Archiv für die Kategorie ‘2. Liga’

BL2: BTSV – Dynamo Dresden 2:1 (1:1)

Donnerstag, 28. März 2013
Eintracht Braunschweig Eintracht-Stadion,
Braunschweig
SG Dynamo Dresden

Traum von Liga Eins, la, la, la, lala… Ohrwurm.

Nachdem die Verantwortlichen von Dynamo zum Glück von ihrer ursprünglichen Entscheidung, keine Karten für das heutige Spiel zu verkaufen, zurückgerudert waren, war alles für ein Fußballfest am Gründonnerstag bereit.

Mit Maik ging es zum Stadion, welches nach zwei schnellen Wolters auf der Feiermeile relativ zeitig betreten wurde. Voll war es heute – ein offizielles „Ausverkauft“ wurde zwar nicht vermeldet, aber die Kassen hatten zu und gut 21.000 ist ja für die Baustelle auch nicht übel.
Auch der Gästesektor war wenigstens im Stehplatzblock pickepacke voll und die Stimmung auf beiden Seiten gut.

Die Dresdner – mit dem Rücken zu Wand – ein unangenehmer, starker Gegner, die dann auch noch die Führung erzielen konnten.

Aber egal! Nachdem ein Treffer von Domi noch wegen Abseits aberkannt worden war, traf Bicakcic wunderbar zum Ausgleich.

Nach der Pause wurde kurz noch der Bierstand besucht und gerade als ich die letzten Stufen in den Block nahm traf Kumbela zum 2:1 – bämm!

Dynamo gab sich nicht auf, aber auch der BTSV wollte Klarheit, es blieb aber beim knappen Vorsprung. Reicht ja auch!

Spitzenreiter! Aufstiegsanwärter! Geilster Club der Welt!

Nach Abpfiff noch Feiern und irgendwann per Taxi nach Hause. Voll gewesen, toll gewesen!

Nachtrag: Zwei Dinge sind mir übrigens beim Spiel sehr auf den Keks gegangen: 1 – die Deppen, die reflexartig „Da hätte er raus kommen müssen!“ bei jeder Aktion von Davari daherspeicheln. Wenn Lieberknecht und Kunze sagen, Davari ist unsere Nummer 1, dann ist er das! 2 – Wie kann es sein, dass bereits eine viertel Stunde vor Schluß Leute von der Haupttribüne gehen? Es stand 2:1, es war spannend, es war wichtig. Mal ehrlich, ihr seid doch nicht alle bei VW in der Nachtschicht!

BTSV: Daniel Davari – Marcel Correia, Ermin Bicakcic, Deniz Dogan, Steffen Bohl – Norman Theuerkauf – Omar Elabdellaoui (Marc Pfitzner, 87′), Damir Vrancic, Mirko Boland, Gianluca Korte (Orhan Ademi, 46′) – Domi Kumbela (Pierre Merkel, 91′). TRAINER: Torsten Lieberknecht

DYNAMO DRESDEN: Benjamin Kirsten – Florian Jungwirth, Romain Brégerie, Anthony Losilla, Sebastian Schuppan – David Solga (Cristian Fiél, 65′), Denis Streker – Robert Koch, Filip Trojan (Lynel Kitambala, 73′), Idir Ouali – Tobias Müller (Pavel Fort, 83′). TRAINER: Peter Pacult

SCHIRI: Knut Kircher (Rottenburg)

TORE: 0:1 Idir Ouali (8′), 1:1 Ermin Bicakcic (31′), 2:1 Domi Kumbela (53′)

ZUSCHAUER: 21.175, wohl nicht ganz ausverkauft, Tageskassen gab es aber keine mehr… gut 2.000 Sachsen waren dabei

BL2: VfL Bochum – BTSV 0:1 (0:0)

Samstag, 16. März 2013
VfL Bochum Ruhrstadion,
Bochum
Eintracht Braunschweig

Heute war ein großer Tag! Erstmal für Hauke, der seinen Papa das erste Mal auswärts begleiten durfte – und dann noch im Ballerbus, der uns sicher nach Bochum brachte. Bis auf kleine Irrungen in der Parkplatznavigation, die aber staatsmachtinduziert waren, gab es keine Probleme. So fanden wir uns auf dem Parkplatz hinter dem Starlight Express-Gebäude wieder, um Freunde zu ärmeln und Biere zu trinken, ehe der kleine Marsch zum Ruhrstadion erfolgte.

War man zuletzt ja gewohnt am Eingang in Bochum übel schikaniert zu werden, war diesmal alles extrem entspannt, die Ordner gar zu einem Scherz aufgelegt. Warum nicht immer so?

Der Stehplatzgästeblock war innerhalb kürzester Zeit ausverkauft gewesen, meine Karte aus dem Auswärtsdauerkartenkontingent gab ich Hauke, um mich mit seinem Papa auf die Sitzplätze zu begeben, wobei Sitzen heute nicht angesagt war, was aber nur zum Teil an den abartig dreckigen Sitzschalen lag.

Ruhrstadion, Bochum

Der Bochumer Anhang zeigte heute eine Zaunfahne gegen Rassismus, dazu gab es ein wenig Konfetti und der Block auf der Gegengeraden hatte ein paar Schwenker im Gepäck, ansonsten waren die Heimblöcke erschreckend still und unemotional. Um nicht zu sagen langweilig.

Auf unserer Seite die Stimmung sehr fein, das war wirklich großes Tennis! Was man von der Braunschweiger Leistung auf dem Rasen freilich nicht immer behaupten konnte.

Zum Spiel nur soviel: der Schiri war durchaus souverän – bislang hatte der uns noch nie gepfiffen, aber der darf gerne wiederkommen. Und eine Sache, die mich nervt: es probiert vom BTSV kaum mal einer aufs Tor zu schießen – es wird immer Kumbela gesucht, statt selbst den vermeintlich günstigeren Abschluss zu suchen.

Als ich mich schon mit einem Punkt angefreundet hatte, setzte sich Elabdellaoui auf der rechten Seite grandios durch, flankte nach innen, wo – natürlich – Domi unbedrängt einnicken konnte. Wahnsinn. Echt mal, mir fehlen immer noch die Worte!

Ruhrstadion, Bochum

Nach dem Abpfiff wurde noch eine ganze Zeit im Block gefeiert, ehe es zurück zum Bus ging, wo ebenfalls noch gefeiert wurde, bevor der Rückweg nach Braunschweig angetreten wurde, der größtenteils schlafend verbracht wurde.

In Hämelerwald wurde noch der Trommler aufgegabelt, der sich dem Vernehmen nach wohl mit seiner Fahrerin in die Haare bekommen hatte, was zu einem Rauswurf im roten Gebiet führte. Wir lassen aber Keinen zurück, war dann halt mal ein wenig enger im Ballerbus.

Was für ein geiler Tag. Wir werden nächste Saison sowas von Bundesliga spielen!

VFL BOCHUM: Andreas Luthe – Carsten Rothenbach, Marcel Maltritz, Hólmar Örn Eyjólfsson, Michael Lumb – Christoph Dabrowski (Michael Delura, 87′), Leon Goretzka – Marc Rzatkowski, Yusuke Tasaka (Alexander Iashvili, 84′) – Zlatko Dedic (Faton Toski, 70′), Kevin Scheidhauer. TRAINER: Karsten Neitzel

BTSV: Daniel Davari – Benjamin Kessel, Ermin Bicakcic, Deniz Dogan, Steffen Bohl – Norman Theuerkauf – Omar Elabdellaoui, Damir Vrancic (Orhan Ademi, 79′), Kevin Kratz (Mirko Boland, 55′), Gianluca Korte (Oliver Petersch, 55′) – Domi Kumbela. TRAINER: Torsten Lieberknecht

SCHIRI: Sascha Stegemann (Niederkassel)

TORE: 0:1 Domi Kumbela (85′)

ZUSCHAUER: 12.371, zweitausend Braunschweiger, oder so (Robin, wo bleiben die genauen Zahlen!?)

BL2: BTSV – 1. FC Kaiserslautern 1:1 (0:1)

Montag, 11. März 2013
Eintracht Braunschweig Eintracht-Stadion,
Braunschweig
1. FC Kaiserslautern

Ein sogenanntes Sechs-Punkte-Spiel stand an, natürlich mal wieder an einem Montag. Die beiden Niederlagen gegen 1860 und in Duisburg führten dazu, dass die Pfälzer ihre Chance witterten, den undankbaren dritten Tabellenplatz mittelfristig nach oben verlassen zu können. Für mich bedeutete das eine mittlerweile ungewohnte Unruhe.

So ging es also dick angezogen zur Rheingoldstraße, wo mit den Jungs noch schnell zwei Biere getrunken wurde, ehe das Stadion betreten wurde.

Zum Spielbeginn gab es eine wunderschöne Choreo, die das gesamte Stadion miteinbezog – exklusive Gästeblock, natürlich. Zu Zauntransparenten hielten rund 20.000 Menschen Zettel mit der Aufschrift „Traum von Liga Eins“ in die Luft.

Das Spiel begann und quasi sofort ging mir der doofe Idrissou auf den Puffer, was für ein Minusmensch.

Meine Aufregung wurde leider nicht geringer, was zum einen daran lag, dass Lautern unangenehm stark auftrat, andererseits unser Ken Reichel sich bereits in der zehnten Minute schwer verletzte.

Kurz vor der Pause dann das 0:1 – ausgerechnet durch den aus Braunschweig stammenden Weiser.

Nach Wiederanpfiff gabs schnell das Ausgleichstor – dachte ich wenigstens, jedoch pfiff Herr Fritz ein angebliches Abseits, was aber doch eher eine exklusive Meinung war.

Also weiter Rückstand für den magischen BTSV – und der Schiri blieb seiner mangelhaften Leistung weiter treu.

Etwa zur sechzigsten Minute kam die Eintracht immer besser ins Spiel, was fehlte war ein Tor. Dies fiel dann aber in der 78. Minute und löste einen sehr geilen Torjubel aus.

Mittlerweile unsere Jungs näher am Siegtreffer als Lautern, wobei Letztere auch noch die ein oder andere Chance zur erneuten Führung hatten.

Letztendlich wurde das Spiel über die Zeit gebracht, ein Punkt für uns völlig OK, für Lautern sicherlich zu wenig. Elf Punkte müssen als Vorsprung reichen, neun Spiele haben die Verfolger noch, uns unseren großen Traum zu zerstören.

BTSV: Daniel Davari – Steffen Bohl, Ermin Bicakcic, Deniz Dogan, Ken Reichel (Marc Pfitzner, 10′) – Damir Vrancic, Norman Theuerkauf – Mirko Boland (Orhan Ademi, 55′), Oliver Petersch – Omar Elabdellaoui – Domi Kumbela. TRAINER: Torsten Lieberknecht

1. FC KAISERSLAUTERN: Tobias Sippel – Florian Dick, Jan Simunek, Marc Torrejon, Chris Löwe – Ariel Borysiuk, Markus Karl – Mitchell Weiser (Florian Riedel, 89′), Konstaninos Fortounis (Christopher Drazan, 82′) – Albert Bunjaku (Erwin Hoffer, 75′), Mohamadou Idrissou. TRAINER: Franco Foda

SCHIRI: Marco Fritz (Korb)

TORE: 0:1 Mitchell Weiser (44′), 1:1 Domi Kumbela (78′)

ZUSCHAUER: 20.630 (Heimbereich war ausverkauft), beachtliche 1.500 Gäste, dazu ein paar Freunde aus Mannheim

BL2: MSV Duisburg – BTSV 1:0 (0:0)

Montag, 04. März 2013
MSV Duisburg MSV-Arena,
Duisburg
Eintracht Braunschweig

Leider hat Fußballdeutschland mittlerweile realisiert, was für ein endgeiler Club der BTSV ist, was dazu führt, dass wir nunmehr öfter Montags ran dürfen. Montags könnt‘ ich kotzen.

Half natürlich nix, also um eins Arbeit Arbeit sein gelassen und kurz nach 15h00 den Ballerbus gesattelt, der heute mit Odin einen neuen Gast an Bord begrüßen konnte, der sich dank einer Spende selbstgebrauten Bieres gleich hervorragend einführte. Wir führten uns wiederum die Biere ein und stellten fest, dass wir was vergessen hatten – nämlich die sonst obligatorischen Kisten zwei bis vier. Aber war ja Montag und die Arbeit rief am nächsten Tag, also nur sporadische Nachkäufe an den Rasten unterwegs gen Westen.

In Duisburg angekommen wurde uns sogleich von einem Schutzmann auf dem Motorrad befehligt „unauffällig zu folgen“ – haben wir natürlich gemacht, wir wollten ja eh zum Gästeparkplatz, wo noch ein wenig am Bus verweilt wurde, ehe die Dingsbums-Arena betreten wurde.

Die Hütte ist auch nicht hübscher geworden, beziehungsweise heute natürlich schon, wann sieht man schon mal soviele ästhetische Menschen auf einem Haufen, wie wenn der BTSV zu Besuch ist.

Zur Feier diesen Umstands gab es auch eine kleine Choreo von unserer Seite, die durchaus gefallen konnte.

Eintracht ist alles!

Insgesamt gut 400 800 1.100 (Dank an Robin für die offiziellen Zahlen, Schätzen ist offenbar nicht meine Stärke) Braunschweiger hatten sich nach Duisburg auf den Weg gemacht, geht sicher noch besser, aber auch nicht so schlecht.

MSV-Arena, Duisburg

Auf der Heimseite dafür doch recht spärliche Unterstützung des MSV im Abstiegskampf – eigentlich ganz schön doof von den Meiderichern, hier hätten sie auf lange Zeit noch mal die Chance gehabt, so was ähnliches wie Bundesligaluft zu schnuppern.
Fairerweise muss aber erwähnt werden, dass die Heimkurve durchaus voll, durchaus laut und durchaus aktiv war.

MSV-Arena, Duisburg

Das Spiel selber ist nicht so vieler Worte wert, in Halbzeit eins der BTSV mit einer Nuance mehr Spielanteil, allerdings im Wesentlichen brotlose Kunst. Eine gute Chance hat Kumbela verballert ansonsten wurden die Bälle doch schon meist im Mittelfeld vertändelt.

Der Pausenpfiff kam also durchaus gelegen, schließlich hatte ich Hoffnung, dass Lieberknecht den Jungs noch mal ein paar Worte mit auf den Weg in die zweite Hälfte und damit zur Tabellenführungrückeroberung gab.

Für die mittlerweile frierenden Zuschauer wurde in der Pause auch allerhand geboten, so stand ein Maskotten-Wettrennen auf dem Programm, bei dem sich die beliebtesten Duisburger Plüschkostüme ein Wettrennen lieferten. Das Zebra war wohl schon in der Vorrunde ausgeschieden, keine Ahnung, jedenfalls war ein Fuchs, ein Hase, ein blauer Alien oder so und ein Köter am Start. Auf so was wartet natürlich der geneigte Fußballfan…

Maskotten braucht kein Mensch!

Endlich war dieses Spektakel vorbei und es ging in die zweite Hälfte, die Spieler hatten wohl auf taub gestellt, jedenfalls war nun auch von den leichten Feldvorteilen des BTSV nicht mehr viel zu sehen.

Nicht, dass der MSV jetzt drückend überlegen gewesen wäre, aber der BTSV fand nun noch weniger Mittel gegen die Zebras.

Nach rund einer Stunde dann das, was kommen musste: die Abwehr pennt und schafft es mit drei Mann nicht, zwei Stürmer zu bedrängen. Exslager zieht ab und der Ball rauscht über Davari ins Tor.

Wer nun gehofft hatte, dass jetzt der wütende Auftritt des zornigen BTSV folgen würde, sah sich getäuscht. Echte Chancen gabs jedenfalls keine zum Ausgleich, eher hätte der MSV noch einen nachlegen können.

Nun denn, zweite Niederlage in Folge, nicht schön. Nun heißt es also kommenden Montag (again…) die Pfälzer Karfoffelbauern in ihre Schranken zu weisen, nicht, dass die noch auf Platz zwei spekulieren.

Die Rückfahrt wurde in Rekordzeit absolviert, eine Pause gab es, zwanzig nach eins war der Ballerbus vollgetankt abgeparkt und das warme Heiabettchen wurde angesteuert.

Ach ja, das war es also: Pflichtauswärtsspiel 300 mit dem BTSV… gefeiert wird dann bei der nächsten Tour…

MSV DUISBURG: Felix Wiedwald – Daniel Brosinski, Dustin Bomheuer, Branimir Bajic, Timo Perthel – Julian Koch (Tanju Öztürk, 80′), Goran Sukalo – Sören Brandy, Kevin Wolze (Andreas Ibertsberger, 90′) – Maurice Exslager, Ranisav Jovanovic (Srdjan Baljak, 83′). TRAINER: Kosta Runjaic

BTSV: Daniel Davari – Steffen Bohl, Ermin Bicakcic, Deniz Dogan, Ken Reichel – Kevin Kratz (Damir Vrancic, 81′), Norman Theuerkauf – Omar Elabdellaoui (Orhan Ademi, 61′), Mirko Boland (Benjamin Kessel, 89′), Oliver Petersch – Domi Kumbela. TRAINER: Torsten Lieberknecht

SCHIRI: Robert Hartmann (Wangen)

TORE: 1:0 Exslager (62′)

ZUSCHAUER: 11.770, offiziell 1.105 Braunschweiger (inkl. 2x Mannheim)

BL2: BTSV – TSV 1860 München 1:2 (0:0)

Sonntag, 24. Februar 2013
Eintracht Braunschweig Eintrachtstadion,
Braunschweig
TSV 1860 München

So fühlt sich also eine Heimniederlage an?! Igitt! Jetzt weiß ich, was ich in den vergangenen 15 Monaten nicht vermisst habe.

Ziemlich spät ging es heute ins Stadion, welches zumindestens im Heimbereich offiziell ausverkauft war. Auch der (eigentlich Gäste-) Block 18 war ausverkauft, aber da waren dann doch noch ne Menge freie Plätze.

Das Spiel begann, von den Gästen kam eine kleine Choreo und eine Prise Rauch. Obwohl die Stimmung eigentlich bestens hätte sein sollen, kam schon zu Beginn nur durchschnittliche Stimmung im Heimbereich auf.

Die erste Halbzeit zeigten sich die Sechzger erschreckend stark. Haben die denn alle gar keinen Respekt vor der magischen Eintracht? Gab einige sehr gute Chancen für den TSV hüben, aber auch für den BTSV drüben – Davari und Kiraly waren aber auf ihren Posten. Besonders erwähnenswert ein Ball, der sehr knapp nicht drin war – aus meiner Sicht. Oder vielleicht doch? Der Schiri hat ihn jedenfalls nícht drin gesehen, also blieb es beim 0:0.

In der zweiten Hälfte schien der BTSV das Spiel ein wenig besser in den Griff zu bekommen – hat Torsten wohl mal wieder die richtigen Worte in der Kabine getroffen. Und folgerichtig erzielte Kumbela seinen 14. Saisontreffer, was zu einem geilen Jubel und einigen vom Herzen fallenden Steinen führte.

Wer nun allerdings glaubte, dass wir das Ding nicht mehr hergaben, der sollte sich irren – statt konzentriert zu Werke zu gehen, wurde sich an längst vergessen geglaubte Unsitten erinnert, was die Münchner unnötig motivierte.

Das 1:1 dann auch leider die logische Konsequenz, es folgte blindes Anrennen auf beiden Seiten, wobei die Südlöwen mehr Glück hatten und tatsächlich noch das 1:2 erzielen konnten.

Pah, scheiß drauf, dafür wird Duisburg büßen müssen.

BTSV: Daniel Davari – Omar Elabdellaoui, Ermin Bicakcic, Deniz Dogan, Ken Reichel – Oliver Petersch, Kevin Kratz (Steffen Bohl, 84′), Norman Theuerkauf, Mirko Boland (Raffael Korte, 69′) – Domi Kumbela, Pierre Merkel (Randy Edwini-Bonsu, 69′). TRAINER: Torsten Lieberknecht

TSV 1860 MÜNCHEN: Gabor Kiraly – Grzegorz Wojtkowiak (Moritz Volz, 78′), Guillermo Vallori, Kai Bülow, Malik Fathi – Dominik Stahl, Daniel Bierofka (Ola Kamara, 64′) – Moritz Stoppelkamp, Marin Tomasov (Bobby Wood, 53′) – Benjamin Lauth, Rob Friend. TRAINER: Alexander Schmidt

SCHIRI: Thorsten Kinhöfer (Herne)

TORE: 1:0 Domi Kumbela (56′), 1:1 Rob Friend (77′), 1:2 Benjamin Lauth (85′)

ZUSCHAUER: 20.455, der Heimbereich war ausverkauft, etwa 400 bis 500 Münchner waren wohl da

BL2: SSV Jahn Regensburg – BTSV 0:1 (0:1)

Freitag, 15. Februar 2013
Jahn Regensburg Jahnstadion,
Regensburg
Eintracht Braunschweig

Im Winter Freitags nach Ostbayern – kein Geschenk. Der Arbeitsplatz wurde kurz nach elf geräumt und mit zwei Kisten Wolters (zwei weitere kamen noch dazu) ging es zum Mietwagenverleih unseres Vertrauens, wo bereits die ersten Mitstreiter warteten. Ich durfte heute den Ballerbus auf der Hinfahrt steuern, was bei den vielen Bieren, die im Kofferraum lockten, nicht die erste Wahl war. Die Fahrt verging jedoch recht zügig, erwähnenswert nur die sehr plötzlich sehr nötige Pinkelpause eines Mitreisenden (da muss noch an der Kommunikation gearbeitet werden) und der Vollidiot, der mit 80 auf die linke Spur wechselte, ohne zu beachten, dass wir mit 180 von hinten kamen. Die Bremsen funktionierten, es waren wieder alle wach und meine Passagiere verschafften sich durch eindeutige Gesten Satisfaktion.

Beide an Bord befindliche Navis scheiterten dann auf den letzten Metern, so dass uns noch eine kleine Stadtrundfahrt durch Regensburg beschert wurde – da gibt es aber Schlimmeres – bevor der Bus im Wohngebiet hinterm Stadion abgestellt wurde und ich endlich ein Wolters trinken durfte.

Ein durchaus netter Polizist versuchte noch, uns von den Vorzügen des Gästeparkplatzes zu überzeugen, was ihm nicht gelang, er aber trotzdem sehr freundlich blieb. Sind halt doch nicht alle Cops in Bayern so, wie unlängst im TV dargestellt.

Einige Biere später und kurz vor Anpfiff wurde das Stadion betreten. Für uns stand nur die halbe Kurve zur Verfügung, was allerdings auch dicke gereicht hat. Hatte aber den wenig appetitlichen Nebeneffekt, dass es für die rund 300 Braunschweiger im Stehblock genau drei Dixies gab, die auch noch von der Sorte „besonders lecker“ waren. Eine absolute Unverschämtheit! Dass es sowas in der 2. Bundesliga gibt, ist wirklich völlig unverständlich.

Jahnstadion, Regensburg

Seit dem letzten Auftritt in Ostbayern hat der SSV Jahn ansonsten seinem Jahnstadion eine neue Tribüne in der gegenüberliegenden Kurve spendiert. Stahlrohr, nix Umwerfendes, aber natürlich besser, als Nichts. Mir – und wohl den meisten Mitgereisten – hätte ein Toilettencontainer aber besser gefallen.

Jahnstadion, Regensburg

Nachdem noch einige Hände geschüttelt worden waren, begann das Spiel des Tabellenletzten gegen das Non-Plus-Ultra der Zweiten Liga (…dass ich das mal über den BTSV sagen darf..).

Der SSV Jahn begann ohne den nötigen Respekt, eine Majestätsbeleidigung geradezu, was sich in der 15. Minute rächte, als Kumbela aus dem Nichts auftauchte und eine Zuckerflanke von Elabdellaoui einnickte. Sehr gut!

Danach verflachte das Spiel aber zusehends und mit zunehmender Spielzeit gab es immer weniger Möglichkeiten, mal den Weg in den Regensburger Strafraum zu gehen.

Sah alles nicht toll aus, war aber ja alles egal, da wir das 1:0 nämlich über die Zeit brachten und damit weiter auf 17 Mannschaften herabblicken dürfen. Ein schönes Gefühl.

Die Rückfahrt wurde von Maik souverän abgespult, trotz diverser Pausen waren wir um eins wieder im Freistaat Braunschweig, mit drei fetten Punkten im Gepäck!

SSV JAHN REGENSBURG: Timo Ochs – Markus Smarzoch (Denis Weidlich, 46′), André Laurito, Wilson Kamavuaka, Christian Rahn – Sebastian Nachreiner – Patrick Haag, Julian de Guzman, Oliver Hein, Carlos Vinicius „Carlinhos“ Santos de Jesus (Ramon Machado, 63′) – Marco Djuricin (Francky Sembulo, 63′). TRAINER: Franciszek Smuda

BTSV: Daniel Davari – Steffen Bohl (Benjamin Kessel, 77′), Ermin Bicakcic, Deniz Dogan, Ken Reichel – Norman Theuerkauf – Mirko Boland – Omar Elabdellaoui, Oliver Petersch (Marc Pfitzner, 59′) – Domi Kumbela, Orhan Ademi (Pierre Merkel, 87′). TRAINER: Torsten Lieberknecht

SCHIRI: Dr. Robert Kampka (Mainz)

TORE: 0:1 Domi Kumbela (15′)

ZUSCHAUER: 6.289, sagen wir mal 350 aus BS (plus 1x Mannheim)

BL2: BTSV – VfR Aalen1:1 (0:1)

Freitag, 08. Februar 2013
Eintracht Braunschweig Eintracht Stadion,
Braunschweig
VfR Aalen

Das erste Pflichtheimspiel des Jahres stand an, die Vorfreude war enorm. Frühzeitig war die Fanmeile Rheingoldstraße erreicht, um mit den Kumpeln noch ein Bier zu trinken. Es war ganz schön frisch und fing dann zu allem Überfluss auch noch zu schneien an.

Vor den Eingängen lange Schlangen, der BTSV ist halt wieder en vougue. Trotzdem nicht ausverkauft, klar – der Gästeblock war nicht voll, aber auch in den Heimblöcken gab es noch einige (wenige) Karten. Verstehe wer will.

Wie dem auch sei, das Spiel begann auf dem frisch verlegten Rasen und es zeigte sich, dass Lieberknecht mit seinen Aussagen, dass dies heute eine Geduldsspiel werden würde, mal wieder richtig lag. Zwar hatte der BTSV ein bisschen mehr vom Spiel, zwingende Möglichkeiten waren aber Mangelware.

Zu allem Überfluss gab es dann in der Nachspielzeit der ersten Hälfte auch noch einen Elfer für die Gäste – im Stadion hatte ich das ähnlich gesehen, im Nachhinein aber doch eher eine Schwalbe. Nun denn, gleicht sich alles aus, aber das half jetzt nix, Valentini traf und es ging mit 0:1 in die Kabine.

Der BTSV kam wütend zurück auf den Platz, eine Niederlage stand nicht zur Debatte, ja, eigentlich nicht mal ein Unentschieden. Aber Tore hätten her gemusst und die wollten einfach nicht fallen.

In der 59. Minute wechselte Lieberknecht Bonsu für Bohl und Pfitze für Zhang, Pfitze zwar zornig wie immer, aber heute ohne Glück – noch mehr Pech klebte Randy an den Fußballstiefeln. Ihm gelang heute gar nichts, was dazu führte, dass er nach knapp einer halben Stunde wieder vom Feld genommen wurde und dafür Merkel ins Spiel kam – und wie! Von der Seitenauslinie ein Spurt in den Sechzehner, bämm!, Tor, 1:1!

Die Minuten bis zum Schluss wütendes, jedoch vergebliches Anrennen. Es blieb beim Remis, welches zwar ärgerlich ist, uns aber nicht den Hals brechen wird.

Der Tag wird kommen,
da hat die erste Liga
den Be Te eS Vau wieder
oh, wie wär das schön…

BTSV: Daniel Davari – Steffen Bohl (Randy Edwini-Bonsu, 59′, Pierre Merkel, 86′), Ermin Bicakcic, Deniz Dogan, Ken Reichel – Norman Theuerkauf, Chengdong Zhang (Marc Pfitzner, 59′) – Omar Elabdellaoui, Mirko Boland, Oliver Petersch – Orhan Ademi. TRAINER: Torsten Lieberknecht

VFR AALEN: Jasmin Fejzic – Sascha Traut, Tim Kister, Oliver Barth, Daniel Buballa – Manuel Junglas (Jürgen Mössmer, 93′), Leandro Grech (Andreas Hofmann, 84′) – Robert Lechleiter, Marco Haller, Enrico Valentini – Cidimar Rodrigues da Silva (Marcel Reichwein, 90′). TRAINER: Ralph Hasenhüttl

SCHIRI: Florian Steuer (Menden)

TORE: 0:1 Enrico Valentini (45′, Elfmeter), 1:1 Pierre Merkel (86′)

ZUSCHAUER: 19.850, ca. 200 Gäste