BL1: Borussia Mönchengladbach – BTSV 4:1 (2:0)

20. September 2013
Borussia Mönchengladbach Borussia-Park,
Mönchengladbach
Eintracht Braunschweig

Nach dem ersten Bundesligapunkt seit 28 Jahren, war man gespannt, was unsere Jungs heute gegen die Fohlen vom Niederrhein erreichen würden.
Als Anreisevehikel wurde erneut nicht auf den Ballerbus zurückgegriffen, sondern im Sechser-Golf hinten Platz genommen – strategisch an der Bierdurchreiche. Co-Pilot auf der Rückbank Lexi, vorne Martin am Steuerknüppel und Dennis vor mir.

So ging es also mittags aus dem schönen Braunschweig über überfüllte Autobahnen gen Westen. Dank ausreichendem Zeitpuffer konnten uns auch die ganzen Staus nicht ärgern.

Erwähnenswert sind eigentlich nur die ganz hervorragenden Würste, die noch besseren Fischbrötchen aus Eigenproduktion und die Eintrittskarten, die beinahe aus dem Auto geweht wären. Und das Wolters.

Wir waren dann auf jeden Fall irgendwann auf der grünen Wiese in der Nähe von Mönchengladbach und zahlten fünf Euro für eine Dienstleistung, die keine ist. Egal.

Halbe Sachen waren nicht angesagt, daher noch kurz die erste Kiste vernichten und dann ins Stadion marschiert, welches in den vergangenen Jahren auch nicht hübscher geworden ist.

Der Zutritt in den Block wurde uns kurzzeitig verwehrt, da es mal wieder Theater durch die UB01-Nachfolger gab.

Borussia-Park, Mönchengladbach

Oberhalb des Mundlochs wurde ein netter Platz gefunden und auch der gute alte Ingo getroffen, so dass man nun der Dinge harren konnte.

Das Spiel begann und wir mussten uns eingestehen, dass Gladbach wohl doch auch eine Nummer zu groß für uns ist. Jedenfalls suchte der BTSV sein Heil in der Defensive und kam kaum mal mit dem Ball nach vorne.

Nordkurve Borussia Mönchengladbach

Als es dann nach gut einer halben Stunde 2:0 für die Borussen stand, war das Spiel eigentlich gelaufen. Nicht abschlachten lassen, blieb meine Hoffnung.

Nach dem Pausentee dann geschah dann aber zweierlei: erstens wurde der schon recht laute Support unsererseits noch weiter getoppt – EUROPAPOKAL! – und das war offenbar Ansporn für die Jungs auf dem Rasen, eine Schippe drauf zu legen. Jedenfalls hätte mit ein wenig mehr Fortune der BTSV das Spiel gar drehen können – so reichte es nur zum viel umjubelten Anschlusstreffer durch Bole.

Bengalo zum Kruppke-Tor

Die Herrlichkeit hatte ein Ende, als der Mann an der Pfeife, ein gewisser Herr Gagelmann aus Bremen, jeder weitere Kommentar überflüssig, einen vermeintlichen Strafstoß gegen den BTSV pfiff, den Kruse zum 3:1 einnetzte und durch den Lieberknecht auf die Tribüne musste.

Der Stimmung im Gästeblock tat das keinen wirklich Abbruch, wir werde feiern und wir werden siegen! Daran änderte auch das 4:1 für die Fohlen nichts mehr.

Nach Abpfiff wurde mit dem Team gefeiert, als ob 4:1 gewonnen worden wäre, was auch die Gladbacher Zuschauer mit Respekt bemerkten.

Zurück am Auto merkte man, dass man wohl noch so einige Zeit auf der schönen Wiese im Nirgendwo verbringen würde, das würde mich ja so richtig ankotzen, wenn das mein Heimclub wäre und ich alle zwei Wochen so einen Abfahrtsstau über mich ergehen lassen müsste. Die Wartezeit wurde durch kleinere Grüppchen sportlicher junger Menschen verkürzt, die offenbar auf der Jagd waren. Wir waren nicht interessant oder interessiert, so dass man sich irgendwann tatsächlich in Bewegung setzte und mit einem kurzen Burgerstopp in Bochum um halb vier die Löwenstadt erreicht hatte, wo das warme Bettchen auf einen wartete.

BORUSSIA MÖNCHENGLADBACH: Marc-André ter Stegen – Tony Jantschke, Martin Stranzl, Alvaro Dominguez, Oscar Wendt – Christoph Kramer, Granit Xhaka (Havard Nordtveit, 76′) – Patrick Herrmann (Branimir Hrgota, 81′), Juan Arango (Amin Younes, 89′) – Rafael Caetano „Raffael“ de Araujo – Max Kruse. TRAINER: Lucien Favre

BTSV: Marjan Petkovic – Benjamin Kessel, Ermin Bicakcic, Deniz Dogan, Ken Reichel – Marco Caligiuri, Norman Theuerkauf – Omar Elabdellaoui (Simeon Jackson, 84′), Mirko Boland (Dennis Kruppke, 83′)- Karim Bellarabi, Domi Kumbela (Orhan Ademi, 68′). TRAINER: Torsten Lieberknecht

SCHIRI: Peter Gagelmann (Bremen)

TORE: 1:0 Wendt (23′), 2:0 und 4:1 Raffael (31′, 76′), 2:1 Mirko Boland (58′), 3:1 Kruse (71′, Foulelfmeter)

ZUSCHAUER: 50.064, Braunschweiger? Schwer zu schätzen, bei Weitem nicht ausverkauft, vielleicht 2.000?

BL1: BTSV – 1. FC Nürnberg 1:1 (0:1)

15. September 2013
Eintracht Braunschweig Eintracht-Stadion,
Braunschweig
1. FC Nürnberg

Was ein Spiel! Kaum spielt der BTSV, kommt auch schon die Sonne raus!

Das Stadion natürlich ausverkauft, auch im Gästeblock schien kein Platz mehr zu sein. Die Stimmung zu Beginn phantastisch, im Familienblock gab es eine Choreographie – nix weltbewegendes, jedoch unter dem Aspekt, dass die von den Kindern des Kids Club erstellt wurde, schon sehr beachtlich.

Eintracht-Stadion, Braunschweig

Der BTSV legte los wie die Feuerwehr und konnte einige ordentliche Szenen für sich verbuchen – leider aber kein Tor erzielen.

Die Stimmung irgendwann auch einen Tucken leiser.

Nach einer knappen halben Stunde dann dooferweise das 0:1 – vorher waren die Franken nicht wirklich auffällig gewesen.

Nach der Pause ging es mit gewohnt hohem Tempo weiter in Richtung Nürnberger Tor – das von Raphael Schäfer aber ein ums andere Mal tapfer behütet wurde.

Eintracht-Stadion, Braunschweig

Mittlerweile war die Stimmung wieder Bombe und in der 70. Minute dann die Explosion – der BTSV schießt das erste Bundesligaheimtor seit 28 Jahren.

Und das Team um Lieberknecht wollte mehr, scheitete aber jedesmal am Schiedsrichter oder am Keeper der Nürnberger.

Jener wurde dann am Ende auch noch für sein beschissenes Zeitspiel belohnt. Unglaublich so etwas.

Wie dem auch sei, am Ende ein Punkt. Während die Nürnberger ihr Team erbarmungslos auspfiffen, wurde in den Braunschweiger Blöcken noch lange gefeiert.

BTSV: Marjan Petkovic – Benjamin Kessel, Ermin Bicakcic, Deniz Dogan, Ken Reichel – Marco Caligiuri, Norman Theuerkauf – Omar Elabdellaoui, Mirko Boland (Orhan Ademi, 72′) – Karim Bellarabi (Timo Perthel, 81′), Domi Kumbela (Dennis Kruppke, 87′). TRAINER: Torsten Lieberknecht

1. FC NÜRNBERG: Raphael Schäfer – Timothy Chandler, Per Nilsson, Emanuel Pogatetz, Marvin Plattenhardt – Makoto Hasebe, Hanno Balitsch – Josip Drmic (Mike Frantz, 61′), Hiroshi Kiyotake (Niklas Stark, 90’+1′), Adam Hlousek – Daniel Ginczek (Tomas Pekhart, 83′). TRAINER: Michael Wiesinger

SCHIRI: Marco Fritz (Korb)

TORE: 0:1 Adam Hlousek (28′), 1:1 Omar Elabdellaoui (70′)

ZUSCHAUER: 22.570, Gästeblock voll

OLWF: Hammer SpVg – Westfalia Rhynern 2:2 (1:1)

08. September 2013
Hammer SpVg Mahlberg-Stadion,
Hamm
Westfalia Rhynern

Die Fahrt ging also nach Hamm, um dort das Hammerderby zu besuchen. Also das Hammer Derby um genau zu sein, zwischen der SpVg und Westfalia Rhynern.

Das Mahlberg-Stadion war heute ordentlich besucht – 1.700 Zuschauer wollten wissen, wo in Hamm der Hammer hängt. Letzteres für uns zweitrangig, allerdings interessierten wir uns schon dafür, was der Gastgeber heute so vollbringen konnte – immerhin ist unser alter A-Jugend-Trainer nun Coach beim HSV. Und hat auch noch einige Spieler mitgenommen, so dass nicht weniger als fünf Ex-Löwen in Hamm spielen. Und davon spielten bis auf Luc Ndjock heute auch alle.

Mahlberg-Stadion, Hamm

Das Stadion – mittlerweile Irgendwas-Arena – verfügt seit Kurzen über eine kleine Tribüne, die das ganze schon sehr oberligatauglich macht, ansonsten ringsum ein paar Stufen. Eigentlich recht hübsch.

Mahlbergstadion, Hamm

Dank der für uns hinterlegten Karten war der Eintritt for gratis, die gesparten Euro wurden direkt in Pommes und Wurst re-investiert. Und zu trinken gab es auch was.

Zum Intro gab es vom Heimpöbel eine Tapete („Heute die drei Punkte holen, Westfalia den Arsch versohlen“). Das war es dann aber auch mit dem Homesupport (Ok, zwei, drei Banner hingen noch an der Tribüne). Die Gäste konnten mit ihrem Kindergeschrei zwar auch nicht punkten, hielten aber länger durch („RHYNERN *klatsch*klatsch*klatsch*“).

Das Spiel durchaus spannend – der HSV ging schnell in Führung, ließ sich aber mit zunehmender Spielzeit immer mehr das Heft aus der Hand nehmen. Kurz vor dem Pausentee gab es den Ausgleich und direkt nach Wiederanpfiff die Führung für die Gäste.

Nun wachte die Spielvereinigung aber auf und drängte mindestens auf den Ausgleich der in der 85. Minute auch fiel.

Abpfiff, Abmarsch, Abfahrt. Fix und alle wieder in Braunschweig.

HAMMER SPVG: Trifon Gioudas – Dennis Jungk, Haci Sefa Arslan, Sebastian Krug, Michael Oscislawski – Rouven Meschede (Ferhat Cerci, 64′) – Ersin Kusakci (Michael Erzen, 81′), Dursun Akdag, Emre Demir, Nils Hönicke (Eymen Brahim, 57′) – Jochen Höfler. TRAINER: Goran Barjaktarevic

WESTFALIA RHYNERN: Dennis Wegner – Dustin Wurst, Thorben Menne, David Schmidt, Dennis Idczak (Jan Apolinarski, 67′) – Tobias Urban (Niklas Rieker, 84′), Felix Bechtold – Mahmut Yavuzaslan (Dennis Rödel, 88′), Burak Yavuz, Adem Cabuk – Lennard Kleine. TRAINER: Björn Mehnert

SCHIRI: Thorben Siewer (Drolshagen)

TORE: 1:0 Emre Demir (6′), 1:1 Lennard Kleine (45’+1′), 1:2 Adem Cabuk (46′), 2:2 Sebastian Krug (85′)

ZUSCHAUER: 1.700, wohl so fiftyfifty Heim:Gast

OLWF: SpVgg Erkenschwick – TuS Ennepetal 3:0 (1:0)

08. September 2013
SpVgg Erkenschwick Stimbergstadion,
Oer-Erkenschwick
TuS Ennepetal

…von Gelsenkirchen ging es also nach Oer-Erkenschwick, wo das Stimbergstadion unser Ziel war – wie erwähnt, wurde hier in den 1970er-Jahren Zweitligaluft geschnuppert, gut 20.000 war die damalige Kapazität. Aber auch heute noch ist das Stadion recht ordentlich in Schuss und hat noch immer Platz für offiziell gut 14.000 Zuschauer.

Stimbergstadion, Erkenschwick

Ganz so viele waren es heute nicht. 250 ist die offizielle Zahl, darunter auch ein kleiner Supporterblock der Heimseite. Wir machten es uns auf der Gegengeraden bequem, das Wetter hielt nämlich nicht, was es versprach, sondern hielt. Es blieb also trocken.

Nach einer ausgiebigen Stadionrunde wurde mit dem Koppelmann Bier gesoffen – der hatte noch in Gelsenkirchen zwei Tüten Veltins (was sonst?) erstanden und wurde nun mit Warsteiner (bäh) ausgehalten.

Stimbergstadion, Erkenschwick

Das Spiel somit also ein klein wenig Nebensache, dennoch bekam man mit, dass der Hausherren deutlich überlegen waren, aber sich ein ums andere Mal an der Ennepetaler Abwehr die Zähne ausbissen.

Bis zur 43. Minute, als Oerterer mit seinem 100. Tor für Erkenschwick das 1:0 für ebendiese erzielte. Gratulation auch von hier!

Nach der Pause dann Enneptal einen kleinen Tucken stärker, aber immer noch nicht mit den Mitteln, Erkenschwick Paroli zu bieten, die in der Schlussphase noch das 2:0 und 3:0 erzielen konnten – da waren wir allerdings schon auf dem Weg nach Hamm, wo das zweite Spiel des Tages lockte.

P.S. Grad seh ich noch, dass bei Erkenschwick auch noch Batman mitgespielt hat – Respekt!

SPVGG ERKENSCHWICK: Marcel Müller – Stephan Nachtigall, Kevin Kokot, Sebastian Westerhoff, Timo Ostdorf, Nils Eisen, Stefan Oerterer (David Sawatzki, 88′), Florian Fricke, Deniz Batman (Christopher Weißfloh, 76′), Philipp Rosenkranz, Tim Forsmann. TRAINER: Magnus Niemöller

TUS ENNEPETAL: Marvin Weusthoff – Björn Sobotzki, Florian Gerding, Murat Kaya, Kai Strohmann, Evangelos Skraparas, Markus Scherff (Stilianos Mouratidis, 56′), Dimitrios Ropkas (Nick Tim Träptau, 88′), Lukas Winczura, Abdullah El Youbari (Markus Weiß, 68′), Igor Stojoski. TRAINER: Imre Renji

TORE: 1:0 und 3:0 Stefan Oerterer (43′, 87′), 2:0 Philipp Rosenkranz (81′)

SCHIRI: Philip Holzenkämpfer (Rheine)

ZUSCHAUER: 250, ein Typ lief mit Ennepetalschal rum…

Gelsenkirchen

08. September 2013

Das freie Länderspielwochenende war schon als frei weggeplant, als bei Facebook über das Privatspiel Schalke Amateure – BSG Chemie Leipzig geschrieben wurde.
Reine Szeneveranstaltung, in der Glückauf-Kampfbahn, von Chemie mehrere hundert Leute angekündigt.
Kurz darauf hatte sich auch eine Autobesatzung aus Braunschweig gefunden, sich auf den Weg nach Gelsenkirchen zu machen. Der Fahrer lockte gar mit einer Kiste Bier, was zwar gar nicht nötig gewesen wäre, aber dennoch dankbar angenommen wurde.
Sonntag früh ging es also auf die Bahn, die Wettervorhersage versprach nichts gutes, aber das Wetter kann man sich ja schön trinken.
Eine halbe Stunde vor Kick-Off waren wir am Hornbach neben dem Stadion und wollten nun rechtzeitig zum vermuteten Pyro-Intro ins Stadion, als uns recht deutlich klar gemacht wurde, dass wir keine Schalker seien und uns verpissen sollen. Tja, hätten wir heute morgen mal auf die Körperpflege verzichtet, wir wären wohl rein gekommen.
Spaß beiseite – letzendlich völlig korrekt, hätten wir wohl nicht anders gehandhabt. Und wir waren auch nicht die Einzigen, die „enttarnt“ wurde.
So hat es diesmal also uns getroffen und wir standen etwas ratlos rum, ehe der Entschluss gefasst wurde, nicht noch andere Wege ins Stadion zu probieren, sondern stattdessen den Oberligakracher SpVgg Erkenschwick vs. TuS Ennepetal zu besuchen. Keiner von uns fünf war bislang im Stimbergstadion, für mich besonders reizvoll, fällt damit doch endlich mal wieder ein alter Zweitligaground.
Zuvor machten wir aber noch einen kurzen Abstecher zum ollen Parkstadion, absolut erschreckend was da passiert ist. Ich hatte echt Tränen in den Augen – immerhin habe ich hier vor knapp 25 Jahren mein erstes Auswärtsspiel des BTSV besucht. Endstand 5:1 für die Eintracht.

Parkstadion, Gelsenkirchen 2013

BL1: Hamburger SV – BTSV 4:0 (2:0)

31. August 2013
Hamburger SV Volksparkstadion,
Hamburg
Eintracht Braunschweig

Am Vormittag war die Welt noch in Ordnung, die bessere Hälfte fuhr Holgi und mich zur Autovermietung, wo wir einen Nobel-T5 für die heutige Tour bekamen (bei dem Hinweis „wir haben nur einen Siebensitzer für Sie“ hatte ich an so einen dreckigen Touran mit dritter Bank gedacht), flugs noch eine Kiste Bier gekauft, die Mitfahrer drei und vier eingeladen und bei Gifhorn den Rest getroffen.
Die Fahrt gen Norden ging einigermaßen flott voran, bis uns kurz vor den Mauern Hamburgs der Mörderstau erwartete – wie gut, dass wir früh losgefahren waren…
Auf dem Parkplatz fiel mir dann auf, dass meine Kamera zu Hause rumschimmelte, egal, Bilder von der Betonkiste hab ich mehr als genug. Der Plan, noch ein Getränk zu nehmen, wurde ob der fortgeschrittenen Uhrzeit verworfen, stattdessen gings direkt in die Arena. Imtech, was für ein Dreck. Sorry.
Der Block pickepackevoll – kaum ein Durchkommen, tja, bei den letzten Auftritte in Hamburg war irgendwie der Block leerer, ich weiß auch nicht.
Der HSV präsentierte zum Einlauf eine Choreo mit Papptafeln in Schwarz-Weiß-Blau mit sehr unterschiedlich guter Dichte, dazu wurde ein Folien-Dino gezeigt. Nun ja, hat mich nicht vom Hocker gerissen, das Ding.
Schiri Knut Kircher pfeift an und der BTSV im Vorwärtsgang – sehr fein! in den ersten fünf Minuten zwei nicht soo schlechte Szenen.
Die leider durch das 1:0 ausgerechnet durch Sylvie van der Vaarts Ex-Stecher getrübt wurden.
Die Eintracht nur kurz geschockt, aber leider wurde auch der nächste Blau-Gelbe Sturmlauf durch ein Hamburger Tor vereitelt. Nach 17 Minuten stand es 2:0 – wer nun gedacht hätte, der Fisch sei gelutscht, der sollte sich täuschen – die Eintracht versuchte weiterhin, zum Erfolg zu kommen. Leider blieb es oftmals beim Versuch. Viel zu viele individuelle Fehler bei dem Ganzen.
Kurz vor der Halbzeit hegte ich die Hoffnung auf den Anschlusstreffer – aber auch der sollte mir und dem BTSV verwehrt bleiben.
Im zweiten Durchgang fiel es dem BTSV schwerer, ins Spiel zu kommen, was der Stimmung auf den Rängen aber keinen Abbruch tat.
Zur 67. Minute gab es kollektiv das „Deutsche Meister 1967…“ und dazu zwei Bengalos. Warum aber eine Fackel auf den Platz fliegen muss und keine zwei Meter von Vrancic einschlägt, dass darf mir der kleine Pyromane gerne noch mal erklären.
Keine Ahnung, ob das der Auslöser war, auf jeden Fall gab es im Nachbarblock kurz darauf aufs Maul – Ordner gegen Eintracht, Eintracht gegen Hamburg und schließlich Polizei gegen Eintracht – soweit ich das gesehen habe.
Der grade frisch eingewechselte Calhanoglu besorgte dann den Braunschweiger Genickbruch zum drei und vier zu Null.
Ich gebe zu, dass hatte ich mir ein wenig anders vorgestellt, wobei es mir gar nicht darum geht, dass wir Tabellenletzter mit fünf Niederlagen in fünf Pflichtspielen sind. Meinetwegen steige ich gerne wieder ab. Bitte mit Torsten Lieberknecht als Trainer.
Ganz schlimm dann die Mitleidsbekundungen der Hamburger auf dem Weg zum Bus. Die könnt Ihr Euch sonst wo hinstecken.
Die Rückfahrt dann etwas zügiger, kurz vor neun waren alle inklusive des Mietbusses vollgetankt und abgeliefert und ich in den heimischen vier Wänden.

HAMBURGER SV: René Adler – Dennis Diekmeier, Heiko Westermann, Johan Djourou (Lasse Sobiech, 72′), Zhi-Gin Lam – Milan Badelj (Tomas Rincon, 30′)- Tolgay Arslan, Petr Jiracek – Rafael van der Vaart (Hakan Calhanoglu, 79′) – Jacques Zoua, Maximilian Beister. TRAINER: Thorsten Fink

BTSV: Daniel Davari – Benjamin Kessel, Ermin Bicakcic, Deniz Dogan, Ken Reichel – Norman Theuerkauf (Mirko Boland, 64′) – Karim Bellarabi, Damir Vrancic, Jan Hochscheidt (Torsten Oehrl, 64′) – Domi Kumbela, Simeon Jackson. TRAINER: Torsten Lieberknecht

SCHIRI: Knut Kircher (Rottenburg)

TORE: 1:0 Rafael van der Vaart (7′), 2:0 Zoua (17′), 3:0 und 4:0 Hakan Calhanoglu (80′, 90’+1′)

ZUSCHAUER: 54.958, 5.000 mal BS, eher mehr

BL1: BTSV – SG Eintracht Frankfurt 0:2 (0:0)

25. August 2013
Eintracht Braunschweig Eintracht-Stadion,
Braunschweig
SG Eintracht Frankfurt

Der Spielplangestalter hat es irgendwie hinbekommen, dass an diesem dritten Spieltag nur Mannschaften gegeneinander spielen, die noch Null Punkte haben. Unser Gast, die SGE, verlor am vergangenen Wochenende 0:1 zu Hause gegen die Bayern und kam davor bei Hertha mit einem 1:6 bös unter die Räder. Nun ja, wir hatten gegen Bremen stark gespielt und unglücklich verloren und gegen den BVB immerhin auch unsere Chancen als frecher Aufsteiger. Daher heute also berechtigte Hoffnung aller Orten, den allerersten Bundesliga-Dreier (vor 28 Jahren brachte ein Sieg ja nur zwei Punkte) einzufahren.

Das Stadion natürlich ausverkauft, auch der Gästeblock war voll.

Eintracht-Stadion, Braunschweig

Zu Beginn zeigten die Frankfurter eine schone Choreo mit „Ob Braunschweig, ob Trier, die Eintracht sind nur wir“, leider war das Motiv der Blockfahne nicht wirklich zu erkennen.

Frankfurt-Block bei Eintracht Braunschweig

Über Sinn und Unsinn des Spruchbands wurde anderweitig genug geschrieben, auf jeden Fall konterte CABS elegant (leider kein Bild vorhanden).

Das Spiel begann und es kam zu einem Sturmlauf leider beinahe nur auf unser Tor – in der 30. Minute habe ich den ersten Braunschweiger Torschuss registriert. Das ist natürlich ein klein wenig wenig…
Leider färbte das auch auf den Mob in der Südkurve ab. Das war heute über weite Strecken mangelhaft.

Südkurve, Block 9, Eintracht Braunschweig

In der Hälfte zwei dann auch bald der Führungstreffer für die Hessen und grad als ich wieder Hoffnung schöpfte, zumal auch Rückkehrer Bellarabi frisch eingewechselt wurde, schießt Aigner das 2:0. Damit war der Drops dann leider gelutscht, die Einwechslung von Kumbela brachte jedenfalls nichts mehr.

So, aber das ist Bundesliga, wir haben ein großes Ziel uns das sind sechs Punkte gegen die Penner aus Hannoi, alles andere ist ein nettes Zubrot! Und wer weiß, vielleicht holen wir dann eben am kommenden Wochenende beim HSV den ersten Auswärtssieg. Ich bin natürlich live vor Ort und werde berichten.

BTSV: Daniel Davari – Omar Elabdellaoui, Marcel Correia (Deniz Dogan, 21′), Ken Reichel – Kevin Kratz, Norman Theuerkauf (Domi Kumbela, 70′), Mirko Boland – Dennis Kruppke (Karim Bellarabi, 57′), Jan Hochscheid – Simeon Jackson. TRAINER: Torsten Lieberknecht

SG EINTRACHT FRANKFURT: Kevin Trapp – Stefano Celozzi, Carlos Zambrano (Marco Russ, 46′), Anderson Soares de Oliveira, Bastian Oczipka – Johannes Flum, Sebastian Rode (Martin Lanig, 69′) – Stefan Aigner, Alexander Meier, Takashi Inui – Vaclav Kadlec (Jan Rosenthal, 80′). TRAINER: Armin Veh

SCHIRI: Wolfgang Stark (Ergolding)

TORE: 0:1 Alexander Meier (52′), 0:2 Stefan Aigner (62′)

ZUSCHAUER: 23.325, sold out