
Heerenveen, Niederlande
Israel

Heute wurde – in Deutschland quasi unbemerkt (da sich unser Nachwuchs nicht qualifizieren konnte) – in den Niederlanden die U21-EM mit zwei Spielen eröffnet. Da netterweise sogar ein feiner Doppler gemacht werden konnte, war für uns schon vor Längerem klar, dass man da mal vorbeischauen würde.

Zunächst einmal ging es mittags von Braunschweig aus nach Heerenveen, wo im Abe Lenstra Stadion Gastgeber Holland auf Israel traf.

Abe Lenstra Stadion Heerenveen, Niederlande

Mit einigen kleineren Pausen wurde die Stadt und das Stadion in Friesland erreicht und wir konnten uns in die Herde orange-gewandeter Trottel einreihen.

Zu viel Lästerei ist sicherlich nicht angebracht, die gleichen Freaks findet man bei Heimspielen der deutschen Nationalmannschaft ja auch – nur sind unsere Farben nicht so penetrant häßlich.

Nachdem die Ticketfrage erfolgreich geklärt worden war (überraschenderweise war das Spiel nicht ausverkauft), sollten auch die Plätze eingenommen werden, was eine selten blöde Schnepfe von Ordnerin aber erstmal vereitelte, da sie Robin wegen dessen Kamera den Zutritt verwehrte. Albern ohne Ende!

Während der Rest sich dann (inkl. ihrer Digicams…) schon mal die Eröffnungsfeierlichkeiten reinzog, musste das Alkodil zurück zum Auto joggen, um die Knipse loszuwerden. Pünktlich zum Anpfiff war er dann aber durchgeschwitzt auch bei uns.

Fan oder Müllmann?

Die Eröffnung war eh keine Bombe, paar rumhampelnde Trullas in komischen Kostümen und die Fahnen der teilnehmden Teams.

Das Spiel begann mit klaren Vorteilen für die Oranjies, was auch zu einiger Stimmung auf den Tribünen führte. War aber natürlich nur 08/15-Klatsch-Support, absolut nicht der Rede wert.

Abe Lenstra Stadion Heerenveen, Niederlande

Gäste waren auch ein paar im Eckblock, es darf aber davon ausgegangen werden, dass es sich dabei um in Holland wohnende Israelis handelte. Stimmung gabs da jedenfalls kaum.

1:0 durch Maduro

Nach zehn Minuten dann das 1:0, bei dem für mich nicht ersichtlich war, ob wirklich Maduro von Ajax der Torschütze war, oder es nicht doch eher um ein Eigentor gehandelt hat. Ist aber auch Wumpe.

LaaaaangweiligNach der Pause – die man mit Holländer-Verhöhnen verbrachte – wurde Israel etwas stärker, konnte aber dennoch nichts auch nur ansatzweise Zählbares verbuchen.

Auf den Rängen dafür die grosse Langeweile, Stimmung bei Null – nur die Welle sollte ein paar Mal gestartet werden, verebbte aber regelmäßig bei den Pressevertretern („buuuuuuh“).

So blieb es also beim 1:0 für die Niederlande, für uns ging es nach Abpfiff schnell zum Auto und auf schnellstem Weg zurück nach Groningen, wo das zweite Spiel des Tages lockte…

TOR: 1:0 Hedwiges Maduro (10′)

ZUSCHAUER: 21.000, vielleicht 500 Israelis

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Eredivisie: Ajax Amsterdam – Roda JC Kerkrade 2:0 (2:0)

Mittwoch, 27. Dezember 2006
Ajax Amsterdam Amsterdam ArenA,
Amsterdam, Niederlande
Roda JC Kerkrade

Der Tag fing relativ scheiße an – Mutters Wagen war zugefroren und auch die Innenseite der Winschutzscheibe vereist. Wie ich sowas hasse…

Kurz nach acht traf ich mich mit Rocky (der heute mal wieder den Fahrer machte) und Sandra, kurz drauf komplettierte Basti unsere Truppe und ab gings gen Westen, um bei unseren holländischen Freunden nach dem Rechten zu sehen.

Ich war das letzte Mal vor acht Jahren in Amsterdam, zum Glück funktionierte mein Parkplatz-Geheimtipp immer noch, so dass wir kostenneutral um kurz nach eins in der City waren und dort ein wenig hierhin und dorthin schlenderten, ohne echtes Sightseeingbedürfnis zu haben. Leider war das Wetter auch etwas ungemütlich, so dass wir nach einer Runde über den Dam und durchs Rotlichtviertel eine Kneipe aufsuchten und da bis zum späteren Nachmittag verweilten.

Kurz nach sechs waren wir dann nach kurzer Fahrt an der (nicht mehr ganz) neuen Amsterdam ArenA angekommen und stellten unser Auto auf einen der 8€-Parkplätze ab. Man hats ja…

Amerstam ArenA

Nach einer kleinen Stärkung und dem erfolgreichen Erwerb unserer bestellten Tickets gings dann auch schon ins Stadion, nicht wie die feinen Herren auf der Geraden per Rolltreppe (!), sondern schön per pedes die Stufen hoch. Da unter der Arena noch das Parkhaus und diverse Geschäftsebenen liegen, muss man selbst zum Unterrang einiges an Höhenmetern zurücklegen.

Amsterdam ArenA

Oben angekommen wurden erstmal ein paar Bilderchens geschossen und die farbenfrohe Gestaltung des All-Seaters „bewundert“ ehe man sich entschloss, zu viert in eine Arena-Bezahlkarte zu investieren, um sich bis Kickoff wenigstens noch an einem Heißgetränk zu wärmen.

Kurz vor Beginn wurde es dann auch tatsächlich recht voll, nachdem noch eine Viertelstunde vorher nichts auf das gemeldete „Ausverkauft!“ hindeutete. Tatsächlich waren aber auch während des Spiels noch diverse Lücken zu sehen, so dass die offizielle Zuschauerzahl ins Reich der Fabeln verwiesen werden muss. Die beiden Gästeblöcke im Oberrang waren kaum zu einem Viertel gefüllt, der Ajax-Supportblock auf der Südseite wies ebenfalls große Lücken auf.

Kurz nachdem ein Anti-Pyro-Video über die Anzeigentafeln geflimmert war, zeigte der aktive Anhang von Ajax ein, zwei Bengalen als Intro.
Die Gästefans aus Kerkrade ließen nur einmal ganz kurz von sich hören, danach war man still und artig auf seinen Klappsitzen.
Aber auch die Heimkurven (Vak 401 sitzt/steht mit den Ultras im Oberrang der Nordtribüne, F-Side hat es sich im Unterrang gegenüber gemütlich gemacht) konnten nur selten mal auf sich aufmerksam machen – nach einem durchwachsenen Start war lange Zeit gar nix zu hören.
Der Rest des Publikums bekommt die Zähne eh nicht auseinander – sehr traurige moderen holländische Fußballwelt.

Das schwache Spiel konnte einen auch nicht grad vom Hocker reißen, wenigstens sorgte der Schiedsrichter mit seinen merkwürdigen Entscheidungen für ein wenig Kurzweil und war beim 1:0 für Ajax nicht wirklich gut im Bilde:
Ein Angriff von den Hausherren konnte in der Roda-Abwehr gestoppt werden, der Keeper hatte den Ball schon in der Hand als Sneijder ihn nicht wirklich sauber tackelte und den Ball wohl auch mit der Hand berührte. Auf jeden Fall stands dadurch 1:0, da halfen dann auch die Proteste der Huub Stevens-Truppe nix.

Trotzdem war Ajax die klar dominierende Mannschaft, während Roda eher an eine uns wohlbekannte Mannschaft aus Braunschweig erinnerte und so gar nix auf die Reihe bekam, Ajax dafür aber noch diverse Chancen und auch mehrfach Aluminium verbuchen konnte, so dass das 2:0 nach einer Ecke kurz vor der Pause durchaus in Ordnung ging.

Die zweite Halbzeit war dann leider noch öder, da Ajax sich nun auf den beiden Toren ausruhte, hinten gut dicht machte, aber nach vorne eben auch nicht mehr viel beschickte, so dass es außer einem Lattentreffer keine weiteren guten Szenen gab.

Bereits ab der 80. Minute setzte ein reger Abwanderungsverkehr ein, nicht nur ein, zwei, nein – buchstäblich Hunderte strömten zum Ausgang… mir völlig unverständlich.

Wir blieben natürlich noch bis zum Ende und machten uns dann auch zu unserem Auto auf, dessen Heizung dankbar begrüßt wurde. Nach kurzem Abfahrtsstau war man dann wieder sich selbst bzw. der Frau im Navi überlassen, die uns aber sicher nach Braunschweig leitete, von wo es für mich (nach erneutem Freikratzen) noch den Rest der Strecke nach Goslar ging.

AJAX AMSTERDAM: Dennis Gentenaar – George Ogararu, Zdenek Grygera, Jaap Stam, Thomas Vermaelen (Jan Vertonghen, 52′) – Johnny Heitinga, Wesley Sneijder, Urby Emanuelson (Olaf Lindenbergh, 74′) – Tom De Mul (Mauro Rosales, 61′), Klaas Jan Huntelaar, Ryan Babel. TRAINER: Henk ten Cate

RODA JC KERKRADE: Bram Castro – Jan-Paul Saeijs (Ger Senden, 46′), Pa Modou Kah, Vincent Lachambre, Marcel Meeuwis – Kemy Agustien, Dieter Van Tornhout, Adil Ramzi, Andres Oper (Sekou Cissé, 46′), Davy De Fauw, Marcel De Jong (Boldizsár Bodor, 72′). TRAINER: Huub Stevens

TORE: 1:0 Wesley Sneijder (15′), 2:0 Zdenek Grygera (42′)

ZUSCHAUER: angeblich „uitverkocht“, aber da waren noch sehr viele, teils große Lücken, also niemals die gemeldeten 50.334 sondern großzügig geschätzte 45.000

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