Archiv für die Kategorie ‘Südwest-alt’

OL Südwest: FK Pirmasens – FV Engers 4:0 (1:0)

Mittwoch, 23. März 2005
FK Pirmasens Stadion Husterhöhe,
Pirmasens
FV Engers

Statt zum Waldhof zu fahren, nutzte ich heute die Chance, endlich mal das neue Stadion vom FK Pirmasens zu besuchen.

Den altehrwürdigen Horeb, wo auch vier Jahre 2. Bundesliga gespielt wurde und man 1974 sogar fast erstklassig geworden wäre, gibt es nicht mehr.
Das Stadion ist abgerissen und wurde ersetzt durch ein brandneues Teil im Stadtteil Husterhöhe (der dem Ground auch den Namen gab).

Natürlich ganz schnieke, aber ohne jegliche Atmosphäre: ein reiner Fußballground mit einer überdachten Haupttribüne und einem Sitzblock auf der Gegengeraden, der Rest sind Betonstufen.
Wie es mittlerweile usus ist, wurden Schalen in unterschiedlichen Farben (hier: Grundfarbe hellblau, ansonsten grau, dunkelblau, grün) verwendet, was ein volleres Stadion vorgaukeln soll.

Eine Handvoll Pirmasenser, die sich selbst wahrscheinlich als Ultras bezeichnen, schwenkten zum Kick-off zwei oder drei Schwenker, ein Doppelhalter lehnte an der Blockabsperrung. Insgesamt waren das auch keine zehn Leute und ohne jegliche Akustik – kein einziger Anfeuerungsruf kam über ihre Lippen – erbärmliche Pfälzer.
Auf den Stehplätzen und vor allem auf der Haupttribüne waren auch ein paar Engerser (Pirmasenser und Engerser… was ne scheiße), wobei besonders die Fans auf den Sitzplätzen hervorgehoben werden müssen, da dort die erste Halbzeit durchgängig supportet wurde. Zwar hauptsächlich mit Trommeln und Ratschen, aber immerhin… Insgesamt mögen vielleicht 30 Awayfans dabei gewesen sein.

Das Spiel begann recht schwach – auf jeden Fall deutlich schlechter als der Verbandsligakick gestern, wobei der Gast aber ein wenig gefälliger agierte.

Der Spielverlauf wurde allerdings von dem Schiri auf den Kopf gestellt, als in der 30. Minute nach einem Foul ein Spieler vom FVE gelb-rot sah, der meines Erachtens noch nicht verwarnt war.

Nun war der FKP am Drücker, brauchte aber die nächste Fehlentscheidung des Schiris, der in der 43. Minute einen merkwürdigen Elfmeter pfiff, den Göhring sicher zum 1:0 verwandeln konnte.

Nach dem Seitenwechsel kann Pirmasens direkt auf 2:0 durch einen Kopfball von Paulus erhöhen.

Kaum zehn Minuten später dann das 3:0, wieder durch Göhring, diesmal mit einem sehenswerten Fernschuß.

Jegliches Aufbäumen des Gastes wird durch den Schiedsrichter verhindert, der aber auch gegen Pirmasens völlig überzogen pfeift und Karten verteilt.

So dauert auch nicht lange, bis der FKP den zweiten Elfmeter zugesprochen bekommt, der mir doch recht schwalbenverdächtig vorkam. Damit stand es also 4:0.

Das Spiel war jedoch noch nicht vorbei: kurz darauf erneut ein angebliches Foul und dieses Mal gar eine rote Karte.

Im Anschluß daran kehrte Engers den Fatalismus raus, ich glaube, es hätte sich auch mehr über eine dritte Rote oder einen weiteren Elfmeter gewundert.

Auffällig das Scheiß-Heimpublikum: es kam immer noch nix.

TORE: 1:0, 3:0 Viktor Göhring (43′ per Foulelfmeter, 53′), 2:0 Daniel Paulus (46′), 4:0 Steffen Moritz (63′)

ZUSCHAUER: 511, davon rund 30 Gäste

OL Südwest: 1. FC Kaiserslautern (A) – Borussia Neunkirchen

Sonntag, 20. März 2005
1. FC Kaiserslautern Fritz-Walter-Stadion Platz 4,
Kaiserslautern
Borussia Neunkirchen

Bei schönem Wetter ging es heute zum vermeintlichen Oberliga-Südwest-Kracher zu den Kartoffelbauern vom Betze.

Was bei Spielen der ersten Mannschaft mittlerweile undenkbar ist – bei der Amatruppe geht es: die Anfahrt direkt zum Ground.

Kurz vor Kick-off konnte ich also den Platz 4 des Fritz-Walter-Stadions betreten und musste doch erstmal über die Ordner da staunen – was für Penner! Blocktrennung, Leibesvisitation, Abnahme von Motorradhelmen etc. finde ich bei so einem Spiel schon ausgesprochen lächerlich, aber dass dann auch noch Rentner unhöflich aufgefordert werden, den Bereich oberhalb der Sitz-/Stehplätze zu räumen (obwohl da mehr als genug Platz ist) – einfach lächerlich.

Der Sportplatz bietet hauptsächlich einen netten Blick auf die Pfälzer Berge und die vom nahegelegenen Ami-Flughafen startenden Transalls. Darüber hinaus: paar Stufen, paar Wellenbrecher, paar Sitzschalen auf einer Seite und nix auf drei Seiten (Moment: das Vereinsheim oder die Kabinen sind noch auf der einen Stirnseite).

Das Spiel begann grottenschlecht, Neunkirchen war sehr defensiv aufgestellt und auch die kleinen Lauterer ließen den Drang aufs Tor weitestgehend vermissen.
So fiel das 1:0 in der 17. Minute völlig unvermittelt durch einen direkt geschossenen Freistoß aus gut 20 m.

Nach über einer halben Stunde dann der erste Ballkontakt des Lauternkeepers – so lange ging nicht ein einziger Schuss aufs Tor und auch das war nicht wirklich eine Chance zu nennen.

So ging es auch in der Pause, wo der Trainer den Saarländern offenbar ein paar Takte erzählt hatte, denn es kam eine Mannschaft auf Feld, die wie ausgewechselt spielte.

So erarbeiteten sich die Borussen einige Chancen und konnten folgerichtig nach einem Freistoß zum zu diesem Zeitpunkt verdienten Ausgleich kommen.

Der FCK versuchte durchaus noch dagegenzuhalten, aber die Borussen hatten einfach mehr vom Spiel.

Kurz vor Schluß wechselte Lautern den Maximalpigmentierten Kumbela ein, der direkt seinen ersten Ballkontakt in die Maschen hauen konnte.

Dies war auch der Endstand, der aus Sicht der Neunkirchener auf Grund der zweiten Hälfte doch etwas unglücklich genannt werden muss.

Tja, da werden wir uns wohl in der nächsten Saison auf einige neue Amateurtruppen in den Regionalligen freuen dürfen…

TORE: 1:0 Daniel Damm (17′), 1:1 Timo Kriegshäuser (55′), 2:1 Dominick Kumbela (82′)

ZUSCHAUER: 400, davon knapp 100 aus Neunkirchen, von beiden Seiten so gut wie kein Support

OL Südwest: FC Homburg – Hassia Bingen 2:0 (1:0)

Freitag, 08. Oktober 2004
FC Homburg Waldstadion,
Homburg
Hassia Bingen

Und mal wieder eine Episode „Alte Traditionsclubs hautnah“. Also ging es nach der Arbeit per Zug nach Homburg ins Saarland.
Heute stand der Kick gegen Hassia Bingen auf dem Programm und da ja vor ein paar Wochen beim Hassiaspiel in Weingarten einige Asis mit dabei waren, hatte ich mir eigentlich ein wenig Alarm ausgerechnet.
Nach dem Fußweg im Regen zum Waldstadion schnell auf die Gegengerade und den Blick schweifen lassen. Das Stadion weiß durchaus zu gefallen, ringsrum alte Bäume, gewisser alter Charme aber doch modern genug um locker für die Zweite Liga zu taugen – nun ja, da will ich mal die Daumen drücken, dass im nächsten Jahr wenigstens drittklassig gespielt wird. Es gibt eine überdachte Sitzplatztribüne und ansonsten Betonstufen mit Wellenbrechern in den Kurven und auf der Gegengerade.
Bingenfans waren zwar ein paar da, aber „leider“ nicht meine Freunde, im Heimblock haben ein paar Jünglinge ein klein wenig Rabatz gemacht – da hab ich doch mehr erwartet.
Das Spiel selbst war nett anzuschauen, beide Mannschaften wollten was reißen, wobei der FCH entschlossener zur Sache ging und in der 40. Minute folgerichtig das 1:0 erzielen konnten.
Bingen versuchte in der zweiten Halbzeit noch was zu reißen, mußte sich aber nach dem 2:0 zehn Minuten vor Schluß geschlagen geben.
Nach dem Spiel noch ein Bier und die widerlichste Currywurst aller Zeiten in dem asozialen Imbiß am Bahnhof – aber sehr abwechslungsreich für Sozialstudien.

TORE: 1:0, 2:0 Haas

ZUSCHAUER: 580

OL Südwest: Borussia Neunkirchen – 1. FC Kaiserslautern (A) 1:1 (1:0)

Montag, 20. September 2004
Borussia Neunkirchen Ellenfeldstadion,
Neunkirchen
1. FC Kaiserslautern

Wieder mal eine Tour zu einem Traditionsclub und ehemaligen Bundesligisten, es ging zur Borussia aus Neunkirchen.
Mit dem Auto ging es zur ungnädigen Anstoßzeit von 17h30 (Gleitzeit olé) ins Saarland, wo ich das Glück hatte, trotz fortgeschrittener Uhrzeit noch einen Parkplatz direkt am Ellenfeldstadion zu ergattern.
Denn heute war Spitzenspiel, sowohl der Gastgeber als auch die Reserve der Kartoffelbauern aus der Pfalz würden bei einem jeweiligen Sieg die Tabellenführung der Oberliga Südwest übernehmen.
Das Ellenfeldstadion ist sicherlich eines der Highlights in der Oberliga: eine recht große, überdachte Sitztribüne, steile Betonstehränge an den restlichen Seiten und eine mit extrem steilen Stufen ausgebaute Ecke. Hinter der Gegengerade erhebt sich ein Wiesenhang (außerhalb des Stadions), die zum Grillen und Biertrinken während der Spiele einlädt…
Der Zuschauerzuspruch war recht ordentlich heute, auch einige Gästefans konnten erkannt werden, wobei diese keinerlei Support versuchten. Nichtmal die mitgebrachten Fahnen wurden geschwenkt (beim Treffer für den FCK mal abgesehen). Die Heimfans waren umso lauter und es gab sogar eine kleine Pyroeinlage beim Tor (OK, einen Bengalo).
Das Spiel war recht ansehnlich, der Gastgeber konnte dem Meisterschaftsfavoriten aus der Pfalz Paroli bieten, es war ein schneller, abwechslungsreicher Kick mit vielen Torchancen auf beiden Seiten.
Dennoch hieß es zur Pause nur 0:0, was aber dem Spaß keinen Abbruch tat.
Nach dem Seitenwechsel kam es in der 60. Minuten zu dem kuriosen 1:0 für Neunkirchen: der Stürmer rennt mit dem Ball aufs Tor zu und geht überhart an seinen Abwehrspieler, beide prallen dann auf den Torhüter. Eigentlich ne klare Sache – aber der Schiri pfeift nicht ab und irgendwie kullert der Ball ins Tor.
Das Spiel war weiterhin auf hohem Niveau und beide Teams hatten durchaus noch Chancen (u.a. ein Lattentreffer von Lautern), aber der Gast war engagierter und drängte auf den Ausgleich, der dann fünf Minuten vor Schluß auch fallen sollte.

TORE: 1:0 Bucher, 1:1 FCK

ZUSCHAUER: 1.300

OL Südwest: Wormatia Worms – TuS Mayen 0:0

Dienstag, 14. September 2004
Wormatia Worms Wormatia-Stadion,
Worms
TuS Mayen

Mal wieder zu einem Traditionsclub, der sich mittlerweile in der vierten Liga durchschlagen muß.
Das Wormatia Stadion weiß durch eine kleine Sitztribüne und einigen darunterliegenden Stehrängen zu gefallen, der Rest ist old school Stehrang mit schönem alten Baumbestand.
Gästefans waren nicht auszumachen, dafür benahmen sich die Heimfans ordentlich daneben und lieferten sich heftige Wortgefechte mit der Mayener Bank – von wo aber auch übel provoziert wurde.
Das Spiel war durchaus sehenswert, in der ersten Hälfte war die Wormatia klar besser, konnte aber die zahlreichen Chancen nicht nutzen, nach der Pause drückte dann Mayen und hatte kurz vor Schluß eine echte Powerplay-Phase, nachdem Worms durch eine gelb-rote Karte dezimiert worden war.
Tore blieben jedoch leider mal wieder nur ein frommer Wunsch.

ZUSCHAUER: lediglich 400

OL Südwest: SV Weingarten – Hassia Bingen 4:1 (0:0)

Freitag, 10. September 2004
SV Weingarten (Pfalz) Arena Weingarten,
Weingarten (Pfalz)
Hassia Bingen

Auf in die Pfalz zu einem Besuch in der Arena Weingarten. Das Stadion befindet sich noch im Bau, ein reicher Mäzen will sich da wohl ein Denkmal setzen, wobei mir ein Zuschauer erzählte, daß das auch in Weingarten nicht so gerne gesehen wird. Es gibt eine kleine aber feine Sitzplatztribüne mit integriertem Restaurant, ansonsten wird das Spielfeld von Graswällen mit Betonstufen umsäumt.
Das Spiel war recht ansehnlich – Chancen im Minutentakt, wie gut, dass ich neutral war, sonst hätte ich ’nen Herzkasper bekommen.
Ca. 10 ausgesprochen asselige Bingener unterstützen ihr Team, nach einer kleinen Raucheinlage trat sogar der Ordnungsdienst in Aktion – ist aber weiter nix passiert.

TORE: 1:0 Burch, 2:0 Eigentor Steffgen, 3:0 Slatnek, 3:1 Gutzler, 4:1 Eigentor Wolf

ZUSCHAUER: 400