Archiv für die Kategorie ‘Nord-2008’

RL Nord: Wuppertaler SV – BTSV 1:1 (0:0)

Mittwoch, 09. April 2008
Wuppertaler SV Stadion am Zoo,
Wuppertal
Eintracht Braunschweig

Mit dem bewährten Ballerbus ging es am frühen Nachmittag gen Westen, Wuppertal wurde auch ausreichend früh und problemlos erreicht.

Das Stadion am Zoo ist ja momentan eine Baustelle, von daher ganz interessant, zu sehen, was von der alten Radrennbahn noch übrig ist – nämlich nicht mehr viel, beide Kurven sind schon weg, auf der einen Seite befindet sich bereits der neue Heimblock, der schon so halbwegs fertig ist. Gegenüber regiert aber noch der Bagger.

Baustelle am Zoo, Wuppertal

Immerhin ein paar Leute mehr von uns dabei als in Cottbus, aber trotzdem doch noch ausbaufähig.

Stadion am Zoo, Wuppertal

Zum Spiel: nach einer starken Phase vom WSV in den ersten Minuten konnte sich der BTSV wieder fangen und kam sogar zu der ein oder anderen guten Chance, trotzdem musste man häufig genug zittern.

Keinen Vorwurf heute an Herrn Horn, der uns mit seiner Leistung vor einer Niederlage bewahrt hat – warum nicht immer so!

Kurz nach der Pause das 1:0, da rutsche aber so manch einem das Herz in die Hose.

Die Eintracht gab aber nicht auf, wie schon in der ersten Hälfte, konnte man sich mit laufender Spielzeit besser durchsetzen – und kam erneut zu guten Chancen, wovon eine von unserem Malteser nach schöner Vorarbeit von Kumbela auch genutzt werden konnte.

Auf beiden Seiten gab es noch weitere hundertprozentige Chancen, die von den Torhütern bzw. dem Unvermögen der Stürmer vereitelt wurden.

Nach Abpfiff gab es noch diverse Diskussionen, ob dies nun ein Punktgewinn oder ein -verlust sei.

Die Rückfahrt verlief erneut ereignislos, nur dass ich mir irgendwo eine Bänderdehnung im Sprunggelenk zuzog…

WUPPERTALER SV: Christian Maly – Dennis Malura, Victor Hugo Lorenzon, Michael Stuckmann, Michael Lejan – Hüzeyfe Dogan (Dirk Heinzmann, 81′), Manuel Bölstler, Tim Jerat, Jan Hammes (Jean Louis Tavarez, 72′) – Tobias Damm (Mike Rietpietsch, 89′), Mahir Saglik. TRAINER: Wolfgang Frank

BTSV: Adrian Horn – Jan Washausen, Deniz Dogan, Fabian Bröcker, Ramazan Yildirim – Tim Danneberg, Kosta Rodrigues, Andre Schembri (Benjamin Fuchs, 81′), Dennis Kruppke (Marc Pfitzner, 72′) – Dominik Kumbela, Torsten Oehrl. TRAINER: Benno Möhlmann

SCHIRI: Matthias Anklam (Buchholz i.d. Nordheide)

TORE: 1:0 Manuel Bölstler (49′), 1:1 Andre Schembri (68′)

ZUSCHAUER: 5.678, knapp 400 Braunschweiger (mehr als in Cottbus jedenfalls)

RL Nord: Energie Cottbus II – BTSV 3:2 (1:1)

Freitag, 04. April 2008
Energie Cottbus Stadion der Freundschaft,
Cottbus
Eintracht Braunschweig

Keine Ahnung, aber mutmaßlich waren es wohl mal wieder Sicherheitsbedenken, die dazu führten, dass wir Freitags die Reise zum Spreewald antreten durften. Natürlich keine Freude Freitag nachmittag die A2 Richtung Osten zu bereisen, also ziemlich früh aus dem Büro und vom Ballerbus aufgabeln lassen. Klappte alles bestens und so war man auch recht zeitnah in Höhe Berlin, wo uns der Verkehrsfunk über einen schweren Unfall und Vollsperrung unserer Bahn unterrichtete. Scheiße!

Also über Land und das war doch einigermaßen nervenaufreibend, erwähnenswert eine Pinkelpause, bei der Clemens kurzerhand die Erlaubnis der Anwohner bekam, in den Garten zu pullern – und meine sinnlose Aktion, aus dem Bus auszusteigen, kurz bevor es endlich weiterrollte… mea culpa, ich wollte doch nur eine rauchen.

Nichtsdestotrotz erreichten wir das Stadion der Freundschaft so rechtzeitig, um auch mit den albernen Kontrollen pünktlich zum Anstoß vor Ort zu sein – nicht jeder hatte heute dieses Glück!

Stadion der Freundschaft, Cottbus

Nach einer fettigen Bullette begann dann auch schon das Spiel vor nur gut 400 Zuschauern, wobei die Sorben – sicherlich auch dank des gleichzeitigen Awayauftritts ihrer Ersten in Duisburg – klar in der Minderheit waren. Aber auch aus der Löwenstadt war nicht allzuviel vor Ort.

Das 1:0 wurde meinerseits direkt versabbelt – da fehlte auch einfach der Schalldruck, um die Führung für die Cottbusser mitzubekommen -, so dass ich dann auch bei unserem Tor kurz drauf erstmal von einer blau-gelben Führung ausging. Ja, ja… desolat.

Apropos desolat, so war auch das Spiel des BTSV – OK, bis zur Pause sah es durchaus so aus, als wolle man auch hier mindestens einen Punkt mitnehmen, nach dem Seitenwechsel dann aber eine unschöne Rückbesinnung auf die nichtdagewesenen Hinspieltugenden. Sinnlose Flanken, hohe Bälle ins Nichts, schwaches Zweikampfverhalten…

So konnte Cottbus denn auch das 2:1 erzielen und rund fünf Minuten später auch das 3:1. Von BTSV-Seite dann nicht mehr viel zu sehen, vor allem kein Kampfeswille, so dass der Anschlusstreffer zum 3:2 auch eher zufällig und Makulatur war.

Bei beiden Toren für die Cottbusser in Hälfte Zwo übrigens der Scorerpunkt für unseren Adrian Horn, der zuletzt beim Test gegen Oldenburg auf Borkum so beschissen gespielt hat. Na gut, beim 2:1 hat ihm auch unsere Hintermannschaft einen Bärendienst erwiesen, waren wohl noch nicht mit dem Seitenwechsel vertraut und sahen daher wohl keine Veranlassung, den Ball vorm Kasten mal wegzuhauen.

Stadion der Freundschaft, Cottbus

Das Wuppertal im Fernduell locker 3:0 gewann, stimmte uns auch nicht froh und so verlief die Rückfahrt mit Weltuntergangsphantasien, nicht sehr erbaulich.

Um 1h00 morgens war Braunschweig wieder erreicht.

ENERGIE COTTBUS: Martin Männel – Marc Hensel, Alexander Bittroff, Toni Wachsmuth, Thomas Birk – Thomas Franke (Przemyslaw Trytko, 90′) – Silvio Bankert, Jan Hochscheidt (Christian Käthner, 88′), Arne Feick – Sebastian Schuppan (Patrick Häntschke, 75′), Alban Ramaj. TRAINER: Heiko Weber

BTSV: Adrian Horn – Deniz Dogan, Fabian Bröcker, Valentin Nastase, Dennis Kruppke – Christian Lenze, Dennis Brinkmann (Tim Danneberg, 63′), Marc Pfitzner (Kosta Rodrigues, 46′) – Lars Fuchs, Torsten Oehrl, Andre Schembri (Dominik Kumbela, 61′). TRAINER: Benno Möhlmann

SCHIRI: Christian Bandurski (Essen)

TORE: 1:0 Arne Feick (25′), 1:1 Torsten Oehrl (29′), 2:1 Alban Ramaj (52′), 3:1 Jan Hochscheidt (58′), 3:2 Lars Fuchs (83′)

ZUSCHAUER: 422, wohl so 300 Braunschweiger

RL Nord: BTSV – SV Werder Bremen II 0:0

Freitag, 28. März 2008
Eintracht Braunschweig Eintrachtstadion,
Braunschweig
SV Werder Bremen

Nach dem witterungsbedingten Ausfall unseres Auftritts in Wuppertal waren beim heutigen Flutlichtspiel drei Punkte Pflicht, um nicht den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze aufs Spiel zu setzen.

Das Eintrachtstadion sehr ordentlich gefüllt – bis auf die Nordkurve, wo sich nur lächerliche 50 Bremer verloren.

Werder spielte heute in Anthrazit, vom Mann in Schwarz kaum zu unterscheiden, offenbar hatte auch er öfter Probleme damit und pfiff mitunter merkwürdig.

Kann aber mal wieder nicht als Entschuldigung gelten für das, was uns heute hier geboten wurde.

Dabei ging es eigentlich gut los, der BTSV begann stark und hatte die Bremer gut im Griff, aber eben leider nur eine Viertelstunde lang. Danach dann eher die Hanseaten am Drücker und die Eintracht in der Defensive.
Nach 25 Minuten dann aber doch mal eine gute Aktion, ein strammer Schuss aus knapp 30 Metern, der aber knapp über die Latte gelenkt werden konnte.

Das blieb dann auch erstmal die letzte gute Szene des BTSV, dafür konnte Werder zweimal für einen beinahe Herzkasper sorgen, da Schüsse von den Grau-Grünen vom Innenpfosten abprallten.

In der zweiten Hälfte wurde auch lange Zeit nicht mehr gezeigt, als dramatische Fehlpässe des BTSV. Erst in der Schlussphase wurde die Eintracht ein wenig stärker, dafür standen die Bremer sehr sicher in der Abwehr.

Kurz vor Schluß noch eine hundertprozentige Chance, die aber von Danneberg vergeben wurde.

So wurde also ein Punkt geholt, der uns nicht weiterbringt, hoffen wir mal, dass uns die zwei Punkte aus diesem Spiel am Ende nicht fehlen (zusammen mit den ganzen anderen Punkten, die wir in dieser Saison schon dumm abgegeben haben).

BTSV: Adrian Horn – Jan Washausen, Valentin Nastase, Matthias Henn (Fabian Bröcker, 46′), Deniz Dogan – Tim Danneberg, Dennis Brinkmann, Christian Lenze (Andre Schembri, 62′) – Dennis Kruppke, Torsten Oehrl, Lars Fuchs (Dominik Kumbela, 77′). TRAINER: Benno Möhlmann

SV WERDER BREMEN: Sebastian Mielitz – Finn Holsing, Peter Niemeyer, Florian Mohr, Alperslan Erdem – Dominic Peitz, Sandro Stallbaum – Max Kruse, Kevin Artmann (Stefan Ronneburg, 77′) – Kevin Schindler, Marc Heider. TRAINER: Thomas Wolter

SCHIRI: Sascha Thielert (Buchholz in der Nordheide)

TORE: keine

ZUSCHAUER: 15.700, darunter nur 50 Bremer – hätten schon mehr sein können, in Anbetracht der Entfernung und der Tatsache, dass deren Erste kein Spiel hatte.

RLN: BTSV – Rot-Weiss Essen 2:1 (0:1)

Samstag, 15. März 2008
Eintracht Braunschweig Eintrachtstadion,
Braunschweig
Rot-Weiss Essen

Bei wunderbaren Frühlingswetter ging es zu Fuß die Hamburger Straße hoch und auch ziemlich direkt ins Stadion.

Aus Essen waren nur rund 700 Fans angereist, sehr enttäuschender Mob…

Zum Spiel gibts nicht allzuviel zu sagen, der Schiri war eine absolute Pfeife und die Essener haben deutlich härter, als von den Regeln vorgesehen gespielt, dafür aber auch erheblich gewitzter als der BTSV.

Während unsere Jungs nicht wirklich viel auf die Reihe bekamen, so hatte der RWE durchaus die eine oder andere gute Szene.

Kurz vor der Pause gabs das 0:1, nicht grade aufbauend und so ging es also auch nicht grade euphorisch in die zweite Hälfte.

Stimmung heute übrigens auf unserer Seite nur im Neuner und Zehner, aus den restlichen Blöcken kam nicht viel.

Nach einer Stunde bekam der Essener Erfen für einen Ausraster die gelb-rote Karte, leider brachte uns das aber auch nicht zu besonders zwingenden Szenen. Der Schiri zeigte danach aber Nerven, als er kurz drauf eine Notbremse der Essener nicht mit einem zweiten Platzverweis bedachte.

Nicht Wenige hatten sich schon mit einer Heimniederlage abgefunden und Einige waren sogar schon gegangen, als Dennis Kruppke mit einer Sitzfußballeinlage den Ausgleich erzielen konnte – und nun wachte auch das gesamte Stadion auf. Hammerstimmung!

Und keine 100 Sekunden später dann das 2:1 für den BTSV, was zum geilsten Torjubel seit dem Pokal gegen Hannover führte.

Die letzten Minuten wurden noch über die Zeit gezittert, bis der Schiri abpfiff und uns in Jubel ausbrechen ließ.

BTSV: Adrian Horn – Jan Washausen (Dominik Kumbela, 46′), Ramazan Yildirim, Valentin Nastase, Matthias Henn – Tim Danneberg, Christian Lenze (Kosta Rodrigues, 65′), Benjamin Fuchs (Torsten Oehrl, 46′) – Dennis Kruppke, Andre Schembri, Lars Fuchs. TRAINER: Benno Möhlmann

ROT-WEISS ESSEN: Daniel Masuch – Jozef Kotula, Jonathan Joseph-Augustin, Daniel Sereinig (David Czyszczon, 73′), Niklas Andersen – Michael Lorenz, Tim Gorschlüter – Tim Erfen, Rolf-Christel Guié-Mien, Sören Brandy (Sercan Güvenisik, 59′) – Markus Kurth (Mario Klinger, 69′). TRAINER: Heiko Bonan

SCHIRI: Thomas Metzen (Mechernich)

TORE: 0:1 Michael Lorenz (44′), 1:1 Dennis Kruppke (84′), 2:1 Kosta Rodrigues (85′)

ZUSCHAUER: 16.200, nur 700 Essener (sehr enttäuschend, fand ich)

RLN: Union Berlin – BTSV 2:2 (0:2)

Samstag, 08. März 2008
Union An der Alten Försterei,
Berlin-Köpenick
Eintracht Braunschweig

Nach zuletzt vier Siegen in Folge ging es mit gemischten Gefühlen in die Hauptstadt. Ein Sieg wäre natürlich Bombe, doch wie realistisch ist das wohl beim Tabellenführer. Andererseits: kein Team konnte sich ja bislang wirklich absetzen und immerhin trafen mit Union und dem BTSV die zweitbeste auf die beste Rückrundenmannschaft.

Der Ballerbus sammelte mich direkt vor der Haustür ein, sehr begrüßt, in Mastbruch wurde das Alkodil eingesammelt – der heute seinen 18. Geburtstag feierte und daher den Ballerbus mit Getränken einer örtlichen Brauerei versorgte. Vielen Dank dafür.

Mit den üblichen kleineren Pausen ging es dann also nach Köpenick, wo netterweise direkt eine Parklücke für uns freigemacht wurde, so dass wir doch noch mehr als rechtzeitig im Stadion ankamen.

Dort hat man wenigstens ein wenig gelernt, der Einlass ging im Vergleich zu den Besuchen der letzten Jahre in der Alten Försterei heute schnell und reibungslos vonstatten.

Nachdem man sich ein Plätzchen auf der überfüllten Tribüne gesichert hatte, konnte das Spiel auch schon beginnen.

An der Alten Försterei, Berlin-Köpenick

Von Seiten der Eisernen gabs heute einiges an Aktionen zugunsten des Stadions, da kürzlich bekannt wurde, dass die Alte Försterei wohl weder für die zweite, noch für die dritte Liga eine Zulassung erhalten würde. Die Unioner haben da meine ganze Solidarität – immerhin ist das Stadion in der Wuhlheide noch keine der gesichtlosen Stahlrohrarenen, die sich nur durch ihre Sponsorennamen voneinander unterscheiden.

Wir brauchen die Alte Försterei wie die Luft zum Leben!

Auf dem Platz gabs ein munteres Spielchen der besseren Art und nach knapp zwanzig Minuten dann sogar das 1:0 für den großen BTSV!

In der Folgezeit musste Union natürlich ein wenig offener spielen, so kamen meine Jungs zu weiteren Chancen und konnten durch ein zweites Tor von Lalle Fuchs kurz vor der Pause sogar noch nachlegen.

Union Berlin - Eintracht Braunschweig

Eigentlich ja ein schönes Polster, nur erinnern wir uns ja an das Hinspiel, wo der BTSV ebenfalls mit 2:0 zur Halbzeit führte und sich dann noch eine bittere 3:5-Niederlage einhandelte.

Und kaum war angepfiffen, ich war noch hinter der Kurve am Labern, da fiel auch schon der Anschlusstreffer für die Köpenicker – Torschütze ausgerechnet der Ex-Braunschweiger Dustin Heun, der in blau-gelbem Dress nur durch Lustlosigkeit aufgefallen war.

Kaum 100 Sekunden später dann erneuter Jubel – und wieder nicht vom Gästemob: Elfmeter für die Hausherren, der auch verwandelt wurde. Somit also 2:2, das Déjà-vu war da…

Als großen Unterschied zum Hinspiel konnte man sich aber diesmal wieder fangen – und auch wenn man selber nicht mehr große Dinge vollbringen konnte, so fing man sich wenigstens kein drittes Tor mehr.

Ein Punkt bringt uns zwar nicht direkt weiter, aber lässt den BTSV zumindestens Anschluss an den Platz an der Sonne (Platz 10) halten.

Die Rückfahrt verlief dann auch nur wenig geknickt, ob der vertanen Chance auf drei Punkte und gegen 19h30 war die Löwenstadt erreicht.

UNION BERLIN: Jan Glinker – Daniel Göhlert, Daniel Schulz, Christian Stuff (Karim Benyamina, 46′) – Sebastian Bönig – Michael Bemben, Guido Spork, Torsten Mattuschka, Marco Gebhardt – Dustin Heun, Nico Patschinski. TRAINER: Uwe Neuhaus

BTSV: Adrian Horn – Ramazan Yildirim, Valentin Nastase, Matthias Henn, Christian Lenze – Marc Pfitzner, Dennis Brinkmann, Tim Danneberg – Dennis Kruppke (Torsten Oehrl, 79′), Andre Schembri (Dominik Kumbela, 46′), Lars Fuchs. TRAINER: Benno Möhlmann

SCHIRI: Michael Kempter (Sauldorf)

TORE: 0:1, 0:2 Lars Fuchs (19′, 42′), 1:2 Dustin Heun (51′), 2:2 Marco Gebhardt (53′, Foulelfmeter)

ZUSCHAUER: 9.596, darunter rund 1.500 Braunschweiger

RLN: BTSV – Rot-Weiß Erfurt 3:2 (2:1)

Samstag, 01. März 2008
Eintracht Braunschweig Eintrachtstadion,
Braunschweig
Rot-Weiß Erfurt

Das erste Pflichtheimspiel in 2008 begann stürmisch – das Sturmtief „Emma“ kam in der Nacht über Braunschweig und laut DWD sollte die stürmische Emma auch den ganzen Tag über blasen (OK, genug der Herrenwitze).

Auf jeden Fall war das Wetter eher ungemütlich, was wohl auch einige potentielle Zuschauer abgeschreckt haben mag. Erfurter trotzten allerdings sehr zahlreich den Elementen – Respekt nach Thüringen.

Nachdem die neueröffnete Eintrachtklause kurz abgecheckt wurde (zu voll) und schonmal ein Ticket für das Spiel bei Union am nächsten Wochenende besorgt worden war, ging es hinter die Kurve, um noch dem ein oder anderen ein frohes neues Jahr zu wünschen. Nicht alle Bekannten waren ja in den letzten Monaten zu irgendwelchen sinnarmen Testkicks zu überreden gewesen.

Zwischen den Blöcken 8 und 9 gibts jetzt wieder einen Zaun, dem galt auch mein Interesse, ob dadurch wieder ein dringend nötiges Stimmungsplus erreicht werden kann. Um es kurz zu machen: ich fand die Stimmung heute deutlich besser als zuletzt und man sah sehr deutlich, dass Block 8 doch eher still war – und das obwohl von den aktiven Fans weniger die umstrittene „moderne Anfeuerung“ sondern eher traditioneller Support kam.
Bei uns im Zehner war die Stimmung ebenfalls ziemlich gut – hat auf jeden Fall Spaß gemacht!

Zu Spielbeginn gabs von den Jungs oben im Neuner eine kleine Choreo (kann man das so nennen?), bei der Papptafeln mit den Namen von Stadionverbotlern präsentiert wurden. Schon erschreckend, wie vielen Personen die Möglichkeit versagt wird, ihren geliebten Verein zu unterstützen.

Oben angesprochene Emma hatte durchaus Einfluß auf das Spiel, der Wind verlieh dem Ball öfters als nicht unberechenbare Flugbahnen, was auch direkt nach sechs Minuten zum 1:0 für den BTSV führte. Irgendwie landete eine Flanke von Benjamin Fuchs im Tor – uns sollte es recht sein!

Erfurt steckte leider nicht auf und konnte schon kurz darauf ausgleichen, was wiederum aber die Eintracht nicht weiter schockte.

Kurz vor der Pause gabs dann zwei nicht ganz durchsichtige Szenen, zunächst Mal gabs einen Elfmeter für uns, den Nastase auch verwandelte (in dieser Saison ja keinesfalls eine Selbstverständlichkeit). Gesehen hab ich kein Vergehen und der Schiri wohl auch nicht, sein Assistent erkannte aber wohl ein Handspiel. Will ich nicht drüber meckern, aber hätte es dann nicht auch einen roten Karton für Erfurt geben müssen?
Kurz darauf ging der Erfurter Schlußmann ziemlich rustikal in einen Zweikampf – meiner Meinung nach hätte man da auch durchaus einen Elfer pfeifen können. Nun denn, vielleicht auch eher unüblich, innerhalb von drei Minuten zwei Elfer auszusprechen.

Wie dem auch sei, es ging jedenfalls zufrieden in die Pause.

In der zweiten Hälfte ging es munter weiter – das Spiel war heute eins der Ansehnlicheren, wenn auch Torraumszenen eher Mangelware waren.

Erfurt bekam nach einem Foul von Nastase an Ex-Braunschweiger Hauswald (oder Hausi, wie er in Erfurt genannt wird) einen Elfmeter zugesprochen, den Bunjaku auch sicher verwandelte. Anschließend holte sich dieser Minusmensch noch eine gelbe Karte ab, da er Horn mit „eindeutigen Gesten“ bedachte. Was für ein mieser Asi!

Eine runde Viertelstunde später gabs dann aber noch den Siegtreffer für unseren BTSV – Lars Fuchs zirkelte einen Freistoß aufs Tor, eigentlich viel zu lasch geschossen, der Erfurter Keeper hatte den Ball auch eigentlich schon abgefangen, ließ ihn dann aber noch aus den Händen rutschen. Also eigentlich eher ein Eigentor von Orlishausen.

Nachdem sich Erfurt kurz danach auch noch ’ne Gelb-Rote abholte, geriet der vierte Eintrachtsieg in Folge auch nicht mehr in Gefahr.

Nach dem Abpfiff natürlich großer Jubel und nach einem Siegbier ging es noch kurz zu Simon aber auch nicht allzu spät nach Hause.

BTSV: Adrian Horn – Ramazan Yildirim, Valentin Nastase, Matthias Henn, Marc Pfitzner (Tim Danneberg, 66′) – Benjamin Fuchs, Dennis Brinkmann, Christian Lenze – Dennis Kruppke, Andre Schembri (Dominik Kumbela, 66′), Lars Fuchs. TRAINER: Benno Möhlmann

ROT-WEISS ERFURT: Dirk Orlishausen – Fabian Stenzel (Thiago Rockenbach da Silva, 81′), Patrick Kohlmann, Martin Pohl, Matthias Holst – Martin Hauswald, Samil Cinaz, Mathias Peßolat, Daniel Brückner (Kevin Hampf, 79′) – Joseph Laumann, Albert Bunjaku. TRAINER: Karsten Baumann

SCHIRI: Karl-Markus Schumacher (Oberhausen)

TORE: 1:0 Benjamin Fuchs (6′), 1:1, 2:2 Albert Bunjaku (12′, 59′, Foulelfmeter), 2:1 Valentin Nastase (42′, Handelfmeter), 3:2 Lars Fuchs (76′)

ZUSCHAUER: 16.000, 2.000 Thüringer

RLN: SV Babelsberg 03 – BTSV 1:2 (0:1)

Sonntag, 24. Februar 2008
SV Babelsberg 03 Karl-Liebknecht-Stadion,
Potsdam-Babelsberg
Eintracht Braunschweig

Eigentlich war ja ein Berlinwochenende geplant, aber aus diversen Gründen wurde das gekippt und stattdessen die feindliche Übernahme des Ballerbusses durch Cor Leonis angestrengt.

So ging es also am Sonntag vormittag auf die A2 in Richtung Hauptstadt und Potsdam wurde stressfrei erreicht.
Nachdem dann auch ein vermeintlich stadionnaher Parkplatz gefunden worden war, machten wir uns auf zum Karl-Liebknecht-Stadion.

Bereits auf der Autobahn konnte man schon abschätzen, dass heute halb Braunschweig auf den Socken nach Brandenburg ist, der Block war schon gut voll und die Schlange an den Kassen lang – und noch einige Zeit hin bis kick-off.

Karl-Liebknecht-Stadion, Potsdam-Babelsberg

Naja, Ticket wurde problemlos erstanden und nach einigem Verhandeln auch der eigentlich als Pufferblock vorgesehene Eckblock geentert.

Karl-Liebknecht-Stadion, Potsdam-Babelsberg

Da es in den letzten Spielen der Filmstädter wohl ein paar Pyroaktionen gab, hatte der DFB ein komplettes Alkoholverbot verschrieben. Natürlich dramatisch für den Umsatz – grad wenn die Eintracht kommt.

Nulldrei-Intro

Zu Spielbeginn gab es von den Heimfans ein Spruchband und zwei kleinere Blockfahnen, sah leider nicht so klasse aus, der Doppelhalterwald war da schon eindrucksvoller.

Flutlicht im Karl-Liebknecht-Stadion, Potsdam-BabelsbergBlau-Gelb zeigte den Nulldreiern direkt, wo es lang geht, der BTSV war von Start weg klar überlegen, das einzige, was mal wieder suboptimal lief, war die Chancenverwertung.

Immerhin konnte der BTSV durch Neuzugang Nastase in der 24. Minute hochverdient in Führung gehen – und auch in der Folgezeit ließ man sich nicht einschnüren.

Die Stimmung im Braunschweigblock leider nur sehr verhalten – trotz der deutlichen zahlenmäßigen Überlegenheit konnte man bei Weitem nicht von einem Heimspiel sprechen.

Nach der Pause konnte Washausen auf 2:0 erhöhen, damit war der Sack dann ja eigentlich schon fast dicht – nur leider ließ man jetzt die Babelsberger doch nochmal rankommen und fünf Minuten vor Schluß gabs dann nach dem Anschlusstreffer doch noch Gelegenheit zum Zittern.

Ging aber alles gut, drei Punkte wurden eingepackt und nach Braunschweig mitgenommen. Gaaaanz wichtig im Abstiegskampf.

SV BABELSBERG 03: Sven Roggentin – Slavomir Lukac, Björn Laars, Dirk Jonelat, Matthias Rudolph – Almedin Civa, Tom Mauersberger (Aymen Ben-Hatira, 43′) – Manuel Stiefel (Julian Prochnow, 59′), Patrick Moritz, Sven Hartwig (Nadir Benchenaa, 59′) – Daniel Frahn. TRAINER: Dietmar Demuth

BTSV: Adrian Horn – Jan Washausen, Matthias Henn, Valentin Nastase, Ramazan Yildirim – Marc Pfitzner, Dennis Brinkmann, Christian Lenze (Kosta Rodrigues, 75′) – Dennis Kruppke, Andre Schembri (Dominik Kumbela, 59′), Lars Fuchs (Tim Danneberg, 70′). TRAINER: Benno Möhlmann

SCHIRI: Markus Kuhl (Köln)

TORE: 0:1 Valentin Nastase (24′), 0:2 Jan Washausen (51′), 1:2 Almedin Civa (82′)

ZUSCHAUER: 4.771, sehr beachtliche 2.500 aus Braunschweig