Archiv für die Kategorie ‘Regionalliga-2008’

RL Nord: Dynamo Dresden – BTSV 1:1 (0:0)

Samstag, 19. April 2008
Dynamo Dresden Rudolf-Harbig-Stadion,
Dresden
Eintracht Braunschweig

Mit dem bewährten Ballerbus ging es Samstag früh in Richtung Sachsen, die Fahrt verlief – wie üblich – ereignisarm, nur der Regen, der kurz vor Dresden einsetzte, soll hier negative Erwähnung finden. Ich werde wohl nie ein trockenes Spiel in Dresden erleben.

Nachdem man den Bulli in einigermaßen akzeptabler Entfernung vom Stadion parkiert hatte und man noch ein paar Minuten im Trockenen überbrückt hatte, ging es zu Fuß zum altehrwürdigen Rudolf-Harbig-Stadion, beziehungsweise dem, was davon noch übrig war. Im Moment sind wohl die großen Baustellenwochen beim BTSV.

Die Gegengerade ist bereits Baustelle, zwei der vier Giraffen sind schon entfernt und die Kapazität liegt bei knapp 9.000. Der Gästeblock ist davon bislang verschont geblieben, auch an der Haupttribüne hat sich meines Erachtens nichts getan, dafür ist der Stimmungsblock aus dem Block diametral zum Awaysektor nun in Richtung Haupttribüne gerutscht. Neben dem Gästeblock gibt es immer noch den Block unter der Anzeigentafel, wo minderbemittelte Dresdner Jugendliche nichts besseres zu tun haben, als alberne Gesten in Richtung Gäste zu schicken, wenigstens ersparten sich diese Minusmenschen heute die Peinlichkeit, sich mit einer 96-Fahne ins Abseits zu manövrieren.

Aus Sicherheitsgründen hatten die Gästekassen heute geschlossen, rund 500 Tickets waren in Braunschweig im Vorfeld abgesetzt worden, die Heimkassen waren ebenfalls zu, also quasi ausverkauft, wenn auch noch ein paar Hundert Fans mehr Platz gefunden hätten, wenn sie sich denn vorher um Tickets bemüht hätten.

Rudolf-Harbig-Stadion, Dresden

Der Regen ließ ein wenig nach, was aber – wie auch schon in den vergangenen Spielen im RHS zu beobachten – erstmal keinen Unterschied machte, da melonengroße Tropfen von dem Flutlichtmast fielen.

Nach einer kurzen Drangphase der Dynamos kam der BTSV besser ins Spiel, insgesamt blieb die erste Hälfte aber arm an Torraumszenen. Yildirim konnte sich mehrfach als Retter in der Not betätigen und unterstützte Adrian Horn im Braunschweiger Tor tatkräftig.

Kurz vor der Pause noch zwei Großchancen von uns, einmal ein direkter Freistoß von Lalle Fuchs, den ich schon drin gesehen hatte, der aber leider nur ans Außennetz ging, und direkt danach die daraus resultierende Ecke, die ebenfalls beinahe das 1:0 für uns bedeutet hätte.

So ging es aber torlos in die Pause, die heute nach nur zehn Minuten schnell beendet war – und der BTSV deutlich wacher aus der Kabine kam.

Nach einem krassen Abwehrfehler der Dresdner konnte Kumbela den Ball abfangen und passte mustergültig in den Lauf vom Fuchser, der nur noch einschieben brauchte. Ja!

Schön wäre es ja gewesen, wenn man noch einen hätte drauf legen können, das klappte aber mal wieder nicht und so war es nur noch eine Frage der Zeit, bis unsere Innenverteidigung mal wieder patzte und Dresden mit einem schönen Kopfballtreffer zum Ausgleich kommen konnte.

In den letzten Minuten dann der BTSV zusehends nervöser, immerhin konnte der eine Punkt aber mit nach Braunschweig genommen werde – ob das am Ende reicht, das werden wohl erst die kommenden Wochen zeigen, mit einem Sieg wäre man auf zwei Punkte an die Dynamos rangekommen.

Der Weg zurück zum Bus wurde problemlos gemeistert, gar noch mit ein paar Dresdnern unterhalten, ohne aufs Maul zu bekommen (sollten die Horrorgeschichten am Ende gar nicht stimmen, dass man in Dresden total Angst haben muss?) – jedenfalls vom größten Teil unserer Reisegruppe. Am Ende fehlte der Rülpser, der dank des im Stadion ausgeschenkten Vollbieres unter kleineren Orientierungsproblemen litt. Dank modernster Technik (Mobiltelefon und Navi) konnte der Vollmann dann aber nach nur knapp einer Stunde geortet und in den Bus verfrachtet werden – ein Bild für die Götter, wenngleich der Fahrer verständlicherweise etwas unentspannter reagierte.

Die Rückfahrt verlief ebenso problemlos, man vertrieb sich die Zeit mit einem Wettbewerb, die besten Durchhalteparolen, dass man den Klassenerhalt noch schaffen wird, zum Besten zu geben. Dieses Spiel konnte Clemens klar für sich entscheiden („Ich lege mich fest, wir werden schon vor dem letzten Spieltag die Klasse sicher haben!“). Gegen 20h00 waren wir wieder in der schönsten Stadt der Welt.

DYNAMO DRESDEN: Marcus Hesse – Jens Truckenbrod, Stocklasa, Daniel Ernemann, Sebastian Pelzer – Pavel David (Igor Bendovskyi, 62′), Maik Wagefeld, Ivo Ulich (Marek Penksa, 66′), Ronny Nikol – Pavel Dobry (Sebastian Helbig, 88′), Thomas Bröker. TRAINER: Eduard Geyer

BTSV: Adrian Horn – Ramazan Yildirim, Deniz Dogan, Valentin Nastase, Benjamin Fuchs – Kosta Rodrigues, Torsten Oehrl, Tim Danneberg – Lars Fuchs (Christian Lenze, 80′), Dominik Kumbela (Marc Pfitzner, 80′), Andre Schembri (Sreto Ristic, 88′). TRAINER: Benno Möhlmann

SCHIRI: Norbert Grudzinski (Hamburg)

TORE: 0:1 Lars Fuchs (48′), 1:1 Thomas Bröker (67′)

ZUSCHAUER: ausverkauft vor 8.388, darunter gut 500 Braunschweiger (mit Unterstützung aus Basel, merci!)

RL Nord: Wuppertaler SV – BTSV 1:1 (0:0)

Mittwoch, 09. April 2008
Wuppertaler SV Stadion am Zoo,
Wuppertal
Eintracht Braunschweig

Mit dem bewährten Ballerbus ging es am frühen Nachmittag gen Westen, Wuppertal wurde auch ausreichend früh und problemlos erreicht.

Das Stadion am Zoo ist ja momentan eine Baustelle, von daher ganz interessant, zu sehen, was von der alten Radrennbahn noch übrig ist – nämlich nicht mehr viel, beide Kurven sind schon weg, auf der einen Seite befindet sich bereits der neue Heimblock, der schon so halbwegs fertig ist. Gegenüber regiert aber noch der Bagger.

Baustelle am Zoo, Wuppertal

Immerhin ein paar Leute mehr von uns dabei als in Cottbus, aber trotzdem doch noch ausbaufähig.

Stadion am Zoo, Wuppertal

Zum Spiel: nach einer starken Phase vom WSV in den ersten Minuten konnte sich der BTSV wieder fangen und kam sogar zu der ein oder anderen guten Chance, trotzdem musste man häufig genug zittern.

Keinen Vorwurf heute an Herrn Horn, der uns mit seiner Leistung vor einer Niederlage bewahrt hat – warum nicht immer so!

Kurz nach der Pause das 1:0, da rutsche aber so manch einem das Herz in die Hose.

Die Eintracht gab aber nicht auf, wie schon in der ersten Hälfte, konnte man sich mit laufender Spielzeit besser durchsetzen – und kam erneut zu guten Chancen, wovon eine von unserem Malteser nach schöner Vorarbeit von Kumbela auch genutzt werden konnte.

Auf beiden Seiten gab es noch weitere hundertprozentige Chancen, die von den Torhütern bzw. dem Unvermögen der Stürmer vereitelt wurden.

Nach Abpfiff gab es noch diverse Diskussionen, ob dies nun ein Punktgewinn oder ein -verlust sei.

Die Rückfahrt verlief erneut ereignislos, nur dass ich mir irgendwo eine Bänderdehnung im Sprunggelenk zuzog…

WUPPERTALER SV: Christian Maly – Dennis Malura, Victor Hugo Lorenzon, Michael Stuckmann, Michael Lejan – Hüzeyfe Dogan (Dirk Heinzmann, 81′), Manuel Bölstler, Tim Jerat, Jan Hammes (Jean Louis Tavarez, 72′) – Tobias Damm (Mike Rietpietsch, 89′), Mahir Saglik. TRAINER: Wolfgang Frank

BTSV: Adrian Horn – Jan Washausen, Deniz Dogan, Fabian Bröcker, Ramazan Yildirim – Tim Danneberg, Kosta Rodrigues, Andre Schembri (Benjamin Fuchs, 81′), Dennis Kruppke (Marc Pfitzner, 72′) – Dominik Kumbela, Torsten Oehrl. TRAINER: Benno Möhlmann

SCHIRI: Matthias Anklam (Buchholz i.d. Nordheide)

TORE: 1:0 Manuel Bölstler (49′), 1:1 Andre Schembri (68′)

ZUSCHAUER: 5.678, knapp 400 Braunschweiger (mehr als in Cottbus jedenfalls)

RL Nord: Energie Cottbus II – BTSV 3:2 (1:1)

Freitag, 04. April 2008
Energie Cottbus Stadion der Freundschaft,
Cottbus
Eintracht Braunschweig

Keine Ahnung, aber mutmaßlich waren es wohl mal wieder Sicherheitsbedenken, die dazu führten, dass wir Freitags die Reise zum Spreewald antreten durften. Natürlich keine Freude Freitag nachmittag die A2 Richtung Osten zu bereisen, also ziemlich früh aus dem Büro und vom Ballerbus aufgabeln lassen. Klappte alles bestens und so war man auch recht zeitnah in Höhe Berlin, wo uns der Verkehrsfunk über einen schweren Unfall und Vollsperrung unserer Bahn unterrichtete. Scheiße!

Also über Land und das war doch einigermaßen nervenaufreibend, erwähnenswert eine Pinkelpause, bei der Clemens kurzerhand die Erlaubnis der Anwohner bekam, in den Garten zu pullern – und meine sinnlose Aktion, aus dem Bus auszusteigen, kurz bevor es endlich weiterrollte… mea culpa, ich wollte doch nur eine rauchen.

Nichtsdestotrotz erreichten wir das Stadion der Freundschaft so rechtzeitig, um auch mit den albernen Kontrollen pünktlich zum Anstoß vor Ort zu sein – nicht jeder hatte heute dieses Glück!

Stadion der Freundschaft, Cottbus

Nach einer fettigen Bullette begann dann auch schon das Spiel vor nur gut 400 Zuschauern, wobei die Sorben – sicherlich auch dank des gleichzeitigen Awayauftritts ihrer Ersten in Duisburg – klar in der Minderheit waren. Aber auch aus der Löwenstadt war nicht allzuviel vor Ort.

Das 1:0 wurde meinerseits direkt versabbelt – da fehlte auch einfach der Schalldruck, um die Führung für die Cottbusser mitzubekommen -, so dass ich dann auch bei unserem Tor kurz drauf erstmal von einer blau-gelben Führung ausging. Ja, ja… desolat.

Apropos desolat, so war auch das Spiel des BTSV – OK, bis zur Pause sah es durchaus so aus, als wolle man auch hier mindestens einen Punkt mitnehmen, nach dem Seitenwechsel dann aber eine unschöne Rückbesinnung auf die nichtdagewesenen Hinspieltugenden. Sinnlose Flanken, hohe Bälle ins Nichts, schwaches Zweikampfverhalten…

So konnte Cottbus denn auch das 2:1 erzielen und rund fünf Minuten später auch das 3:1. Von BTSV-Seite dann nicht mehr viel zu sehen, vor allem kein Kampfeswille, so dass der Anschlusstreffer zum 3:2 auch eher zufällig und Makulatur war.

Bei beiden Toren für die Cottbusser in Hälfte Zwo übrigens der Scorerpunkt für unseren Adrian Horn, der zuletzt beim Test gegen Oldenburg auf Borkum so beschissen gespielt hat. Na gut, beim 2:1 hat ihm auch unsere Hintermannschaft einen Bärendienst erwiesen, waren wohl noch nicht mit dem Seitenwechsel vertraut und sahen daher wohl keine Veranlassung, den Ball vorm Kasten mal wegzuhauen.

Stadion der Freundschaft, Cottbus

Das Wuppertal im Fernduell locker 3:0 gewann, stimmte uns auch nicht froh und so verlief die Rückfahrt mit Weltuntergangsphantasien, nicht sehr erbaulich.

Um 1h00 morgens war Braunschweig wieder erreicht.

ENERGIE COTTBUS: Martin Männel – Marc Hensel, Alexander Bittroff, Toni Wachsmuth, Thomas Birk – Thomas Franke (Przemyslaw Trytko, 90′) – Silvio Bankert, Jan Hochscheidt (Christian Käthner, 88′), Arne Feick – Sebastian Schuppan (Patrick Häntschke, 75′), Alban Ramaj. TRAINER: Heiko Weber

BTSV: Adrian Horn – Deniz Dogan, Fabian Bröcker, Valentin Nastase, Dennis Kruppke – Christian Lenze, Dennis Brinkmann (Tim Danneberg, 63′), Marc Pfitzner (Kosta Rodrigues, 46′) – Lars Fuchs, Torsten Oehrl, Andre Schembri (Dominik Kumbela, 61′). TRAINER: Benno Möhlmann

SCHIRI: Christian Bandurski (Essen)

TORE: 1:0 Arne Feick (25′), 1:1 Torsten Oehrl (29′), 2:1 Alban Ramaj (52′), 3:1 Jan Hochscheidt (58′), 3:2 Lars Fuchs (83′)

ZUSCHAUER: 422, wohl so 300 Braunschweiger

RL Nord: BTSV – SV Werder Bremen II 0:0

Freitag, 28. März 2008
Eintracht Braunschweig Eintrachtstadion,
Braunschweig
SV Werder Bremen

Nach dem witterungsbedingten Ausfall unseres Auftritts in Wuppertal waren beim heutigen Flutlichtspiel drei Punkte Pflicht, um nicht den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze aufs Spiel zu setzen.

Das Eintrachtstadion sehr ordentlich gefüllt – bis auf die Nordkurve, wo sich nur lächerliche 50 Bremer verloren.

Werder spielte heute in Anthrazit, vom Mann in Schwarz kaum zu unterscheiden, offenbar hatte auch er öfter Probleme damit und pfiff mitunter merkwürdig.

Kann aber mal wieder nicht als Entschuldigung gelten für das, was uns heute hier geboten wurde.

Dabei ging es eigentlich gut los, der BTSV begann stark und hatte die Bremer gut im Griff, aber eben leider nur eine Viertelstunde lang. Danach dann eher die Hanseaten am Drücker und die Eintracht in der Defensive.
Nach 25 Minuten dann aber doch mal eine gute Aktion, ein strammer Schuss aus knapp 30 Metern, der aber knapp über die Latte gelenkt werden konnte.

Das blieb dann auch erstmal die letzte gute Szene des BTSV, dafür konnte Werder zweimal für einen beinahe Herzkasper sorgen, da Schüsse von den Grau-Grünen vom Innenpfosten abprallten.

In der zweiten Hälfte wurde auch lange Zeit nicht mehr gezeigt, als dramatische Fehlpässe des BTSV. Erst in der Schlussphase wurde die Eintracht ein wenig stärker, dafür standen die Bremer sehr sicher in der Abwehr.

Kurz vor Schluß noch eine hundertprozentige Chance, die aber von Danneberg vergeben wurde.

So wurde also ein Punkt geholt, der uns nicht weiterbringt, hoffen wir mal, dass uns die zwei Punkte aus diesem Spiel am Ende nicht fehlen (zusammen mit den ganzen anderen Punkten, die wir in dieser Saison schon dumm abgegeben haben).

BTSV: Adrian Horn – Jan Washausen, Valentin Nastase, Matthias Henn (Fabian Bröcker, 46′), Deniz Dogan – Tim Danneberg, Dennis Brinkmann, Christian Lenze (Andre Schembri, 62′) – Dennis Kruppke, Torsten Oehrl, Lars Fuchs (Dominik Kumbela, 77′). TRAINER: Benno Möhlmann

SV WERDER BREMEN: Sebastian Mielitz – Finn Holsing, Peter Niemeyer, Florian Mohr, Alperslan Erdem – Dominic Peitz, Sandro Stallbaum – Max Kruse, Kevin Artmann (Stefan Ronneburg, 77′) – Kevin Schindler, Marc Heider. TRAINER: Thomas Wolter

SCHIRI: Sascha Thielert (Buchholz in der Nordheide)

TORE: keine

ZUSCHAUER: 15.700, darunter nur 50 Bremer – hätten schon mehr sein können, in Anbetracht der Entfernung und der Tatsache, dass deren Erste kein Spiel hatte.

RLN: BTSV – Rot-Weiss Essen 2:1 (0:1)

Samstag, 15. März 2008
Eintracht Braunschweig Eintrachtstadion,
Braunschweig
Rot-Weiss Essen

Bei wunderbaren Frühlingswetter ging es zu Fuß die Hamburger Straße hoch und auch ziemlich direkt ins Stadion.

Aus Essen waren nur rund 700 Fans angereist, sehr enttäuschender Mob…

Zum Spiel gibts nicht allzuviel zu sagen, der Schiri war eine absolute Pfeife und die Essener haben deutlich härter, als von den Regeln vorgesehen gespielt, dafür aber auch erheblich gewitzter als der BTSV.

Während unsere Jungs nicht wirklich viel auf die Reihe bekamen, so hatte der RWE durchaus die eine oder andere gute Szene.

Kurz vor der Pause gabs das 0:1, nicht grade aufbauend und so ging es also auch nicht grade euphorisch in die zweite Hälfte.

Stimmung heute übrigens auf unserer Seite nur im Neuner und Zehner, aus den restlichen Blöcken kam nicht viel.

Nach einer Stunde bekam der Essener Erfen für einen Ausraster die gelb-rote Karte, leider brachte uns das aber auch nicht zu besonders zwingenden Szenen. Der Schiri zeigte danach aber Nerven, als er kurz drauf eine Notbremse der Essener nicht mit einem zweiten Platzverweis bedachte.

Nicht Wenige hatten sich schon mit einer Heimniederlage abgefunden und Einige waren sogar schon gegangen, als Dennis Kruppke mit einer Sitzfußballeinlage den Ausgleich erzielen konnte – und nun wachte auch das gesamte Stadion auf. Hammerstimmung!

Und keine 100 Sekunden später dann das 2:1 für den BTSV, was zum geilsten Torjubel seit dem Pokal gegen Hannover führte.

Die letzten Minuten wurden noch über die Zeit gezittert, bis der Schiri abpfiff und uns in Jubel ausbrechen ließ.

BTSV: Adrian Horn – Jan Washausen (Dominik Kumbela, 46′), Ramazan Yildirim, Valentin Nastase, Matthias Henn – Tim Danneberg, Christian Lenze (Kosta Rodrigues, 65′), Benjamin Fuchs (Torsten Oehrl, 46′) – Dennis Kruppke, Andre Schembri, Lars Fuchs. TRAINER: Benno Möhlmann

ROT-WEISS ESSEN: Daniel Masuch – Jozef Kotula, Jonathan Joseph-Augustin, Daniel Sereinig (David Czyszczon, 73′), Niklas Andersen – Michael Lorenz, Tim Gorschlüter – Tim Erfen, Rolf-Christel Guié-Mien, Sören Brandy (Sercan Güvenisik, 59′) – Markus Kurth (Mario Klinger, 69′). TRAINER: Heiko Bonan

SCHIRI: Thomas Metzen (Mechernich)

TORE: 0:1 Michael Lorenz (44′), 1:1 Dennis Kruppke (84′), 2:1 Kosta Rodrigues (85′)

ZUSCHAUER: 16.200, nur 700 Essener (sehr enttäuschend, fand ich)

RLN: Union Berlin – BTSV 2:2 (0:2)

Samstag, 08. März 2008
Union An der Alten Försterei,
Berlin-Köpenick
Eintracht Braunschweig

Nach zuletzt vier Siegen in Folge ging es mit gemischten Gefühlen in die Hauptstadt. Ein Sieg wäre natürlich Bombe, doch wie realistisch ist das wohl beim Tabellenführer. Andererseits: kein Team konnte sich ja bislang wirklich absetzen und immerhin trafen mit Union und dem BTSV die zweitbeste auf die beste Rückrundenmannschaft.

Der Ballerbus sammelte mich direkt vor der Haustür ein, sehr begrüßt, in Mastbruch wurde das Alkodil eingesammelt – der heute seinen 18. Geburtstag feierte und daher den Ballerbus mit Getränken einer örtlichen Brauerei versorgte. Vielen Dank dafür.

Mit den üblichen kleineren Pausen ging es dann also nach Köpenick, wo netterweise direkt eine Parklücke für uns freigemacht wurde, so dass wir doch noch mehr als rechtzeitig im Stadion ankamen.

Dort hat man wenigstens ein wenig gelernt, der Einlass ging im Vergleich zu den Besuchen der letzten Jahre in der Alten Försterei heute schnell und reibungslos vonstatten.

Nachdem man sich ein Plätzchen auf der überfüllten Tribüne gesichert hatte, konnte das Spiel auch schon beginnen.

An der Alten Försterei, Berlin-Köpenick

Von Seiten der Eisernen gabs heute einiges an Aktionen zugunsten des Stadions, da kürzlich bekannt wurde, dass die Alte Försterei wohl weder für die zweite, noch für die dritte Liga eine Zulassung erhalten würde. Die Unioner haben da meine ganze Solidarität – immerhin ist das Stadion in der Wuhlheide noch keine der gesichtlosen Stahlrohrarenen, die sich nur durch ihre Sponsorennamen voneinander unterscheiden.

Wir brauchen die Alte Försterei wie die Luft zum Leben!

Auf dem Platz gabs ein munteres Spielchen der besseren Art und nach knapp zwanzig Minuten dann sogar das 1:0 für den großen BTSV!

In der Folgezeit musste Union natürlich ein wenig offener spielen, so kamen meine Jungs zu weiteren Chancen und konnten durch ein zweites Tor von Lalle Fuchs kurz vor der Pause sogar noch nachlegen.

Union Berlin - Eintracht Braunschweig

Eigentlich ja ein schönes Polster, nur erinnern wir uns ja an das Hinspiel, wo der BTSV ebenfalls mit 2:0 zur Halbzeit führte und sich dann noch eine bittere 3:5-Niederlage einhandelte.

Und kaum war angepfiffen, ich war noch hinter der Kurve am Labern, da fiel auch schon der Anschlusstreffer für die Köpenicker – Torschütze ausgerechnet der Ex-Braunschweiger Dustin Heun, der in blau-gelbem Dress nur durch Lustlosigkeit aufgefallen war.

Kaum 100 Sekunden später dann erneuter Jubel – und wieder nicht vom Gästemob: Elfmeter für die Hausherren, der auch verwandelt wurde. Somit also 2:2, das Déjà-vu war da…

Als großen Unterschied zum Hinspiel konnte man sich aber diesmal wieder fangen – und auch wenn man selber nicht mehr große Dinge vollbringen konnte, so fing man sich wenigstens kein drittes Tor mehr.

Ein Punkt bringt uns zwar nicht direkt weiter, aber lässt den BTSV zumindestens Anschluss an den Platz an der Sonne (Platz 10) halten.

Die Rückfahrt verlief dann auch nur wenig geknickt, ob der vertanen Chance auf drei Punkte und gegen 19h30 war die Löwenstadt erreicht.

UNION BERLIN: Jan Glinker – Daniel Göhlert, Daniel Schulz, Christian Stuff (Karim Benyamina, 46′) – Sebastian Bönig – Michael Bemben, Guido Spork, Torsten Mattuschka, Marco Gebhardt – Dustin Heun, Nico Patschinski. TRAINER: Uwe Neuhaus

BTSV: Adrian Horn – Ramazan Yildirim, Valentin Nastase, Matthias Henn, Christian Lenze – Marc Pfitzner, Dennis Brinkmann, Tim Danneberg – Dennis Kruppke (Torsten Oehrl, 79′), Andre Schembri (Dominik Kumbela, 46′), Lars Fuchs. TRAINER: Benno Möhlmann

SCHIRI: Michael Kempter (Sauldorf)

TORE: 0:1, 0:2 Lars Fuchs (19′, 42′), 1:2 Dustin Heun (51′), 2:2 Marco Gebhardt (53′, Foulelfmeter)

ZUSCHAUER: 9.596, darunter rund 1.500 Braunschweiger

RLN: BTSV – Rot-Weiß Erfurt 3:2 (2:1)

Samstag, 01. März 2008
Eintracht Braunschweig Eintrachtstadion,
Braunschweig
Rot-Weiß Erfurt

Das erste Pflichtheimspiel in 2008 begann stürmisch – das Sturmtief „Emma“ kam in der Nacht über Braunschweig und laut DWD sollte die stürmische Emma auch den ganzen Tag über blasen (OK, genug der Herrenwitze).

Auf jeden Fall war das Wetter eher ungemütlich, was wohl auch einige potentielle Zuschauer abgeschreckt haben mag. Erfurter trotzten allerdings sehr zahlreich den Elementen – Respekt nach Thüringen.

Nachdem die neueröffnete Eintrachtklause kurz abgecheckt wurde (zu voll) und schonmal ein Ticket für das Spiel bei Union am nächsten Wochenende besorgt worden war, ging es hinter die Kurve, um noch dem ein oder anderen ein frohes neues Jahr zu wünschen. Nicht alle Bekannten waren ja in den letzten Monaten zu irgendwelchen sinnarmen Testkicks zu überreden gewesen.

Zwischen den Blöcken 8 und 9 gibts jetzt wieder einen Zaun, dem galt auch mein Interesse, ob dadurch wieder ein dringend nötiges Stimmungsplus erreicht werden kann. Um es kurz zu machen: ich fand die Stimmung heute deutlich besser als zuletzt und man sah sehr deutlich, dass Block 8 doch eher still war – und das obwohl von den aktiven Fans weniger die umstrittene „moderne Anfeuerung“ sondern eher traditioneller Support kam.
Bei uns im Zehner war die Stimmung ebenfalls ziemlich gut – hat auf jeden Fall Spaß gemacht!

Zu Spielbeginn gabs von den Jungs oben im Neuner eine kleine Choreo (kann man das so nennen?), bei der Papptafeln mit den Namen von Stadionverbotlern präsentiert wurden. Schon erschreckend, wie vielen Personen die Möglichkeit versagt wird, ihren geliebten Verein zu unterstützen.

Oben angesprochene Emma hatte durchaus Einfluß auf das Spiel, der Wind verlieh dem Ball öfters als nicht unberechenbare Flugbahnen, was auch direkt nach sechs Minuten zum 1:0 für den BTSV führte. Irgendwie landete eine Flanke von Benjamin Fuchs im Tor – uns sollte es recht sein!

Erfurt steckte leider nicht auf und konnte schon kurz darauf ausgleichen, was wiederum aber die Eintracht nicht weiter schockte.

Kurz vor der Pause gabs dann zwei nicht ganz durchsichtige Szenen, zunächst Mal gabs einen Elfmeter für uns, den Nastase auch verwandelte (in dieser Saison ja keinesfalls eine Selbstverständlichkeit). Gesehen hab ich kein Vergehen und der Schiri wohl auch nicht, sein Assistent erkannte aber wohl ein Handspiel. Will ich nicht drüber meckern, aber hätte es dann nicht auch einen roten Karton für Erfurt geben müssen?
Kurz darauf ging der Erfurter Schlußmann ziemlich rustikal in einen Zweikampf – meiner Meinung nach hätte man da auch durchaus einen Elfer pfeifen können. Nun denn, vielleicht auch eher unüblich, innerhalb von drei Minuten zwei Elfer auszusprechen.

Wie dem auch sei, es ging jedenfalls zufrieden in die Pause.

In der zweiten Hälfte ging es munter weiter – das Spiel war heute eins der Ansehnlicheren, wenn auch Torraumszenen eher Mangelware waren.

Erfurt bekam nach einem Foul von Nastase an Ex-Braunschweiger Hauswald (oder Hausi, wie er in Erfurt genannt wird) einen Elfmeter zugesprochen, den Bunjaku auch sicher verwandelte. Anschließend holte sich dieser Minusmensch noch eine gelbe Karte ab, da er Horn mit „eindeutigen Gesten“ bedachte. Was für ein mieser Asi!

Eine runde Viertelstunde später gabs dann aber noch den Siegtreffer für unseren BTSV – Lars Fuchs zirkelte einen Freistoß aufs Tor, eigentlich viel zu lasch geschossen, der Erfurter Keeper hatte den Ball auch eigentlich schon abgefangen, ließ ihn dann aber noch aus den Händen rutschen. Also eigentlich eher ein Eigentor von Orlishausen.

Nachdem sich Erfurt kurz danach auch noch ’ne Gelb-Rote abholte, geriet der vierte Eintrachtsieg in Folge auch nicht mehr in Gefahr.

Nach dem Abpfiff natürlich großer Jubel und nach einem Siegbier ging es noch kurz zu Simon aber auch nicht allzu spät nach Hause.

BTSV: Adrian Horn – Ramazan Yildirim, Valentin Nastase, Matthias Henn, Marc Pfitzner (Tim Danneberg, 66′) – Benjamin Fuchs, Dennis Brinkmann, Christian Lenze – Dennis Kruppke, Andre Schembri (Dominik Kumbela, 66′), Lars Fuchs. TRAINER: Benno Möhlmann

ROT-WEISS ERFURT: Dirk Orlishausen – Fabian Stenzel (Thiago Rockenbach da Silva, 81′), Patrick Kohlmann, Martin Pohl, Matthias Holst – Martin Hauswald, Samil Cinaz, Mathias Peßolat, Daniel Brückner (Kevin Hampf, 79′) – Joseph Laumann, Albert Bunjaku. TRAINER: Karsten Baumann

SCHIRI: Karl-Markus Schumacher (Oberhausen)

TORE: 1:0 Benjamin Fuchs (6′), 1:1, 2:2 Albert Bunjaku (12′, 59′, Foulelfmeter), 2:1 Valentin Nastase (42′, Handelfmeter), 3:2 Lars Fuchs (76′)

ZUSCHAUER: 16.000, 2.000 Thüringer