Archiv für die Kategorie ‘Süd-2008’

RLS: SC Pfullendorf – Kickers Offenbach 0:1 (0:1)

Samstag, 23. April 2005
SC Pfullendorf Waldstadion,
Pfullendorf
Kickers Offenbach

Mal wieder einer dieser Tage, an denen meine Eintracht spielt, ich aber nicht den Weg in den Norden antreten kann. Zu Hause gab es vor gut 11.000 Zuschauern nur ein 1:1 gegen die Amateure des 1. FC Köln, Ahmet Kuru konnte dabei an seinem 23. Geburtstag seinen 20. Saisontreffer für die Blau-Gelben markieren.

Stattdessen wurde von mir nach dem Frühstück schnell das Waldstadion in Pfullendorf ins Navi des Mietfords eingehackt und los ging es bei wunderbar-sommerlichen Fußballwetter.

Ohne besondere Vorkommnisse erreichte ich viertel vor zwei den Ground (alno Arena, wie das Ding mittlerweile heißt – ich könnte jetzt darüber schreiben, was ich generell von dem Umbennen von Stadion und im speziellen von solchen Stadien halte – aber ich lass das mal).

Nachdem schlappe €7,50 den Besitzer gewechselt haben und ein Ordner eine Wahnsinnskontrolle hinlegte („bitte noch mal die Zigarettenschachtel öffnen“, „bitte mal den Fotoapparat aus der Hülle ziehen und anschalten“, „bitte noch kurz da hinten zum Proktologen“ – OK, das letzte hab ich mir jetzt ausgedacht), durfte ich den Gästeblock betreten, der zu diesem Zeitpunkt von ganzen acht OFC-Fans bevölkert war. Naja, waren ja auch noch locker 45 Minuten bis kick off.

Also schnell die obligaten Photos geschossen, eine wenig smakelige Wurst und ein noch schlimmeres alkfreies Bier getrunken und dabei die Ankunft eines Fanbusses vom OFC sowie noch einigen Individualreisenden beobachtet.

Das Publikum des OFC bestand hauptsächlich aus Kutten, wunderbar. So wurde ich via Aufnäher und Schals über die zahlreichen Freundschaften der Kickers aufgeklärt (Leverkusen, Karlsruhe, Stuttgarter Kickers).

Der Anhang machte auch gleich Stimmung – naja, nicht viel, nicht laut, aber immerhin.

Ziemlich pünktlich zu Spielbeginn konnte ich meine Sonnenbrille wieder absetzen und nur kurze Zeit später fielen die ersten dicken Tropfen, die noch zu einem schönen Schauer anwachsen sollten.

Das Spiel schien ja von Anfang an ’ne recht klare Kiste für den OFC zu werden – das schlechteste Heimteam gegen die beste Awaymannschaft (ich hab grad n déjà vu, hatte ich das nicht grad gestern?). Pfullendorf muss sich noch richtig strecken, wenn der Abstieg in die Oberliga abgewendet werden soll, der OFC ist so gut wie aufgestiegen.

Zu Beginn war es aber so, dass Pfullendorf stürmte und der OFC nicht so richtig zum Spiel kam.

Der erste Angriff von den Frankfurter Vorstädtern brachte dann aber das 1:0 durch Türker, völlig überraschend, aber schön rausgespielt.

Dadurch beflügelt kam der OFC jetzt zu besseren Chancen, konnte diese aber nicht nutzen, auch wenn Pfullendorf fast im Gegenzug hätte ausgleichen können.

In der 34. Minute erkannte der Schiri ein Tor der Kickers wegen klarem Abseits ab.

Das Spiel plätscherte so vor sich hin, vor mir erklärte ein Kerl (Typ: SozPäd) seiner Perle das Spiel, das Universum und den ganzen Rest – furchtbar. Währenddessen gab der Fanblock Sinnlossupport zum Besten: ein Pärchen vor dem Block filmte die ganze Zeit mit einer Videokamera, wobei er ihr den Schirm hielt und sich Gesang wie „Du hältst ihr nur den Schirm“, „Du bist doch geil auf sie“ etc. gefallen lassen musste. Als er sich hinter sie stellte kam dann das grandiose „Hintertürchen, Hintertürchen, hey, hey“ – da musste mein Sozialpädagoge auch passen und sagte zu seiner Perle, dass er das jetzt auch nicht kapiere – köstlich.

Leider verschwand das Videopaar zur Pause, so dass die zweite Hälfte sehr langweilig wurde.

Einzige Abwechslung war eine kleine Rangelei auf dem Feld, die der Schiri mit roten Karten sowohl für den Offenbacher Kanyuk, als auch für den Spielertrainer der Pfullendorfer quittierte.

In der Schlußphase stürmte nur noch die Heimmannschaft, kam aber nicht mehr zum verdienten Ausgleich, trotz einiger hochkarätiger Chancen.

Ja, und so ging dann auch dieses Spiel vorrüber und ich fuhr nach Hause nach Karlsruhe.

SC PFULLENDORF: Ralf Hermanutz – Matthias Kiefer, Marco Kurz, Marcel Rapp – Christian Deufel (Toni Fiore Tapia, 76′), Andreas Schumacher (Gino Hockenjos, 82′), Christian Gmünder (Helgi Kolvidsson, 46′), Ralf Zimmermann – Patrick Hagg – Sascha Maier, Alexander Blessin. TRAINER: Marco Kurz

KICKERS OFFENBACH: Cesar Thier – Lars Weißenfeldt, Ole Budtz, Markus Happe (Michael Bodnar, 70′), Bastian Pinske – Bruno Akrapovic, Laszlo Kanyuk, Deniele Fiorentino (Christian Müller, 62′), Thorsten Judt – Suat Türker (Vesselin Petkov Gerov, 79′), Stefan Sieger. TRAINER: Hans-Jürgen Boysen

TORE: 0:1 Suat Türker (15′)

SCHIRI: Torsten Bauer (Seesbach)

ZUSCHAUER: 1.380, davon 150 im Gästeblock

RL Süd: Kickers Offenbach – Sportfreunde Siegen 1:1 (1:0)

Donnerstag, 31. März 2005
Kickers Offenbach Stadion Bieberer Berg,
Offenbach
Sportfreunde Siegen

Direkt von der Arbeit ging es mit ein paar Bierchen per ICE nach Frankfurt, wo ich mit ein paar Recken der Blutgrätsche zu einem vereinsübergreifenden Fußballabend verabredet war.

Mit dem Schalker Jupp und dem Rostocker Andi plus einem Kollegen ging es dann per S-Bahn nach Offenbach-Ost – wo vom BVB noch Yvonne zu uns stieß und wir im Stadion auf Andreas – der einzige Siegener dieser Equipe – trafen.

Das Spiel wurde live im Fernsehen gezeigt, trotzdem war der Bieberer Berg gut gefüllt.

Mein letzter Besuch liegt ja schon ein paar Jährchen zurück, mittlerweile ist die Stahlrohrtribüne im Awaysektor wieder benutzbar gemacht worden – die sah damals noch deutlich abenteuerlicher aus.

Das Spiel startete unter interessanten Vorzeichen: der Erste gegen den überraschenden Zweiten der Regionalliga Süd – kann also gut sein, dass ich in der nächsten Saison beide Teams mit der Eintracht wiedersehe.

Von beiden Fanlagern kam gute Stimmung rüber, zu Beginn gabs auf OFC-Seite ein paar verhaltene Bengalen – ist halt alles nicht mehr so wie früher, wo der Berg regelmäßig brannte.

Das Spiel begann mit gegenseitigem Abtasten der Teams, beide Defensivabteilungen standen sicher, so dass Torchancen Mangelware waren.

In der 20. Minute ein gefährlicher Freistoß für den OFC und ein Abwehrfehler vom OFC-Keeper in der 35. Minute, den die Sportfreunde aber nicht ausnutzen konnten, waren die nennenswertesten Szenen, bevor es nur eine Minute später im Gehäuse der Siegerländer klingelte – ein direkter Freistoss aus rund 20m.

Den Hauptteil des Spiels wurde natürlich mit Labern verbracht. Und mit dem Versuch alkoholhaltige Getränke zu bekommen – das ausgeschenkte Bier war bleifrei, blieb also nur gespritzer (also verdünnter) Äppelwoi. Das war wenig zweitligatauglich.

Die zweite Hälfte begann ähnlich wie die Erste mit einer Abwehrschlacht auf beiden Seiten, Siegen drängte auf den Ausgleich, kam aber nicht aus dem Mittelfeld weiter.

Eine Viertelstunde vor Schluss dann doch noch der Ausgleich, nach einer Flanke konnte Helmes das Tor erzielen, das auch der schiedlich-friedliche Endstand dieser Partie war.

Für uns ging es nun mit dem PKW zurück nach Frankfurt, wo ich meinen ICE nach Karlsruhe enterte und gegen 01h00 endlich im Bett lag.

KICKERS OFFENBACH: Cesar Thier – Christian Müller, Lars Weißenfeldt, Markus Happe, Bastian Pinske – Christian Pospischil (Alf Mintzel, 78′), Laszlo Kanyuk, Stefan Sieger, Thorsten Judt – Suat Türker (Ole Budtz, 78′), Sasa Ciric (Sascha Gies, 67′). TRAINER: Hans-Jürgen Boysen

SPORTFREUNDE SIEGEN: Adnan Masic – Marco Stark, Cem Islamoglu, Harri Ylönen (Nils Döring, 72′) – Björn Weikl, Peter Nemeth, Robert Vujevic, Patrick Dama – Patrick Helmes, Ralf Schmitt (Til Bettenstaedt, 78′), Andreas Nauroth. TRAINER: Ralf Loose

SCHIRI: Günter Perl (München)

TORE: 1:0 Laszlo Kanyuk (37′), 1:1 Patrick Helmes (76′)

ZUSCHAUER: 9.431, davon etwa 500 Siegener

RL Süd: TuS Koblenz – SSV Jahn Regensburg 0:0

Freitag, 03. Dezember 2004
TuS Koblenz Stadion Oberwerth,
Koblenz
Jahn Regensburg

Und noch ein neuer Ground der Regionalliga Süd: das Stadion Oberwerth sollte heute im Spiel gegen Jahn Regensburg fallen.

So ging es direkt von der Arbeit mit dem Zug nach Koblenz, wobei die Fahrt netterweise einigermaßen zügig verging und noch der passende Bus zum Stadion erreicht werden konnte.

Wenigstens im Nebenprogramm wurde etwas geboten: ein Flutlicht fing an zu brennen und musste daher ausgeschaltet werden, was den Sichtverhältnissen im Ground nicht gerade zuträglich war.
Aber lieber diesen Punkt in der Dämmerung machen, als einen Spielabbruch!

Die Heimfans konnten einigermaßen Stimmung verbreiten, wohingegen die Regensburger entweder schon so voll oder einfach nur so assig waren, dass da nicht viel kam (wie bei ihrem werten Trainer, Mario Basler, Arschlochgott).

Das Spiel war zum Einschlafen, in der ersten Hälfte gab es keine Chance für eins der beiden Teams.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatten die Hausherren die größeren Spielanteile und konnten sich auch die ein oder andere Chance erarbeiten. Nach einer Viertelstunde waren die Regensburger aber korrekt eingestellt und konnten sogar die Kräfte- und Chancenverhältnisse drehen.

Nach einer Stunde gab es die beste Chance des Spiels, als der Koblenzer Keeper mit einem Glanzreflex einen Regensburger Schuss abwehren konnte.

Das war dann aber auch schon das gesamte Spielgeschehen und es ging für mich mit dem Bus und Zug zurück nach Karlsruhe.

Durch diese torlose Remis wurde mal wieder meine Serie der „ohne 0:0“-Matches gebrochen – diesmal gab es immerhin 12x wenigstens ein Tor zu sehen – Rekord für diese Saison voller 0:0, immerhin fast 15% aller besuchten Spiele endete mit diesem Ergebnis!

TUS KOBLENZ: Gurski, Kirsch, Mujakic, Grenier, Lukin (Langen), Willmann, Kaes, Nessos, Delic, Dzaka, Grgic

JAHN REGENSBURG: Müller, Mbwando, Dione, Alder, Jensen, Aslan (Wimmer), Fink, Kolinger, Binder, Hoffmann (Huber), Petry

ZUSCHAUER: 3.144 (30 Regensburger)

RL Süd: Sportfreunde Siegen – SV Darmstadt 98 1:0 (0:0)

Sonntag, 28. November 2004
Sportfreunde Siegen Leimbachstadion,
Siegen
SV Darmstadt 98

Heute stand mal wieder das Abhaken eines Grounds in der Regionalliga Süd auf dem Programm, mit dem Zug ging es Richtung Gießen, wo ich mich mit dem Sportfreund Gaga traf, der seine Tochter und mich ins Leimbachstadion mitnahm.

Etwa 250 Darmstädter hatten ihren Weg nach Siegen gefunden und machten als einzige Stimmung – da hatte ich mir von den Sportfreunden, speziell nach deren aktueller Platzierung, mehr erwartet.

Wir standen zunächst auf der Gegengeraden zogen dann aber – Gagas Tochter verlangte es – in die Kurve, was mir auch wesentlich lieber war, denn nun hatte man halbwegs Sicht auf beide Blöcke, keinen weiten Weg zum Bierstand und Platz.

Die Darmstädter begannen stark und suchten die Offensive, wohingegen sich die Siegerländer in die eigene Hälfte drängen ließen. Zum Ende der ersten Hälfte kam Siegen jedoch besser ins Spiel und konnte sich auch die ein oder andere Chance erarbeiten.

Nach dem Kabinenaufenthalt änderten sich die Verhältnisse nicht – es blieb ein Spiel auf einigermaßen hohem Niveau indem Darmstadt die größeren Spielanteile hatte.

In der 75. Minute war es jedoch Siegen mit dem 1:0, was auch der Endstand sein sollte.

Vorher gab es bei uns in der Kurve allerdings noch bittere Tränen, als mir der treuhänderisch überlassene Lieblingsballon der Lütten platzte. Ich war unschuldig, ich schwöre!

Gaga fuhr mich dann nach Dillenburg, von wo es mit dem Zug in die Heimat ging.

SPORTFREUNDE SIEGEN: Masic, Bäcker, Islamoglu, Matthies (Döring), Weikl, Dama, Daumantas, Stark, Nauroth (Toborg), Bettenstaedt, Helmes (Ecker)

SV DARMSTADT 98: Becker, Kern (Saridogan), Grassow, Vural, Wolf (Pölking), Theres, Juskic, Leitl, Hasa, Beigang, Cenci

TOR: 1:0 Helmes

ZUSCHAUER: 4.397

RL Süd: SV Darmstadt 98 – VfR Aalen 4:1 (4:0)

Sonntag, 29. August 2004
SV Darmstadt 98 Böllenfalltor,
Darmstadt
VfR Aalen

Nach dem Kick in Frankfurt hieß es Beeilung, um pünktlich zum kick off im Böllenfalltor zu sein. Beim Parken hab ich irgendwas verbockt, jedenfalls musste ich ganz schön hetzen – hab es aber grad so gepackt.
Es ging gleich munter mit Toren für die Lilien los und die Aalener (etwa 50 waren wohl mitgereist) feierten sich, statt ihrer Mannschaft (die dazu auch keinen Anlass bot). Direkt zwei Minuten nach Anstoß stand es 1:0 und nach einem Doppelschlag nach einer Viertelstunde schon 3:0. Kurz vor Schluss konnten die Aalener immerhin noch einen Ehrentreffer erzielen.

SV DARMSTADT 98: Bastian Becker, Benjamin Kern (Thomas Süß), Timo Uster, Hasan Vural, Dirk Wolf, Nikola Jovanovic, Stefan Leitl, Zivojin Juskic (Simon Schmidt), Sascha Theres, Nico Beigang, Nazir Saridogan (Faouzi Atmani)

VFR AALEN: Tobias Linse, Markus Gabriel, René Okle, Milton Cassio da Silva, Jonathan Zydko, Andreas Mayer (Miguel Coulibaly), Ünal Demirkiran, Bernd Maier (Karl-Heinz Brückel), Marco Haller, Marco Sailer (Duane-Carl Collins), Neno Rogosic

TORE: 1:0, 3:0 Nico Beigang, 2:0 Benjamin Kern, 4:0 Nazir Saridogan, 4:1 Miguel Coulibaly

ZUSCHAUER: 3.600

RL Süd: FC Nöttingen – 1. SC Feucht 0:0

Samstag, 28. August 2004
FC Nöttingen Panoramastadion,
Remchingen-Nöttingen
SC Feucht

Morgens reiste Herr Unrau mit dieser Tramperticket-für-Jugendliche-Inkarnation nach Karlsruhe an, gemeinsam ging es nach Nöttingen, was für ihn die Komplettierung der Regionalliga Süd hieß.
Das Panoramastadion wurde schnell gefunden, einen Parkplatz zu finden war komplizierter.
Nachdem der unverschämte Eintrittspreis entrichtet worden war ging es erst in den Awaysektor und dann zu einer Erkundungstour ums „Stadion“.
Etwa 20 Feuchte(r) waren aus Franken mitangereist, um diesen Regionalliga-Kracher anzutischen…
Der üble Kick endete 0:0 und für uns ging es sofort weiter nach Waldbronn-Reichenbach.

FC NÖTTINGEN: Matthias Dörrich, Adrian Pelka, Andreas Schnepf (Carsten Stoll), Jens Helfrich, Michael Bochtler, Marc Burkart, Christian Simon (Raphael Krauss), Stefan Hohnstein, Ralf Hirsch, Dejan Svjetlanovic (Ralf Schmitt), Oliver Gorgiev

1. SC FEUCHT: Florian Schürenberg, Lars Heller, Andreas Saur, Markus Grasser (Markus Haushahn), Peter Perchthold, Ingo Walther, Harry Gfreiter, Sebastian Müller, Alberto Mendez (Jürgen Paul), Alf Mintzel, Sascha Ropic (Jürgen Schmid)

ZUSCHAUER: 800