Archiv für die Kategorie ‘UEFA-Cup’

UEFA-Cup: Racing Strasbourg – FC Basel 2:2 (1:2)

Donnerstag, 16. März 2006
RC Strasbourg Stade de la Meinau,
Strasbourg, Frankreich
FC Basel

Auch zu diesem Spiel wurde mit der Bahn angereist – von Karlsruhe ja ein Katzensprung.

Am Hauptbahnhof in Strasbourg konnte man noch die Vorbereitung der Staatsmacht für die Ankunft des Hauptmobs der Basler begutachten, ehe der Zug auch schon eintraf und man sich in die Menge mischte und per Straßenbahn zum Stade de la Meinau gefahren wurde.

Dort verdrückte ich mich erstmal aus dem Mob, was auch erstaunlich problemlos gelang, um auf den Rest der Braunschweiger Kollegen zu treffen, die mich auch direkt am McDonald’s fanden.

Gemeinsam ging es dann zum Gästeeingang und kurz darauf auch in den Gästeblock (mit einem netten fünf Meter hohen Zaun) – vielen Dank an dieser Stelle an die Freunde aus Basel, die uns mit Tickets für dieses Spiel versorgt hatten!

Das Stadion sollte heute nur zu einem Bruchteil gefüllt werden, die desolate sportliche Situation des RC Strasbourg im Allgemeinen, die 2:0-Vorlage im Hinspiel der Basler im Speziellen und sicherlich auch die frühe Anstoßzeit von 18h00 bewirkte, dass sich nur gut 8.000 Zuschauer im Stadion einfanden, darunter gut ein Viertel aus Basel, unterstützt von Braunschweigern und Mannheimern. Der Heimblock, in dem die Ultra Boys 90 das Sagen haben, war grade einmal zur Hälfte gefüllt.

Zu Spielbeginn gab es von Baslerseite eine Choreographie im gesamten Gästesektor, bestehend aus weißen Pappen und einer Folie mit dem Baslerstab. Die Stimmung bereits phantastisch, unsere schweizer Freunde legten heute einen geilen Support hin!

Die gute Stimmung wurde kurz nach Spielbeginn noch untermauert, da bereits in der 3. Minute Eduardo zum 1:0 für die Eidgenossen traf und damit die Hoffnung auf ein Weiterkommen der Franzosen enorm schwächte.

Zwar traf in der 10. Minute Carlier für die Elsässer aus einer deutlichen Abseitsposition zum 1:1, jedoch tat das weder dem Spiel noch der Stimmung auf den Rängen des FC Basel Abbruch, auch wenn die Straßburger nun ihre Chancen witterten.

In der 26. Minute machte erneut Eduardo alles klar, nach einem Pass von Delgado schoss er das 2:1, damit würde der RCS noch vier Tore erzielen müssen, um weiter zu kommen.

Der Schock bei den Elsässern saß tief, der FCB konzentrierte sich nun mehr auf die Defensive, so dass das Spiel bis zur Pause ohne weitere Höhepunkte auskam – aber auch dies beeinträchtigte die Stimmung im Gästeblock nicht.

Auch in der zweiten Hälfte (die übrigens wieder mit einer Choreographie der Basler eingeläutet wurde) änderte sich nicht viel, Basel ließ den Ball laufen, ohne sich jedoch übermäßig anzustrengen, die Straßburger versuchten halbherzig, das Spiel zu drehen, konnten aber auch nicht viel Zählbares vorweisen, bis Kanté rund zehn Minuten vor Ende eine Ecke zum 2:2-Ausgleich verwandeln konnte.

Die Elsässer versuchten in den verbleibenden Minuten zwar noch zornig weitere Treffer zu erzielen, kamen jedoch nicht ernsthaft gegen die abgeklärte Defensive des FC Basel an.

Nach Abpfiff natürlich großer Jubel im Gästesektor, wie schon zu Spielbeginn und zu den Toren wurden einige Fackeln gezündet und ordentlich gefeiert (ob es allerdings besonders schlau ist, zum Anpfiff der 2. Hälfte Leuchtspur in den Anstoßkreis zu schießen, wo sich der RCS auf den Anstoß bereitmachte, ist sicherlich mindestens diskutabel – bei einem Treffer hätte ich mich nicht gewundert, wenn die UEFA Basel vom Wettbewerb ausgeschlossen hätte).

Pyromanie

Nach einer kurzen Blocksperre ging es aus dem Stadion, wo sich auf dem Parkplatz unsere Wege trennten, für mich ging es mit der Straßenbahn wieder zum Bahnhof und von dort per Nahverkehrszug zurück in die badische Zivilisation.

Der FC Basel hat mit einer souveränen Leistung in den beiden Achtelfinalspielen, das erste Mal seit 32 Jahren ein UEFA-Cup-Viertelfinale erreicht und wird als nächstes auf den Middlesbrough FC treffen, ehe es im Halbfinale gegebenenfalls gegen den Sieger des rumänischen Derbies Steaua vs. Rapid Bukarest geht.

RC STRASBOURG: Nicolas Puydebois – Yves Deroff, Habib Bellaid, Cédric Kanté, Ahmed ‚Abou‘ Moslem – Pascal Johansen, Ricardo Faty, Pontus Farnerud, Arthur Boka – Rudy Carlier, Alexander Farnerud. TRAINER: Jacky Duguépéroux

FC BASEL: Patrick Zuberbühler – Reto Zanni, Boris Smiljanic, Daniel Majstorovic, Bruno Berner (Scott Chipperfield, 79′) – Papa Malick Ba – David Degen, Mladen Petric, Matias Emilio Delgado (Ivan Ergic, 66′), Mile Sterjovski – Eduardo Adelino Da Silva (Baykal Kulaksizoglu, 86′). TRAINER: Christian Gross

SCHIRI: Benquerença (Portugal)

TORE: 0:1, 1:2 Eduardo Adelino Da Silva (3′, 26′), 1:1 Rudy Carlier (10′), Cédric Kanté 2:2 (78′)

ZUSCHAUER: erbärmliche 8.115, aber immerhin gut 2.000 Basler mit Unterstützung aus Mannheim und Braunschweig

UEFA-Cup: FC Basel – RC Strasbourg 2:0 (1:0)

Donnerstag, 09. März 2006
FC Basel St. Jakob-Park,
Basel, Schweiz
RC Strasbourg

Mit Zug und Bus ging es mal wieder zu den Eidgenossen, wo heute das Hinspiel des UEFA-Cups gegen des Racing Club Strasbourg (aka Rasensportclub Straßburg) gespielt wurde.

Kurioserweise traf man ja bereits im ersten Spiel der Gruppenphase aufeinander, dieses Spiel verlor der FC Basel mit 0:2.

Nach Siegen gegen Roter Stern Belgrad und Tromsö IL verlor der FC Basel das letzte Gruppenspiel und erreichte die Zwischenrunde nur dank der Schützenhilfe der bereits qualifizierten Strasbourger, die in der letzten Minute gegen Belgrad ausgleichen konnten.

In der Zwischenrunde konnte sich Basel mit einem 1:0-Heimsieg und einem 1:1 in der Ferne gegen den AS Monaco durchsetzen, so dass nun die Karten neu gemischt waren.

Strasbourg kämpft zur Zeit in der Ligue 1 um den Klassenerhalt, was zur Verunsicherung der Mannschaft und des Umfelds beiträgt. Nur gut für den FC Basel.

Am Stadion angekommen traf ich recht schnell auf den Rest aus Braunschweig, der per PKW angereist war und mir netterweise schon ein Ticket mitbesorgt hatte.

Noch kurz was getrunken bzw. gegessen und dabei mit den Basler Freunden geredet (die sich peinlich berührt zeigten, dass wir nicht nur die Karten sondern auch unser Bier selbst gekauft hatten) und dann ging es auch schon in die Muttenzer Kurve.

Dort war mal wieder eine Aktion der besonderen Art geplant: große Luftballons in blau-weiß (die Farben nicht nur vom heutigen Gegner sondern auch von beiden Rivalen aus Zürich) waren mit Federn gefüllt und wurden mit Zündschnüren präpariert.

Bei dem Einlauf der Mannschaften wurden diese Ballons also in den Basler Himmel gelassen, nur um kurz darauf zu platzen – dazu gab es ein Spruchband „Wir lassen jeden blau-weißen Traum zerplatzen“. Ein Schauer aus weißen Federn zog sich dank des Winds durchs ganze Stadion.

Das Spiel begann gleich gut für die Basler, die heute deutlich zeigen konnten, wer Herr im Haus ist: in der achten Minute ein Foul an der Strafraumgrenze an Delgado, der sich die Chance nicht nehmen ließ und den Freistoß direkt um die Mauer der Strasbourger in die linke obere Ecke schoss.

Quasi im Gegenzug dann zwar eine gute Möglichkeit für den Gast aus dem Elsass, der Ball ging jedoch knapp neben das Tor.

Auf Basler Seite wurde weiterhin gut kombiniert und es wurden auch zahlreiche gute Chancen herausgespielt, Zählbares war jedoch nicht darunter, auch weil der Kepper vom RCS stets zur Stelle war.

Die Stimmung in der Kurve durchweg gut, leider kamen heute nur gut 14.000 Zuschauer, erbärmlich, wenn man bedenkt, dass Basel an die 24.000 Dauerkarten verkauft hat.

Auch aus dem nahen Elsass war nur eine geringe Anzahl Gäste angereist, etwa 300 Straßburger, unterstützt von ein paar Phönix Sons aus Karlsruhe, hatten die nur 150km lange Strecke an diesem Abend auf sich genommen. Stimmung war dort auch vorhanden, zwar nicht zu hören, es gab jedoch einiges an Bewegung.

Zu Beginn der zweiten Hälfte verflachte das Spiel zunehmend, Basel tat nicht mehr als nötig, der Gast versuchte zwar sein Möglichstes scheiterte jedoch regelmäßig an der Abwehr des FCB oder am eigenen Pech, wenn mal wieder knapp am Tor vorbeigeschossen wurde.

In der 89. Minute machte dann der kurz vorher eingewechselte Kuzmanovic den Sack zu, 2:0 für den FC Basel, eine sehr gute Ausgangsposition für das Rückspiel in Straßburg.

Mich zog es relativ zügig nach Spielende zum badischen Bahnhof, während der Rest der Braunschweiger noch den Sieg mit den Basler Freunden feierte.

FC BASEL: Patrick Zuberbühler – Bruno Berner, Boris Smiljanic, Daniel Majstorovic, Reto Zanni – Papa Malick Ba (Ivan Ergic, 83′), Matias Emilio Delgado, David Degen (Zdravko Kuzmanovic, 77′), Mile Sterjovski – Eduardo Adelino Da Silva, Mladen Petric. TRAINER: Christian Gross

RC STRASBOURG: Nicolas Puydebois – Yves Deroff, Karim Haggui (Habib Bellaid, 87′), Cédric Kanté, Ahmed ‚Abou‘ Moslem – Abd Rabo Hosni, Edgard Gnoleba Loué (Yacine Abdessadki, 39′) – Amara Diané, Pontus Farnerud, Guillaume Lacour (Arthur Boka, 63′) – Alexander Farnerud. TRAINER: Jacky Duguépéroux

SCHIRI: Stefano Farina (Italien)

TORE: 1:0 Matias Emilio Delgado (8′), 2:0 Zdravko Kuzmanovic (89′)

ZUSCHAUER: nur 14.243, gut 300 Gäste aus Strasbourg

UEFA-Cup: AS Roma – FC Basel 3:1 (2:0)

Mittwoch, 14. Dezember 2005
AS Roma Stadio Olimpico,
Roma, Italien
FC Basel

Nach ziemlich genau elf Monaten sollte es also mal wieder in die ewige Stadt gehen – ein günstiger Flug war schnell gefunden, nun musste ich nur noch nach Hahn kommen – also mit dem letzten Zug nach Heidelberg, da ne Stunde lustig Aufenthalt, ehe der Bus durchstartete.
Kaum eingestiegen übermannte mich dann auch die Müdigkeit, so dass ich erst am Flughafen wieder aufwachte.

Dort warteten schon unsere Mannheimer Freunde in größerer Zahl und man begab sich bald durch den Security Check, um noch ein Frühstücksbierchen zu genießen.

Pünktlich hob die blau-gelbe Maschine dann auch ab und kaum hatte man es sich versehen, landeten wir auch schon in Ciampino vor den Toren Roms.

Etwa zeitgleich kam auch ein Flieger aus Basel, in dem auch die ersten Bekannten waren, die uns gewohnt freundlich begrüßten.

Nach kurzer Wartezeit landete dann schließlich auch noch der EasyJet-Flug aus Berlin, in dem der Braunschweiger Pöbel mitflog.

Erstaunlicherweise gab es nirgendwo auch nur die geringsten Probleme, stand die ganze Tour doch bis kurz vorher auf der Kippe.

Für uns Krawalltouristen wurde auch direkt am Flughafen einiges geboten – das Abflugterminal wurde wegen einer Bombendrohung geräumt und ein herrenloser Koffer vor dem Eingang gesprengt.

Mit Bus und Bahn ging es in die City, wo nach kurzem und planlosen Rumlatschen der Basler Hauptmob getroffen wurde und man es sich erstmal für längere Zeit in der Sonne auf der spanischen Treppe gemütlich machte und ein paar Biere genoß.

Nach einigen Stunden ging es dann von dort zur Piazza Popolo, wo der Haupttreffpunkt für alle Basler und Freunde war. Ein Penner mit lecker eitrigem Pflaster am Hals ließ sich durch uns nicht wirklich stören und schlief hinter unserer Bank den Schlaf der Gerechten.

Irgendwann wurde dann zum Aufbruch geblasen, mit Polizeieskorte ging es zu einem Park etwas außerhalb, wo die Busse warteten, die uns zum Olympiastadion bringen sollten.

Dort angekommen gab es dann einiges Theater, da nur Leute mit Ticket UND Voucher vom FC Basel eingelassen wurden – und zwar nach Vergleich der Personalien mit den auf den Tickets aufgedruckten Namen. Einige hatten sich die Tickets aber direkt in Rom gekauft und schauten dadurch in die Röhre, wiederum andere blieben aus Solidarität mit den Ausgesperrten vor den Toren des Stadions.

Nach mehreren Durchsuchungen seitens der Carabinieri war man dann aber im Stadion, welches heute nur zu ca. einem Viertel gefüllt werden sollte.

Der FC Basel verlor das letzte Spiel der Gruppenrunde zwar mit 3:1, da der bereits für die Zwischenrunde qualifizierte RC Strasbourg jedoch in der 94. Minute noch den Ausgleich gegen Crvena Zvezda (Roter Stern Belgrad) erzielte, konnten auch die Basler ein Weiterkommen bejubeln!

Auf den Rängen begann der Support in Halbzeit eins einigermaßen verhalten, nach der Halbzeit gab es dann aber noch eine ordentliche Pyroeinlage und durchaus laute Unterstützung.

Basler Pyromanie

...und noch mehr Basler Pyromanie

Nach dem Spiel und der obligatorischen Blocksperre durfte man dann irgendwann wieder zu den Bussen, die dann aber auch noch lange auf die Abfahrt warteten und uns schließlich samt Polizeieskorte unter Blaulicht zum Bahnhof brachten – leider nicht wie erwartet nach Termini sondern zu einem Vorortbahnhof – also dort erstmal in den erstbesten Zug in die City.

Nun ist Rom in der Woche nachts nicht grade eine pulsierende Weltstadt, so dass wir doch erstmal ein wenig hilflos waren, wo es hingehen soll (…und sich einige für den Bezug eines Zimmers in der Jugendherberge entschieden…).

Nach kurzem Hin und Her wurde dann aber ein Dönerladen besetzt und dem dortigen Besitzer ein Wahnsinnsumsatz beschert. Irgendwann meinte der gute Mann jedoch – es war so gegen 3h morgens, dass er jetzt doch mal schließen wollen würde und das ja auch illegal sei… Auch unser Vorschlag, doch einfach die Tür zuzumachen und uns in Ruhe zu lassen, konnte den guten Mann nicht überzeugen. Indem man den Guten aber erstmal eine ganze Zeit ignorierte, konnte der Rausschmiss in die kalte Römer Nacht noch ein wenig herrausgezögert werden – irgendwann mussten wir dann aber doch kapitulieren.

Vor der Tür fand uns direkt ein Penner sympathisch und schaffte es, uns durch die Römer Nacht zu treiben – niemand wollte sich von ihm anfassen lassen, wir hatten unseren Spaß, er hatte offenbar auch seinen Spaß, also sei es drum.

Netterweise hatten ein paar fliegende Verkäufer noch ihre Stände offen, so dass man sich wenigsten noch ein wenig mit Bieren eindecken konnte und dann vor dem mittlerweile geschlossenen Bahnhof auf den Morgen und damit den Bus zum Flughafen wartete.

Neben ca. 20 Leuten aus Braunschweig und Basel bestand diese illustre Gesellschaft noch aus diversen Pennern, die ebenfalls kein zu Hause ihr Eigen nennen konnten.

Wir überlegten gerade, den Hut rumgehen zu lassen, um für einen Bum-Fight der Jungs zu sammeln, als es bei denen auch schon losging – eine nette Keilerei von zwei Tippelbrüdern, immer wieder durch zwei andere angeheizt. Technisch auf hohem Niveau, wenn der Alkohol nur nicht die Koordination bei den Jungs beeinträchtigt hätte.

Irgendwann war auch diese Vorstellung vorbei und wir hatten immer noch ewig Zeit totzuschlagen, also standen wir alle mehr oder minder genervt in der Gegend rum, bis endlich der Bahnhof öffnete, in dem es nur noch kalt und nicht mehr saukalt war.

War dann auch nur noch ’n Stündchen eh dann der erste Bus zum Flughafen fuhr und man sich dort auf dem harten Boden zu einem Nickerchen lang machen konnte… Auch das war irgendwann überstanden und es hieß Abschied nehmen, von Rom und den Braunschweiger Kameraden. Der Flug zurück nach Hahn wurde komplett verpennt.

Netterweise bot mir Waldhof-Björn an, Jogges und mich bis Mannheim im Auto mitzunehmen, so dass ich ein wenig früher als geplant den Zug nach Karlsruhe bekommen konnte, wo es ziemlich direkt in die Heia ging, die ich dann auch die kommenden zwölf Stunden nicht mehr verließ.

Fazit: eine absolut geile Tour mit den Freunden vom FC Basel und einer phantastischen Truppe Mannheimer und Braunschweiger Kollegen!

AS ROMA: Gianluca Curci, Christian Panucci (Cristian Chivu, 41′), Philippe Mexes, Cesare Bovo, Alberto Aquilani, Rodrigo Taddei, Daniele De Rossi, Simone Perrotta (Aleandro Rosi, 74′), Leandro Damian Cufré, Francesco Totti, Shabani Nonda (Alessandro Faiolhe Amantino Mancini, 84′). TRAINER: Luciano Spalletti

FC BASEL: Patrick Zuberbühler – Reto Zanni, Patrick Müller, Boris Smiljanic, Scott Chipperfield (Mile Sterjovski, 65′) – Papa Malick Ba (Mladan Petric, 46′) – Matias Emilio Delgado, Ivan Ergic (Baykal Kulaksizoglu, 72′), David Degen – Eduardo Adelino Da Silva, Julio Hernan Rossi. TRAINER: Christian Gross

SCHIRI: Dr. Helmut Fleischer (Deutschland)

TORE: 1:0 Rodrigo Taddei (12′), 2:0 Francesco Totti (44′), 3:0 Shabani Nonda (49′), 3:1 Mladan Petric (78′)

ZUSCHAUER: 16.000, darunter knapp 2000 Basler, ca. 30 Braunschweiger und gut zehn Mannheimer…

UEFA-Cup: FC Basel – OSC Lille 0:0

Donnerstag, 17. Februar 2005
FC Basel St. Jakob-Park,
Basel, Schweiz
OSC Lille

Nach den Spielausfällen der vergangenen Wochen und der Überdosis an sinnlosen Testspielen, war ich froh, endlich mal wieder zu einem Pflichtspiel zu fahren. Und dann auch noch nach Basel.

Die Zugfahrt verlief ereignislos, so dass ich kurz vor 19h am Badischen Bahnhof ankam und den bereits wartenden Bus nach St. Jakob bestieg.
Schon am Bus wehte der weihnachtliche Hauch der Schweizer Berggräser zu mir hinüber – ach ja, es ist schon schön bei den Eidgenossen.

Am Stadion erstmal ein Ticket sichern – netterweise wurde ich in der Schlange angesprochen und bekam so mein Billet für 30 statt 40 Franken (immerhin rund 6€ gespart) – offenbar haben sich da einige nach der Auslosung zu dieser Zwischenrunde (oder 1/16-Finale) im UEFA-Pokal mit Tickets eingedeckt und wurden vom mangelnden Interesse überrascht.
Insgesamt sollten heute nur 19.029 Zuschauer das Spiel sehen – da hätte ich doch deutlich mehr erwartet. Wahrscheinlich sind die Basler alle noch fasenachtsgeschädigt.

Nach einem kurzen Besuch im Fanshop hing ich ein wenig an der Shelle rum – da werden doch Braunschweiger Heimatgefühle wach – ehe ich die Stufen zum Joggeli erklomm.

Kurz bevor das Spiel losging, begann es zu schneien, erdnussdicke Flocken schwebten vom Himmel, sah eigentlich ganz hübsch aus.

Pünktlich 20h30 begann der Kick, diesmal ohne Pyro und auch sonst relativ verhalten von der Muttenzer Kurve.

Das Spiel konnte durchaus gefallen, auch wenn es ein paar Minuten dauerte, bis Tempo in die Begegnung kam.

Schon in der dritten Minute ergab sich durch einen von der Strafraumgrenze direkt geschossenen Freistoß die erste hochkarätige Chance für den FCB. Fast im Gegenzug dann ein Angriff der Franzosen (aus dem Stadionprogramm konnte ich lernen, dass Lille erst seit relativ kurzer Zeit französisch ist – Fußball bildet), den Zubi gerade noch zur Ecke klären konnte.

Danach tat sich zunächst auf beiden Seiten nicht mehr viel.

In der 20. Minute haderten die Heimfans mit einer Entscheidung des bulgarischen Schiedsrichters und belegten ihn mit „Hoyzer, Hoyzer“-Rufen – auch bei unserem südlichen Nachbarn ist die Sportwettenaffäre nicht unbemerkt geblieben.

Nach 35 Minuten gab es dann aber wieder eine ganze Stafette an tollen Chancen für die Basler sowie die beste Chance für Lille: ein Fernschuss ging am Außenpfosten vorbei – da hat kein Blatt Papier mehr dazwischen gepasst.

Der FCB hatte im folgenden großes Glück: ein Ball sprang Marco Zwyssig im eigenen Strafraum an die Hand, was der Schiri zum Glück nicht gesehen hat. War zwar sicher keine Absicht, aber Strafstoß hätte man wohl geben können.

Kurz darauf in der 41. Minute jedoch eine ähnliche Situation, die ebenfalls nicht geahndet wurde: der Torwart der Franzosen setzte außerhalb des Strafraums Hand ein.

Kurz vor Ende der ersten Hälfte ging ein Schuss von Reto Zanni nur ans Außennetz des Gastes – dieses Tor wäre unheimlich wichtig gewesen!

Nach dem Pausenpfiff wurde der Schiri mit Pfiffen und schlimmen Wörtern belegt, Gegenstände flogen jedoch keine (obwohl der Spielertunnel ja in Wurfweite ist).

In der 50. Minute gab es erneut eine phantastische Chance für den FC Basel, welche jedoch vom OSC-Keeper zunichte gemacht wird.

Im Folgenden wurde Basel immer stärker und suchte aggresiv die Führung, was sich in weiteren Chancen in der 60. und 65. Minute auswirkte.

Sylva im Tor vom OSC hielt aber alles und beeidruckte durch seine Reaktionen.

In der 88. Minute wurde erneut mit dem Unparteiischen gehadert, da er dem FC Basel einen Strafstoß verwehrte.

Kurz vor Ende der regulären Spielzeit kam auch OSC Lille nochmal zu einer Chance, der Ball flog jedoch knapp über der Latte in die Zuschauer auf der Gellertkurve.

Nach einer kurzen Nachspielzeit pfiff der Schiri das Spiel mit einem torlosen Remis ab, für Basel wird es dementsprechend nächste Woche beim Rückspiel in Lille schwer, naja, aber wenigstens kein Tor kassiert.

Und für mich ging mal wieder eine Serie von Matches ohne 0:0 zu Ende – in dieser Saison ist wirklich der Wurm drin: dies war mittlerweile die längste Serien von immerhin 16 Spielen, aber auch schon mein siebtes 0:0…

Mit dem Bus ging es zurück zum Badischen Bahnhof und nach kurzer Wartezeit mit dem ICE heim nach Karlsruhe.

FC BASEL: Zuberbühler, Kléber, Zwyssig, Müller, Degen P, Zanni (Sterjovski, 71′), Huggel, Chippy, Rossi, Gimenez (Petric, 83′), Carignano. Trainer: Christian Gross

OSC LILLE: Sylva, Debuchy (Cabaye, 75′), Tavlaridis, Moussilou (Odemwingie, 75′), Brunel, Bodmer, Tafforeau, Chalmé, Vitakic, Angwbwa, Dumont. Trainer: Claude Puel

SCHIEDSRICHTER: Genov, BUL

ZUSCHAUER: 19.092, davon ca. 100 aus Lille

UEFA-Cup: FC Basel – Feyenoord Rotterdam 1:0 (0:0)

Donnerstag, 16. Dezember 2004
FC Basel St. Jakob Park,
Basel
Feyenoord Rotterdam

Am Vortag eröffnete mir mein werter Chef, dass heute nachmittag noch ’ne wichtige Besprechung mit dem Vorstand auf dem Plan stehen würde und ich da dabei sein müsste. Termin: 17h, veranschlagte Dauer: zwei Stunden. Scheiße…20h45 ist kick off im St. Jakob-Park zu Basel.

Also so schnell es ging, ohne unhöflich zu sein aus der Konferenz raus (19h20), das geplante Umziehen sein gelassen und mit Bleifuß in die Schweiz – zum Glück kein Problem an der Grenze, bloß waren natürlich mittlerweile alle groundnahen Parkplätze gefüllt, so dass ich mich mit einem weiten und teuren (10 Fränkli, 15 Minuten strammer Fußmarsch) Parkplatz zufrieden geben musste.

Im Stadion kurz nach Anstoß angekommen und leider die Choreo im Joggeli verpaßt.

Die Stimmung in Basel war klasse, nur von den Holländern hat man nix gehört, wie man später erfuhr, haben die aber wohl bei den Riots vorher ordentlich punkten können und unter anderem ein Waffengeschäft in Basel geknackt – nett…

Nach der Heimniederlage gegen die Hearts sah es nicht nach der nächsten Runde für den FCB aus, was sich aber durch einen Auswärtssieg bei Fradi wieder anders gestaltete. Mit einem Sieg gegen die Holländer wäre man sicher durch, egal wie Budapest in Schottland spielen würde – bei einem Unentschieden oder einer Niederlage sähe es nicht so gut aus.

Ich war grad im Stadion als Basel das 1:0 erzielte – leider wurde das Tor wegen einer Abseitsstellung nicht gegeben.
Der FC Basel ließ sich davon aber nicht beunruhigen und stürmte weiter voran und erarbeitete auch einige Chancen, die jedoch entweder nichts einbrachten oder vom Schiri abgepfiffen wurden (u. a. wurde ein klarer Handelfmeter nicht gegeben und ein weiteres Abseitstor abgepfiffen).

In der Pause kontne ich auch endlich mal schauen, ob bekannte Gesichter in der Muttenzer Kurve auszumachen waren und tatsächlich fand ich ziemlich weit unten den Anwalt und die Primaten.

Beeindruckend immer wieder: wenn man sich in Deutschland durch einen vollen Block drängelt, dann muss man aufpassen, dass man niemanden mit einem Bierbecher anrempelt, in Basel muss man darauf achten, dass man keinen anstößt, der grad beim Bau einer Sportzigarette beschäftigt ist.

In der zweiten Hälfte waren die Tulpis etwas besser am Start, jedoch war Basel weiterhin bemüht, endlich die Führung zu erzielen und konnte das in der 53. Minute auch endlich schaffen.

Die Schweizer schienen mit diesem Spielstand zufrieden zu sein und überließen das Spiel mehr und mehr Rotterdam, die jedoch regelmäßig an der Abwehr der FC scheiterten.

Kurz vor Schluss gab es nochmal eine hochkarätige Chance für Basel, die aber nicht mehr genutzt wurde.

Nach dem Apfiff die Gewissheit: auch 2005 wird europäisch gespielt (und zwar zunächst gegen den OSC Lille, wie die Auslosung am nächsten Mittag für die dritte Runde ergab).

Im mittlerweile einsetzendem Sprühregen (bei nett unter 0°C) ging es nach kurzem Feiern zurück zum Auto und heim nach Karlsruhe, nicht ohne noch jedem überholten Holländer einen freundlichen Mittelfinger zu präsentieren.

FC BASEL: Zuberbühler, Philipp Degen, Quennoz, Zwyssig, Sterjovski (David Degen), Huggel, Chipperfield, Delgado (Barberis), Rossi, Carignano, Gimenez

FEYENOORD ROTTERDAM: Lodewijks, Song, Bosschaart, Magrao, Buffel, Mtiliga, Smolarek, Paauwe (Artz), Loovens, Kalou (Lazovic), Kuijt

TOR: 1:0 Carignano

ZUSCHAUER: 25660

UEFA-Cup: VfB Stuttgart – NK Dinamo Zagreb 2:1 (1:0)

Mittwoch, 15. Dezember 2004
VfB Stuttgart Gottlieb-Daimler-Stadion,
Stuttgart
NK Dinamo Zagreb

Bei Affenkälte ging es heute ins Gottlieb-Daimler-Stadion aka Neckarstadion aka Adolf-Hitler-Kampfbahn nach Stuttgart.

Unglaublich, es sind tatsächlich 14 Jahre seit meinem letzten Besuch vergangen, so dass auch der Umbau nun endlich bestätigt werden konnte.

Stuttgart war so gut wie sicher in der nächsten Runde, nur eine Heimniederlage hätte möglicherweise Probleme bereiten können, Zagreb musste auf Schützenhilfe beim Spiel Heerenveen gegen Beveren hoffen.

Ich hatte mir eine Karte für die Untertürkheimer Kurve besorgt, leider konnte ich keine für den Gästeblock auftreiben, was aber nicht so relevant war, da die gesamte Kurve doch ziemlich fest in kroatischer Hand war.

Am Ground angekommen konnte man über die absolute Unfähigkeit der Ordner staunen. Zwei Minuten vor Anpfif wurde endlich die Order durchgegeben, „Egal, lasst sie einfach rein“ – so kam ich also ohne Kontrolle ins Stadion und auch in den Block – zwar nicht in meinen, dafür aber mit besserer Sicht auf den eigentlich Dinamo-Block.

Wie erwartet jede Menge Kroaten und einige verlorene Schwaben (herausragend der vielleicht 15-Jährige mit VfB-Narrenkappe und Reichskriegsflagge über den Schultern, der nicht wusste, wie ihm geschah).

Zu Beginn gab es schonmal ein paar Bengalos von den Kroaten zu sehen, sowie eine kleine Choreographie „Dinamo über alles“. Die Stuttgarter waren zu diesem Zeitpunkt auch zu hören, dass sollte sich später ändern.

Dinamo begann offensiv und Stuttgart schien einige Probleme zu haben, sich darauf einzustellen – jedenfalls für ein paar Minuten, dann war man (sportlich) wieder Herr im Haus.

Nach einer Viertelstunde erzielte Kuranyi das vermeintliche 1:0, welches aber vom Schiri abgepfiffen wurde. Nur kurz darauf dann aber doch die Führung, die Dinamo zu schocken schien, da Stuttgart nun immer stärker wurde und vermehr zu guten Chancen kam.

In der Cannstädter Kurve konnte man sich über die albernen Heimfans lustig machen – es wurden Bengalen gezündet, die aber sofort durch den Zaun an dort stehende Ordner gereicht wurden, die die Dinger löschten… Muss man nicht verstehen…

Nach der Pause gab es ein feuriges Intro aus dem Dinamoblock, bei dem auch die ein oder andere Fackel den Luftweg zum Spielfeld fand, was wiederum die Ordner und die Staatsmacht auf den Plan rief.

Im Pufferblock neben den Kroaten schien es plötzlich Boxereien zu geben, es wurde jedenfalls gerannt aber ich konnte nicht wirklich was erkennen.

In der 65. Minute dann der viel umjubelte Ausgleich für Dinamo, natürlich wieder mit Freudenfeuern begleitet. Diesmal postierte sich die Polizei in der Kurve und man wartete die ganze Zeit darauf, daß der Block gestürmt wird – es geschah aber nix.

Durch einen Abwehrfehler konnten die Stuttgarter zehn Minuten später das 2:1 erzielen, was sie dann auch über die Zeit brachten.

Trotz der Führung konnte man von den Heimfans so gut wie nichts hören, wohingegen die Kroaten durchweg Stimmung machten, aber leider durch diese Niederlage ausschieden.

Nach dem Spiel ging es schnell zurück zum Auto, aber nicht schnell genug, denn in dieser Scheissstadt scheint es unmöglich zu sein, Verkehrsströme zu lenken. Es dauerte fast eineinhalb Stunden, um von diesem verfickten Parkplatz runterzukommen – zeitweise ging gar nichts mehr…

VFB STUTTGART: Hildebrand, Hinkel, Stranzl, Babbel (Delpierre), Lahm, Meißner, Tiffert, Fernando Meira (Vranjes), A. Hleb, Kuranyi (Streller), Cacau

DINAMO ZAGREB: Vasilj, Lucic, Poldrugac, Mijatovic, Pranjic, Tomic (Saric), Buljat, Bosnjak, Mujcin (Hrman), Karic (Zahora), Da Silva

TORE: 1:0 Tiffert, 1:1 Bosnjak, 2:1 Fernando Meira

ZUSCHAUER: 41.000 (über 10.000 Gästefans)

UEFA-Cup: FC Schalke 04 – FC Basel 1:1 (1:0)

Donnerstag, 21. Oktober 2004
FC Schalke 04 Arena Auf Schalke,
Gelsenkirchen
FC Basel

Anderthalb Tage Urlaub mußten dran glauben um a) die Arena Auf Schalke zu machen und b) den FC Basel bei seinem ersten Spiel in der Gruppenphase des UEFA-Cups zu supporten.

Also ging es mittags per Bahn nach Gelsenkirchen und dort sofort zum Ground, um von Jonas mein Ticket in Empfang zu nehmen – netterweise nicht für den Plexiglaskäfig, sondern den daran angrenzenden Block.

Nach erfolgreichem Treffen ging es erstmal zusammen zurück nach Gelsenkirchen-City. In der Straßenbahn ein wundervolles Gespräch mit einem „echten“ Schalker (Kutte, besoffen, stinkend, ungewaschen, Motörhead-Lemmy-Gedächtnis-Gebiss…). „Ey wo kommt n ihr her?“ – „Aus Basel“. „Woher?“ – „Aus der Schweiz“… wir klärten ihn dann mal auf, daß wir heute gegen seinen Scheißclub spielen würden.
„Seid Ihr Hooligans?“ – „Nö…“ – „Weil, ich bin nämlich einer!“ – „Ja, das sieht man“ – (seine Augen leuchten stolz) „Echt? Wodran?“ – „Na, an deinen Schals!“…

Am Bahnhof dann auf den Rest der Braunschweiger und die Basler Sonderzüge gewartet, bis die Info kam, dass die anderen Kollegen schon am Stadion warten würden. Also wieder zur Arena. Dort dann auch bald in die Schlange für den Einlass angestellt, was nur ein paar Stunden dauerte, da es der Sicherheitsdienst doch etwas genauer nahm: das Hemd wurde aus der Hose gezogen, der Hosenbund von innen (!) abgetastet und natürlich die Zigaretten einzeln überprüft.
Das Spiel begann erstaunlicherweise mit einem starken Gast – umso überraschender, als Schalke nach nicht einmal zehn Minuten durch einen sehenswerten Distanzschuss in Führung ging, wodurch sich Basel sichtlich beeindrucken ließ.
Nach einer halben Stunde hatten sich die Eidgenossen aber wieder gefangen und es war Torhüter Rost zu danken, dass es nicht längst auf Schalker Seite geklingelt hat.
Zu Beginn der zweiten Hälfte rauchte es ein wenig in unserem Block, die Stimme des Stadionsprechers überschlug sich geradezu vor Entrüstung. Sowas hat man in der Halle noch nicht erlebt. Sofort waren natürlich auch die Grünen am Start, die erstmal beobachteten und dann zu Beginn der zweiten Halbzeit von zwei Seiten in den Block drängten und versuchten, den Übeltäter herauszufischen, was aber nicht so einfach gelingen wollte, da man sich doch einiger Gegenwehr gegenüber sah. Direkt neben unserem Block waren auch etliche Schalker, die ordentlich provozierten, was ebenfalls noch zu einem kleinen Handgemenge führte.
Naja, letztendlich konnten die Schalker von Glück sagen, dass bei den zahlreichen massiven Kontrollen (Mancheiner wurde bis zu zehnmal kontrolliert) der Großteil der Pyrotechnik gefunden worden ist – der Rauch würde heute noch in der Halle hängen!
Zehn Minuten vor Schluss dann der längst verdiente Ausgleich durch einen direkt verwandelten Freistoß und damit nicht genug: in der Nachspielzeit hatte Basel noch eine hundertprozentige Chance zur Führung.
Die Basler haben eine sehr ordentliche Stimmung gemacht, wohingegen ich von den Schalkern sehr enttäuscht wurde – der Wechselgesang „Schalke – Nullvier“ war super, aber ansonsten kam nix – und nach dem Ausgleich strömten die Zuschauer auf die Ausgänge, als ob dort Sozialhilfe ausgeteilt würde.
Nach Abpfiff und Feiern machte ich mich dann auch auf den Weg, um mit der Straßenbahn den Bahnhof zu erreichen, von dort dann nach Essen, wo ich erstmal lecker drei Stunden Aufenthalt erdulden durfte.
Ein Putzmann wollte mir dann noch verbieten, im Warteraum auf dem Bahnsteig Bier zu trinken (weil, dann könnten das die Penner ja auch machen), aber das hat mich nicht abschrecken können.
Morgens um sieben war ich dann im Hotel Mama, frühstückte schnell und verschwand dann im warmen Heiabettchen…

FC SCHALKE 04: Rost, Poulsen, Kobiashvili, Bordon, Altintop (67. Varela), Lincoln (86. Ailton), Sand (86. Hanke), Asamoah, Kamphuis, Krstajic, Pander

FC BASEL: Zuberbühler, Zwyssig, Smiljanic, Kléber, Degen P., Huggel, Chipperfield (65. Sterjovski), Degen D., Petric, Rossi (65. Delgado), Gimenez (83. Carignano)

TORE: 1:0 Kobiashvili, 1:1 Delgado

ZUSCHAUER: 52.870