BL2: 1. FC Saarbrücken - BTSV 2:0 (1:0)
Sonntag, 14. Mai 2006![]() |
Ludwigspark, Saarbrücken |
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Nach einer kurzen Nacht und einem erneuten Frühstück in einer Karlsruher Kneipe wurde Saarbrücken angesteuert.
Als ich das letzte Mal dort war, spielte Saarbrücken sein letztes Spiel in der Bundesliga, heute sollte das vorerst letzte in der 2. Liga sein - ich scheine denen kein Glück zu bringen.
Am Stadion waren schon reichlich Braunschweiger, so daß wir auch beizeiten den Ludwigspark enterten.
Die Tanten am einzigen Bierstand fingen an zu verzweifeln, da sie eh nur sehr langsam zapften und dann auch noch die Zapfanlage schlapp machte - na großartig… die Schlange wurde immer länger und die Stimmung ein wenig gereizt.
Nun denn, sportlich gabs für uns heute auch nix zu holen - wir hatten den Klassenerhalt in der Tasche, Saarbrücken wie erwähnt bereits abgestiegen. Manager Loos, Patrick Bick und Daniel Graf verbrachten heute die erste Halbzeit bei uns Asis im Block. Naja, recht sinnlos meiner Meinung, Fannähe sollte man lieber anders zeigen.
Nach knapp 20 Minuten Sommerfußball ein wenig überraschend das 1:0 für die Heimmannschaft, was auch der Pausenstand sein sollte.
Auf Seiten der Saarbrücker gabs übrigens in der ersten Hälfte noch eine Blockfahne mit der Aufschrift “Ohne Worte” - einem Motto, dem ich mich am heutigen Tag gerne anschließe. Außerdem wurde zu Beginn ein wenig orangefarbener Rauch gezündet.

Die Zweite Hälfte brachte aus Braunschweiger Sicht auch keine Wende, während die Saarbrücker auf den Rängen anfingen, ihren Unmut über den Abstieg mittels eines imposanten Rauchpilzes und diverser Böller und Sternschnuppen zu zeigen, agierte ihre Mannschaft auf dem Platz durchaus munter, während die Blau-Gelben (heute: Jellblau-Weißen) schon im Sommerurlaub zu sein schienen.

Kurz vor Schluß füllte sich der Waldweg oberhalb der Gästekurve mit sportlich-adretten jungen Herren aus dem französischsten Bundesland, ja, warum gucken sie denn das Spiel nicht zu Ende? Sie haben doch Eintritt bezahlt?
Statt dessen flogen ein paar Bengalen über den Zaun in die Kurve, allerdings nicht zu uns sondern offenbar Richtung VIP-Zelt oder so. Man bekam wohl auch mit, daß die Staatsmacht nicht so zufrieden war, mit dem Herumlungern der Jugendlichen.

Wir kassierten in der 87. Minute noch das 2:0 - scheißegal, aber die Mannschaft dafür feiern muß ich nun auch nicht.
Nach dem Kick gabs erstmal ne feine Blocksperre und Provokationen durch den Zaun von der Tribüne. Auch der untere Eingang war geschlossen und wurde von der Polizei mit Tränengas eisern verteidigt (zwei mal in zwei Tagen Tränengas, das hatte ich auch noch nicht).
Schließlich und endlich durfte man dann irgendwann endlich mal raus und wurde im Pulk zum Bahnhof gebracht - zum Glück konnte ich mich beizeiten aus der Gruppe entfernen - wer weiß, sonst wäre ich noch in Braunschweig gelandet - konnte mich also anschließend frei bewegen, was sehr begrüßt wurde.
Also erstmal nach einer Verbindung fahnden (mein geplanter Zug war natürlich längst weg) und dann mal in der Stadt gucken, da es dort einiges an Bohai gab, mit Bengalen, schwarz gekleideten Kids, Gegröle und - natürlich - Polizei. Leider ging nicht wirklich was ab, so daß sich der ganze Spuk schnell auflöste und ich die restliche Zeit abgammelte, bis endlich meine Fahrt via Mannheim startete und mich ins heimische Karlsruhe zurück brachte.
1. FC SAARBRÜCKEN: Peter Eich - Philipp Haastrup, Echendu Adiele, Manuel Hornig, Marco Laping - Arif Karaoglan (Nico Zimmermann, 66′), Marcel Rozgonyi, Mustapha Hadji, Jonathan Jäger - Nazif Hajdarovic (Henrich Bencik, 75′), Taifor Diane (Ivan Dudic, 58′). TRAINER: Didier Philippe
BTSV: Thorsten Stuckmann - Finn Holsing (Nermin Celikovic, 73′), Torsten Sümnich, Marco Grimm, Kosta Rodrigues - Benjamin Siegert, Torsten Lieberknecht (Martin Hauswald, 57′), Torsten Jülich, Alessandro Caruso - Jürgen Rische (Ahmet Kuru, 57′), Dustin Heun. TRAINER: Michael Krüger
SCHIRI: Christian Schößling (Leipzig)
TORE: 1:0 Nazif Hajdarovic (19′), 2:0 Ivan Dudic (87′)
ZUSCHAUER: 3.700, gut 500 Braunschweiger werden wohl darunter gewesen sein…















