Archiv für die Kategorie ‘Verbandspokal’

NFV-Pokal: SV Bavenstedt – BTSV 0:4 (0:1)

Samstag, 11. August 2007
SV Bavenstedt Sportplatz,
Hildesheim-Bavenstedt
Eintracht Braunschweig

Nachdem dieses Jahr nun leider unsere Erste wieder im NFV-Pokal (auch bekannt als „Der NFV bescheißt den BTSV nach Strich und Faden“-Pokal) anzutreten hat, war man doch einigermaßen überrascht, dass die Losfee nicht einen der üblichen Gegner (Südharz? Gifhorn? Vorsfelde?) für uns zog, sondern es nach Bavenstedt zu einem Vertreter der Niedersachsenliga West gehen sollte. Da gabs zwar vor ein paar Jahren schonmal ’n Testspiel, aber Pflichtspiel ist doch auch mal was Feines (vor allem: ich war damals bei dem Testkick nicht).

So wurde also bei immer besserem Wetter der Hildesheimer Vorort angesteuert.
Am Eingang wurde man gleich darüber aufgeklärt, dass man doch bitte schön den Gästeeingang zu nutzen habe, überhaupt war heute Großeinsatz der Polizei, die netterweise auch die übliche Sportplatzabgrenzung durch Sperrgitter verstärkt hatte. Ihr seid echt die Besten!

Zwar war der Eintrittskartenpreis eine ziemliche Frechheit, da aber die Verpflegungspreise im Ground (kein Ausbau, nur Sportplatz) sehr fair waren, war man schon wieder traurig, nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln angereist zu sein.

Sportplatz, Hildesheim-Bavenstedt

Nach und nach trudelten dann auch die Freunde und Freundinnen ein, so dass die Wartezeit bis zum Anpfiff nicht weiter störte.

SV Bavenstedt - BTSV

Das Spiel begann einigermaßen verhalten, die zwei Klassen Unterschied waren zwar zu merken, aber so richtig zwingend war das nicht, was der BTSV da aufbot.

Die Bavenstedter konnten sich öfter nur durch sehr rustikale Spielweise auszeichnen, so dass dann leider letztendlich auch zwei schwerer Verletzte auf der guten Seite der Macht zu bedauern waren. Bavenstedter Bauerntrampel!

Kurz vor der Pause konnte der ansonsten eher negativ aufgefallene Kosta Rodrigues mit einem schönen Fernschuss (mit den Schienbeinen zweier Gegenspieler als Bande) das 1:0 erzielen. Na also, geht doch.

Sportplatz, Hildesheim-Bavenstedt

Nach einer Stunde Spielzeit konnte dann auch der gute Sreto endlich mal einnetzen, vielleicht einfach mal öfter zum Schußtraining mit ihm.

Auch Herr Koitka durfte dann nochmal, bevor Ristic dann sogar noch eine zweite Bude machte.

Nach Abpfiff durfte ich noch Herrn Koppelmeier nach Braunschweig fahren, da ich es mir am heutigen Tag mal so richtig dreckig besorgen wollte und daher noch einen Besuch beim American Football auf dem Kalender hatte.

BTSV: Jasmin Fejzic – Sebastian Gundelach, Martin Horacek, Ken Reichel (Kai Koitka, 35′), Deniz Dogan – Holger Wehlage, Tim Danneberg (Christian Lenze, 60′), Dennis Brinkmann (Jan Washausen, 75′), Kosta Rodrigues – André Schembri, Sreto Ristic. TRAINER: Benno Möhlmann

TORE: 0:1 Kosta Rodrigues (44′), 0:2 Sreto Ristic (60′), 0:3 Kai Koitka (65′), 0:4 Sreto Ristic (86′)

ZUSCHAUER: ich würd mal so auf 1.100 tippen

Verbandspokal: 1. FC Kieselbronn – SV Sandhausen 2:5 (1:2)

Montag, 30. April 2007
1. FC Kieselbronn Sportplatz Heinloch,
Kieselbronn
SV Sandhausen

Der heutige Tag musste zunächstmal herumgebracht werden, bevor Abends dann der fussballerische Leckerbissen auf dem Programm stehen sollte.

So gings also nach dem Frühstück erstmal in die Pfalz, wo der Burgground Trifels gehakt wurde – sehr empfehlenswert.
Die örtlichen Turmfalken boten eine gute Show, ein paar fliegende Ameisen wurden gnadenlos weggeklatscht. Das örtliche Kommando Echse war groß am rumposen, nachdem die Picos aber einen Schwanz an uns verloren, war das grosse Flitzen angesagt. Pussies!

Nach einem kleinen Abstecher ins Elsass gings dann per Fähre über den Rhein und zu meinem Lieblingskiosk (gleichzeitig Topsponsor vom Motoballrekordmeister Taifun Mörsch!), wo bei einem Bierchen den Schiffen auf dem Rhein hinterhergeguckt werden konnte, eh man sich sputen musste, um das Nest Kieselbronn in der Nähe von Pforzheim noch rechtzeitig zu erreichen.

Pünktlich zum Anpfiff war man da – der ganze Ort war auf den Beinen, immerhin 1.200 Zuschauer konnte der Tabellenführer der Kreisliga Pforzheim heute begrüßen – zwar war dies „nur“ das Halbfinale um den Hoepfnerpokal, da die TSG Hoffenheim jedoch quasi als Aufsteiger in die zweite Liga feststeht, wäre der zweite Finalist somit automatisch im DFB-Pokal. Nicht die schlechteste Motivation für den Siebtligisten!

Die Sportanlage in Kieselbronn war übrigens besser als befürchtet, immerhin gabs ein paar Stufen auf der einen Geraden. Naja.

Es war kaum zehn Minuten gespielt, als der SV Sandhausen (der sich ja auch noch Hoffnung auf den Aufstieg in die Regionalliga machen darf) das 1:0 erzielen konnte – wer nun dachte, dass der Oberligist seinen Stiefel jetzt locker runterspielen würde, der sah sich getäuscht.

Nur drei Minuten später ein absolutes Jahrhunderttor – ein langer Abschlag vom Keeper der Hausherren, der Ball springt noch einmal auf und dann über den Sandhausener Torhüter. Ausgleich! Und frenetischer Jubel (was man beim 1:0 nicht behaupten konnte – da dachte ich erst, es wären überhaupt keine Gäste da, ca. zehn Sandhäuser mögen es dann aber doch gewesen sein. Support jedoch komplett Fehlanzeige).

Von einem Klassenunterschied war lange nichts zu sehen, dennoch war Sandhausen einfach routinierter und konnte somit auch 2:1 noch vor der Pause in Führung gehen.

Nach dem Seitenwechsel dann auch schnell das 3:1, was aber immer noch keine Vorentscheidung sein sollte – erneut sah der Gästekeeper nicht gut aus und kassierte nicht nur den Anschlußtreffer sondern verletzte sich bei der Aktion auch noch am Knie und musste ausgewechselt werden.

Letztendlich waren die Kieselbronner dann aber mit ihren Kräften am Ende, Sandhausen legte noch zwei Treffer nach, so dass man den SV Sandhausen wohl in der kommenden Saison im DFB-Pokal antreffen kann.

Die Kieselbronner waren auch nicht wirklich enttäuscht, im Gegenteil – man konnte zu Recht stolz auf die abgelieferte Leistung sein und feierte noch mit dem Publikum.

Für uns gings abermals in die Karlsruher Stammkneipe – denn heute war Kannentag ;-)

TORE: 0:1 Akram Abdel-Hag (8′), 1:1 Wolfgang Lutz (11′), 1:2 Szabo David (27′), 1:3 und 2:5 Emmanuel Akwuegbu (46′, 73′), 2:3 Daniel Fuchs (57′), 2:4 Dejan Svjetlanovic (61′)

ZUSCHAUER: 1.200, ca. 10 Gäste

NFV-Pokal: TSV Havelse – BTSV II 4:0 (0:0)

Dienstag, 03. Oktober 2006
TSV Havelse Wilhelm-Langrehr-Stadion,
Garbsen-Havelse
Eintracht Braunschweig

Heute mittag gings vor die Tore von Scheißhannover, um auf dem Dorfe Havelse im Engelbert-Nelle-Gedächtnis-Pokal-Viertelfinale gegen den örtlichen TSV und den NFV anzutreten.

Bereits auf dem Parkplatz vor dem Wilhelm-Langrehr-Stadion wunderte man sich zum einen über den großzügigen Aufmarsch von Ordnungshütern und außerdem über die herumlungernden Sechsundneunziger.

So nach und nach trudelten dann auch der Havelser Stimmungsmob und natürlich auch die Abordnung aus dem Freistaat Braunschweig ein. Letztere durften sich noch hübsch von den netten Beamten erkennungsdienstlich behandeln lassen.

An der Bierbude wurde erstmal ein wenig gefachsimpelt (vor allem über das desolate Spiel in Essen) ehe es einen Teil von uns auf die Hintertortribüne zog, während rund 30 Braunschweiger es vorzogen, auf der überdachten Gegengeraden Platz zu nehmen. Eine Wiedervereinung scheiterte zunächst (und das am Tag der deutschen Einheit!), da dem Hintertorpöbel zum größten Teil der Durchgang verwehrt blieb.
Die Freunde und Helfer kamen dann aber zum Stehplatz-überdacht-Mob und baten freundlich zweimal darum, doch bitte in den Gästeblock zu gehen und wiesen uns dann auch nett den Weg. Der Bund der Vertriebenen machte sich also auf den Weg in den Osten – verkehrte Welt in Garbsen!

An der Anzeigentafel stand übrigens – bis zum Spielbeginn – das Ergebnis 4:0 für den heimischen TSV. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, zum Beispiel, dass der NFV seine Finger da im Spiel haben könnte.
Nebenbei bemerkt wusste man in Havelse auch schon den Gegner für das Halbfinale, obwohl dieses Viertelfinale ebenfalls erst heute nachmittag ausgetragen wurde (der SV Wilhelmshaven gewann – wie verkündet – gegen Güldenstern Stade). Merkwürdig! …würde Jeder sagen, der die unlauteren Machenschaften des NFV nicht bereits seit vielen Jahren ertragen muss.

Die erste Hälfte begann mit leichten Feldvorteilen des BTSV, die aber nicht genutzt werden konnten, ein strammer Freistoß von Dimitrijevic unter die Latte in der 44. Minute sowie zuvor ein Alleingang von Hauk, der aber am Keeper der Havelser scheiterte, waren die einzigen Höhepunkte. Auf der Gegenseite konnte uns einmal Lauenstein vor Schlimmeren bewahren, sorgte aber ansonsten mal wieder für ein unruhiges EKG.

In der zweiten Hälfte dann gleich erstmal zwei Tore für die Falschen und keine wirkliche Gefahr mehr durch den BTSV. Da schienen einige Spieler wohl bei der Ersten mittrainiert zu haben.

Nach einer gelb-roten Karte für einen Garbsener keimte kurz nochmal Hoffnung auf, aber grad als man sich an das ja bereits zuvor festgelegte Ergebnis erinnerte fiel das 3:0 per direkt verwandeltem Freistoß.

Nun musste natürlich auch das 4:0 noch irgendwie fallen, gar nicht so einfach, wenn man nur noch mit neun Feldspieler agiert und langsam müde wird. Doch der glückliche Zufall wollte es, daß auch der TSV einen Schuss unter die Latte semmelte – anders als bei der entsprechenden Szene vom BTSV gab es hierfür natürlich ein Tor. Bravo! Hollywood hätte das Spiel nicht besser inszenieren können.

Kurz war man sich noch unsicher, was wohl passiert, falls Havelse jetzt noch das fünfte Tor macht – wahrscheinlich hätte der Schiedsrichter dieses dann nicht geben dürfen.

Für große Freude sorgte dann die Ankündigung einer Blocksperre, immer sehr sinnvoll bei solchen Spielen.
Die Havelser waren am Feiern und wir standen rum, großartig.

Aber wieder waren es die Hannoveraner Hirnakrobaten, die doch noch für Erheiterung sorgten: mit dem tollen Transpi (Mama wird sicherlich gerne ihr Bettlaken dafür hergegeben haben) mit dem noch tolleren Spruch „Ihr seid blau, ihr seid gelb, ihr seid die dümmsten Fans der Welt“ sind dann die Klassenbesten der Havelser Sonderschule aufs Feld und vor unseren Block gerannt – und wurden prompt von Ordnern an uns vorbei abgeführt.


…ja, aber hinter den sieben Bergen, bei den Scheißhannoveranern, da gibts welche, die sind noch tausendmal dümmer als wir!

Endlich durfte man dann das Stadion verlassen, wurde von einigen Hannoveranern noch böse angeguckt und fuhr dann auf schnellstem Wege wieder in die Zivilisation.

BTSV II: Nico Lauenstein – Marc Pfitzner, Marco Dimitrijevic, Ludwig Siegismund, Adil Boukantar – Edgar Bernhardt, Mirko Burgdorf, Muhammed Basar, Hasim Gökden – Stefan Hauk, Sebastian Bönig (André Brömel, 64′). TRAINER: Uwe Hain

TORE: 1:0, 2:0 René Ney (52′, 62′), 3:0 Hannes Winzer (83′), 4:0 Danijel Njitraj (88′)

ZUSCHAUER: knapp 1000 (geschätzt), darunter 150 Braunschweiger

NFV-Pokal: SV Südharz – BTSV II 1:2 (0:2)

Mittwoch, 30. August 2006
SV Südharz Sportplatz Wiedaer Str.,
Walkenried
Eintracht Braunschweig

Wie ja bereits beim Spiel in Hildesheim orakelt, wurde uns als Gegner für die dritte Runde natürlich der allseits beliebte SV Südharz „gelost“. An dieser Stelle nochmal ganz herzlichen Dank an den NFV!

So ging es also mal wieder über den Harz nach Walkenried, wobei ich den Fehler machte, nicht mit einem quasi Wintereinbruch im Harz zu rechnen – zwar hatte ich eine Regenjacke dabei, aber nur ein dünnes T-Shirt an, das Thermometer zeigte unbarmherzige 10° Celsius an.

Viel zu früh (also etwa 20 Minuten) kam ich am Sportplatz an, zahlte brav meinen Eintritt und wartete, was passiert – und das war erstmal nicht viel, bis endlich der Rest des B-Platz-Pöbels eintraf.

Pünktlich zu Spielbeginn begann es zu schütten und der Versuch eine simple Bratwurst käuflich zu erwerben wurde zu einer echten Herausforderung, da der Grillmeister völlig überfordert war – so dauerte es nur etwa 15 Minuten, bis ich den Prengel auf meiner Pappe hatte. Naja, aber lecker war sie schon, kann man nix sagen.

Das Spiel begann netterweise recht einseitig und mit Braunschweiger Vorteilen (während es die letzten Jahre für den BTSV sportlich ja eher aufwärts ging, krepelt der SV Südharz in der Fünftklassigkeit – meiner bescheidenen Ansicht nach immer noch mindestens eine Klasse zu hoch, aber mich fragt ja eh keiner).

Stefan Hauk konnte nach 10 Minuten das beruhigende 1:0 erzielen, Mirko Burgdorf erhöhte nach rund einer halben Stunde auf 2:0 – so konnte es weitergehen.

In der zweiten Hälfte – es regnete immer noch Bindfäden, war noch kälter geworden und war mittlerweile so stockfinster, dass auch das alberne Flutlicht nicht für auch nur annähernd reguläre Bedingungen sorgen konnte – war ebenfalls der BTSV die spielbestimmende Mannschaft, auch wenn man es jetzt etwas ruhiger angehen ließ.

Der Schiri erinnerte sich offenbar auch plötzlich an seine geheime Dienstanweisung vom NFV („BTSV eliminieren!“).

Durch einen (natürlich unberechtigten) Elfmeter kamen die Harzer nochmal ran, und hatten jetzt Blut geleckt. Auch der Walkenrieder Rentnerpöbel meldete sich jetzt öfter mal zu Wort, wurde aber selbstredend umgehend (verbal) in seine (sehr begrenzten) Schranken verwiesen.

Wenigstens gabs noch ’ne Ampelkarte für die Südharzer, also war der Schiri doch nicht nur einseitig schlecht, sondern pfiff gegen beide Teams.

Kurz vor Ende musste er noch lautstark gehindert werden, dem SV Südharz für eine Schwalbe einen weiteren Strafstoß anzuerkennen. Gab dann Abschlag für die Guten.

Keeper Lauenstein verursachte in dieser Phase ein ums andere Mal Herzrythmusstörungen, da er statt die Bälle zu fangen oder wenigstens wegzufausten, sie beidhändig den Angreifern vor die Füße klatschte – beim Volleyball wären das respektable Schmetterbälle gewesen!

Vielleicht war das mit dem Regen sogar ganz gut, denn es war wirklich so, dass der Ausgleich wahrscheinlicher erschien als ein 3:1 für Blau-Gelb. Vielleicht wurde es dem Schiri auch nur zu nass, so dass er nur mit kurzer Nachspielzeit abpfiff.

Das siegreiche Team musste noch zum Feiern rangerufen werden. Ja, Jungs, uns ist auch kalt, aber so einfach abhauen, das macht man doch nicht! Direkt im Anschluss gings auf schnellstem Weg nach Hause, wo ich direkt ins Bett fiel, was aber auch nix brachte. Stattdessen wurde die in Walkenried geholte Erkältung fein zehn Tage lang gepflegt.

Scheiß Verlierer, wenn Ihr nicht gewinnen könnt, dann macht Ihr unschuldige Gästefans krank! Nie wieder Südharz! Oder halt bis nächstes Jahr im NFV-Pokal…

BTSV II: Nico Lauenstein – Maik Littmann, Marco Dimitrijevic, Ludwig Siegismund, Adil Boukantar – Edgar Bernhardt, Muhammed Basar, Mirko Burgdorf, Marc Pfitzner (André Brömel, 84′) – Hasim Gökden (Patrick Wötzel, 66′), Stefan Hauk (Luc Ndjock, 85′). TRAINER: Uwe Hain

TORE: 0:1 Stefan Hauk, 0:2 Mirko Burgdorf, 1:2 Daniel Wieglieb (65′, Elfmeter)

ZUSCHAUER: 150, darunter rund 20 Braunschweiger Gäste

NFV-Pokal: VfV Hildesheim – BTSV II 1:3 (1:0)

Mittwoch, 16. August 2006
Goslarer SC 08 Friedrich-Ebert-Stadion,
Hildesheim
Eintracht Braunschweig

Tja, wie schon in der ersten Runde, so sollte es auch diesmal zu einem alten Bekannten gehen, jedenfalls was NFV-Pokalfights angeht: den Verein für Volkssport in Hildesheim.

Ich reiste direkt aus Karlsruhe zu diesem Spiel an, ein paar Staus machten mich schon etwas nervös, aber mit Auf-die-Tube-Drücken erreichte man das Friedrich-Ebert-Stadion noch locker vor Anpfiff, so dass sogar noch Zeit für eine Wurst war.

Das Stadion glänzt durch eine kleine und feine Sitzplatztribüne mit Betonstufen zu beiden Seiten und hat ansonsten auf der Gegengerade eine ordentlich Anzahl Stufen aufzuweisen, die sich auch noch in die Südkurve ziehen.

Rund dreißig Braunschweiger wollten sich dieses Spiel nicht entgehen lassen, sozusagen Brunswick’s finest. Auf der Heimseite standen dem rund zehn Jugendliche mit Trommel entgegen. Der Rest der Zuschauer waren Rentner. Nun denn.

Im Gegensatz zum Spiel in Goslar wirkten unsere Jungs eigentlich überlegen, mussten jedoch schon in der 10. Minute das 1:0 hinnehmen, die Folge eines Fehlers von Keeper Lauenstein.

Trotz der Feldüberlegenheit gab es in der gesamten ersten Hälfte keine zwingende Chance und so ging es auch schon in die Pause.

Trainer Hain hatte in der Pause wohl dem ein oder anderen noch mal den Marsch geblasen, denn unsere Jungs gingen deutlich engagierter zur Sache, was sich dann auch durch einen schönen Treffer von Muhammed Basar auszahlen sollte.

Bemerkenswert: dieser Treffer fiel direkt nachdem der Gästepöbel das erste Mal anfeuerte (übrigens ein schönes Echo von den Hochhäusern hinter der Tribüne).

Tribüne und Plattenbauten

Nur rund fünf Minuten später traf Burgdorf nach einer Ecke sogar zum 2:1.

Hildesheim kämpfte nun zwar und wollte unbedingt den Ausgleich erreichen und hätte auch durchaus Möglichkeiten gehabt, jedoch war es letztendlich noch einmal der BTSV, der durch ein Tor von Wötzel mit 3:1 den Sack zumachte.

Der Jubel war grenzenlos, besonders da natürlich schon mit schnalzenden Zungen an die dritte Pokalrunde gedacht wurde. Sollte uns das Losglück einen Auftritt beim SV Südharz bescheren? Stadionfan Henning prägte mit seiner T-Shirt-Idee „Löwentreff in Walkenried“ dann den Running Gag der kommenden Tage.

BTSV II: Nico Lauenstein – Maik Littmann, Marco Dimitrijevic, Ludwig Siegismund, Adil Boukantar – Edgar Bernhardt (René Illner, 90′), Muhammed Basar, Mirko Burgdorf, Marc Pfitzner – Stefan Hauk (Sebastian Bönig, 80′), André Brömel (Patrick Wötzel, 82′). TRAINER: Uwe Hain

TORE: 1:0 Ertan Ametovski (10′), 1:1 Muhammed Basar (65′), 1:2 Mirko Burgdorf (71′), 1:3 Patrick Wötzel (91′)

ZUSCHAUER: 300, darunter rund 30 Braunschweiger Gäste, sowie zehn bekennende Heimfans mit Trommel und Fahne

NFV-Pokal: Goslarer SC 08 – BTSV II 0:0 (2:4 n. E.)

Freitag, 04. August 2006
Goslarer SC 08 Osterfeldstadion,
Goslar
Eintracht Braunschweig

Jedes Jahr das selbe, der BTSV (mittlerweile ja gnädigerweise die zweite Mannschaft) tritt im NFV-Pokal an und man fühlt sich, wie bei „Und täglich grüßt das Murmeltier“.

So ging es also heute in der ersten Runde gegen den GSC Goslar, zum gefühlt hundersten Mal.

Da ich eh in der Kaiserstadt war, machte ich mich zu Fuß auf und traf schon am Osterfeld die ersten Bekannten mit denen nach einem kurzen Bierchen dann auch das Stadion betreten werden sollte – und, oh Wunder, es wurde auf dem oberen Feld gespielt – das ist zwar nicht so schön und hat ne doofe Laufbahn, aber wenigstens hab ich da noch kein Spiel gesehen (jedenfalls nicht, dass ich mich erinnern könnte) – war da aber sogar mal selbst als Aktiver auf dem Rasen… ja, ja, die gute alte Zeit in der E-Jugend des BSV Bad Harzburg…

Ich schweife ab. Es war trotzdem im Wesentlichen alles wie immer, wenig Zuschauer und die, die aus Braunschweig da waren, kannte man alle – darüber will ich mich aber gar nicht beschweren, denn das sorgt ja für die nötige Kurzweil, bei solchen Sinnlosauftritten.

Also wurde gelabert, Bier getrunken und auch ab und an mit Grausen auf das Spielfeld geguckt, wo unsere Jungs nicht wirklich dem Klassenunterschied gegen den Niedersachsenligisten gerecht werden konnten.

Zweimal rettete uns das Aluminium, ein paarmal das Pech der Goslarer Schützen und auch Nico Lauenstein konnte sich heute einige Male auszeichnen.

Der Schiedsrichter sorgte in der zweiten Hälfte für ein wenig Unterhaltung, da er zunächst dem GSC und kurz später uns jeweils wohl reguläre Tore nicht anerkannte, was dazu führte, dass der Ordnungsdienst auf uns aufmerksam wurde und uns nun grimmig beäugte, was wiederum einige Unverbesserliche bei uns dazu animierte, über offensichtliche Verwandschaftsbeziehungen dieser Herren mit einer Harzer Sagengestalt zu spekulieren.

Nach überstandenen 90 Minuten stand es jedenfalls noch 0:0 und da muss man ja mal ’ne Lanze für den NFV brechen, dass er dem geneigten Zuschauer eine weitere halbe Stunde dieses Gestokels erspart und das Reglement ein direktes Elfmeterschießen vorsieht.

Hier zeigte Goslar Nerven, den ersten Schuss konnte Lauenstein parieren, der zweite ging übers Tor. Auf der anderen Seite ließen die Blau-Gelben dem guten alten Harzburger Kumpel Holger Klose im Tor vom GSC keine Chance, so dass die Pflichtaufgabe Pokal nicht schön aber souverän gemeistert werden konnte.

BTSV II: Nico Lauenstein – Maik Littmann, Ludwig Siegismund, Mirko Burgdorf, Adil Boukantar – Christoffer Pieper (Niklas Nöske, 88′), Edgar Bernhardt, Muhammed Basar, Luc Ndjock (André Brömel, 60′) – Marc Pfitzner, Stefan Hauk. TRAINER: Uwe Hain

TORE: Fehlanzeige, aber gab ja tolles Elfmeterschießen: 0:1 Edgar Bernhardt, 0:2 Adil Boukantar, 1:2 Andreas Binder, 1:3 Muhammed Basar, 2:3 Yves Schmelzer, 2:4 Stefan Hauk

ZUSCHAUER: 300, davon wohl rund 30 Braunschweiger Pöbler

SBFV-Pokal: SV Linx – VfB Bühl 4:1 (3:1)

Samstag, 29. Juli 2006
SV Linx Hölzelstadion, Rheinau-Linx VfB Bühl

Da nichts Besseres anstand, ging es heute ins nördliche Südbaden, wo in der ersten Runde des Verbandspokals die Begegnung der beiden Verbandsligisten SV Linx und dem VfB Bühl auf dem Programm stand.

Da der Hauptsponsor von Linx die Firma Weber-Haus ist, konnte man einen recht schönen Ausbau bewundern, ein recht überdimensionierter, überdachter Platz schließt sich an das Vereinsheim und die Hölzelhalle an, von wo man das Spiel auch gut beobachten konnte. Ansonsten gibts außer ein paar Betonstufen nichts, was weiter erwähnenswert wäre.

Das Spiel begann pünktlich, wurde jedoch in der achten Minute wegen eines vorbeiziehenden Gewitters für 20 Minuten unterbrochen, ich nutzte die Zeit für einen Wursttest – leider gabs nur Bockwürste (Wienerle, wie man in Baden zu sagen pflegt), nicht schlecht, aber eben keine Bratwurst.

Die Unterbrechung brachte den VfB Bühl ein wenig aus dem Konzept, denn kurz nach Wiederanpfiff stand es durch einen schönen Doppelschlag von Djordevic schon 2:0, ehe der Gast aufwachte und den Anschluß herstellen konnte.

Nach einer halben Stunde dann das 3:1 durch Stoll, der auch das einzige Tor im zweiten Durchgang zum Endstand von 4:1 erzielen konnte.

Am Rande: da der neue Linxer Trainer Franzose ist (Frankreich ist ja direkt nebenan), wurden von ihm auch die Anweisungen auf französisch gegeben, was ich ganz amüsant fand („a droite, a droite!“).

Das Spiel war jetzt nicht wirklich schlecht, aber vom Hocker gerissen hat es mich nicht, naja, immerhin einen Ex-Oberliga-Ground gemacht. Nach dem Spiel gings wieder heim nach Karlsruhe, wo ein paar Stunden für die kommende Tour vorgeschlafen werden wollte.

TORE: 1:0, 2:0 Goran Djordjevic (12′, 13′), 2:1 Daniel Schmidt (15′), 3:1, 4:1 Cedric Stoll (29′, 58′)

ZUSCHAUER: 227, keine erkennbaren Bühler, Stimmung nicht vorhanden